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Rodenbach Grand Cru

Im folgenden Test gibt es mal wieder etwas das nicht aus Deutschland stammt, nämlich das Rodenbach Grand Cru. Dies ist ein Bier das aus Belgien stammt, einem Land das für seine ausgefallenen und besonderen Biere bekannt ist. Gebraut wird dieses Bier in Westflandern, in der beschaulichen Stadt Roeselare. Die Brauerei Rodenbach, die dieses Bier herstellt, ist eine sehr alteingesessene und traditionelle Brauerei in Belgien. Sie existiert bereits seit 1836 und ist eine der älteren Brauereien in Belgien. Verkostet wird heute das Grand Cru, ein Bier das schon in seiner Herstellung besonders ist. Denn hierbei handelt es sich nicht um ein Bier, sondern um einem Verschnitt aus einem frisch gebrauten Jungbier und einer zwei Jahre in einem Holzfass gelagerten Version dieses Jungbieres. Das Ursprugsbier basiert auf einer Art Red Ale und nach dem Verschnitt hat dieses Bier einen Alkoholgehalt von  6%.

Zur Optik: Weinrot Bis Bordeauxrot mit fast schon leicht braunen Tönen. Es ist trüb und hat eigentlich keinen Schaum.

Zum Geruch: Zuerst einmal säuerliche Noten, genauer gesagt Sauerkirsche und Zwetschge. Allgemein kann man sagen, dass die Fruchtnoten von sehr reifen Früchten geprägt sind. Auch das Holzfass ist deutlich herauszuriechen. Zusätzlich hat man aber auch leicht alkoholische Noten, die die Nase leicht rümpfen lassen. Interessant sind auch die Anflügen von Whsiky und vor allem Cognac.

Zum Geschmack: Sehr gewöhnungsbedürftig und definitiv mal etwas ganz was anderes. Die Säure ist wirklich so intensiv, das es zuerst einmal einem den Mund zusammen zieht. Nach einer Weile legt sich aber diese intensive Säure und wird angenehmer und vor allem trinkbarer. Nun offenbart sich seine gesamte Komplexität. Man hat im weiterhin Antrunk diese säuerlichen Noten, die jetzt aber tolle Noten von Sauerkirsche und Weintraube aufweisen. Man hat wirklich leicht den Eindruck das man eher einen Rotwein trinkt als ein Bier, da die Kohlensäure auch nicht so aufdringlich ist . Am Gaumen kommen dann sogar leicht brotige und malzige Noten hindurch. Die Noten des Eichenfass bilden einen soliden Background auf dem sich die anderen Geschmäcker aufbauen. Im Nachtrunk wird die Sauerkirsche dann süßer und hat auch Anflüge von Johaniss- und Erdbeere.

Zum Fazit: Am Anfang ein sehr spezielles Bier, an das man sich erst einmal gewöhnen muss. Jedoch ist es, sobald die anfangs übertrieben Säure abgeklungen ist  wirklich spannend und außergewöhnlich. Es ist wirklich einmal etwas anderes, jedoch ist es wirklich einfach ein wenig zu sauer. Ich vergebe hierfür 4 Sterne.

 

