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Eschweger Jacobinus Kristallweizen

Es ist noch gar nicht so lange her, da waren die am meisten getrunkenen Weizenbiere Kristallweizen. Als Champagner Weisse wurden diese bis in die 1960er Jahre verkauft, ehe die EU dies wegen der geschützten geographischen Herkunftsbezeichnung von Champagner unterband. Bis in die 1980er Jahre war es zudem deutlich beliebter, als das trübe Weizenbier, welches heute die beliebteste Weissbiersorte ist. Ich teste heute eine hessische Kristallvariante, nämlich jene von der Eschweger Klosterbrauerei. Der Alkoholgehalt liegt hier bei erstaunlichen 5,6%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiger Geruch. Es riecht etwas hopfig und Zitrusnoten machen sich breit.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man durchaus ein Bier, welches spritzig ist. Dennoch kommen auch weizig-getreidige Noten mit ins Geschmacksportfolio des Biers. Man hat ein Bier, das insgesamt sehr erfrischend und lebendig wirkt, aber auch irgendwie ein wenig farblos. Den Alkoholgehalt schmeckt man nicht so wirklich und es wirkt erstaunlich schlank. Im Nachgang ist es ein wenig getreidig, das war es aber auch. Ich finde zudem auch, das es nicht ganz so sehr prickelt wie andere Kristallweizen.

Zum Fazit: Ein eher fades bis farbloses Kristallweizen. Ich finde es könnte durchaus noch etwas kräftiger im Geschmack sein, wenn es denn schon 5,6% Alkohol aufweist. Das gibt von mir nur 2 Sterne.

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Stöttner Pfaffenberger Weisse

Die niederbayerische Brauerei aus Pfaffenberg ist bekannt für ihre Weissbiere. Die 1832 gegründete Privatbrauerei braut noch immer in zentraler Lage direkt am Marktplatz von Pfaffenberg. Seit Karl Stöttner 1892 die Brauerei erwarb, ist sie im Besitz der selben Familie. Heute kümmert sich Andreas Stöttner um die Geschicke des Betriebes. Die Pfaffenberger Weisse ist eines der beliebtesten Biere aus dem Hause und hat es nun zu mir in den Test geschafft. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, orange bis bernsteinfarbenes Bier. Es hat keine besonderen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier hat einen etwas bananigen Touch. Wie ich finde auch etwas Pfirsich oder Aprikose.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das auf mich vor allem sehr fruchtig und hefig wirkt. Es hat einen sehr schönen Bananengeschmack, der sich im Abgang immer mehr ausbreitet. Im fehlt es aber etwas an Spritzigkeit. Dazu hat es aber auch etwas an Würze. Der Körper ist für den Alkoholgehalt relativ schlank und die banale und auch die Fruchtigkeit sind gegen Ende des Trinkverlaufes nicht mehr so intensiv. Es ist aber auch positiv, dass das Bier nicht zu hefig erscheint. Dem Bier fehlt es grundsätzlich einfach etwas an Kohlensäure. Dennoch hat es eine schöne Fruchtnote mit leichter Banane, die es schafft nicht zu hefig zu sein, aber dennoch präsent ist und auch im Nachgang erhalten bleibt.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eine Wertung von guten 3 Sternen, das Bier hat einen schönen Banane und verfügt auch über einen angenehme Würze. Mir fehlt es aber einfach ein wenig an Kohlensäure und so wirkt es nicht ganz so erfrischend und süffig.

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König Ludwig Weissbier Kristall

Im nächsten Biertest habe ich nach längerer Zeit wieder ein Kristallweizen im Test. Es gibt das König Ludwig Kristallweizen von der Schlossbrauerei Kaltenberg. Der Alkoholgehalt liegt hier bei 5,5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht recht geruchsneutral und leicht zitrusartig im Geruch.

Zum Geschmack: Ein spritziges Bier. Es prickelt leicht am Gaumen. Auch im weiteren Trinkverlauf lebt dieses Bier sehr von seiner Kohlensäure. Es kommt nur eine leicht getreidige Süße mit, die etwas das Mundgefühl bestimmt. Auch im weitren Trinkverlauf ist es ganz gut trinkbar, ohne aber zu süß zu wirken. Trptz des Alkoholgehalts wirkt der Körpe rnicht so mächtig.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen. Es ist ein solides Kristallweizen, das wie ich finde vor allem sehr lebendig und daher auch sehr spritzig ist.

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Huppendorfer Weizen

Bei meinen Biertests mache ich nun weiter in Franken. Franken ist nun nicht unbedingt als Mekka des Weizenbieres bekannt, jedoch haben im Laufe der Jahre viele der fränkischen Brauereien ein Weizenbier in ihr Sortiment genommen. Unter anderem auch die Brauerei Grasser aus Huppendorf im Kreis Bamberg. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein naturtrübes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein bananig süßlicher Geruch. Die Banane kommt wie ich finde sehr gut durch.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein herb kerniges Weizen. Es ist nicht schlammig und die Banane kommt im Abgang sehr gut durch. Dazu hat man einen gut ausbalancierten und präsenten Malzkörper. Auch im weiteren Trinkverlauf bleibt das Bier ein Weizen, das klare kannte zeigt und wie ich finde auch über eine schöne Hopfung verfügt. Gegen Ende jedoch geht dem Bier ein wenig die Kohlensäure ab. Es wird dann etwas zu hefig.

