Veröffentlicht in 4-Sterne

Schwaben Bräu Volksfestbier

Nun hat seit Freitag mit dem Canstatter Waen auch Deutschlands zweitgrößtes Volksfest seine Pforten geöffnet. Auch hierfür werden von den drei großen Stuttgarter Biermarken, wieder eigens gebraute Bierspezialitäten auf den Markt gebracht. So wird nun heute das Erzeugnis von Schwaben Bräu verkostet. Bemerkenswert ist, dass die Brauerei trotz des Umstands, dass sie nur eine Marke von Dinkelacker ist ein eigenes Bier braut und sogar ein Fetzelt betreibt. Dieses untergärige Festbier hat einen Alkoholgehalt von 5,5%.

Zur Optik: Goldenes klares Bier. Wirklich stabiler weißer Schaum.

Zum Geruch: Feinmalziger Geruch, der aber auch ein wenig muffig riecht. Leichte Fruchtigkeit von Apfelsine, Apfel und Birne.

Zum Geschmack: Kräftig Malziger Antrunk, der jedoch auch ein wenig wässrig wirkt, aber keines Wegs wirklich total flach. Aber dennoch ist der Malzkörper gut ausbalanciert. Im Nachtrunk kommt dann der Hopfen zu seinem Auftritt. Ist nicht ganz so intensiv und verhält sich relativ dezent, jedoch finde ich dies bei einem Festbier passend, da es so süffiger wirkt. Deshalb finde ich, das der Hopfen auf den Punkt genau dosiert ist und im Abgang eine schöne bittere und leicht grasig/florale Note hinterlässt. Im Nachgang hat man dann noch leicht malzige Noten die sich um den Gaumen schmiegen. Dieses Bier ist wirklich auch sehr frisch und bekömmliche, denn auch die Kohlensäure ist gut dossiert.

Zum Fazit: Meiner Meinung das beste der drei Volksfestbiere, es lohnt sich also in ein Zelt zu gehen in den dieses Bier im Ausschank ist. Aber auch fürs Volksfest daheim würde ich dieses Bier empfehlen. Geht leider auch immer ein wenig zwischen Dinkelacker und Stuttgarter Hofbräu unter. Ich vergebe hierfür 4 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Riegele Bayerisch Ale 2

Im folgenden Biertest gibt es wieder etwas von Riegele aus Augsburg, die mittlerweile regelmäßig zu Deutschlands bester Brauerei gewählt werden. Neben ihrem wirklich ausgezeichneten Sortiment an traditionellen Bieren, experimentiert die Brauerei auch viel mit neuen Bierstilen herum. Neben einem Standardsortiment an Craftbieren entstehen auch immer wieder Sondersude, so wie das heute vor mir stehende Bier. Es ist ein Geminschaftssud mit der Brauerei Sierrra Nevada, einer der erfolgreichsten Craftbrauerein der USA. Von diese Kooperation gibtes insgesamt zwei Biere, zum einen ein Bbayrisches Festbier welches bei Sierra Nevada in den USA gebraut und verkauft wurde und zum anderen unser heutiges Bier das Bayrisch Ale ein hopfiges Irish Ale welches in Augsburg gebraut wurde und in Deutschland auf den Markt kam.

Zur Optik: Leicht trübes Bier mit einem orangenen Farbton. Der Schaum ist nur 1 cm breit und und in der Mitte recht durchlässig.

Zum Geruch: Dezent fruchtige Noten die vor allem einen leichten Zitrus und Pfirsich/Apfelsine charakter haben. Aber auch leicht Mandarine Apfel und vor allem Melone/Maracuja sind zu erhaschen.

Zum Geschmack: Schon im Antrunk hat man typische fruchtigen Noten von Apfelsine und wie ich finde Orange. Der Hopfen wurde wirklich gut eingesetzt und geht dann Richtung Abgang nathlos von Fruchtig in Richtung leicht bitter über. Im Nachgeschmack lässt er und die Kohlensäure eine leicht moussierende Bittere auf der Zunge zurück. Insgesamt wirkt das Bier sehr frisch. Die Hopfenbittere im Abgang st wirklich sehr gut getroffen und macht Lust auf den nächsten Schluck. Gegen Ende werden die Fruchtnoten Zitruslastiger und die bittere nimmt deutlich zu. Dies schmälert ein wenig das Trinkvergnügen.