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Störtebeker Arktik Ale

Heute gibt es etwas ganz besonderes im Test und zwar das Arktik ale von Störtebeker. Störtebeker ist eine Traditionsbrauerei aus Stralsund, an der Ostsee. In den letzten Jahren hat die Brauerei eine führende Rolle bei der Vermarktung von Craftbier und traditionellen Bierspezalitäten eingenommen und ihre Biere sind mittlerweile in einem großen Teil von Deutschland erhältlich. Die zur Nordmann gehörende Brauerei, zu der auch Ratsherrn gehört, hat ein sehr breites Sortiment an traditionellen Spezialitäten Bieren. Dieses reicht von Bock über Weizen bis zu Schwarzbier und diversen Lagerbieren, aber in den letzten Jahren auch vermehrt Craft Bieren. Das bekannteste von ihnen ist das Atlantik Ale welches ein gutes Bier zum einstieg in das Thema Pale Ale und IPA ist. Dieses Bier ist auch die Grundlage für unsere heutiges Bier. Denn vor kurzem hat die Brauerei Störtebker spezielle Versionen von vier ihrer Biere herausgebracht. Das besondere an diesen Bieren ist das diese alle sogenannte Eisböcke sind, d.h. das das Bier eingefroren wird und somit konzentriert wird, da dadurch em Bier Wasser entzogen wird. Nachdem das Bier gefroren ist wird der nicht eingefrorene Alkoholische Teil aus dem Bier extrahiert. Somit erhält man eine konzentrierte alkoholischere Version des ursprünglichen Bieres in dem die Aromen noch intensiver zur Geltung kommt und das einen sehr intensiven aber auch alkoholischen Geschmack hat. Das nun heute verkostete Arktik Ale ist eines dieser Biere welcher wie bereits erwähnt auf dem Atlantik Ale basiert. Es hat einen Alkoholgehalt von 8,5% und wurde zusätzlich noch mit Lemondrop und Simcoe kaltgehopft.

Zur Optik: Hell goldenes Bier mit einer leichten Trübung. Der feinporige Schaum ist beständig und ca. 1 mm breit.

Zum Geruch: Sehr brotige Noten die zunächst auffallen, aber auch Honigtöne. Die fruchtige Komponente tritt durch Töne von Melone und Mango hervor, aber auch ein paar Zitrusnoten hat man im Geruchspaket.

Zum Geschmack: Sehr intensives Aroma im Bier wo man zunächst gar nicht weiß wohin mit den ganzen Eindrücken. Man hat zum einen diese herben, bitteren Töne die den Antrunk und den Mittelteil dominieren, hier stechen vor allem die Zitrusnoten hervor. Diese haben Impressionen von Grapfruit, Zitrone, Blutorange. Nachdem das Bier nun über den Gaumen die Kehle hinunter geronnen ist hat man im Nachtrunk schöne fruchtige Noten in der Mundhöhle. Diese von Orange, Melone und Mango dominierten Noten machen Lust auf mehr, zumal das Bier einen etwas trockenen Rachen hinterlässt. Gegen Ende kommen dann leider ein paar alkoholische Noten durch welche das Trinkvergnügen ein wenig trüben. Aber dieser wirklich harmonisch bittere Ton im Abgang gleicht diese leicht alkoholischen Töne wieder aus. Die Fruchtigkeit ist wirklich echt klasse. Leider ist die Bittere ein wenig zu dominant und dadurch kann sich die Fruchtigkeit leider nicht so entfalten.

Zum Fazit: Wirklich ein gutes Bier welches aber leider nicht ganz souverän ausbalanciert ist. Hier und da fehlt einfach noch eine Ecke die an einer anderen Stelle zu viel sind. Ich vergebe hierfür 4 Sterne obwohl dieses Bier noch wenig mehr könnte, wenn es mehr ausbalanciert wäre.  Von dem Eisbock hätte ich mir noch ein wenig mehr erhofft, da man den Eisbock nicht wirklich herausschmeckt sondern es eher nach einem IPA bzw. einem Double IPA schmeckt.

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Heineken H41

Selbst Heineken scheint nun versuchen zu wollen so etwas wie etwas Craftiges zu machen. Zumindest, scheint das was vor mir steht so etwas zu sein. Es handelt sich um ein Bier Namens H41 und wird als Limited Edition-Lager Exploration deklariert. Vom Bierstil  handelt es sich hierbei natürlich um ein Lager, für was ist Heineken auch sonst weltweit bekannt. Aber das besondere daran ist, dass es mit einem sehr seltenen Hopfen aus Patagonien gebraut wurde, der die Urform des heute für das Heinken verwendeten Hopfens sein soll. Nun bin ich mal gespannt was dieses „besondere“ Heineken so kann und ob es sich überhaupt vom normalen unterscheidet. Zumidest hat es mit 5,3% etwas mehr als das normale Heineken.

Zur Optik: Klares goldenes Bier welches sich kaum vom normalen Heineken unterscheidet. Vielleicht ist es ein wenig rötlicher,bernsteinener.

Zum Geruch: Sehr grasiger leicht blumiger Geruch. Dazu leicht beriger Aromen. Aber auch Noten von Nelke sind zu riechen. Zusätzlich hat man leichte Töne von grünem Apfel und feine Biskuitnoten.

Zum Geschmack: Interessanter Geschmack, es wirkt sehr frisch und feinmalzig. Zusätzlich hat man im Abgang wieder die Töne des grünen Apfels. Dieses Betonung auf den Apfel ist wirklich echt spannend und man hat zeitweise wirklich den Eindruck man trinke eine Apfelschorle als ein Bier. Wobei auf der anderen Seite dieser Apfeleindruck fast schon ein wenig künstlich erzeugt scheint und so einen chemischen Nachgeschmack hat. Das Malzbett kommt leider gar nicht zum tragen und geht ein wenig in diesem Apfelgeschmack unter. Die Kohlensäure wiederum ist recht gut dossiert und macht das Bier spritzig aber auch bekömmlich da sie nicht zu aufdringlich ist. Das Brauwasser ist sehr weich und sorgt für ein samtenes Mundgefühl.

Zum Fazit: Ich bin wirklich überrascht über dieses Bier es ist echt schön angenehm fruchtig und diese Apfelnote; wenn auch ein bisschen künstlich wirkend passt wie ich finde sehr gut zu einem Lager, da sie nicht bitter wirkt sondern sich harmonisch ins Malzbett einfügt und dies unterstreicht. Wobei eben dieses noch besser zur Geltung kommen könnte und leider ein wenig wässrig wirkt. Auch wirkt es sehr frisch und süffig. Ich vergebe hierfür 4 Sterne da ich echt angenehm überrascht bin von diesem Bier. Es unterscheidet sich definitiv vom normalen Heineken.

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Pilsner Urquell

Der folgende Biertest beinhaltet ein Bier welches mit Fug und Recht behaupten kann, dass es einen entscheiden Beitrag zum Bier, wie wir es heute kennen geleistet hat. Dieses Bier trägt seinen Namen zurecht, denn es ist das erste seiner Zunft, das erste eines Bierstils welcher heute auf der ganzen Welt bekannt und beliebt ist. Von welchem Bier die Rede ist, na klar vom Pilsner Urquell natürlich, sozusagen dem Urtyp der heutigen Pilsbiere. Gebraut wurde es erstmals 1842 vom deutschen Braumeister Josef Groll in Pilsen, eben jener Stadt dem es seinen Namen zu verdanken hat. Bis heute wird dieses Bier in jener Brauerei gebraut, in der es erfunden wurde und es hat sich trotz seiner Kommerzialisierung, immer etwas eigenes bewahrt. Mit 4,4% Alkohol ist es eher eicht im Vergleich zu anderen Bieren.

Zur Optik: Klares Goldenes Bier wie es sich für ein Pils gehört. Der Schaum ist erstaunlich üppig und beständig.

Zum Geruch: Grasige Noten, mit einem Hauch von Fruchtigkeit. Zusätzlich hat es einen leichten Hauch von Caramell.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck ist zunächst einmal, dass dieses Bier unheimlich frisch schmeckt. Es macht wirklich Lust auf mehr. Des weiteren ist festzuhalten, dass es im Gegensatz zu anderen Pilsbieren nicht wirklich herb sondern eher sogar leicht fruchtig schmeckt. Natürlich hat man im Abgang leicht herbe Noten in den Backen, aber das soll bei einem Pils ja auch so sein. Man hat immer auch so einen leicht cramelligen Biskuit Ton der mitschwebt, aber das ganze sehr genießbar macht. Die Fruchtigkeit hat leichte Anflüge von Äpfeln und Birnen.

Zum Fazit: Solides Bier und für ein Pils echt interessant. Mal was anderes würde ich sagen, den es hat einfach auch blumige und fruchtige Noten. Ich vergebe hierfür 4 Stere , denn die Bittere fehlt ein wenig.

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Schlossbrauerei Au Castle Rye IPA

Man sollte es nicht glauben, aber das größte Hopfenanbaugebiet der Welt liegt tatsächlich in Deutschland. Hierbei handelt es sich nämlich um die Hallertau, welche mitten in Bayern liegt. Warum des ganze fragen sie sich? weil unser heutiges Bier von einer Brauerei kommt die sich in der Hallertau befindet, nämlich der Schlossbrauerei Au. Die Schlossbrauerei Au ist eine uralte Brauerei, sie existiert  bereits seit 1590. Seit 1846 ist die Brauerei in Besitz der Freiherren Beck von peccoz in deren Hand sie bis heute geblieben ist. Seit ein paar Jahren braut die Brauerei neben ihren traditionellen Sorten auch einige Craftbiere, von denen immer wieder neue erscheinen. Von diesen Craftbieren befindet sich heute das Rye IPA im Test. Das besondere an diesem Bier ist das es zum normalen Malz noch Rye zu Deutsch Roggenmalz enthält. Dadurch soll das Bier getreidiger wirken und nicht ganz so hopfig. Es hat 6,9% Alkohol.

Zur Optik: Sattes orange mit leichten braunen Tönen. Die Trübung ist wirklich sehr extrem. und der Schaum sehr cremig und fest.

Zum Geruch: Genau das was ich erwartet habe. Zum einen recht fruchtige Noten, vor allem eher tropische wie Ananas und Litschi, und auf de anderen Seite sehr brotige Noten die wie beim Bäcker riechen. Eine wirklich interessante Kombination in der Nase.

Zum Geschmack: Sehr interessant, der Mix bestätigt sich auch im Geschmack. Man hat zunächst einen Maix aus grasigen und schrotgetreidigen Tönen. Nachdem man auf den Lippen zunächst eine Fruchtigkeit verspürt, wird es im Abgang dann grasiger und herber. Die Fruchtigen Noten bestätigen die exotischen Geruchseindrücke. Es herrschen Aromen von Ananas, Passionsfrucht und Litschi vor. Auch leicht Anflüge von Mango und Maracuja kann man schmecken. Der brotige Charakter geht nach dem ersten Schluck jedoch verloren, und so schmeckt man eigentlich keinen Unterschied zu einem normalen IPA. Insgasammt muss man sagen das dieses Bier zwar wunderbar Fruchtig ist jedoch geht ihm ein wenig die Bittere und Herbheit ab.

Zum Fazit: Für ein IPA wirklich nicht schlecht, aber warum das jetzt ein Rye IPA sein soll, lässt sich wirklich nicht herausschmecken. Ich gebe hierfür 4 Sterne da es wirklich ein Klasse Bier ist jedoch ein wenig am eigentlichen Stil vorbei.

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Fürst Wallerstein Landsknecht Bier

Landsknechte, das waren Söldner die im 15 und 16 Jahrhundert durch die Länder zogen und sich vielen Herrschern als einfache Soldaten anboten. Besonders beliebt waren sie in Bayern. Was das mit Bier zu tun hat? Das heutige Bier kommt aus Bayern und scheint an diese Tradition anknüpfen zu wollen. Es ist das Landsknecht Bier aus dem Hause Wallerstein. Das Bier an sich ist ein Dunkles Kellerbier, also vielleicht genau so ein Bier wie es die Landsknechte damals nach siegreichen Schlachten genossen haben durften. Das Fürstliche Brauhaus Wallerstein ist eine Brauerei die 1598 gegründet wurde und noch immer in Besitz der Fürsten von Oettinge-Wallerstein ist. Das Bier hat eine Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Kastanienbraunes Bier mit einem leicht rötlichen bis rubinfarbenen Stich. Das Bier ist zudem leicht trüb. Der Schaum ist weis bis leicht cremig und doch recht stabil.

Zum Geruch: Sehr malziges Aroma, leicht cremige Noten eines Kaffees oder eher Espressos. Man hat diese typische schwer zu beschreibende Note die man riecht wenn man ein dunkles Bier hat, die an Schwarzbrot erinnert. Ansonsten sind noch leicht nussige Noten zu erhaschen.

Zum Geschmack: Interessantes Bier, man hat so dieses leicht süßliche eines Kakaos aber auch das eher bittere eines Kaffees. Dazu wirkt alles ein wenig derb und rustikal mit einer richtig brotigen Note, die an einen klassischen deutschen Pumpernickel oder ein Schwarzbrot erinnert. Diese kantige brotige Note gepaart mit dieser leichten schokoladigen Pralinensüße im Abgang harmoniert wirklich gut. Auch die Bittere ist sehr angenehm. Als Negativpunkt muss man sagen das es durchaus ein bisschen mehr sein könnte, da hatte ich schon Dunkelbiere in denen das Aroma intensiver war, vor allem die röstige Note. Vom Hopfen schmeckt man ganz leichte beerige Noten.

Zum Fazit: Ein wirklich gutes Bier, das mal etwas anderes ist. Es fehlt hier und da noch etwas an Intensität aber es ist spannend zu trinken da es ein wunderbares Zusammenspiel von süße und bittere ist. Hierfür vergebe ich 4 Sterne

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Augustiner Lagerbier Hell

Im heutigen Biertest geht es nach München zur Augustiner Brauerei. Die Brauerei existiert seit 1328 und ist damit die älteste noch existierende Brauerei in München. Zusätzlich ist sie einzige der großen traditionellen München Brauerei, die sich noch in Privatbesitz befindet und keinem größeren Konzern angehört. Die Brauerei ging aus einem Augustinerkloster hervor, daher resultiert auch der Name. Ausgeschenkt wird das Bier der Brauerei unter andrem im weithin bekannten Augustiner Keller, sowie natürlich auch auf der Münchner Wiesn. Das Sortiment der Brauerei ist recht umfangreich und umfasst 8 verschieden Bierspezialitäten. Auffällig ist hierbei, dass die Brauerei trotz des immer stärkeren Trends kein alkoholfreies Bier und Radler anbietet. Aus diesem umfangreichen Sortiment hat es nun heute das Helle Lagerbier in den Test geschafft. Es besitzt einen Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Sehr helles Bier, hat einen sehr matten Goldton. Der Schaum ist ungefähr einen Zentimeter breit und löst sich nach dem Einschenken ganz langsam auf.

Zum Geruch: Helle Malznoten, leicht Honigsüße und kurze caramellige Anklänge. Aber auch leicht seifige, nach Spülmittel riechende Noten. Die fruchtige Komponente setzt sich aus beerigen und Birne/Apfel Tönen zusammen.

Zum Geschmack: Prickelnder Antrunk, der Abgang ist aber dann leicht muffig/ledrig. Das Bier wirkt Anfangs vor allem im Antrunk eher herb. Auch im Abgang hat man leichte Bitternoten auf der Zunge. Dieses Prickeln verursacht aber eine sehr schöne frische, welche Teilweise eher an ein Pils erinnert.  Auch im weiteren Trinkverlauf erweist sich das Bier als recht süffig, wobei diesem Bier weiter ein klares Geschmacksprofil fehlt. Das Malz hält sich erstaunlich zurück und ist nur sehr kurz präsent. Auf der anderen Seite ist dies aber auch gut, da das Bier so nicht zu süß wirkt. Gegen Ende kommt dann der Malzcharakter mehr zum Tragen und man hat vor allem im Abgang immer mehr süßliche malzige Noten. Man kann zusammengefasst sagen, dass man immer so einen ganz leicht malzigen, manchmal auch nussigen Grundton hat, der von der gut dosierten Kohlensäure und dem weichen Brauwasser umspült wird. Der Hopfen hält sich größtenteils zurück und tritt in Kombination mit der Kohlensäure prickelnd auf. Dies geschieht vor allem im Amtrunk und im Abgang, sodass man Lust auf den nächsten Schluck hat.

Zum Fazit: Wirklich leckeres, erfrischendes Helles, welches sich gerad auch bei wärmeren Temperaturen herforragend trinken lässt, da es sehr erfrischend ist. Das Bier hat zwar insgesammt ein bisschen zu wenig Geschmack, ist aber dennoch recht solide. Und das es nach nichts schmeckt, kann man nun wahrlich auch nicht sagen. Ich vergebe hierfür noch mal 4 Sterne auch wenn Luft nach oben ist. Den Ausschlag gibt aber einfach die gut dosierte Kohlensäure die es unheimlich frisch und somit sehr erfrischend wirken lässt.

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Ratsherrn Matrosenschluck

Im Heutigen Biertest geht es in den Norden Deutschlands, in die Hansestadt Hamburg. Verkostet wird ein Bier der Ratsherrn Brauerei. Die Ratsherrn Brauerei ist eine junge Craftbierbrauerei, die den alten und schon leicht in Vergessenheit geratenen Markennamen Ratsherrn wieder aufleben lässt und ihm mit ihren vielfältigen Kreationen neues Leben einhaucht. Seit 2012 braut nun diese neue Brauerei, unter diesem alten Namen, im Stadtteil Sternschanze. Da die Brauerei zur Nordmanngruppe gehört, wurde das Bier von Ratsherrn von Anfang an schon im größern Stil gebraut, wenngleich sie auch eine Mikrobrauerei besitzt, auf der immer wieder Sondereditionen und saisonale Biere erscheinen. Im Test heute ist das Oat White IPA, ein IPA, das wie der Name schon sagt, auf Weissbierbasis hergestellt wird und zusätzlich noch Hafermalz enthält. Zusätzlich enthält es noch Orangenschalen, die eine beliebte Zutat für ein belgisches Witbier darstellen.  Der Alkoholgehalt beläuft sich auf 6,5%.

Zur Optik: Trübes, orangenes Bier. Man könnte glatt meinen die Orangenschalen würden für den wunderbaren orangenen Farbton sorgen.  Die Schaumkrone ist weiß und sehr feinporig.

Zum Geruch: Natürlich ist die Orangennote dominierend, dass war zu erwarten, aber auch Traube und Pfirsich/Apfelsine sind zu erhaschen. Zusätzlich sind leicht beerige und kräutige Noten vorhanden. Die Traubennoten erinnern ein wenig an den Traubenzucker in Tablettenform.

Zum Geschmack: Hier kommt dann auch ein bisschen das malzige durch, wobei man nach wie vor den Eindruck hat, man lutscht eine Traubenzuckerpille. Dieser Trauben Geschmack moussiert wirklich schön am Gaumen und bleibt auch im Nachtrunk noch lange erhalten. Nach dem dritten,vierten Schluck wird es dann auch ein bisschen bitter in den Backen, und man hat nun einen leicht herben Nachgeschmack, der durchaus zu gefallen weiß. Immer wieder wird es aber auch ein wenig wässrig im Geschmack. Hinten hinaus nimmt dann das Bittere langsam überhand und verdrängt leider das fruchtig frische, welches deutlich in de Hintergrund tritt. Gegen Ende kommen wieder die fruchtige Noten allen voran die bekannten Traubennoten aber auch Orange und Melone.

Zum Fazit: Sehr interessantes Bier, die Traubennoten gefallen mir wirklich gut. Hier und da fehlt aber noch etwas mehr Würze und Fruchtigkeit. Hierfür vergebe ich 4 Sterne.

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Dinkelacker Privat

Im heutigen Test gibt es, man kann es wirklich so sagen, einen echten Klassiker. Ein Bier welches in großen Teilen Baden Würtenbergs vertreten und im weitläufigen Umfeld von Stuttgart auch oft in der Gastronomie anzutreffen ist. Das Bier nennt sich Privat und stammt von der Stuttgarter Traditionsbrauerei Dinkelacker. Von Dinkelacker bzw Schwaben Bräu hatte ich schon öfter Biere im Test, bisher aber noch nichts von der Marke Dinkelacker. Das Privat ist ein klassisches Exportbier, oder wie es im Schwabenland oft heisst „a Halbe“, mit 5,3% Alkohol.

Zur Optik: Das Bier schäumt wirklich extrem, was aber auch an dem Transport oder dem einschenken liegen kann. Aber auf jedenfall ist der Schaum recht üppig und vor allem auch stabil. Die Farbe des Bieres ist ein kräftiges Gold, welches aber doch eher von der helleren Sorte ist. Wie es bei einem Exportbier usus ist, ist das Bier klar filtriert.

Zum Geruch: Frischer malziger Geruch, leicht hefig Eindrücke. Aber klar dominierend ist der Malzige Geruch, der sehr süßlich ausfällt. Auch leichte Anklänge von Trauben und hellen Beeren hat man im Geruch vielleicht noch ein wenig Apfel und Birne.

Zum Geschmack: Zunächst einmal sehr rundes Bier, schmeckt sehr frisch und ausgewogen. Leicht süßlich im Malzbett, im Abgang dafür aber leicht wässrig. Die Malzsüße begleitet einen durch den ganzen Schluck hält sich aber soweit zurück das dieses Bier weder wässrig noch zu süß wirkt. Man hat auch leichte beerige Noten und immer wieder den Einfluss von Trauben im Mund. Der Hopfen kommt in diesem Bier leider so gut wie gar nicht und dann auch erst am Ende des trinkens vor. Jedoch keineswegs unangenehm sondern recht harmonisch mit den bisherigen Malzeindrücken.

Zum Fazit: Für ein Export ein recht solides und gutes Bier. Es hat keine großen Überraschungen bereit, aber das macht auch nichts den das Bier weiß durchaus durch seinen solide abgestimmten Geschmack zu überzeugen. Es ist ein seiner Einfachheit sehr frisch und gut bekömmlich bzw. Süffig und man kann es ganz gut zechen. Ich finde es ist zwar unspektakulär aber sehr gut trinkbar; Dafür vergebe ich 4 Sterne

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Docs Irish Extra Stout

Unser heutiges Testbier stammt von einer sehr kleinen Craftbierbrauerei, die ihre Biere unter dem Namen Docs vertreibt, aus Schwallbach ein Stadtteil von Rottenburg am Neckar. Gebraut wird mittlerweile im Keller des Gründers Andreas Weber auf einer kleinen Anlage nachdem anfangs noch im Kochtopf gebraut wurde. Die Brauerei hat ein recht umfangreiches Sortiment welches ständig wechselt und variiert. Es gibt normale Sorten wie Pils und Export, klassische Craftbiere wie IPA oder Stout, aber auch ganz experimentelle Biere mit anderen Getreidearten und Zutaten die nicht immer dem Reinheitsgebot entsprechen. Im Test ist heute das Irish Extra Stout ein obergäriges dunkles Bier 6,6 % Alkohol

Zur Optik: Dunkelbraun bis schwarzes Bier mit einer durchgängigen starken Trübung. Der Schaum ist nicht besonders üppig, dafür aber sehr cremig, leicht wie bei einem kaffeeartigen Getränk.

Zum Geruch: Man riecht schon von etwas Entfernung die Kaffeenoten und die röstigen Noten. Es erinnert fast schon ein wenig an einen Espresso mit ordentlicher Crema. Caramellige Noten und noten von Lakritz mischen sich ebenfalls in den Duft. Auch Toffeenoten sind vorhanden.

Zum Geschmack: Das Bier ist im Ersten Antrunk zunächst einmal erstaunlich Bitter und die Röst und Kaffenoten kommen erst im Abgang. Sie bleiben dann aber auch im Nachtrunk im Rachen und Gaumenbereich und man könnte meinen man hätte einen Kaffee getrunken. Sehr schön sind auch die dezenten Noten von Bitterschokolade. Aber auch der Hopfen kommt bei diesem Bier nicht zu kurz ist mir jedoch gerade im Antrunk zu penetrant und kratzt ein wenig unangenehm am Gaumen. Hier sollte es noch besser ausbalanciert sein. Zusätzlich hat man auch immer wieder Eindrücke von

Zum Fazit: Das Bier hat wirklich gute Ansätze ist aber leider nicht komplett ausbalanciert. Aber es hat einen ganz klaren Charakter und der Abgang ist wirklich toll. Auch die Kaffeenoten gefallen mir wirklich gut. Ich vergebe hier nochmal 4 Sterne, da ich solche Projekte von kleineren Hobbybrauern immer gut finde und dieses Bier durchaus Potential für mehr hat. Ich bin gespannt auf andere Biere aus dem umfangreichen Sortiment.