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Stuttgarter Hofbräu Helles

Nun also auch Stuttgarter Hofbräu. Stuttgarter Hofbräu hat vor einigen Monaten ein neues Bier auf den Markt gebracht und zwar ein Helles, ein Bierstil der in den letzten Jahren von vielen größeren und kleiner Brauereien mehr oder weniger erfolgreich herausgebracht wurde. Es zeichnet sich also ein Trend zu hellen „bayrischen“ Lagerbieren ab. Obwohl dieser Bierstil recht schlicht und einfach erscheint, wird er von den Brauern oft als Königsdisziplin bezeichnet. Dies resultiert daraus, dass der Bierstil nicht viel Hopfen enthält und somit Braufehler nur bedingt kaschiert werden können. Das Stuttgarter Hofbräu Helles besitzt einen Alkoholgehalt von 4,7%.

Zur Optik: Goldenes, klar filtriertes Bier mit einer weißen Schaumhaube, die circa einen Milimeter breiten Schaum hat.

Zum Geruch: Klar malzige Noten, die sehr frisch wirken. Leichte Nelken und Beerenaromen. Zusätzlich hat man noch leichte Biskuit und Plätzchennoten. Jedoch ist keines der Aromen wirklich intensiv.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck: frisch, leicht malzig aber auch unglaublich wässrig. Das einzige was man im Abgang schmeckt, ist das Brauwasser, welches aber angenehm weich ist. Dieses Bier ist wirklich schwierig zu bewerten, da es auch im weiteren Trinkverlauf kein wirkliches Geschmacksprofil hat. Es ist leicht malzig süßlich am Gaumen und die Kohlensäure prickelt auch ganz nett, aber schmeckt  einfach ein wenig als ob man nur einen Sprudel trinkt. Dies sol aber bei Leibe nicht heißen, dass es ungenießbar wäre, ganz im Gegenteil es ist wirklich bekömmlich und genießbar.

Zum Fazit: Kein wirklich ekliges oder ungenießbares Bier, aber einfach wirklich ziemlich, ziemlich unspektakulär. Zusätzlich fehlt diesem Bier einfach das klare Geschmacksprofil, es ist einfach viel zu wässrig. Ich vergebe hierfür 3 Sterne, da es trotz der hohen Wässrigkeit noch ganz angenehm zu trinken ist.

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Stone Brewing Berlin Ruination

Heute gibt es ein Bier, auf das ich mich wirklich schon lange freue das Ruination Double IPA von Stone Berlin. Die Biere der Stone Brewing Company genesen schon seit jeher einen guten Ruf und sind auch in Onlineportalen regelmäßig hoch gelistet. Jedoch war es bisher sehr schwer an sie heranzukommen, da die Brauerei ursprünglich aus den USA stammt und ihre Bier nicht wirklich in Deutschland vertrieben wurden. Doch seit 2015 ist dies anders, denn in diesem Jahr wurde Stone Brewing Berlin in einem ehemaligen Gaswerk in Berlin-Mariendorf eröffnet, und damit sind die Biere nun auch in Deutschland erhältlich. Bevor ich aber zum Test komme möchte ich noch kurz näher auf Stone Brewing eingehen.Die Stone Brewing Company wurde von einem der bekantesten Gesichter und Pioniere der Craftbeer Szene, Greg Koch, 1996 in der Craftbeer Metropole San Diego gegründet. Die Brauerei wuchs, auch durch geschicktes Marketing, zu einem der Big Player im Amerikanischen Craftbeer Markt und versucht jetzt sich, nicht zuletzt durch die Berliner Niederlassung, auch in Europa stärker zu positionieren. Verkostet wird heute das Ruination, eines der bekanntesten Biere der Brauerei und laut einhelliger Meinung auch eines der besten Double IPAs. Es kommt mit starken 8,5 % Alkohol daher.

Zur Optik: Orangenes, trübes Bier, sieht aus als hätte man eine Orange in der Hand. Der Schaum ist jetzt nicht üppig aber er ist wirkt sehr fest und stabil. Bei circa einem Zentimeter breite bleibt der Schaum konstant.

Zum Geruch: Im ersten Eindruck gar nicht so eine Fruchtbombe, wie ich erwartet hätte. Man hat Noten von Pfirsich und Orange aber auch leicht bittere Zitrusnoten in der Nase. Aber auch leicht zuckrige Noten von Traube und Melone. Der Hopfen macht sich durch leicht bittere Noten in der Nase bemerkbar und kitzelt diese leicht.

Zum Geschmack: Der Erste Eindruck ist ganz solide im Antrunk hat man die solide Fruchtigkeit von Orangen und Zitrusfrüchten, aber auch leicht Melone und Apfelsine. Diese sind jedoch bei Weitem nicht so intensiv wie erwartet. Ganz im Gegensatz zum Abgang, wo dann die Fruchtigkeit akut in eine richtig herbe Bittere umschlägt. Jedoch kommt die Fruchtigkeit im weiteren Trinkverlauf immer mehr zugunsten der Bittere abhanden. Die Fruchtigkeit geht nun mehr in Richtung Zitrone und Grapefruit, wobei diese Früchte naturgemäß eher bitter sind. Die Bittere ist aber bei Leibe nicht unangenehm, da sie durch die eben beschrieben Fruchtigkeit nicht zu trocken wirkt.

Zum Fazit: ein sehr solides Bier, von dem ich mir, Vermutlich auch durch den Namen bedingt, mehr erwartet habe. Die Bittere ist ausgewogen und wirkt nicht zu extrem, aber die Fruchtigkeit kommt mir in diesem Bier dann doch deutlich zu kurz. Hierfür vergebe ich solide 3 Sterne da es zwar gut ist, aber nun mal auch nicht überragend oder wirklich besonders.

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Munich Brew Mafia Golden Jail Ale

Im folgenden Biertest möchte ich euch ein Bier von einem noch relativ jungen Bierprojekt vorstellen. Es handelt sich um die sogenannte Munich Brew Mafia. Die Munich Brew Mafia, dass sind zwei junge Brauer, die bereits seit ca. 5 Jahren gemeinsam in ihrer Küche Bier brauen. Seit 2016 ist ihr Bier nun auch im etwas größeren Stil einem breiterem Publikum zugänglich, und ist in Flaschen und Fässern erhältlich. Gebraut wird noch als Gypsybrauer bei Camba in Gundelfingen, jedoch soll irgendwann auch eine eigene Brauerei entstehen. Auf die Idee Craft Beer zu brauen sind die beiden nicht zuletzt aufgrund ihres Studentenjobs im Munich Tap House gekommen. Verkostet wird nun das Golden Jail Ale, ein klassisches amerikanisches Pale Ale mit 5,5% Alkohol. An Hopfensorten wurden Amarillo, Chinook und Cascade verwendet, wobei die Jungs laut ihrer Website die Hopfen- und Hefezusammensetzung des Bieres bei jeder Charge ein klein wenig verändern wollen.

Zur Optik: Das Bier hat einen sehr orangenen Farbton wobei, ein leichter Stich ins rötliche auffällt. Der Schaum ist sehr üppig und konstant. Die Trübung ist durchgängig und sehr intensiv.

Zum Geruch: Man hat in der Nase wirklich einen Strauß floral-fruchtiger Noten. Zuerst eher blumige leicht harzige Noten, danach aber sehr fruchtige Noten. Hervorstechend bei den Früchten, sind Orange und Pfirsich, aber auch Mango und Litschi lassen sich herrausriechen. Zu guter Letzt hat man noch Noten von Papaya und Apfelsine.

Zum Geschmack: Zunächst überwiegt einmal die sehr bitter und ölige Note, die aber schon einen erkennbare Zitruston im Abgang hat. Hier wirkt es auch leicht trocken sodass man schnell Lust auf den nächsten Schluck hat. Ab dem dritten, vierten Schluck wirkt der Antrunk nicht mehr so prickelnd Bitter und es machen sich fruchtige Noten breit. Wobei sich so eine richtige Fruchtigkeit, wie in der Nase leider nicht einstellen möchte. Man hat ganz klar Aromen von Orangen und Ananas am Gaumen, diese sind jedoch noch ein wenig verhalten. Zusätzlich hat  man im weiteren Trinkverlauf, dann noch Noten von Litschi und Mango, die immer wieder leicht schaumend am Gaumendach moussieren.

Zum Fazit: Ein wirklich grundsolides Bier, was auch recht süffig Schmeckt, mir ist das allerdings im Verglich zu ähnlichen Bieren ein bisschen zu wenig Fruchtigkeit. Auch die Bittere hält sich ein wenig zu sehr zurück. Alles in allem, aber ein angenehmes und gut trinkbares Bier, das nicht zu extrem und penetrant Bitter ist. Ich vergebe hierfür gute 3 Sterne mit Tendenz nach oben, und bin gespannt was es in Zukunft noch für neue Kreationen gibt.

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Hochdorfer Gold

Biertechnisch bleiben wir heute im Schwarzwald. Es geht heute nach Nagold, genauer gesagt in den Stadtteil Hochdorf. Dort ansässig ist die Hochdorfer Kronenbrauerei, die letzte verblieben, aktive Traditionsbrauerei im Gemeindegebiet von Nagold. Sie existiert bereits seit 1654 und ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen. Sie zeigt sich aber trotz ihrer Tradition auch stets innovativ und bringt auch immer wieder Neue Produkte heraus, z.B. ein India Pale Ale oder einen Cider. Verkostet wird heute einer der Klassiker im Programm, das Gold, ein mildes Exportbier mit laut Etikett 11,9% Stammwürze, 24 BE und 5,2% Alkohol.

Zur Optik: Hellgelbes bis Goldenes Bier, so wie es auf dem Etikett steht. keine Trübung. Sehr lebendiges Bier, sprudelt ordentlich. Der Schaum ist üppig und durchaus beständig.

Zum Geruch: Nur die klassischen getreidigen Noten, leicht süßlich malzig, aber vorwiegend doch eher brotige Töne. Arg viel mehr bietet dieses Bier geruchstechnisch leider nicht.

Zum Geschmack: Nicht sonderlich spektakulär im Antrunk leicht wässrig, dann kommt im Mittelteil das Malz, welches aber eher leicht muffig schmeckt, und zum Abgang gesellt sich dann der Hopfen. Der Hopfen verpasst dem Bier im Gaumenbereich für ein zwei Sekunden eine plötzlich auftretende Bittere, welche danach aber auch schon wieder verflogen ist. Das Bier wirkt leider auch ein bisschen sämig. Der Abgang ist dann wiederum leicht harzig, aber größtenteils wässrig. Im Nachtrunk hat man dann so eine leicht grasig hopfige Noten auf der Zunge, die aber auch ein leicht betäubend für die Geschmacksknospen wirken. Dennoch verliert es nicht seinen frischen Charakter und im weiteren Trinkverlauf bekommt man dann auch mehr von der Malzsüße zu schmecken. Auch der Abgnag kommt jetzt besser, das Malz wirkt zwar ein wenig zu Süß, jedoch kommt durch die dezente Hopfenbittere und den guten Einsatz der Kohlensäure, dieses Süße nicht so durch, das sie penetrant und damit eklig wird.

Fazit: Insgesamt ist das Bier ganz ok, da es in keine Richtung zu extrem ist und somit ganz gut ausbalanciert ist. Aber es ist halt einfach dann doch eine Spur zu wässrig. Somit vergebe ich hierfür 3 Sterne.

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Alpirsbacher Klosterbräu Schwarzwald Michel

Für den heutigen Biertest geht es in den Schwarzwald, ins beschauliche Alpirsbach. Die Brauerei befindet sich seit 1877 in Besitz der Familie Glauner was auch als Gründungsdatum der Brauerei angegeben wird. Eigentlich ist die Brauerei aber deutlich älter, da sie früher einmal eine Klosterbrauerei gewesen war. Getestet wird heute ein noch relativ neues Bier der Brauerei, der Schwarzwald Michel. Das Bier an sich ist ein Helles und versucht auf den aktuell steigenden Trend von Hellen Lagerbieren bayrischen Typs aufzuspringen. Es besitzt dazu passende 4,8% Alkohol.

Zur Optik: Sehr hellgoldenes klares Bier, mit einer üppigen Schaumkrone, der fein bis grobporig daherkommt, außerdem ist das Bier sehr lebendig und es sprudelt ordentlich.

Zum Geruch: Getreidg, aber eher körnig und nicht süß. Man riecht richtig den Malzschrot. Leicht caramellige Noten sind außerdem zusätzlich noch zu erreichen.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck merkt man zunächst einmal ein sehr weiches Wasser welches wirklich sehr sanft im Mund ist. Ansonsten ist das Bier sehr getreidig und kommt eher über die süßliche Schiene. Man kann noten von Honig ein wenig harzige Noten entdecken. Ich finde es schmeckt schon auch ein wenig nach Schwarzwald, weil man einfach dieses erdigen, körnigen und harzigen Töne drin hat. Man hat nach den Abgang so etwas schönes süß fruchtiges in der Backengend, was durchaus zu gefallen weiß. Es wirkt allgemein sehr frisch, aber im Grundgedanken dann doch leider auch deutlich zu wässrig, denn vom Hopfen, bzw. einer Bittere spürt man in diesem Bier überhaupt nichts.

Zum Fazit: Dieses Bier ist ganz solide, aber geschmacklich einfach ein wenig zu flach. Man schmeckt zwar wie schon erwähnt irgendwie schon den Schwarzwald heraus, aber das alles ist einfach zu wenig. Ich vergebe hierfür solide 3 von 5 Sternen.

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Riegeler Landbier

Heute gibt es ein Bier, welches ursprünglich aus Riegel am Kaiserstuhl stammt. ursprünglich deshalb weil das Bier nach der Übernahme und der Schließung der Brauerei, durch die Fürstenberg Brauerei im Jahre 2003, in Donaueschingen gebraut und abgefüllt wird. Die ursprüngliche Riegeler Brauerei existierte seit 1834 und war bis zu ihrer Schliesung einer der größten in Baden. Gebraut und vertrieben werden die Riegeler Biere heute von der Fürstenberg Brauerei. Getestet wird heute das Landbier, mehr oder weniger eine Mischung aus Märzen und Exportbier mit 5,4% Alkohol.

Zur Optik: Es ist ein bernsteinfarbenes Bier mit sehr auffälliger Sprudelung. Auch die Schaumentwicklung ist wirklich extrem. Es ist schwierig das Bier auf einmal ins Glas zu gießen. Das Bier ist außerdem klar filtriert.

Zum Geruch: Sehr malzig und getreidig, teilweise auch teigig. Man riecht ganz klar die verarbeitete Gerste. Auch eine leicht röstige Note. Fruchtige Noten sucht man im Geruchsaroma vergebens.

Zum Geschmack: Der erste Schluck ist wirklich überraschend, im Antrunk hat man caramellige Noten. Vor allem ist es überraschend, das man nussige Noten hat, die hauptsächlich in Richtung Haselnuss gehen. Diese nussigen Noten erinnern ein wenig an ein Wiener Lager. Jedoch ist dieser nussige Ton leider nicht von Dauer, denn im weiteren Trinkverlauf wird dieses Bier wässrig. Dennoch bleibt dieses Bier eine sehr süffige und durchaus trinkbare Angelegenheit, auch wenn die wirklichen Higlights fehlen. Man muss aber sagen, dass dieses Bier trotzdem eine sehr schöne caramellige Note hat. Der Hopfen macht sich eher mit einer nicht gut abgestimmten Bittere bemerkbar, die nicht so wirklich zu den caramelligen und nussigen Noten passt.

Zum Fazit: Ein wirklich sehr interessantes Bier, vor allem die nussigen Noten haben mich überrascht. aber es wirkt einfach noch nicht gut genug ausgereift und aufeinander abgestimmt. Aber da es wirklich sehr spannende und nicht so oft gesehene Ansätze hat gebe ich ihm drei Sterne.

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Zwiefalter Kristallweizen

Im heutigen Test geht es mal wieder auf die schwäbische Alb. Im Test befindet sich mal wieder ein Bier der in Zwiefalten, im Landkreis Reutlingen, befindlichen Klosterbräu. verkostet wird das Kristallweizen, ein filtriertes Weizen mit spritzigen 5,2% Alkohol.

Zur Optik: Kräftig goldenes Bier, das glanzfein filtriert ist. Der Schaum ist sehr üppig und stabil. Auch nach längerer Zeit steht er immer noch im Glas.

Zum Geruch: Sehr blumiger Geruch. Auch Noten von Honig sind zu erreichen. Man hat aber auch die typischen getreidigen Noten die jedoch nicht so extrem sind wie z.B. bei einem Exportbier. Man kann ganz klar riechen, dass es sich um Weizenmalz und nicht um Gerste handelt. Zusätzlich kommen aber auch die zitrusartigen Noten des Hopfens durch.

Zum Geschmack: Das Bier hat einen sehr frischen teilweise sogar Caramelligen Eindruck im Einstieg. Die Kohlensäure prickelt sofort beim ersten Kontakt auf der Zungenspitze. Nach dem Spritzig frischen ersten Eindruck wird das Bier aber leider ziemlich wässrig. Zweifelsohne hat man immer noch Zitrusnoten des Hopfens im Mund jedoch sind diese nur noch sehr leicht vorhanden. Einen Abgang ist so gut wie nicht vorhanden. Das wässrige Gefühl wird im weiteren Trinkverlauf zwar besser, aber vor allem im Abgang bleibt dieser Eindruck dennoch bestehen.

Zum Fazit: Dieses Bier ist sehr spritzig und hat eine gute Kohlensäuredosierung. Leider ist es dieses Bier ein wenig wässrig und es fehlt einfach insgesamt als Geschmack. Da aber Kristallweizen meiner Meinung nach generell nicht Geschmacksbomben sind, ist das schon in Ordnung. Nichtsdestotrotz ist es aber doch recht flach. Ich vergebe hier 3 Sterne, für ein Kristallweizen ganz ok, aber für ein Bier insgesamt, da gibt es doch deutlich bessere.

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Schwaben Bräu Das Naturtrübe

Heute gibt es wieder ein Bier aus dem Hause Dinkelacker bzw. dessen Marke Schwaben Bräu. Da Schwaben Bräu erst vor kurzer Zeit eines neues Bier mit dem Namen Zwickl auf den Markt gebracht hat, haben viele vermutet, dass mein heutiges Testbier “ Das naturtrübe“ , ähnlich wie das Meisterpils damals, vom Markt verschwindet, da ich annahm, dass das Zwickl eine Überarbeitung des Natrurtrüben ist, bzw. der Name aus Marketinggründen geändert wurde. Dem ist aber nicht so und zur Unterscheidung der beiden Biere ist seit neustem der Zusatz unfiltrierte Pils Spezialität zu auf dem Etikett des Naturtrüben zu lesen. Also haben wir es hier mit einem Kellerpils zu tun. Dementsprechend hat das Bier auch nur einen Alkoholgehalt von 5,0% Alkohol.

Zur Optik:  Man sieht die Trübung, aber das Bier ist bei weitem nicht so trüb wie man es vom Namen vermutet hätte. Wobei das auch ein bisschen an der Sorte liegt, denn normale Keller und Weizenbiere sind gewöhnlich trüber als ungefilterte Pilsbiere. ANsonsten ist die ein sehr helles gelb. Man sieht es deutlich sprudeln, wenn man ins Glas schaut. Der Schaum ist feinporig und erstaunlich beständig.

Zum Geruch: Es überwiegen im ersten Eindruck sofort die körnigen getreidigen Noten. Es kommt aber auch das typisch hefige, mehlige durch. Außerdem kann man auch feine Zitrusnoten herrausriechen.

Zum Geschmack: Man schmeckt deutlich das es ein Pils ist, denn man hat zunächst einmal im vor allem im Abgang die typisch harzigen und hopfigen Noten in der Rachengegend. Leider muss ich aber zugegen, dass dieses Bier aber recht schnell wässrig wird. Man hat immer wieder leicht süßlich caramellige Malznoten, denen aber so ein bisschen das hefige fehlt. Man kann sagen, man hat immer wieder diese herben Eindrücke die aber doch recht schnell wieder verschwinden. Umspielt wird dies alles von einem ganz leichten Hauch des Malzes und der leicht hefigen Plätzchensüße der Hefe. Doch da es sich hierbei um ein untergäriges Bier handelt, ist die Hefe nicht so stark geschmacksprägend wie bei obergärigen Bieren.

Fazit: Dieses Bier ist ganz angenehm zu trinken und hat ganz gut Anklänge, jedoch ist es einfach leider zu dezent und zurückhaltend. Man sollte von allem noch ein wenig draufpacken. Vor allem im Antrunk schmeckt man zunächst nur Wasser. Von daher vergebe ich 3 Sterne, da dieses Bier ohne Probleme getrunken werden kann, es aber einfach zu wenig prägend ist, dass es im Gedächtnis hängen bleibt.

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Gold Ochsen Special

Heute habe ich mal wieder etwas aus Ulm, von der Brauerei Gold Ochsen, im Test. Getestet wird dieses mal das Special. Das Special wurde erst beim letztjährigen European Beer Star Award mit einer Goldmedaille in der Kategorie „European Style Export“ ausgezeichnet. Man darf also gespannt sein ob dieses Bier wirklich Gold wert ist. Mit 5,5% Prozent Alkohol befindet sich dieses Bier an der Schwelle zwischen Export und Märzen, also einem stärker eingebrauten untergärigen Festbier.

Zur Optik: Der Schaum ist leider so gut wie nicht vorhanden, bzw. er löst sich nach dem eingießen bis auf einen sehr schmalen Rand in Sekunden wieder auf. Ansonsten hat das Bier eine kräftige, goldglänzende Farbe mit einem leichten Stich in bernsteinere Töne.

Zum Geruch: Es überwiegen eindeutig die brotigen und getreidigen Noten. Aber man hat auch einen Hauch von Südfrüchten, vorrangig Ananas und Passionsfrucht in der Nase.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck ist zunächst einmal sehr dezent, auf der hinteren Zungengegend spürt man ein bitteres prickeln vorbeiziehen, welches von einer sehr dezenten Malzsüße umspült wird. Der Antrunk fällt leider sehr wässrig aus. Ich weiß auch nicht so recht, aus diesem Bier werde ich nicht so schlau, da es einfach zu zurückhaltend ist. Man schmeckt deutlich die Guten Ansätze aber sie kommen leider nur sehr schwach durch. Für eine Märzen bzw. Festbier erwarte ich mir da mehr Körnigkeit und einen kräftigeren, malzigeren Geschmack. Auch das oftmals für diesen Bierstil leicht karamellige, ist so gut wie gar nicht vorhanden. Man muss auf der anderen Seite aber auch sagen, dass es so gut wie keine Fehlaromen gibt, oder das dieses Bier ungenießbar ist. Es hat aber dafür sehr schöne leicht hopfige Töne, sprich die leichte Bittere ist deutlich erkennbar und man hat auch grasige Noten. Auch im Abgang zirkuliert die Bittere sehr schön noch einmal kurz am Gaumen.

Zum Fazit: Dieses Bier ist soweit okay, denn es gibt nichts was in irgendeiner Weise abstoßend oder untrinkbar wäre. Aber es hebt sich nunmal von der breiten Masse an vergleichbaren Bieren nicht wirklich ab, da es hier und da einfach zu wenig Kante zeigt und es von allem noch ein wenig mehr sein könnte. Daher kann ich auch die Auszeichnung nicht so ganz nachvollziehen. Dieses Bier ist aber trotz allem grundsolide und ohne Schmerzen gut trinkbar. Daher vergebe ich hierfür 3 Sterne mit Tendenz nach oben.

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Zwiefalter Urweizen

Im heutigen Biertest geht es auf die schwäbische Alb, ins beschauchliche Zwiefalten. Bekannt ist der Ort aufgrund seiner ehemaligen Benediktinerabtei, aus der sich auch unsere heutige Brauerei die Zwiefalter Klosterbräu gründet. Diese Brauerei existiert nach eigenen Angaben bereits seit 1521 wobei sie sich aber erst seit 1827 in Privatbesitz befindet, und vorher nur für den eigenen Gebrauch im Kloster genutzt wurde. Verkostet wird heute aus ihrem umfangreichem Sortiment das Urweizen. Das Urweizen ist seineszeichens ein dunkles, naturtrübes Hefeweizen.

Zur Optik: Das Bier ist für ein dunkles Weizen doch recht hell, es hat einen sehr bernsteinfarbenen Ton mit einem Stich ins Braune. Man könnte sagen es hat ungefähr die Farbe eines Colaweizens. Der Schaum ist sehr üppig und sprudelt fleissig. Auf der anderen Seite ist er aber nicht sonderlich stabil und fällt relativ leicht in sich zusammen.

Zum Geruch: Man hat in der Nase zunächst einmal den Geruch von reifen Früchten, vornehmlich Pflaumen. Man kann außerdem leichte Anklänge von Schokolade erhaschen. Wenn man ganz genau riecht kann man auch die für ein Weizen typischen Bananentöne erhaschen sowie ein paar beerige Noten.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck wow-das ist ein Mix aus satter reifer Banane kombiniert mit schönen schokoladen Noten. Die Schokoladen Noten sind aber nicht bitter, sondern gehen in die richtung der süßen Vollmilchschokolade. Diese Schokoladennoten kommen vor allem im Abgang zum tragen. Den Nachgeschmack der im Mund bleibt dominieren dann wieder die bananigen Noten welche lust auf den nächsten Schluck machen. Diese bananenoten haben auch einen liecht bitteren Touch, sodass hier auch der Hopfen ein wenig zum tragen kommt. Was dem Bier aber leider groß abgeht, ist seine frische sprudelige Leichtigkeit. Durch die meiner Meinung nach fehlende Kohlensäure ist dieses Bier ein wenig schwerfällig, da ihm dadurch die Spritzigkeit abhanden kommt. Aber auch die im Geruch bereits bekannten Noten von Pflaumen und Dörrobst kommen im Geschmack zu tragen. Im Antrunk gibt es leicht caramellige malzige Noten, die durch das hier verwendete dunklere Malz entstehen. Das dunkle Malz kommt auch dadurch zum tragen, dass in der Backengegend ein leichtes Rösrtaroma zu spüren ist.

Zum Fazit: Dieses Bier ist ganz ok, aber es fehlt hier einfach ein wenig die Spritzigkeit. Gut bei einem dunklen Weizen mag diese leichte Schwerfälligkeit durchaus passen, aber es ist halt dann doch ein wenig zu viel. Des weiteren ist es hald nicht so richtig dunkel und es fehlt hier einfach ein wenig die Röstaromen. Dieses Bier ist eher ein bernsteines Weizen als ein Dunkles. Von demher trifft es die Bezeichnung Urweizen vielleicht gar nicht so schlecht. Ich gebe dem Bier somit drei von fünf möglichen Sternen.