Zum Fazit: Ein gutes Weizenbier muss nicht immer aus Oberbayern kommen. Auch in Franken gibt es sehr gute Exemplare. Das Huppendorfer ist eines davon. Von mir gibt das 4 Sterne.

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Allgäuer Brauhaus Fürstabt Hefeweizen

Ein Fürstabt war der Vorsteher eines Klosters bzw. Abtei, welche zum Reichsstift erhoben wurde. Somit hatte der Abt auch weltliche Macht über das Territorium welches zur Fürstabtei gehörte. Der Fürstabt war damit ein Reichsfürst und nur dem Kaiser gegenüber verpflichtet. Eine solche Fürstabtei bestand auch in Kempten. Infolge der Säkularisation wurden die Fürstabtei, als auch der Stift selbst aufgelöst und dem Königreich Bayern einverleibt. Noch heute zeugen in Kempten die Fürstenresidenz sowie die anderen Gebäude der sogenannten Stiftsstadt vom einstigen Reichtum und der Macht der Fürstäbte. Auch das Allgäuer Brauhaus widmet sein Weizenbier den Fürstäbten, das einen Alkoholgehalt von 5% hat.

Zur Optik: Ein naturtrübes, orange goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: ein brotig getreidiges Aroma mit gewissen Bananennoten hat man in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier, welches sowohl hefige als auch bananige Noten miteinander vereint. Man hat auch etwas kräutrig vanilliges am Gaumen. Es ist zudem eher ein kerniges bis hopfenbetontes Weizen. Am Gaumen emofinde ich es fast schon ein wenig herb. Der Nachgang ist aer irgendwie auch ein wenig pappig und mir insgesamt zu hefig. Es bleibt auch bis zum Ende hin ein Bier, welches zwar eine gewisse Süße hat, aber auch hin wieder zu herb ist. Erst gegen Ende kommt die Süße etwas mehr durch.

Zum Fazit: Mein Fall ist dieses Weizenbier nicht. Mir ist das insgesamt zu herb. Vor allem passt die Bittere nicht zum restlichen Bier. Hie rkönnte durchaus noch mehr die Banane durchkommen. Das gibt von mir 3 Sterne.

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Gut Forsting Weissbier

Von der genossenschaftlichen Gutsbrauerei Forsting aus dem oberbayerischen Pfaffing habe ich in meinem nächsten Biertest ein Weissbier. Die obergärige Spezialität kommt auf einen Alkoholgehalt von 5%.

Zur Optik: Ein trübes, gold bis bernsteinfarbenes Bier. es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein kerniges Weissbier, das eine leichte Hopfennote hat. Es ist eher etwas kräutrig im Geruch.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich hier ein Bier, das leicht herb ist und eine etwas bittere, würzige Note am Gaumen aufweist. Insgesamt ist es geschmacklich aber eher ein wenig zurückhaltend. Es ist ein eher schlankeres Weizen, bei dem dementsprechend auch der Körper nicht so stark betont ist. Man hat hier klar eine hopfige Komponente und zudem ist die Hefe etwas dominanter, verleiht dem Bier etwas Frucht aber auch Säure.

Zum Fazit: Ein spritziges, eher schlankes Weizenbier. Es hat für ein Weizen ein überraschend hopfiges Aroma. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Grünbacher Winter Weisse

Auch wenn die Temperaturen langsam wieder steigen, so erlebte man in den vergangen Tagen doch einen ordentlichen Wintereinbruch, inklusive Schnee, Deshalb gibt es im folgenden Biertest die Winter Weiße der Schlossbrauerei Grünbach. Grünbach befindet sich in der Nähe von Erding. Damit befinde ich mich in Oberbayern, was für Weißbiere sicherlich nicht die schlechteste Voraussetzung ist. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,7%.

Zur Optik: Ein bernsteinfarbenes, naturtrübes Bier. Es hat einen leichten orangenen Ton. Der weiße Schaum ist in Ordnung.

Zum Geruch: Ein getreidiges Aroma. Ansonsten ist es eher geruchsneutral. Eine leichte Banane kommt noch dazu.

