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Herforder Export

Für den heutigen Test geht zunächst einmal an Dankeschön an meinen treuen Bierspender der mir dieses Bier zur Verkostung mitgebracht hat. Es geht dafür nach Ostwestfalen zur Herforder Brauerei. Man könnte dem Namen nach meinen, dass diese Brauerei in der ehemaligen Hansestadt Herford beheimatet ist, jedoch befindet sie sich vor den Toren der Stadt im ca. 5 km entfernten Hiddenhausen. Die 1878 gegründete Brauerei ist eine der größten der Ganzen Region. In den 80er Jahren sogar eine der größten Brauereien Norddeutschlands, ist sie jedoch nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten in den letzten Jahren seit 2007 Teil des Warsteiner Konzerns. Neben dem weit verbreiten Pils ist das Export das zweite Standbein des Bierbetriebes und dieses wird es auch heute zur Verkostung geben. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein brotig, getreidiges Aroma habe ich in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es getreidig mit einer aber doch herben Note am Gaumen. Es ist ein sehr würziges Export, das fast schon etwas zu viel Hopfen hat. Die Hopfennoten haben so etwas leicht bitteres, sind aber dennoch in gewisser Weise auch etwas aromatisch. Es zeichnet sich als Bier durch eine vornehmlich getreige Note aus, ist aber eher schrotig und nicht wirklich süß. Es hat immer eine gewisse Herbe mit im Geschmack. Gegen Ende wird es etwas wässrig und teleweise etwas zu komisch.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 3 Sternen. Es schmeckt zwar einigermaßen in Ordnung, jedoch finde ich es für ein Export einfach ein wenig zu herb.

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Ladenburger Weizen Kristall

Im zweiten Test habe ich heute ein Kristallweizen, das von der Ladenburger Brauerei aus Neuler kommt. Wir bleiben also im östlichen Teil Württembergs. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiger Geruch. Es hat einen leicht malzig angehauchten Geruch, der zusätzlich von leichten zitrusnoten flankiert wird.

Zum Geschmack: Ein sehr frisches Bier, bei dem vor allem die getreidige Malznote sehr ausgeprägt ist. Es ist aber auch prickelnd und mit etwas Zungengefühl auch ein bisschen zitrusartig im Abgang. Die Kohlensäure sprudelt überdies sehr sehr mächtig.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen. Es ist zwar eine gutes Kristall, insgesamt aber noch zu unspektakulär und etwas zu viel Kohlensäure.

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Frankenbräu 1807

Anlässlich des 200jährigen Jubiläums hat die Franken Bräu aus Riedbach in Nordwürttemberg ein Jubiläumsbier auf den Markt gebracht. Durch den riesen Erfolg ist es bis heute im Sortiment. Stilistisch handelt es sich um ein Lagerbier mit einem Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Ein goldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum, der über das Glas hinausgeht.

Zum Geruch: Ein leicht süßliches Aroma. Ein wenig fruchtige Noten kommen noch on top.

Zum Geschmack: Ein sehr kerniges und urwüchiges Bier. Ein sehr sehr feines Malzbuquet hat dieses Bier obendrein. Es schmeckt vor allem sehr frisch und ich finde es sehr bekömmlich. Im Abgang ist es ein wenig prickelnd und der Hopfen kitzelt leicht am Gaumen. Bisweilen hat es sogar ein wenig karamellige Noten. Gegen Ende wird es ein wenig schal und das Malz schmeckt ein wenig ledrig. Vor allem die Kohlensäure fehlt in diesem Bier, wobei dies vor allem hintenheraus auffällt.

Zum Fazit: Schade das es gegen Ende so abfällt und leicht schal wird. Ansonsten hätte es noch eine deutlich höhere Wertung bekommen. So reicht es nur für 3.

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Bergcraft Ram Amber

Bock gefällig? Das Ram Amber, der fränkischen Kleinbrauerei Bergcraft ist ein solches. Gebraut in Bio-Qualität bring es dieser Biobock auf einen Alkoholgehalt von 6%.

Zur Optik: Ein Naturtrübes, orangens bis eben rot/amber farbenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiges Aroma, mit einer leichten Karamellnote, aber auch Noten von reifen Früchten wie Apfel und Birne kommen vor. Etwas hat es auch von Bratapfel.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck ist auch hier getredig/karamellig. Im Abgang ist es etwas herb, aber irgendwie auch kräutrig fruchtig. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es getreidig. Es wird aber dann etwas herber und sogar leicht alkoholisch am Gaumen. Auch gegen Ende bestätigt sich dieser Geschmackseindruck. Es ist nicht mehr so alkoholisch, aber irgendwie einfach auch zu süß und etwas kleberig.

