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Warsteiner Premium Pilsner

Warsteiner, eine Brauerei mit der es in den letzten Jahren ziemlich steil bergab ging. Zahlreiche Topmanager der Branche haben sich nun schon versucht, das einstige Flagschiff am deutschen Biermarkt weider nach oben zu bringen. Bisher aber nur mit mäßigem Erfolg. Seit einer angeblichen Scientology Verschwörung anfang der 90er Jahre, als behauptet wurde die Inhaberfamilie würde Scientology nahestehen ging der Absatz der Brauerei, trotz einiger Dementis seitens der Familie Cramer zurück. Seitdem hat sich die Brauerei auch nicht mehr wirklich davon erholt. Nun aber etwas zur Brauerei. Die Warsteiner Brauerei wurde 1753 gegründet und befindet sich wie der Name schon sagt in Warstein im Sauerland und entwickelte sich bis zu eben jenem Zeitpunkt zur größten Brauerei Deutschlands. Bemerkenswert ist, dass das Unternehmen trotz dieser turbulenten Unternehmensgeschichte und seiner Größe stets in Besitz der Familie Cramer verblieb und noch heute unabhängig agiert. Verkostet wird heute das Flagschiff der Brauerei, das premium Pilsner oder auch Premium Verum wie es früher hieß. Es ist ein typisches Pils und wird seit kurzem auch in diese kleine Flasche abgefüllt. Es hat einen Alkoholgehalt von 4,8%

Zur Optik: Sehr hellgelbes Bier mit leichten gold und kupertönen. Das klar filtrierte Bier hat aber mal gar keinen Schaum.

Zum Geruch: Zuerst einmal sehr süße malzige Noten die den Geruch bestimmen. Zusätzlich hat man noch ganz leichte grasige Noten vom Hopfen.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck ist doch relative herb bis bitter, das hätte ich aufgrund des süßlichen Geruchs nicht erwartet. Dies ist aber nur während des Antrunks und im Mundraum so. Denn während des Abgangs und vor allem dann im Nachgang kommen wieder süßliche leicht biskuitartige und malzige Töne zum Vorschein. aAn schmeckt schon, dass es ein Pils ist, aber die Hopfenbitter ist nicht wirklich intesniv sondern nur sehr dezent und der erste Eindruck wird nicht bestätigt. Hier gibt es deutlich aromatischere und bittere Pilsner. Auch hat der Hopfen so gut wie keine Fruchtigkeit, sondern nur bittere und leicht floral/grasige Noten. Allgemein kann man sagen, das dieses Bier zwar nicht total wässrig ist, es ihm insgesamt aber schon an Geschmack fehlt.

Zum Fazit: Es ist ganz ok, aber nicht so wirklich ein Pils, dafür ist es zu malzig/süßlich und es hat zu wenig Hopfennoten. Zusätzlich fehlt es ihm auch einfach an Geschmack und wirkt ein wenig zu wässrig. Ich vergebe hierfür 3 Sterne, da man es durchaus trinken kann, es aber einfach unterster Durchschnitt in seiner Bierkategorie ist. Also wenn man wirklich wieder in die Erfolgsspur kommen will sollte man an diesem Bier etwas verändern.

 

 

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Ceres Fynen Pilsner

Heute gibt es wieder etwas aus Dänemark. Mal wieder etwas von der Marke Ceres, von welcher vor einiger Zeit schon einmal ein Bier im Test war. Diesmal ist es ein Pils, es soll ein besonders nordisch betontes Pils sein. Also bin ich mal gespannt ob es dann auch so richtig nordisch herb ist. Der Alkoholgehalt ist mit 5,0% für ein Pils genau richtig.

Zur Optik: Klares goldenes Bier mit einem leichten bernstein Stich.  Sehr schöner stabiler weißer Schaum.

Zum Geruch: Sehr getreidig, richtig intensiv malzig. Die Noten sind brotig haben aber auch einen leicht rauchigen Ton. Leicht fruchtige Noten von Birne sind vorhanden und ein wenig Apfel. Aber auch noch etwas Biskuit.

Zum Geschmack: Sehr interessante Pils, da es neben dem klassischen Pilsgeschmack, wirklich fruchtige Noten hat. Zum einen ist da dieser leichte Zitruston, der über die Zunge kommt. Zum anderen hat man die Töne von klassischen Äpfeln und Birnen, die vor allem im Abgang durchkommen. Im Antrunk hat man malzig Caramellige Noten die dann nathlos ins fruchtige übrig gehen. Die Kohlensäure ist leider aber so gut wie nicht vorhanden. Dadurch wirkt das Bier ein wenig schal und nicht ganz so frisch. Gegen Ende wird das Trinkvergnügen dann gerade durch eben fehlende Kohlensäure wirklich sehr beeinträchtigt. Auch wirkt es dann ein wenig künstlich und schmeckt leicht metallisch.

Zum Fazit: Super Einstieg, jedoch lässt es dann doch arg nach und verflacht zusehens. Eigentlich Schade, da ich gehofft hatte, dass es durchgänig gut bleibt. Ich vergebe hierfür 3 Sterne.

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Tucher Aecht Nürnberger Kellerbier

Nürnberg, einst ein stolze und unabhängige Stadt die durch Handel reich geworden ist. Eines der wichtigsten Produkte mit denen Nürnberg handelte war aber eben Bier und darum wird dies heute thematisiert. Von den einst vielen großen und kleine Brauereien ist heute durch viel Fusionen und übernahmen nur noch die Tucher Brauerei übrig. Vor allem die Konzentrationen rund um die gehasste Patrizier Bräu haben der vielfältigen Bierkultur in Nürnberg und Umgebung den Todesstoß verpasst und bis auf Tucher alle anderen größeren Brauereien aufgekauft. Da aber später auch die Patrizier Bräu sich gerade durch ihren schlechte Ruf nicht etablierten konnten wurde diese in den 90er Jahren von Tucher geschluckt. Tucher ist heute die letzte Großbrauerei in Nürnberg/Fürth. Sie liegt genau an der Stadtgrenze von Nürnberg und Fürth und versucht sich in den letzten Jahren vermehrt der Tradition beider Städte zu bediene. Heute zum Radeberger Konzern gehörend, hat Tucher in den letzten Jahren eine Vielzahl alter Nürnberger und Fürther Marken wiederbelebt, z. B. Grüner und Lederer, und somit wenigstens ein bisschen Brautardition zurückgebracht. Ein Produkt dieser massiven Rückbesinnung auf die Wurzeln ist auch unser heutiges Testbier. Bei unserem Bier handelt es sich um das Aecht Nürnberger Kellerbier, ein angeblich typisch fränkisches Kellerbier wie es auch früher in Nürnberg oft vertreten war. Mal schauen ob das neue Kellerbier an genau diese Traditionen anknüpfen kann.

Zur Optik: Trübes Bier, aber nicht extrem trüb. Es hat eine helle leicht orangene Farbe. Der weiße Schaum ist ca. einen Zentimeter breit.

Zum Geruch: Sehr starker hefiger und carameliger Geruch. Leicht süßlich/malzige Noten tummeln sich mit einem feine Hauch leicht säuerlicher Töne. Die hefigen Noten sind leicht fruchtig und haben einen Hauch von Banane und Wildbeeren.

Zum Geschmack: Ganz komischer Geschmack der Antrunk hat hefige Noten und eine Kohlensäure die an der Zungenspitze prickeln. Der Mittelteil hat nicht wirklich Geschmack und ist leicht wässrig , bevor im Abgang die hefigen Töne eintreten. Diese hefige Noten haben etwas von einem Plätzchenteig. Diese machen sich am Gaumendach breit und gehen dann mit leicht unpassenden bitteren Noten den Rachen hinunter. Das ganze wirkt aber auch leider ein bisschen seifig. Die malzigen Noten haben ein sehr feinen Caramelligen Charakter. Den ganzen Geschmack begleitet eine Honignote, die sich von Antrunk bis in den Abgang zieht. Diese entsprechen aber eher einem wilden Waldhonig als einem klaren Industriehonig.

Zum Fazit: Dieses Bier ist ganz ok, aber man merkt ihm an das es aus einer Großbrauerei stammt es fehlt einfach noch etwas typisches eigenes, das ihn von vergleichbaren unterschiedet. Es ist bei weitem nicht schlecht aber auch nicht vollkommen ausbalanciert. ich vergebe hier für 3 Sterne.

 

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Belle Vue Geuze Lambic

Heute gibt es wieder ein spannendes Bier, nämlich eine Geuze. Eine Geuze ist ein Bier, das sich vor allem durch die Vergärung mit Wildhefen auszeichnet. Dieses vor allem in der Gegend um Brüssel produzierte Bier, wird dabei in offen Tangs gelagert, sodass das Bier mit einem speziellen in der Luft vorkommenden Wildhefestamm reagiert und gärt. Somit handelt es sich um eine Spontangärung. Dies kann alles bis zu mehreren Monaten dauern, da die Produktion prinzipiell nicht genau steuerbar ist. Bei einer Geuze wird dann das alte Lambic mit frischem Jungbier verschnitten. Verkostet wird heute eine Geuze, die jetzt nicht unbedingt die größte Spezialität dieses Bierstiles ist. dies liegt hauptsächlich daran, das Belle Vue, das sich im Laufe der Jahre zur größten Geuze Brauerei entwickelt hat, seit 1991 zu Inbev gehört. Dies hat zur folge das im Bier nicht mehr wirklich Handwerk entsteht, sondern es mehr oder weniger industriell gefertigt wird.  Das Bier hat einen Alkoholgehalt von 5,5%.

Zur Optik: Leicht trübes Bier mit einer orange bis leicht bräunlich/kupfernen Farbe. Der Schaum ist ca. einen Zentimeter breit und weiß.

Zum Geruch: Sehr interessant, man hat teilweise wirklich richtig fruchtige Töne, die aber auch eine leicht saure Note haben. Es ist so eine Paarung aus Biskuit und beerigem Charakter. Hat ein bisschen etwas von einem Sekt. Ein paar exotische Noten sind auch noch dabei.

Zum Geschmack: Leicht säuerliche Aromen wechseln mich kurzen fruchtigen beerigen Anklängen ab. Von Malz oder gar einem Malzkörper ist nichts zu schmecken. Die Fruchtigkeit schmeckt hauptsächlich nach beerigen Noten wobei Himbeere und Erdbeere dominant sind. Ab und zu hat man leicht Noten von Biskuit und Plätzchen. Negativ muss man sagen das für eine Geuze die Säure durchaus ein bisschen mehr sein könnte und die Geuze schon flach, man könnte sagen allgemeinverträglich gehalten wurde. So ist diese Geuze allgemein gesagt etwas für diejenigen die Anfänger in diesem Bierstil sind und sich langsam an die richtigen Kracher herantasten wollen.

Zum Fazit: Im Geschmack ein ganz solides Bier, welches ich mir schlimmer vorgestellt habe, aber für eine Geuze könnte da schon noch deutlich mehr kommen, vor allem von der Säure her und auch ein biscchen von der Fruchtigkeit. Ich vergebe hierfür 3 Sterne.

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Propeller Looping Red Ale

Propeller, etwas das nicht nur an Hubschraubern und Flugzeugen zu finden ist, sondern auch im gut sortierten Getränkemärkte. Denn Propeller ist eine Craftbiermarke, unter der die Privatbrauerei Bosch aus NRW spannende und interessante Biere auf den Markt bringt. Sie entstand dadurch, dass der Inhaber der Brauerei Bosch, Hans Christian Bosch, mit neuen Bierstilen experimentieren wollte. Die Biere wollte er aber nicht unter dem alten Jahrzehnte alten Brauereinamen verkaufen, sondern unter einem jungen hippen Label an den Craftbiertrinker bringen. So entstanden die Propeller Biere. Jahrelang gab es nur zwei Biere, seit kurzer Zeit gibt es aber zwar neue. Eines davon ist das Looping Red Ale, welches heute verkostest wird. Es hat einen Alkoholgehalt von 6,5%.

Zur Optik: Klares weinrotes Bier. Sogar der Schaum hat einen leicht rötlichen Stich.

Zum Geruch: Der Geruch ist erstaunlich sehr verhalten. Man hat aber vereinzelt leichte röstige Noten. Man hat auch Johannisbeere und Noten von Trauben.

Zum Geschmack: Die Trauben und Johannisbeernoten bestätigen sich auch im ersten Geschmack. Man hat im Abgang röstige Noten von Malz, die auch einen leicht süßliche Charakternoten haben. Die Röstmalznoten überwiegen noch. Auch im Abgang hat man diese beerigen Noten, von denen vor allem die Johannisbeere durchkommt. Für ein Ale fehlt mir aber die Bittere, denn es ist doch ein wenig wässrig, vor allem im Abgang. Eine leichte Geschmacksnote ist zwar immer vorhanden, aber diese ist irgendwie ziemlich durchlässig für wässrige Aromen.

Zum Fazit: Dieses Bier ist ganz ok, aber nicht wirklich spektakulär, man hat Noten, die wie die Erdbeernoten sehr gut durchkommen. Aber letztendlich fehlt dem Bier einfach tiefgreifender Geschmack. Es fehlt einfach noch ein wenig Hopfen bzw. Kohlensäure. Ich vergebe hierfür 3 Sterne.

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Dinkelacker Hopfenwunder

Nun fängt also auch Dinkelacker an Craft Biere mit besonderem Hopfen zu brauen. Denn sie haben diesen Sommer mit dem Hopfenwunder ein mit Aromahopfen gebrautes Pils/Lager herausgebracht, das anfangs nur für die Gastronomie vorgesehen, mittlerweile aber auch immer öfter im Handel zu finden ist. Es soll die fruchtig, frische Spezialität zur warmen Jahreszeit sein. Mit 5,0% Alkohol ist es auch eher leichter, also perfekt für die heiße Sommernächte.

Zur Optik: Sehr hellgelbes Bier, mit mittlerer Trübung. Der Schaum ist ca. 1 cm breit.

Zum Geruch: Erstaunlicherweiße sehr bescheidener Duft. Man hat aber sanfte Anklänge von Fruchtigkeit. Es duftet leicht nach Zitrone und Pfirsich.

Zum Geschmack: Im Antrunk hat man sofort die Zitrusnoten, die sich dann schön in der Mundhöhle ausbreiten. Diese klingen jedoch recht schnell wieder ab. Der Nachgeschmack und Abgang ist dann doch eher wässrig und hat eher sprudeligen Charakter. Das hauchfeine Malzbett kommt vor allem im Mittelteil sehr gut durch. Wirklich spektakulär ist das ganze aber nicht, da es doch insgesamt recht flach wirkt. Es ist auf jedenfall nicht schlecht und schön angenehm bitter. Auch ist es leicht und frisch. Vielleicht soll es aber auch genau so sein, weil so etwas nunmal perfekt zum Sommer passt. Von diesem Hintergrund aus betrachtet ist dieses Bier dann schon ganz passabel.

Zum Fazit: Ein Bier, welches jetzt keine Bäume ausreißt, aber auch nicht schlecht ist, da es perfekt zu Sommertagen, wenn denn noch ein paar kommen dieses Jahr, passen würde. Ich vergebe hier drei Sterne, da es zwar für den Sommer ganz gut, insgesamt aber einfach ein wenig zu langweilig und unspektakulär ist.

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Böhringer Urtyp

Heute gibt es mal wieder etwas aus der Heimat, von der Schwäbischen Alb. Es geht nach Römerstein in die Nähe der schönen Stadt Bad Urach. Dort hat im Stadtteil Böhringen die Hirschbrauerei Schilling ihren Sitz. Erstmals erwähnt wird der Brauort bereits 1826, was die Brauerei auch als ihr Gründungsdatum angibt. Dies ist jedoch nur bedingt richtig, da die Brauerei dort lediglich in einer Urkunde erwähnt wird. Ohnehin gelangte die Brauerei erst 1874 in Besitz der heutigen Inhaberfamilie Schilling, sodass dies als eigentliches Gründungsdatum der Brauerei angesehen werden kann. Aber nun zum Bier: Verkostet wird heute das Urtyp, ein laut Etikett „vollaromatisches Exportbier“. Es hat einen Alkoholgehalt von 5,1%.

Zur Optik: Kräftiges, goldenes Bier mit leichter bernstein Note. Der Schaum ist leider sehr schnell verflogen und bildet praktisch nur noch eine sehr schmale weiße Oberfläche.

Zum Geruch: Gar nicht mal so typisch für ein Export. Es sind nicht die malzigen Töne die hervorstechen, sondern die fruchtigen. Diese haben beerige Einschläge, aber auch vor allem die typischen Noten einer klassischen schwäbischen Streuobstwiese. Insofern passt der Geruch zum Bier und zur Region aus der es kommt. Man hat Töne von Äpfeln, Birnen und Zwetschgen. Gerade Apfel und Birne sind dominant. Natürlich hat man auch leicht Malzige Töne, die an ein Getreidefeld erinnern, diese sind jedoch nicht so dominant und halten sich im Hintergrund.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck ist zunächst einmal leider sehr wässrig, jedoch legt sich dies bald und beschränkt sich nur auf den Abgang. Der Einstieg ist malzig süß und hat eher Biskuit als Brotnoten. Man hat im Nachtrunk eine leichte herbe Bittere in den Backen, die leicht prickelt und Lust auf mehr macht. Die Kohlensäure ist gut dosiert. Sie prickelt im Antrunk sehr intensiv. Insgesamt ist dieses Bier sehr frisch, wirkt im Abgang aber leicht bitter und prickelt zu arg, was der Süffigkeit ein wenig abgeht. Die Fruchtigkeit aus dem Duft ist im Bier dann leider so gut wie gar nicht mehr vorhanden. Es dominieren hier allgemein die leicht süßlich malzigen Noten gepaart mit der im Abgang zunehmend zu sehr aufdringlichen Kohlensäure. Insgesamt ist die Malzaromatik aber nicht intensiv genug sondern eher wässrig.

Zum Fazit: Solides Bier, welches aber leider nicht wirklich süffig ist beziehungsweise kurz gesagt: es muss schnell getrunken werden. Denn je länger es im Glas ist, desto sprudeliger und prickelnder wird der Abgang, welcher dann ein unangenehmes Aufstoßen verursacht und es so nicht wirklich süffig macht. Auch hat dieses Bier absolut nicht besonderes was es von anderen Exportbieren unterscheidet. Es ist eher noch im unteren Mittelfeld anzusiedeln, weil es ein wenig zu wenig Geschmack hat. Ich vergebe hierfür drei Sterne, da es absoluter Durchschnitt ist aber wie gesagt eher im unteren Bereich, daher sind die drei Sterne noch gut gemeint.

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Barre Louis Barre Imperial

Unser heutiger Test für uns ins tiefste Westfalen, an die Nordhänge des Wiehengebirges. Dort liegt die Stadt Lübbecke in der sich die mittelständische Familienbrauerei Barre befindet. Die Brauerei wurde 1842 von Ernst Barre gegründet und feiert dieses Jahr ihr 175 jähriges Bestehen. Verkostet wird heute das Louis Barre Imperial, ein recht neue Kreation der Brauerei. Das Bier ist wie der Name schon sagt zu ehren von Louis Barre, einem früheren Brauereiinhaber gebraut worden. Dieser soll ein Lagerbier hergestellt haben welches durch innovative Verfahren von besonderer Qualität war und dadurch auch länger Haltbar. Außerdem soll er der erste gewesen sein der in Norddeutschland untergärige Lagerbiere gebraut hat und auch eine Kältemaschine zum Bierbrauen eingesetzt hat. Imperial heißt es deshalb weil dieses Bier zu Kaisers Zeiten mit der Norddeutschen Lloyd um die ganze Welt fuhr und somit im damaligen weltweiten „Deutschen Imperium“ ausgeschenkt wurde. Das Bier mit einem Alkoholgehalt von 5,4% Prozent wurde nun neu herausgebracht und versucht an diese Zeit zu erinnern. Das besondere an diesem „Boquet Lager“ ist seine sechswöchige Kaltreifung in der es mit Saphirhopfen verfeinert wurde.

Zur Optik: Sehr hellgelbes Bier, fast schon ein wenig matt. Es ist klar filtriert und seine weiße feinporige Schaumhaube hält sich beständig im Glas.

Zum Geruch: Fuchtige Noten von Äpfeln hat man zunächst in der Nase aber auch feine nussige Noten vom Malz sowie leichte brotige/getreidige Töne. Auch leichte Zitrusnoten kann man erriechen.

Zum Geschmack: Feine Malzige Noten, aber eine leicht störende Bittere. Diese Bittere wirkt ein wenig unrund und nicht so gut abgestimmt. Das Boquet also das Malzbett ist dagegen sehr fein mit den getreidigen/britigen Noten. Durch den Hopfen kommen Töne von grünen Äpfeln und Birnen durch. Der Abganag hingegen ist recht flach, man hat zwar leichte Noten von Apfel im Gaumen aber ansonsten ist er recht wässrig Bzw. man schmeckt nichts. Insgesamt bin ich von dem Bier schon ein wenig enttäusch, da es sehr mild ist und im weiteren Trinkverlauf immer wässriger wird.

Zum Fazit: Ich weiß auch nicht was ich zu dem Bier sagen soll, aber eines ist sicher. Für so viel Trara und Anpreisung hätte ich mir mehr erwartet. Ich finde dieses Bier doch sehr Flach und es hat einfach immer wieder bittere Stellen die nicht so recht passen. Seinem Namen wird es allerding schon gerecht, da es genau nach so wenig schmeckt wie die vielen großen internationalen Standardlager alla Budweiser und Co. Ich vergebe hierfür 3 Sterne da es nicht eklig ist und der Ansatz eigentlich ganz gut, da man immerhin ein wenig den Aromahopfen schmeckt.

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Die Weisse Glutenfrei

Heute gibt’s ein Bier aus der ältesten Weissbierbrauerei Österreichs. Bereits 1901 wurde die Salzburger Weissbierbrauerei von Adelbert Behr in Salzburg gegründet. Nach mehreren Übernahmen ist sie heute in Besitz der Familie Gmachl. Die Brauerei ist immer noch relativ klein, hat aber dafür ein sehr breites und spannendes Sortiment an Weissbieren. Verkostet wird heute ein glutenfreies Weissbier. Obwohl es Glutenfrei ist enthält dieses Bier kein alternatives glutenfreies Getereide wie z.B. Hafer, sondern Weizen und Gerstenmalz. Das Gluten wird laut Etikett aber durch eine spezielle Brauart im Bier abgebaut. Das Weissbier hat einen Alkoholgehalt von 5,1%.

Zur Optik: Klassisches Weissbier, trüb, orange und ein feinporiger Schaum der sehr üppig und stabil ist.

Zum Geruch: Typischer bananiger Geruch, der jedoch ein wenig speziell ist. Das muss wohl am Glutenentzug liegen, denn es fehlt so der letzte Tupfer Fruchtigkeit. Man hat stattdessen leichte Zimt und Nelken Noten.

Zum Geschmack: Sehr spezieller Geschmack, überhaupt nicht Weissbiertypisch. Es hat eher zitronige Noten, so als ob ein Citra Hopfen verwendet worden wäre. Der Abgang ist wiederum sehr wässrig und im Nachtrunk schmeckt man eigentlich so gut wie gar nichts. Das Bier wirkt insgesamt sehr hefig und teigig im Mittelteil und wird begleitet von leicht zuckrigen Noten. Der Zitruseindruck bleibt jedoch über den ganzen Trinkverlauf die dominierende Komponente.

Zum Fazit: Sehr spezielles Bier, dass aber durch seine Zitrusnote besticht. Im Nachtrunk kommt leider nicht mehr so viel. Etwas mehr als gehobener Durchschnitt. Hierfür vergebe ich 3 Sterne.

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Dinkelacker CD Helles

Der folgende Biertest behandelt mal wieder ein Bier aus dem Hause Dinkelacker. Das Bier ist ein klassisches Helles mit 5,1% Alkohol. Hiermit ist es bei den Hellen schon eher im oberen drittel anzusiedeln.

Zum Aussehen: Goldenes Bier. Welches eine klares Bild im Glas abliefert. Der Schaum ist nach dem eingießen relativ schnell verflogen.

Zum Geruch: Süßliche malzige Noten. Die brotigen Aromen kommen ganz klar durch. Leicht ölige, grasige Noten vom Hopfen kommen durch.

Zum Geschmack: Sanfter Weicher Abgang, mit einem prickelnden Einstieg, welcher durch die Kohlensäure bewirkt wird. Im zweiten Eindruck überwiegt jedoch die Kohlensäure den Geschmack. Es prickelnd ohne jedoch durch den Hopfen bitter zu werden. Durch die Kohlensäure wirkt es sehr frische, jedoch auch wenig süffig. leichte Biskuitnoten umrunden das Bier.

Fazit: Solides Bier, welches jetzt aber nicht wirklich beeindruckt ohne etwas besonderes ist. Kann man immer trinken ohne das es weh tut. Ich vergebe hierfür 3 Sterne.