Zum Fazit: Ein wirklich gutes Bier, das mit seinen 5% auch sehr erfrischend ist. Für den Sommer wirklich ein klasse Ale, das die Fruchtigkeit gekonnt betont. Es könnte noch etwas mehr Kohlensäure und Hopfenbittere vertragen. Nichtsdetotrotz vergebe ich hierfür 43 Sterne

Veröffentlicht in 4-Sterne

Amarcord Tabachera

Jetzt wird es mal wieder italienisch. Heute gibt es mal wieder ein Craftbier aus einer kleineren, noch relativ jungen Brauerei, wie sie mittlerweile recht häufig in Italien zu finden sind. Denn was viele nicht wissen, Italien war eines der ersten Ländern in denen die Craftbierbewgung richtig Fuß fassen konnte. Heute gibt es etwas von der Brauerei Amarcord. Über die Brauerei selber ist wenig bekannt, ich haben herausgefunden, das sie aber schon seit 1997 braut. Verkostet wird heute das Tabachera. Es ist ein strong Amber Ale mit stattlichen 9% Alkohol.

Zur Optik: Trübes Bier mit einem ordentlichen Brauen Ton erinnert fast an Colaweizen. Also wirklich rötlich ist das nicht mehr auch wen ich mich auf meine rot braun schwäche nicht ganz verlassen möchte.

Zum Geruch: Im ersten Eindruck erstmal ziemlich malzig. Aber im Hintergrund kommen dann auch leicht fruchtige Noten durch. Vornehmlich Pflaume und Pfirsich aber auch etwas exotischere Töne wie Maracuja und Melone. Zusätzlich sind die Hopfennoten auch ein wenig harzig und haben zugleich etwas von Lakritz.

Zum Geschmack: Das ist eine Bombe im Antrunk, hat man zuerst einmal leicht bittere aber auch caramellige Noten. Im Abgang kommen dann zum einen leicht hefige Noten aber irgendwie hat man auch ein wenig Noten von einer Cola. Zusätzlich hat wirklich auch Noten von Blaubeere und Brombeere im Abgang und vor allem im Nachgang sodass es wirklich süffig ist. Die 9% sind wirklich sehr gut kaschiert. Insgesamt sind die Hopfennoten von sehr fruchtiger Natur, man hat Litschi und Maracuja. Die Fruchtnoten sind im allgemein sehr reif und wirken leicht kandiert. Das Malz ist leicht röstig und hat ein wenig den Geschmack von Lebkuchen und Biskuit. Ich muss sagen das dieses Bier trotz seiner 9% sehr süffig ist, da es nicht wirklich bitter ist sondern schön fruchtig und malzig. Somit macht es dieses Bouquet sehr bekömmlich.

Zum Fazit: Dieses Bier ist wirklich gar nicht so schlecht und gerade jetzt wenn die kalte Jahreszeit kommt und es langsam wieder auf Weihnachten zugeht ist dieses Bier durchaus interessant. Es hat wirklich weihnachtlich Noten gerade mit den sehr reifen und kandierten Früchten und dem leichten Lebkuchengeschmack. Auch hat man leichte noten von Zimt. Mir gefällt das soweit ganz gut, jedoch fehlt so der letzte Schliff. Ich vergebe hierfür 4 Sterne.

 

Veröffentlicht in 4-Sterne

Holsten Speichergold Festbier

Holsten, die mittlerweile letzte traditionelle Großbrauerei in Hamburg die vor 1900 gegründet wurde, ist der Hersteller unseres heutigen Testbiers. Es ist aber nicht etwa eines der Biere aus der eigentlichen Holstenbrauerei, sondern eines aus der Holsten Brauwelt. Dies ist eine Gasthaus und Erlebnissbrauerei, die Holsten eingerichtet hat, um mit anderen Bierstilen zu experimentieren aber auch um die Marke für die Kunden noch erlebbarer zu machen. Den hier werden zum einen besondere Bierspezialitäten in begrenzter Stückzahl hergestellt zum anderen kann man hier aber auch essen und es werden Brauseminare und Verkostungen als Events angeboten. Aus dem Sortiment der Bierspezilitäten habe ich nun passend zum Herbst heute ein Festbier vor mir stehen. Das Festbier bei dem die Hopfen Pacific Gem und Monroe verwendet werden hat einen Alkoholgehalt von 6,2%.