Zum Fazit: Es hat eine ganz gute Grundaromatik und einen kräftigen Körper. Jedoch stören mich die alkoholische Noten etwas. Auch ist es etwas zu süß. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen.

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Inselbrauerei Insel Kreide

Von der Rügener Inselbrauerei gibt es im heutigen Biertest die Inselkreide zur Verkostung. Die Inselkreide kommt stilistisch an ein Bier Brut, bzw. den belgischen Saison- und Blondbieren sehr nah. Im unterschied dazu wird es aber mit einer Hefe vergoren, die das Bier trocken wie einen Sekt schmecken lässt. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,6%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, helloranges Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein fruchtiges Aroma nach Trauben und Grapefruit, dazu kommt eine etwas leichte Getreidenote.

Zum Geschmack: Ein eher trockenes Bier. Man schmeckt die sektartigen Noten, aber auch den Weizen heraus. Der Abgang ist in den ersten Eindrücken eher noch mau. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein sehr spritziges Bier, welches versucht geschmacklich in die Sekt- und Champagnerrichtung zu gehen. Mir fehlt hier aber das gewisse etwas, was bei vergleichbaren Bieren vorhanden ist. Die Kohlensäure ist etwas zu viel.

Zum Fazit: Das Bier ist klar geschmacklich in Richtung der bekannten Blubberbrausen zu verorten, aber im vergleich zu ähnlichen Bieren geschmacklich nicht ganz so intensiv. Die Kohlensäure prickelt auch etwas zu stark. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Zombräu Blutweisse

Ein Weissbier ohne Weizen? Die Blutweisse von Zombräu ist genau das. Anstatt dem üblichen Weizenmalz wurde bei diesem Bier auf die relativ ähnlich schmeckende Getreidesorte Dinkel gesetzt. Alkoholtechnisch bringt es dieses Bier der Kleinbrauer aus der Nähe von Landshut auf 5,5%.

Zur Optik: Ein rotbraunes Bier. Es ist trüb und hat leider so gut wie keinen Schaum.

Zum Geruch: Ein schokoladiges Aroma. Dazu kommt noch etwas beeriges, eventuell in Richtung Blaubeere. Hauptsächlich ist aber ein cremig-sahniges und schokoladiges Aroma in der Nase. Es ist dazu natürlich auch etwas getreidig mit typischer Bananennote.

Zum Geschmack: Ein grobgetreidiges Bier, welches eine deutliche Hopfenherbe aufweist. Im Abgang kommen leicht röstige noten und wenn man ganz genau nachdenkt schokoladige Noten durch. Ein aber irgendwie auch leicht schmierig wirkendes Gebräu ist dieses Bier. Es fehlt ihm letztendlich aber eine gewisse Geschmacktiefe. Man hat zwar einen schönen schokoladigen Geschmack der an Kakaopulver erinnert und sich auch im Nachgang am Gaumen festsetzt, jedoch vermisse ich einfach etwas mehr Geschmack.

Zum Fazit: Joa ob es jetzt wirklich so etwas anderes ist weis ich jetzt nicht unbedingt. Man schmeckt schon unterschiede zu „normalen“ Weizenbieren, aber besonders spektakulär ist es jetzt nicht. Ich gebe ihm 3 Sterne.

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Heubacher Dunkle Weisse

Ein weiterer Test führt mich in den Ostalbkreis zur Heubacher Hirschbrauerei. Von der Brauerei, von der ich schon einige Bier vorgestellt habe soll es heute die dunkle Weisse sein. Diese hat einen Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Ein hellbraunes, trübes Bier. Der Schaum ist nicht besonders stabil und recht schnell wieder verschwunden.

Zum Geruch: Bananenaromen mischen sich mit Schokoladennoten und ganz leicht etwas röstigem.

Zum Geschmack: Es ist sehr fruchtig mit aber einer gewissen Reife, die so eine etwas dunklere Malzakzentiereung mitbringt, also eine eher reifere Banane macht sich hier im Geschmack breit. Man schmeckt die schokoladigen Anklänge. Im Antrunk ist es recht süßlich und vor allem bananig. So richtig unterschiedet sich dieses Hefeweissbier, aber viel zu wenig von seinem hellen Zwilling wie ich finde. Es hat eine gut Fruchtigkeit, jedoch ist es mir vor allem im Antrunk und im Abgang viel zu süß.

Zum Fazit: Ich weiß nicht so recht. Eigentlich ein gut zu trinkbares Weizenbier, das mir jedoch zu wenig in die dunkle Richtung geht. Es fehlen mir einfach nachhaltig die schokoladigen Noten die nur ganz leicht anklingen. Daher gibt es nur 3 Sterne.

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Landwehr Bräu Edel

Mit dem Edel der Landwehr Bräu aus Rothenburg ob der Tauber habe ich heute wieder ein klassisches Exportbier auf dem Programm. Alkoholtechnisch bewegen wir uns hier bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht getreidiges Aroma. Ansonsten finde ich es recht geruchsneutral.

Zum Geschmack: Ein würzig frisches Bier mit einer erstaunlich hopfigen Note am Gaumen. Man hat leicht blumige, aber auch ein wenig metallische Noten, die jedoch sehr marginal sind. Dennoch finde ich es gut, dass sich hier süßliche Elemente und Hopfen abwechseln. Man hat diese süßlichen Element des Malzes in den Backen und am Gaumen, aber er ist nicht zu dominant und die prickelnde Hopfenbittere verhindert gekonnt ein zu starkes ausbreiten eben diese Noten.

Zum Fazit: Ich find es ein solides Bier, aber geschmacklich stört mich die ein oder andere Ecke noch etwas. Man kann es gut trinken aber 3 Sterne sind hier dann auch das Maximum da es im Bereich Helles/Export noch einige bessere Biere gibt.

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Stuff White Satin

Für den heutigen Test gibt es wieder ein Bier von unseren Luxemburger Nachbarn. Dafür geht ersteinmal ein Dank an meinen Bierspender der mir dieses Bier mitgebracht hat. Von der Stuff Brauerei hatte ich zuletzt schon das Revolution IPA und mit dem White Stuff gibt es stilistisch heute eine Witbier. Alkoholtechnisch kommt es auf 5,2%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, sehr helles Bier. Es hat keine besonderen Schaum.

Zum Geruch: Man hat getreidge Noten, die etwas spritzig sind. Man hat Fruchtige Noten, die eher etwas in Richtung Orange und Zitrone gehen.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier, das schon sehr durch Spritzigkeit besticht und sich zunächst auch so präsentiert. Aber auch eine gewisse ztronige Säure bringt dieses Bier mit. Mit der durchaus üppigen Kohlensäure verbindet sich diese Säure recht gut und es schmeckt durchaus aromatisch, jedoch überdeckt die Kohlensäure viele Geschmacksnuancen. Es ist auch im weiteren Trinkverlauf ein Bier, das geschmacklich nicht so ganz durschlägt.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen. Es ist zwar wirklich spritzig, wie ein Witbier auch sein sollte, jedoch kommen dadurch andere Geschmacksnuancen etwas zu kurz wie ich finde.

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Kwaremont Blond

Gerade touren wieder die besten Radler der Welt auf ihren Drahteseln durch Frankreich, denn es ist wieder Tour de France. Wer jetzt denkt ich fange an Radler zu verkosten täuscht sich aber, denn es gibt auch ein Bier, welches sich zwar nicht direkt auf die Tour de France, aber auf den Radsport bezieht. Es handelt sich um das Kwaremont der Belgischen Brauerei de Brabandere. Kwaremont ist ein bei Radfahrern sehr beliebter Hügel in Belgien, der auch seit jeher ein legendärer Teil der beliebten Flandernrundfahrt ist. Stilistisch handelt es sich um ein Blonde Bier mit einem Alkoholgehalt von 6,6%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es ist sehr fruchtig. Ich rieche Apfel und Birne, aber auch etwas Honig. Es ist leicht getreidig.

Zum Geschmack: Im Antrunk ist es auch hier fruchtig, vor allem nach Apfel wie ich finde aber auch Birne kommt dazu, Außerdem ist da eine dezente Herbe zu spüren. Der Abgang ist sehr harmonisch und aromatisch komponiert. Es hat aber auch eine bestimmt hopfige Note am Gaumen, die zunächst leicht bitter prickelt, bevor die süßlichen Noten freigegeben werden. Im weiteren Trinkverlauf ist es dann eher bitter und und nur noch leicht süßlich. Es nimmt immer mehr an Geschmack ab und wirkt irgendwie auch leicht seifig gegen Schluss.

Zum Fazit: Das Bier ist im Antrunk recht gut zu trinken, jedoch finde ich es gegen Ende wirklich auch etwas schwach. Für belgische Verhältnisse ist es eher ein wenig enttäuschend und daher bekommt es nur 3 Sterne.