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Nothhaft Ur-Hell

Nach zwei Starkbieren wird es im nächsten Biertest wieder etwas milder. Ich verkoste das Ur-Hell der Brauerei Nothhaft aus Marktredwitz. Damit bin ich geografisch wie so oft in letzter Zeit in Oberfranken und arbeite mich Stück für Stück durch die dortige Biervielfalt. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik. Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein brotiger, leicht süßlicher Getreidegeruch.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das durchaus süffig ist. Anfangs prickelt es noch sehr stark, bevor am Abgang dann doch eine gewisse Süße zum Vorschein kommt. Ein leichte Hopfenwürze rundet das Ganze ab. Es ist im Nachgang wie ich finde aber zu süß. Im weiteren Trinkverlauf ist es nicht mehr ganz so süß wie zu beginn, ich feinde aber das es dann fast schon ein wenig ins wässrig abgeltet. Die Kohlensäure prickelt aber dennoch ganz gut und macht das Bier angenehm süffig. Das Bier ist auch zum Ende hin noch etwas süßlich und die Kohlensäure bleibt sehr lebendig. Mir fehlt aber einfach ein wenig die würze im Abgang und hier ist es einfach ein wenig zu süß.

Zum Fazit: Ein solides, mir insgesamt aber einfach etwas zu süßes Helles. Das gibt 3 Sterne.

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Olbernhauer Bock

Auch im nächsten Biertest wird es wieder stärker. Dieses mal wechsele ich aber die Farbe von hell zu dunkel. Auch bin ich dieses Mal im Erzgebirge wobei dies für mein Testbier auch nicht mehr so wirklich stimmt. Die Stadt Olbernhau und die dazugehörige Brauerei befinden sich zwar mitten im sächsischen Mittelgebirge, jedoch wird das Bier dort schon seit 2009 nicht mehr gebraut. Stattdessen erfolgt die Produktion im thüringischen Eichsfeld bei der Brauerei Neunspringe. Vertrieben werden die Getränke aber weiterhin durch die Olbernhauer-Getränke-Vetriebs-Gmbh, welche nach der nunmehr 2. Insolvenz für die Geschicke des Olbernhauer Bieres verantwortlich ist. Gegründet wurde die Brauerei im Jahre 1896 durch Karl Gerach, der die Brauerei bis 1908 führt. Nach seinem Tod erwarb die Stadt Olbernhau selbst die Brauerei und betrieb diese bis zur Enteignung durch die DDR im Jahre 1955. Danach wurde sie ins Getränkekombinat Karl-Marx-Stadt integriert und verbleibt dort bis zur Reprivatisierung im Jahre 1992. Nach einer ersten Insolvenz übernahm Günter Tippmann die Brauerei im Jahre 2001, dessen Familie auch heut noch die Vetriebs-GmbH leitet. Wenngleich angeblich noch immer Pläne zu einer Wiederbelebung der Brautradition vor Ort existieren. Der Alkoholgehalt liegt bei 7,2%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, braunes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum.

Zum Geruch: Ein röstoge, brotig getreidiger Geruch.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier mit einer sehr süßlichen Aromatik, die vor allem im Abgang sehr lange anhält. Diese ist aber eher malzig etwas klebrig und zum Glück nicht zuckrig. Der Körper ist wie erwartet sehr kräftig im Geschmack. Dennoch hat das Bier durchaus auch eine gewisse Würze und Röstnoten die etwas an Kaffee erinnern. Vorranging sind aber dei süßlichen Malznoten die durchaus auch etwas von Frucht und Karamell haben.

Zum Fazit: Eigentlich gar kein so schlechter Bock. Rund, kräftig & würzig mit schöner Malzsüße. von mir gibt es dafür 4 Sterne.

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Meinel Maischätzla

Nicht einfach nur ein normaler Maibock ist das Maischätzla der Brauerei Meinel aus Hof. Zwar ist der Mai schon lange vorbei, die Saison des Bieres reicht aber lange in den Juni und auch jetzt findet man noch ab und zu in den Getränkemärkten und falls doch nicht, der nächste Mai kommt bestimmt. Für ein Bockbier ist das Bier mit 6% eher schwächer und zudem noch kaltgehopft mit 3 verschiedenen Hopfensorten.

Zur Optik: Ein trübes, orange bis bernsteinfarbenes Bier. Es nicht wirklich viel Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht karamellig leicht säuerlich und nach Orange und Mandarine und auch Ananas.

Zum Geschmack: Ich habe ein noch etwas verhaltenes Bier, dessen Geschmack sich erst im Nachgang vollends entfaltet. Dann kommt auch eine leichte Säure hinzu. Im Nachgang hat es durchaus auch respektable Hopfennoten für einen Bock die eine leicht grasigen Einschlag haben. Man schmeckt hier schon einen deutlichen Unterschied zu herkömmlichen Bockbieren. Insgesamt ist es ein vollmundiges Bier mit durchaus etwas kräftigen Körper. Es wirkt aber gar nicht schwer, da sofort die Kohlensäure einsetzt und das Bier so recht süffig wirken lässt. Im Abgang hat man dann eine sehr guten grasigen Hopfen und eine leichte Säure die diesen Eindruck unterstützt. Dazu kommt auch eben ein leichte Fruchtigkeit die sich vor allem im Nachgang breit macht und auch etwas Malzsüße, wie man sie von anderen Maiböcken kennt.

Zum Fazit: Ein etwas ungewöhnlicher, aber dafür umso leckerer Maibock. Er ist etwas fruchtiger als üblich und auch eine grasige Hopfenbittere gehört hier dazu. Mich überzeugt so etwas sehr und deshalb gibt es von mir 5 Sterne.

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Göttinger Pils

Zwar gibt es die Göttinger Brauhaus AG schon seit dem Jahre 1997 nicht mehr, das Göttinger Pils hat sich aber seit seinem Revival im Jahre 2010 als ein beliebtes Bier im Süden Niedersachsens etabliert. Nachdem in der Stadt schon seit dem Mittelalter Bier gebraut wurde, wollte man die städtischen Brauaktivitäten mit der Gründung der Brauhaus AG im Jahre 1889 bündeln und kommerzialisieren. In den folgenden Jahrzehnte etablierte sich die Brauerei als eine der wichtigsten lokalen Braustätten, jedoch wechselten auch die Besitzerverhältnisse mehrfach. So hatte nun zunächst die Elbschlossbrauerei aus Hamburg die Aktienmehrheit bevor diese über die Brau und Brunnen AG an das Einbecker Brauhaus überging, welche dieses im Jahre 1988 erwarb. Dort hielt man zunächst am Standort fest, jedoch war am aufgrund von Umstrukturierungsmaßnem gezwungen, die Produktion Ende der 90er Jahre einzustellen und auch das Göttinger Pils verschwand vorerst vom Markt. Im Jahre 2010 entschloss man sich dann aber in Einbeck für ein Revival der Marke Göttinger Pils, wenngleich es nicht mehr nach dem ursprünglich Originalrezept gebraut werden soll. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik:Eein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat nur einen eher mittleren weißen Schaum

Zum Geruch: Das Bier ist sehr sehr geruchsneutral ohne besonders herausstechende Nuancen.

Zum Geschmack: Auch hier ist im ersten Eindruck das Bier geschmacklich sehr zurückhaltend und eher recht mild. Es ist ist herb am Gaumen, aber ohne besonders langen Nachgang. Der Hopfen ist in Ordnung aber wirkt etwas unrund und schmeckt etwas nach Extrakt. Es er ist schon bitter herb und knackig, aber nicht besonders aromatisch, eher leicht metallisch. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ganz in Ordnung zu trinken, die bittere Hopfennote wirkt aber nicht optimal auf den weitern Geschmackseindruck abgestimmt und ist etwas kratzig.

Zum Fazit: Es ist ganz in Ordnung, aber vor allem gegen Ende finde ich es doch ein wenig unrund. Man schmeckt in jedem Falle den Hopfen und das es ein Pils ist, so richtig überzeugend finde ich es aber nicht. 2 Sterne.

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Gordon Scotch Ale

Man könnte meinen das Gordon Scotch Ale sei ein Bier, welches vom nördlichen Teil der britischen Insel stammt. Jedoch weit gefehlt, denn das Gordon Scotch Ale ist ein Bier, welches von John Martin aus Belgien gebraut und vertrieben wird. Der Name leitet sich vom historischen Gordon Clan ab, der in der schottischen Historie eine bedeutende Rolle einnimmt. Der Alkoholgehalt liegt bei 8%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, rotbraunes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein kaffeeartiges Aroma, das nur leichte süßliche Noten hat. Es hat etwas von Kaffeeschokolade.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier mit einer süßlich kaffeeartigen Aromatik im Abgang, dass aber von leichten alkoholischen Aromen begleitet wird. Im weiteren Trinkverlauf wird dann leider die alkoholische Note etwas mehr von Bedeutung. Es bleibt im Mundraum eine süßliche Note bestehen, die irgendwie an Süßstoff erinnert. Man hat aber hier und da leichte Kaffeenoten die dazukommen und den Geschmack abrunden. Trotz des Alkoholgehalts wirkt der Körper nicht wirklich vollmundig.

Zum Fazit: Mein Fall ist es nicht unbedingt, mir ist es zu alkoholisch und nicht komplex genug. Das gibt 2 Sterne.

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Braukatz Golden Cat

Im nächsten Biertest habe ich nun das Golden Cat der BrauManufactur Allgäu aus Nesselwang. Stilistisch handelt es sich hier um ein untergäriges Lagerbier, das einen Alkoholgehalt von 5,1% besitzt.

Zur Optik: Ein naturtübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht hopfiges Aroma. Ansonsten ist es recht geruchsneutral.

Zum Geschmack: Ein hopfiges Aroma mit gewisser getreidger Note. Ansonsten ist das Bier hat das Bier geschmacklich keine wirkliche Tiefe. Es hat noch eine leichte Orangennote. Auch im weiteren Trinkverlauf hat dieses Bier nur eine leichte Bitternote. Auffällig ist hier vor allem die sehr sehr lebendige Kohlensäure, die fast schon ein wenig zu sehr am Gaumen kratzt.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 3 Sternen. Es ist durchaus gut zu trinken aber kein Highlight und doch recht generisch bzw. langweilig.

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Göller Zeiler Abendrot

Für den jetzt langsam zu Ende gehenden Sommer bzw. den Spätsommer hat die Brauerei Göller das Zeiler Abendrot in ihrem Craftbier Kalender. Diese nun langsam beginnende Zeit hat bekanntlich ihre ganz eigene Magie und besonders eben dieses titelgebende Abendrot lässt sich dann am Abendhimmel beobachten. Stilistisch handelt es sich bei diesem Bier um ein Red Ale, das einen Alkoholgehalt von 4,8% aufweist.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes, rötlich schimmerndes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht sehr fruchtig mit beerigen Noten. Es riecht nach Waldfrüchten vornehmlich Brom- und Himbeere.

Zum Geschmack: Das Bier wirkt sehr süffig und hat einen sehr intensiven beerigen Abgang. Man schmeckt Johannisbeere aber auch Brom- und Himbeere, also Weldfrüchte wenn man so möchte. Der Körper an sich ist eher schlank gehalten. Das Bier ist durchaus herb im Abgang und hat auch gegen Ende eine leicht karamellige Nuance. Dazu kommt eine feine Säure und etwas röstiges. Es wirkt aber ehrlicher Weise auch ein klein wenig unrund.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ein wirklich leckeres Bier und ein eigentlich sehr gute Begleitung für den Sonnenuntergang im Spätsommer.

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Gundel Dunkles Gold

Von der doch recht kleinen fränkischen Brauerei Gundel habe ich im nächsten Biertest das Dunkle Gold. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, rotbraunes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch. Ein schön röstiger, kekisger Geruch. Es hat etwas beeriges an sich, aber auch leichte Nuancen von Lebkuchen und etwas Karamell

Zum Geschmack: Ich finde das Bier süffig. Es wirkt im Körper eher schlank, hat im Abgang aber durchaus auch einen etwas röstigen Charakter und eine leichte Hopfenwürze. Im Nachgang bleibt aber doch ein eher süßlicher Charakter übrig, aber auch etwas das an Kakao erinnert. Die Kohlensäure ist gut dosiert und macht das Bier süffig. Auf der anderen Seite ist sie aber auch nicht zu viel, sodass noch genug vom Geschmack im Mundraum durchkommt. Im Abgang at man einen schokoladig süßlichen Geschmack, der auch lange bestehen bleibt und den Mundraum ausfüllt.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ein wirklich sehr schönen vollmundiges Dunkles mit einem langen Ab und Nachgang. Schokoladige Noten werden sehr gut in Szene gesetzt.

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Ammerndorfer Lager Urtyp

Das Ammerndorfer Lager Urtyp fällt doch ein wenig aus der Reihe, wenn man sich so die anderen Biere dieser mittelfränkischen Brauerei anschaut. Im Gegensatz zu diesen wird dieses Bier nämlich in eine Bügelverschlussflasche gefüllt. Dieses Tatsache führt in Fachkreise zu Spekulationen, wonach dieses Bier gar nicht in Ammerndorf, sondern bei einer anderen Brauerei als sogenanntes Lohnbrau gebraut und abgefüllt wird. In wie fern das stimmt, vermag ich nicht zu sagen, jedoch kann da durchaus etwas dran sein, wenn man so die Foren im Internet durchstöbert. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelgoldenes Bier mit sehr ordentlichem Schaum.

Zum Geruch: Ein keksig getreidiges, sehr frisch wirkendes Bier zeigt sich in der Nase.

Zum Geschmack: Ich durchaus würziges Bier, dass ich hier im Mund habe. Es ist im Abgang dann auch durchaus würzig. Ein grundsätzlich eher leicht süßliches malziges Lagerbier. Es ist ein süßliches schlankes Lagerbier, dass aber durchaus Geschmack hat. Eine feine Hopfenherbe ist dennoch steht präsent und umspült die süßen Malznoten.

Zum Fazit: Ein feinwürziges Bier mit dezenter Hopfennote. Für mich sind aber dennoch die Malznoten etwas dominanter. Von allem sehr süffig un von mir gibt es dafür 4 Sterne.

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Fortuna Hefeweizen

Mein nächstes Bier ist wieder eines aus der Kategorie Billigbier. Dieses Mal dreht es sich um das Fortuna Hefeweizen welches von der Hasenbräu aus Augsburg gebraut wird und somit Teil von Tucher und damit der Radeberger Gruppe ist.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat keinen besonders erwähnenswerten Schaum.

Zum Geruch: Man hat ein leicht banaiges Aroma, dass aber nicht so intensiv ist. Dazu kommen leicht getreidige Noten.

Zum Geschmack: Man hat ein Bier, das ein Aroma hat, dass mit einer leicht hefigen Note im Abgang daherkommt. Es prickelt leicht, sonst kommt aber geschmacklich ehrlicherweise nicht so viel bei mir an. Es hat eine ganz passable Malzaromatik und man hat auch eine gewisse Banane im Abgang, die aber nicht zu intensiv ist. Es könnte bisweilen aber geschmacklich auch noch etwas mehr sein. Für mich hat es den Hang gerade gegen Ende dann doch etwas zu süß zu sein.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 3 Sternen. Für den Preis ganz ok, mir ist es aber vor allem im Abgang doch ein wenig zu süß.