Zur Optik: Bernstein bis Rötliches Bier. Das Bier ist klar filtriert und hat eine grobprige, beständige Schaumhaube.

Zum Geruch: Röstige und fruchtige Noten geben sich hier die Hand. Man hat Noten von wilden Beeren. Vornehmlich Johannisbeere ist zu riechen. Dazu leicht brotige und leichte Kaffenoten.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck wechseln sich bittere Noten im Antrunk mit einem vorzüglichen süßlichen Abgang ab. Die Malznoten sind sehr weich carameliig mit einem Hauch von Lakritz. Im Antrunk hat man im späteren Trinkverlauf tolle Noten von Erdbeere die ganz langsam an der Seite über Zunge laufen. Man hat im Nachgeschmack wirklich einen leicht fruchtig bis getreidig süßlichen Geschmack, der sich wohlwollend im Mund breit macht. Man hat am Gaumen aber auch getreidge Noten die sogar eine leicht röstige Noten haben. Die hopfigen Noten enthalten aber auch ein paar blumige Töne. Zusätzlich hat die Malzsüße ein wenig den Charakter von Kandiszucker. Es fehlt insgesamt noch ein wenig der malzige Charakter, der typisch für ein Festbier ist, den das körnig getreidige und malzig süßliche wird hier eher durch das fruchtig frisches ersetzt. Aber es ist mal etwas Anderes.

Zum Fazit: Dieses Bier ist wirklich nicht schlecht, aber es könnt mir wirklich noch ein wenig malziger und getreidiger sein. Vor allem die tollen Erdbeernoten sind überzeugend Aber es ist wirklich sehr frisch und weich sodass ich es wirklich empfehlen kann. Hierfür gibt’s 4 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Bischofshof Altvater

Im neuen Biertest gehts nach Ragensburg. Die an der Donau gelegene Stadt bietet eine der größten erhalten Altstädte Deutschlands, die seit 2006 auch Weltkulturerbe ist. Unser Bier von heute kommt aus der Bischfshofbrauerei. Dies ist eine Brauerei die sich noch bis heute in Besitz der katholische Kirche bzw. der Diozöse Regensburg gehört. Seit über 180 Jahren braut die Brauerei nun schon in Regensburg und hat sich zu einer der größten Brauereien in der Oberpfalz. Verkostet wird heute ein Bier, welches nicht unbedingt zum Standartsortiment der Brauerei gehört. Es ist der Altvater ein Weissbierbock der anlässlich des 500 jährigen Bestehens des Reinheitsgebots neu aufgelegt wurde. Laut Etikett soll er 500 Jahre haltbar sein, was bei 7,1 Prozent Alkohol auch nicht unbedingt verwunderlich ist.

Zur Optik: Golden bis bernstein farbenes Bier. Und ein wirklich sehr ausgeprägter Schaum. Dieser Weiße feinproige Schaum ist wirklich beständig und hält lange an. Er bildet sogar ein schöne Haube über die Glasränder hinaus.

Zum Geruch: Intensive fruchtige Aromen. Sehr hefige Töne sind in ihrer vollen Bananenausprägung wahrzunehmen. Aber auch leichtie alkoholische Töne klingen an. Leicht exotische Töne von Maracuja und Papaya. Auch leichte Kräutertöne hat man in der Nase.

Zum Geschmack: Sehr feines Bier, wirklich eine richtig guter Geschmack im Mund, der Abgang ist sensationell Fruchtig. Man hat vor allem Banane aber auch Pfirsich im Mund. Zusätzlich noch etwas Pflaume würde ich sagen. Jedoch ist mir der Einstieg zu sprudelig. Und ich hätte mir noch mehr malzige Noten gewünscht. So wird der erste Eindruck leider nicht komplett bestätigt. Die Noten der reiften Früchte kommen auch im weiteren Trinkverlauf sehr gut zur Geltung. Die Noten werden aber reifer und sind nicht mehr so spritzig, was aber nicht schlecht ist, sondern das Bier eher noch besser und interesanter macht. Dies resultiert daraus, da es jetzt noch intensiver und fruchtiger wirkt.

Zum Fazit: Wirklich ein sehr interessantes Bier, welches aber zur Höchstpunktzahl noch ein wenig an Drinkabillity fehlt. Der einstieg mit etwas zuviel Kohlensäure ist hier das Abzugskriterium. Ich vergebe hierfür gute 4 Sterne, da es ansonsten wirklich überzeugt und recht fruchtig und reif ist.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Spaten Oktoberfestbier

O’zapft is. Seit gestern laufen in München auf der Theresienwiese wieder die Zapfhähne. Das 184. Münchner Oktoberfest lockt auch dieses Jahr wahrscheinlich wieder tausende Besucher in die bayrische Landeshauptstadt. Aus diesem Grund wird im heutigen Test ein Oktoberfestbier verkostet. Ausgesucht habe ich mir dieses mal das Bier von der Spaten Brauerei. Genau genommen ist Spaten aber nur noch eine Marke im Inbev Konzern und wird mittlerweile in der gleichen Brauerei wie Löwenbräu und Franziskaner hergestellt. Die Brauerei an sich, deren Ursprünge bis ins Jahre 1397 zurückgehen, hat bereits Ende der 90er Anfang der 2000er die Sudkessel stillgelegt. Das kräftige Festbier hat einen Alkoholgehalt von 5,9%.

Zur Optik: Sehr helles Bier, hätte eine etwas kräftigere leicht dunklere Farbe erwartet. Schaum ist in diesem klar filtrierten Gebräu leider so gut wie gar nicht vorhanden.

Zum Geruch: Kräftiges malziges Aroma. Süßliche, karamellige Noten. Aber auch so einen ganz komischen Geruch der Schwer zu definieren ist. Er geht meiner Meinung nach eher ins Metallische und wirkt irgendwie nicht natürlich.

Zum Geschmack: Malziges Noten stehen hier auf jeden Fall im Vordergrund. Sie haben einen süßlichen Charakter und schmiegen sich im Abgang sanft um den Daumen. Dieser Eindruck bleibt dann auch im Nachgeschmack bestehen. Das Bier wirkt sehr frisch und süffig. Erstaunlich ist, dass es ob seinem hohen Alkoholgehalt, doch gefährlich leicht wirkt und man die wirkliche stärke des Bieres gar nicht wahrnimmt. Dies hängt vermutlich auch damit zusammen, dass dem Bier einiges an Profil fehlt, denn neben diesen leichten Malznoten hat es nicht so viel Geschmack. Es ist doch schon recht wässrig. Dies kann man dem Bier durchaus ankreiden, den dadurch wird es recht langweilig und austauschbar und ist für mich auch eher ein helles. Gegen Ende wird das Bier dann aber schwerfälliger und läuft nicht mehr ganz so süffig die Kehle hinunter. Dies liegt aber auch nicht am Alkohol sondern an der vermehrt auftretenden Kohlensäure, die jetzt im Antrunk und vor allem im Mittelteil doch sehr stark auf der Zunge pulsiert. Der Abgang bleibt weiterhin leicht süßlich mit einem Hauch von nichts. Man hat aber auch im Abgang leichte Noten von Biskuit und Karamell. Sogar eine leichte Fruchtigkeit ist im gesamten Trinkverlauf erkennbar, diese ist geprägt von sanften Anflügen von grünem Apfel und Birne.

Zum Fazit: Dieses Bier ist jetzt nicht wirklich überragend und am Ende merkt und schmeckt man den Alkohol schon ein wenig, aber es ist insgesamt bei weitem auch nicht schlecht. Es kann sich getrost als gehobener Durchschnitt bezeichnen. Es gibt bessere aber auch schlechtere Oktoberfestbiere. Ich vergebe hierfür 3 Sterne.

 

Veröffentlicht in 4-Sterne

Maisel and Friends Choco Porter

Im folgenden test geht es um das neueste Bier von Maisel and Friends den Choco Porter. Ein Bier das nicht wie vom Namen angenommen Schokolade enthält aber nach Schokolade schmecken soll. Der Porter hat einen Alkoholgehalt von 6,5%.

Zur Optik: Kräftiges tiefschwarzes Bier. Der Schaum ist cremig und durchaus sehr stabil.

Zum Geruch: Kaffee, Kaffee und nochmals Kaffee. wirklich ehr intensive Kaffee und Röstnoten in der Nase, echt klasse. Zusätzlich hat man noch leichte Noten von Zartbitterschokolade.

Zum Geschmack: Sehr intensives röstiges Bier. Tolle Kaffenoten die im Abgang von einer zarten Bitterschokolade abgelöst werden. Die Kaffenoten sind wirklich toll und es hat eine sehr interessante Röstmalzaromatik. Die Röstmalznote kommt wirklich sehr gut hindurch. Dennoch ist die etwas zu arge Kohlensäure ein kleines Abzugskriterium. Außerdem könnten im Abgang und Nochtrunk noch etwas mehr Aromatik machen. Das Bier ist spritzig aber für diesen Bierstil vielleicht etwas zu viel.

Zum Fazit: Ein wirklich gutes Bier welches sein Motto Chocolate auch wirklich gut umsetzt. Die Malznoten sind wirklich sehr gut abgestimmt. Ich vergebe hierfür $ Sterne da hier und da noch eine Ecke fehlt.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Hütt Weizenbock

Heute geht es nach Nordhessen, zu einer der größten Privatbrauereien der region. Es geht nämlich zur Hütt Brauerei nach Baunatal. Die Brauerei kann auf eine lange Tradition zurückblicken, denn sie wurde schon 1752 gegründet, seither wird an der Knallhütte Bier gebraut. Vor ein paar Jahren hat auch die Hütt Brauerei angefangen neben dem standart Sortiment, experimentelle Craft Biere zu Brauen. Diese drei Biere sind dann in einem Dreierträger erschienen, von denen heute der Weizenbock verkostet wird. Er hat einen Alkoholgehalt von 6,5 %.

Zur Optik: Trüber orangener bis heller bernstein Farbton. Ich finde es fast schon erstaunlich hell für einen Weizen(Bock). Die Trübung ist recht  gleichmäßig verteilt. Der Schaum ist feinporig und sehr beständig. Also die Optik passt.

Zum Geruch: Hier hat man die klassischen Bananentöne nur riechen die hier Reifer und abgehangener. Zusätzlich hat man leicht blumige Noten von Hibiskus. Die anderen Fruchtnoten sind dann eher beeriger Natur vor allem eine Erdbeernote sticht noch hervor.

Zum Geschmack: Interessanter Geschmack, hat wirklich einen leicht erdbeerigen Touch, der zu gefallen weiß. Aber auch die bananigen Noten sind wirklich gut getroffen. Auf den ersten Blick wirkt dieses Bier sehr frisch und gefährlich, denn es weiss seinen Alkoholgehalt durchaus zu kaschieren. Doch je länger man es trinkt macht sich dann schon der hohe Alkoholgehalt bemerkbar und es hat zunehmend alkoholische Töne. Dennoch ist die bananige Note weiterhin sehr gut vorhanden. Ein wirklich guter Weizenbock, der nicht einmal aus Bayern stammt.

Zum Fazit: Hier und da fehlt sicherlich noch der absolut letzte Feinschliff, und es könnte noch etwas mehr vom Malz zu schmecken sein, aber es beweist das nicht nur die Bayern gute Weizenböcke brauen können. Ich vergebe hierfür 4 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Kehrwieder Rogger

Jetzt wirds wieder roggig. Es gibt mal so richtig Rogg n’roll auf die Geschmacksnerven, denn der folgende Test befasst sich mal wieder mit einem Bier das auch Roggenmalz enthält. Es stammt aus der Kehrwieder Kreativbrauerei aus hamburg. Die junge Brauerei von Biersommeliereweltmeister Oliver Wesseloh ist bekannt für ihr abwechslungsreiches und ständig wechselndes Sortiment an handwerklich gebrauten Craftbeer Spezialitätetn. Nun haben sie also mal ein Roggen IPA herausgebracht, welches einen Alkoholgehalt von 6,5% aufweist.

Zur Optik: Bernsteinenes Bier mit rötlich eher braunem Stich. Das Bier ist sehr trüb und hat einen tollen Schaum. Dieser ist feinporig weiß und sehr stabil.

Zum Geruch: Klassisch fruchtige IPA Noten, aber auch malzige Töne. Die fruchtigen Noten sind gewohnt exotischer Natur, man hat Ananas, Maracuja, Mango und Passionsfrucht. Auch leichte Zitrusnoten riecht man heraus. Auf der anderen Seite sind aber auch malzige Noten sogar leicht röstige zu bekommen.

Zum Geschmack: Interessantes Bier, bei dem zuerst einmal die fruchtige Note dominant wird, sie ist aber weniger süßlich als im Geruch, sondern eher zitrusartig. Die Bittere ist im Antrunk sehr dominant mir fast schon ein wenig zuviel. Dadurch, dass die Kohlensäure auch noch recht hochdosiert ist, geht dem Bier dabei ein wenigdie Süffigkeit ab und es wirkt sehr trocken. Die malzigen Noten klingen leicht an, aber man schmeckt die brotigen Anklänge des Roggens. Der Abgang ist ein wenig wässrig, beziehungweise hat man im Abgnag nur ein paar leichte Noten von Grapefruit. Ansonsten bleibt die Kehle leider trocken, was aber durchaus clever ist, da es durstig auf den nächsten Schluck macht.

Zum Fazit: Ein trockenes Bier, mit wirklich guten Zitrusnoten. Aber auch das brotige kommt durch, wenn auch nur am Rande. Es unterstreicht aber die Zitrusnoten. Ich vergebe hier 4 Sterne da, dieses Bier wirklich gut abgestimmt ist  und sowohl die klassichen IPA Noten hat, die vom Malzbett gekonnt unterstütz wird. Jedoch gibt es hier und leider etwas abzug, da es ein wenig zu sprudelig ist und hinten heraus ein wenig zu wässrig

 

Veröffentlicht in 4-Sterne

Kleinbrauhaus Schippaloiner

Schippaloiner, ein urschwäbisches Wort unter dem sich viele nichts vorstellen können. Selbst ich musste zuerst einmal nachschauen und habe dann festgestellt, dass es sich dabei um einen Schäfer handelt der während der Pause an seinem Stab auf schwäbisch Schipp lehnt und seine Schafe beobachtet. Unser heutiges Bier heißt so weil, in Bad Urach, dort kommt es her, die Schäferei seit jeher weit verbreitet ist. Bad Urach an sich kann auf einen lange Biertradition zurückblicken. Früher gab es viele kleine Brauerei die dann aber nach und nach zumachten bis noch zwei große Regionalbrauereien übrig blieben. Diese mussten jedoch gegen Ende der 90er Jahre auch schließen, sodass es dann eine Zeit lang gar keine Brauereien in Urach mehr gab. Dies änderte sich 2014 als sich das Kleinbrauhaus anmaßte diese Tradition wieder aufleben zu lassen und fortzuführen. Die Hausbrauerei stellt viele verschiedene und wechselnde Biere her, die teilweise dann auch von anderen Brauereien in der Umgebung in Flaschen abgefüllt werden. Darum steht nun das Schippaloiner Bier vor mir, das nun verkostet wird. Es ist ein Lagerbier mit 5,6% Alkohol, also eigentlich eher ein Märzen aufgrund des Alkoholgehalts.

Zur Optik: Helles goldenes Bier mit mittlerer Trübung. Schaum ist leider gar nicht vorhanden.

Zum Geruch: Getreidige Noten, aber auch die Hefe gibt ihr Aroma ab. Leicht mehlige Noten und etwas Biskuit. Interessanter  Weiße hat es auch leicht rauchige/röstige Noten. Aber hauptsächlich riecht man hier die Gerste, die noch richtig nach Getreide riecht und nicht so brotig.

Zum Geschmack: Süffiges Bier, das fast schon leicht süßlich schmeckt im ersten Eindruck. Es macht einen spritzigen und prickelnden Eindruck. Man schmeckt in den Malzigen Noten noch ganz genau die Gerste heraus, das finde ich wirklich spannend und das hat man heute nicht mehr so oft. Außer dieser Gerstennote hat das Bier dann aber leider auch nicht mehr zu bieten, was jetzt nicht wirklich schlecht ist, da es eigentlich so gut wie nicht zu bemängeln gibt, es aber auch nicht wirklich spektakulär macht. Es hat zwar auch keinen großen Nachtrunk, wässrig wirkt es aber dennoch nicht. Der Hopfen könnte ein bisschen mehr sein, denn es ist weder fruchtig noch herb. Aber bei einem Lager ist dies auch nicht wirklich so entscheidend.

Zum Fazit: Nichts überraschendes oder außergewöhnliches Bier, aber das muss ein Lager ja auch nicht. Ich habe auf jedenfall keine Negativpunkt außer das es hald zu normal ist und es da noch ein paar Lager gab die etwas spektakulärer waren. Ich vergebe hier gute 4 Sterne