Veröffentlicht in 4-Sterne

de Koninck Triple d’Anvers

Der erste Biertest des heutigen Tages führt mich ins belgische Antwerpen. Die für ihren Diamantenhandel bekannte Hafenstadt ist schon seit dem Mittelalter einer der wichtigsten Handelsstädte Europas. So ist es auch nicht verwunderlich das Bier in Antwerpen eine bedeutende Rolle spielte und spielt. Die 1833 gegründete Brauerei de Koninck ist eine die die Biergeschichte der Stadt geprägt hat und heute zum belgischen Familienkozern Duvel-Moortgat gehört. 2010 brachte die Brauerei mein heutiges Testbier, den Tripel d’Anvers auf den Markt ein klassisches Tripelbier mit einem Alkoholgehalt von 8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein brotig süßliches Aroma mit kräutrigen Noten und auch etwas fruchtig.

Zum Geschmack: Im erste Eindruck ein bitteres und auch leicht kräutriges Bier. Es ist sehr spritzig. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es leicht bitter, aber der Körper ist voll und leicht aromatisch. Es ist hier und da auch leicht süßlich, vor allem auch im Nachgang.

Zum Fazit: Ein gutes und auch sehr solides Bier. Zum absoluten Topbier fehlt aber noch etwas. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Bornem Tripel

In einem weiteren Test geht es nun weiter nach Belgien zur Brouwerij van Steenberge. Diese befindet sich in der flämischen Gemeinde Evergem und kann auf eine Geschichte zurückblicken die bis ins Jahre 1784 zurückreicht. Das Bornem Tripel ist ein typisch belgisches Abteibier hinter dem das Kloster Sint Bernardus aus der gleichnamigen Stadt Bornem steht. Das Tripel Bornem das ich heute verkoste kommt dabei auf einen Alkoholgehalt von stolzen 8%.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidig bitteres Bier. Es hat einen sehr hopfiges und grasiges Aroma.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es bitter und aber auch getreidig. Es ist auch vor allem am Gaumen schrotig und zugleich hopfig. Es ist etwas bitter und zitronig am Gaumen. Es ist auch im weiteren Trinkverlauf ein Mix aus bitteren und süßlichen Noten, wobei die süßlichen überwiegen und am grauem hängen bleiben.

Zum Fazit: Ein kräutrig bitteres Bier, so wie ein Tripel sein sollte. Hier und finde ich beißt es ein wenig zu arg, aber sonst man nichts zu bemängeln. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Waterloo Triple Blond

Waterloo, Für Abba der Beginn einer Weltkarriere, für Napoleon jedoch das Ende eben jener. Am 18 Juni, also vor genau 8 Tagen, jährte sich diese 1815 stattgefundene Schlacht nun schon zum 206. Mal. Die im Zentrum Belgiens gelegene Stadt ist aber nicht nur Namensgeber eben jener Schlacht, sondern es gibt auch ein Bier das auf diesen Namen hört und sich auf dieses historische Ereignis bezieht. Selbstverständlich kommt dieses aus Belgien und stammt ursprünglich von der Brasserie du Marche, die auch unweit dem Ort der Geschehnisse lokalisiert ist. Gebraut wird es heute von der Brasserie du Bocq und wird vom belgischen Bierhändler Anthony Martin vertrieben. Von den inzwischen 6 Sorten des Bieres werde ich heute das Triple Blond verkosten, das auf einen Alkoholgehalt von 8% kommt.

Zur Optik: Ein naturtübes, orangenes Bier. Es hat eine ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat Orangennoten, die aber nur leicht anklingen. Dazu kommen etwas alkoholischen Töne.

Zum Geschmack: Hier ist es im ersten Eindruck ein kräutig bitteres Bier, bei dem vor allem die Kohlensäure vorherrscht und zunächst jegliche Geschmackeindrücke kanalisiert. Im Abgang wird es dann orangig und es kommen dann Noten von eben Orange und auch getreidige dazu. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es eher herb-fruchtig wobei es dann schon in die fruchtige Gegend geht und das herbe abnimmt. Auch ist es nicht so kräutrg herb, sondern herb mit einer schönen saftig-bittere Orange im Aroma.

Zum Fazit: Ein vielschichtiges Bier, dem man seinen Alkoholgehalt nicht anschmeckt. Ich finde es dennoch etwas schwerfällig zu trinken und so gibt es von mir nur eine Wertung von 4 Sternen.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Maredsous Tripel

Aus der Maredsous Serie der belgischen Brauerei Duvel-Moortgat wird im heutigen test mit dem Tripel das stärkste dieser Biere verkostet. Alkoholtechnisch bewegen wir uns hier bei satten 10%.

Zur Optik: Ein rot bis bernsteinfarbenes, leicht trübes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat sehr kräutrige Noten die sich hier mit leicht getreidigen Noten vermischen. Leichte Orangentöne kommen noch dazu.

Zum Geschmack: Ein doch im ersten Eindruck recht alkoholisches Aroma, das vor allem im Abgang ein wenig bitter wirkt. In den Backen und im Nachgang sind leicht süßmalzige Noten, die aber auch etwas teigiges haben. Der Alkohol hat etwas wärendes, das steht bei diesem Bier auch außer Frage. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Mix aus hopfig herben Noten und doch alkoholisch bitteren Anklängen die nicht verschwinden wollen. Es ist insgesamt aber genießbar, da die alkoholische Bittere doch recht gut in den Körper eingebettet. Auch im weiteren trinkverlauf ist es eher bitter alkoholsich vor allem gegen ende zu alkoholisch.

Zum Fazit: Dieses Bier hat ordentlich Wumms und das schmeckt man auch. Mir ist es einfach eine Spur zu alkoholisch und so gibt es von mir auch nur eine Wertung von 3 Sternen.

Veröffentlicht in 4-Sterne, Allgemein

Omer Vander Ghinste Lefort Tripel

Heute gibt es im ersten Test ein Bier aus Belgien. In der flämischen Stadt Kortrijk ist der Stammsitz der 1892 gegründeten Familienbrauerei Omer Vander Ghinste. Gründer war ein gewisser Remi Vander Ghinste. Das Tripel Lefort ist ein Überbleibsel der Stadtbrauerei Kasserijk, welche bereits 1911 von Vander Ghinste übernommen wurde. Der Name LeFort wiederum bezieht sich auf die ehemalige Zitadelle, die die Stadt Kortrijk vor Angriffen Schützen sollte und in dessen Nähe sich der Betrieb befand. Von dieser ist heute aber nicht mehr sonderlich viel zu sehen und so soll das Bier an diese ehemalige Festungsanlage erinnern. Stilistisch sind wir hier bei einem Tripel und der Alkoholgehalt liegt folgerichtig bei 8,8%.

Zur Optik: Ein leicht trübes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riechet süßlich und brotig. Aber auch kräutriges und Orange gibt es hier zu riechen.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein sehr aromatisches Bier, welches auch durchaus fruchtige und süßlich Noten zulässt. Es wird dabei erst im Abgang etwas hopfiger und bitterer. Es bleibt ein im Antrunk ein bitteres Bier, das dann im Abgang und am Gaumen seine etwas fruchtigeren Noten entfaltet. Ansonsten ist es ein sehr kerniges und getreidig süßliches Bier.

Zum Fazit: Ein durchaus spannendes Bier, mit fruchtigen und auch bitteren Noten. Es dabei von der eher unkonventionelleren Sorte und durchaus gewöhnungsbedürftig. Für mich ist hier eine Wertung von 4 Sternen folgerichtig. 

Veröffentlicht in 3-Sterne

Battin Triple

Wieder Luxemburg, wieder Battin und wieder geht ein Dank an meinen treuen Bierspender fürs besorgen dieses Bier. Von der Escher Brauerei steht heute das Triple auf dem Plan, das entsprechend an die Originale aus dem nahen Belgien angelehnt sind. Der Alkoholgehalt liegt bei 8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelgoldenes Bier. Es hat keinen besonderen schäum.

Zum Geruch: Ein intensives Aroma mit einer leichten Getreidenote. Es riecht nach einer sehr reifen Frucht und hat eine ganz leichte Alkoholnote.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier das getreidig ist, aber auch etwas bitter in den Abgang hineinreicht. Es ist ein Bier mit einer gewissen alkoholischen Note, aber man hat auch eine leichte Fruchtigkeit nach Steinobst die man als typisch für Tripelbiere ausmacht. Die Kohlensäure ist hoch aber für ein Triple doch moderater.

Zum Fazit: Ich kann dieses Bier schwer einordnen. Auf der einen Seite finde ich es wirklich gut und angenehm zu trinken. Für ein Triple reicht mir aber die Geschmacksvariabilität nicht aus. Da könnte noch mehr gehen. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen

Veröffentlicht in 2-Sterne

Postel Tripel

Im heutigen Test mache ich wieder eine kleinen Abstecher ins benachbarte Belgien. Das Postel Tripel ist nach einer gleichnamigen Abtei an der Grenze zu Belgien benannt. Erstmals kommerziell gebraut wurde das Bier im Jahre 1953 von der Brauerei Campina in Dessel. Ab 1988 wurden die Biere von der Brauerei de Smedt in Opwijk. Im Jahr 2000 wurde Brauerei von Heineken übernommen und gehört seither zur Heineken Tochter Alken Maes, die sich auch für die Postel Biere verantwortlich zeigt. Das Tripel was ich heute verkoste hat einen Alkoholgehalt von 8,5%.

Zur Optik: Ein mitteltrübes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr spritziges und aber auch leicht säuerliches zitroniges Aroma. Es ist aber auch etwas alkoholisch.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es prickelnd bitter und aber auch leicht säuerlich. Es ist auch leicht fruchtig bitter im Einstieg. Im weitern Trinkverlauf ist es auf der einen Seite auch etwas süßlich und nicht zu bitter was es trinkbar macht. Es wirkt irgendwie aber auch leicht künstlich. Im weitern Trinkverkauf ist es auch ein wenig aromatisch.

Zum Fazit: Ich hatte schon etwas bessere belgische Bier und vor allem auch in Sachen Triples hatte ich bessere Varianten. Dieses Bier bekommt von mir nur 2 Sterne.

Veröffentlicht in 5-Sterne

Vicaris Tripel Geuze

In meinem heutigen Test habe ich wieder ein Bier einer Brauerei, deren Ursprünge im Hobbybrauen liegen. Vincent Dilewyns der Gründer der gleichnamigen belgischen Brauerei ist nämlich von Beruf eigentlich Zahnarzt und hatte mit Bier nur in seiner Freizeit zu tun. Da sich aber die Erzeugnisse seines Hobbybrauerdaseins immer größerer Beliebtheit erfreuten entschloss er sich nach einigen Jahren in der Proefbrauerei seine eigene Brauerei zu eröffnen, und sich vollends aufs Bierbrauen zu konzentrieren. Die Brauerei wurde dann im Jahre 2011 eröffnet und das hat der Beliebtheit seiner Vicaris Biere noch einmal ordentlich Schwung verliehen. Lokalisiert ist diese in Dendermonde im flandrischen Teil Belgiens. Die Tripel Geuze, die ich heute verkoste vereint den beliebten belgischen Bierstil Tripel mit einem komplexen, spontanvergorenen Geuzebier. Alkoholtechnisch liegt es bei 7%.

Zur Optik: Ein mitteltrübes Bier mit einem ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht sehr säuerlich fruchtig nach Apfel und Birne. aber auch etwas schwefelig.

Zum Geschmack: Im Antrunk ist es dann nicht mehr so säuerlich sondern eigentlich recht harmonisch. Man hat eine Fruchtnote die sehr authentisch an heimisches Steinobst wie Birne und Apfel erinnert. Diese Geschmacksnuance bleibt auch lange im Mundraum bzw. am Gaumen hängen. Es ist ein Bier, welches sehr von seiner Säure lebt, dadurch, aber auch sehr erfrischend wirkt. Es bleibt auch im weiteren Trinkverluf ein säuerlich angehauchtes Bier, wenngleich es gewisse süßliche Anfüge hat und einen Körper der dennoch schmackhaft wirkt.

Zum Fazit: Ein wirklich sehr spanendes Bier und etwas neues, das nicht zwingend wie die typische Geuze schmeckt, sondern noch andere Nuancen mit ins Spiel bringt. ich gebe dem Bier daher eine Wertung von vollen 5 Sternen, da es sich um etwas wirklich außergewöhnliches handelt.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Craftwerk Holy Crowl

Im heutigen Test habe ich zum Wochenabschluss ein Bier von Craftwerk, der Craftbeersparte der Bitburger Gruppe. Mit dem Holy Crowl habe ich dabei ein Triple Bier, das an seine belgischen Vorbilder angelehnt ist. Nun bin ich gespannt was ein tripple made in Germany so hermacht. Alkoholtechnisch liegt es mit 9% Alkoholgehalt auf jeden Fall im Bereich der belgischen Vertreter.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Der Schaum ist überschaubar.

Zum Geruch: Ein fruchtig brotiges Bier mit einer Note nach Wildhonig und etwas Kräuter. Dazu kommt Dörrobst.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck kommt diese Noten nach Dörrobst sehr gut durch, Die sich im Abgang mit bitteren Noten paaren und dann auch noch die Noten von Wildhonig dazukommen. Im weiteren Trinkverlauf ist es ein Mix aus den Dörrobstnoten und den bitteren Noten des Hopfens und Getreidenoten es wirkt aber nicht so gut abgestimmt und für ein Tripel fehlt mir auch die Kohlensäure .

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen. Es kratzt an den 4 aber hier und da fehlt einfach ein kleines Stückchen zu einer noch höheren Wertung.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Abbaye de Vauclair Imperiale

Von der Marke Abbaye de Vauclair habe ich vor einiger Zeit schon einmal berichtet. Seit einiger Zeit ist ein Bier dieser Marke auch hin und wieder beim Discounter Lidl im Aktionssortiment zu finden. Verpackt in der edlen 0,75 Liter Flasche werde ich mich heute eben diesem Vauclair Imperiale widmen. Gebraut wird das Ganze bei der französischen Brasserei Saint Omer, die dieses und andere Biere in anlehnung an die gleichnamige ehemalige Abtei im Nordosten Frankreichs brauen. Stilistisch ist das Bier an die belgischen Bierstile angelehnt und geht vermutlich in Richtung eines Blond/Triples. Der Alkoholgehalt liegt bei 7,5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat kräutrige Aromen und Noten die an Orange und Mandarine erinnern.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein durchaus süßliches Bier mit Noten von Honig und Kräutern, welches im Abgang aber dann ein wenig bitter/alkoholisch wird. Im Nachgang bleiben sehr süßliche Noten am Gaumen hängen, die zum einen sehr harmonisch sind, zum anderen aber doch irgendwie stören. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier, welches im Antrunk kurz fruchtig ist, aber dennoch im Abgang viel zu abrupt bitter wird. Es ist viel zu unabgestimmt.

Zum Fazit: Es ist einmal etwas anderes und für den Preis sicherlich akzeptabel. Gegenüber vergleichbaren Biere, hauptsächlich aus Belgien schmiert es aber schon ab. Es ist einfach ein wenig unausgewogen. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen.