Zwar gibt es das Weller Bier und die Genossenschaftsbrauerei erst seit 2011, die Geschichte der Brauerei bzw. des Vorgängerbetriebs der Familie Weller hat ihren Ursprung aber schon 200 Jahre vorher, nämlich im Jahr 1811. In diesem Jahr kaufte ein gewisser Johann Adam Erich das Erlanger Gasthaus zum Goldenen Engel und richtete dort eine Brauerei ein. 1868 kam der Betrieb durch Kauf schließlich an den Namensgeber meines heutigen Testbieres, nämlich einen gewissen Adam Weller. Dieser übergab die Brauerei schließlich an seinen Sohn Johann Weller, der den Betrieb bis zum Jahre 1911 fortführte. In diesem Jahr, also genau 100 Jahre nach der Gründung, wurde der Betrieb jedoch aufgrund sinkender Nachfrage eingestellt. Weitere 100 Jahre später lässt nun der Urenkel von Adam Weller, Hans Kurt Weller diese Brautradition wieder aufleben. Als genossenschaftlich organisierte Gasthausbrauerei steht sie nun wieder ganz in der Tradition Adam Wellers, wobei sie die Flaschenbiere bei der Brauerei Göller in Zeil am Main herstellen lässt. Das 3×11 ist ein typisches helles Lagerbier, wie es früher schon Adam Weller geschmeckt hätte mit einem Alkoholgehalt von 4,9%.
Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.
Zum Geruch: Ein fruchtiges hopfiges Aroma. Es ist sogar ganz leicht fruchtig in der Nase
Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein erfrischendes und schön getreidges Bier mit einem leicht bitteren Abgang. Die Hopfennote wirkt durchaus aromatisch und natürlich und verleiht dem Bier eine gewisse Würze. Im Körper ist es wie zu erwarten eher ein bisschen schlank gehalten. Es ist aber auch im weiteren Trinkverlauf ein doch hopfenbetontes Bier das einen einigermaßen schlanken Körper aufweist und wenig von seinem Geschmack verliert.
Zum Fazit: Ein würziges, hopfenbetontes Helles, dass mir wirklich schmeckt. Von mir gibt es dafür eine Wertung von 4 Sternen.