Zum Geschmack: Ein eher farbloses Bier ist das Getränk im ersten Eindruck. Leicht herb ist es im Abgang und der Körper wärmt schon von innen. Auch im weiteren Trinkverlauf ist das Bier eher derb und kernig, nicht wirklich süßlich. Fruchtigkeit ist nur ganz leicht im Antrunk vorhanden. Auch empfinde ich das Bier als leicht alkoholisch Im weiteren Trinkverlauf wird es süßlicher und hefiger. Man hat dennoch eine gewisse herbe Note, die aber auch vom Alkohol stammen könnte.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eine Wertung von 2 Sternen. So richtig gut finde ich das Bier nicht wirklich. Mir fehlt für ein Weizen hier einfach ein wenig die Fruchtigkeit. Ich empfinde es auch als nicht wirklich süffig, sondern eher schwerfällig und leicht alkoholisch.

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Schneider Weisse Love Beer

Mein nächstes Bier im Test ist das Love Beer der Brauerei Schneider. Gebraut wurde das Bier in Zusammenarbeit mit der bayerischen Kultband LaBrassBanda. Geschmacklich soll es ein leichtes, sommerlich fruchtiges Weissbier sein. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellgoldenes Bier. Es hat keinen besonderen ausgeprägten Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht fruchtig mit Erdbeere und Holundernote.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das durchaus ein fruchtiges Bouquet mitbringt, das sich immer stärker entfaltet, je länger es im Mund bleibt. Im Abgang ist es dazu noch etwas bitter. Man hat etwas Holunder im Abgang, aber auch Passionsfrucht. Über allem schwebt zudem ein leicht säuerlicher Zitrusgeschmack der das Ganze abrundet. Insgesamt ist es ein durchaus hopfenbetontes Weizenbier, das im Abgang mit einer würzigen Hopfennote überzeugt. Dafür fehlt es dem Bier aber an der typischen vanilligen hefigen Note, die man sonst von Weizenbieren kennt.

Zum Fazit: Ein etwas anderes Weizenbier, das eher fruchtig spritzig gestaltet ist und dazu über eine leichte Säure verfügt. Es ist schlank und hat nicht so einen kräftigen Körper wie andere Weizenbier. Mich überzeugt das aber und ich gebe hierfür gerne eine Wertung von 4 Sternen.

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Schönramer Weißbier Bock

Nur noch 1 Tag bis zum heiligen Abend. Ab Dezember hat zudem auch der Weißbierbock aus dem Hause Schönramer Saison. Ursprünglich nur als Dankeschön für besondere Kunden und Gastronomen gebraut, erfreute sich der Schönramer Weißbierbock so großer Beliebtheit, das man sich entschloss, ihn für alle Schrönramer Liebhaber jedes Jahr im Dezember anzubieten. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 6,9%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein aromatischer Geruch, Man hat fruchtige Noten von Waldbeeren und eine sehr reife Banane. Auf der anderen Seite kommt aber auch die alkoholische Seite zum Tragen. 

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein sehr aromatisches Bier mit Noten von  reifer Banane und etwas vanillines. Das Bier prickelt ganz gut und ist für einen Bock sehr lebendig. Man hat bis in den Nachgang hinein fruchtige Noten. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein aromatisches Bier, das sehr schön fruchtig ist und auch im Abgang noch lang diese Aromen vor reifen Früchten vor allem Pflaume und Banane zirkulieren lässt. Abgerunde wird dies alles von einer feinen Hopfenbittere am Gaumen.

Zum Fazit: Ein gelungener sehr fruchtiger Weißbierbock. Mich stört etwas die Hopfenbittere am Gaumen. Die verleiht dem Bier zwar Würze, wirkt auf mich aber nicht so recht passend. Von mir gibt es 4 Sterne.

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Ziegler Hopfazupfa Weisse

Nun sind Weizenbiere nicht unbedingt bekannt dafür ein besonders ausgeprägtes Hopfenaroma zu besitzen. Das die Hopfenpflücker, auf bayerisch Hopfazupfa aber sehr wohl nach getaner Arbeit ganz gerne zum Weissbier greifen, suggeriert mir mein folgendes Testbier, die Hopfazupfa Weisse aus dem Hause Ziegler, die sich passender Weise in Mainburg, inmitten des Hopfengebiets Hallertau befindet. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein trübes, oranges bis bernsteinfarbenes Bier mit ordentlicher weißer Schaumkrone.

Zum Geruch: Ich habe einen fruchtigen, leicht bananigen Geruch in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einer sehr schönen fruchtigen Banane im Abgang Es ist im Abgang aber auch etwas säuerlich und hat eine leichte Hopfenwürze. Das Bier zeigt bis zum Ende diesen schönen baningen Abgang, die Hopfenwürze nimmt aber immer mehr ab. Spirtzig ist es obendrein, wenngleich es über einen durchaus präsenten Malzkörper verfügt und somit nicht ganz so schlank wirkt.

Zum Fazit: Ein durchaus schmackhaftes, zu Beginn auch doch überraschend hopfiges Weizenbier. Im weiteren Trinkverlauf kommt dann aber immer mehr der klassisches fruchtig malzige Geschmack durch mit einer schlnen Banane in Ab- und Nachgang. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen.