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Heidelberger 1603 Premium Pils

Mein nächster Biertest geht nach Heidelberg zur heidelberger Privatbrauerei, die unlängst von der benachbarten Weldebrauerei aus Plankstadt übernommen wurde, welche den Betrieb am bisherigen Standort aber fortführen will. Aus dem Heidelberger Sortiment verkoste ich heute einen echten Klassiker, nämlich das 1603 Premium Pils, ein Hommage an die Heidelberger Bierordnung, welche durch Kurfürst Friedrich IV verkündet wurde. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein sehr hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein doch recht herbes Bier. Es hat aber auch etwas keksiges dazu.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier, das ein sehr würziges, hopfiges Aroma hergibt. Es hat etwas sehr uriges und hat auch leicht herbe Noten am Gaumen. Leider bleibt der Hopfen nicht nur bei den herben Noten, sondern hat auch etwas metallisches. Der Malzkörper ist schlank, jedoch schmeckt man ihn auch ein bisschen.

Zum Fazit: Ein Pils, das seinen Namen verdient und das durchaus Charakter hat. Leider wirkt der Hopfen manchmal etwas metallisch und man hat einen leicht buttrig säuerlichen Geschmack. Im Großen und Ganzen ist es aber ein gut trinkbares Pils, dem ich eine Wertung von 3 Sternen gebe.

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Weltenburger Pils

Aus dem Hause Weltenburger, der ältesten Klosterbrauerei der Welt, hatte ich schon das ein oder andere Bier. Nun hat es das Pils von der Donauschleife zu mir ins Glas geschafft. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier reicht sehr aromatisch und auch getreidig mit leicht floralen Tönen.

Zum Geschmack. Im ersten Eindruck ist es ein Bier, das zunächst leicht getreidig ist, bei dem dann aber im weiteren Trinkverlauf auch immer mehr die hopfigeren Noten durchkommen und es am Gaumen spürbar herber wird. Es ist ein Bier, das im Antrunk und auch im Ab- und Nachgang weitesgehend harmonisch wirkt und auch leicht süßlich, aber mich am Gaumen auch seine Hopfigkeit spüren lässt.

Zum Fazit: Ein hopfig-aromatisches Bier. Die hopfigen Noten gehen ins florale und wirken sehr aromatisch. Der Körper ist schlank und auch das malzige kommt leicht durch. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Palmbräu Unser Bestes

Unser Bestes. Die Palmbräu aus Eppingen scheint einen sehr hohen Anspruch an mein heutiges Testbier zu haben. Um wirklich beurteilen zu können, ob das Beste wirklich auch das beste Bier der Brauerei ist, muss ich aber noch ein paar andere Biere der Brauerei verkosten. Dennoch werde ich nun im folgenden Test beurteilen, ob das Bier überhaupt trinkbar ist, oder ob man schon von vorne herein sagen kann, das dieses Bier nichts trinkbares ist. Stilistisch ist es ein Spezialpils, dem durch Kalthopfung bei der Lagerung noch einmal eine Portion Hopfen hinzugefügt wurde. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat kein Schaum der dauerhaft besteht.

Zum Geruch: Ein hopfig frisches, leicht getreidiges Aroma.

Zum Geschmack: Es ist im ersten Eindruck ein doch eher gewöhnungsbedürftiges Pils, das sehr harziges Hopfennoten hat, die eine irgendwie nicht zu definierenden Beigeschmack haben. Es ist herb harzig. Es wirkt aber nicht so ganz stimmig. Es hat einen getreidig herben Mix am Gaumen, der aber irgendwie nicht zusammenpasst. Es ist überhaupt nicht bitter, was wohl an der Kalthopfung liegt. Der Hopfen versucht aromatisch zu sein, wirkt aber leider etwas künstlich.

Zum Fazit: Das Bier hat einen interessanten Ansatz. Leider wird dieser nur mittelmäßig umgesetzt. Die Kalthopfung versucht einen aromatisch, leicht fruchtigen Geschmack darzustellen, aber mir wirkt das ganze etwas zu künstlich. So reicht es leider nur für 3 Sterne. Ob es das Beste ist, das würde ich hier aber stark bezweifeln.

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Tölzer Mühlfeldbräu Pils

Die Tölzer Mühlfeldbräu ist eine noch vergleichweise junge Brauerei. Gegründet wurde sie im Jahre 2008 als Gasthausbrauerei. Nachdem im Jahre 2001 mit der Schließung der Grünerbrauerei die Tölzer Biergeschichte vorerst zu Ende ging, erfolgte mit der Gründung der Mühlfeldbräu ein Wiederaufleben der jahrhudertalten Brautradition der Stadt. Zeitweise war man nach München der zweitgrößte Braustandort in Altbayern und so existierten auf dem Höhepunkt bis zu 22 Braustätten gleichzeitig. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, leicht trübes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hopfiger Geruch mit leicht floralen Noten hat man in der Nase. Es zeigt sich ein leichter Plätzchengeruch. Dazu kommen ganz feine Zitrusnoten die in der Nase am dominantesten sind.

Zum Geschmack: Es ist ein sehr frisches und hopfiges Pils. Im Abgang ist es leicht herb und die bittere Noten breiten sich auch im Nachgang im Mundraum aus. Die Bittere ist dabei nicht unangenehm oder eindimensional, sondern angenehm bitter mit schönen floralen Noten. Teilweise sind diese auch schön grasig.

Zum Fazit. Ein gutes, sehr angenehmes Pils. Die Hopfennoten haben eine gute Bittere und sind auch leicht floral. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Dortmunder Kronen Pilsner

Zum Championsleaguefinale heute Abend zwischen Real Madrid und dem BVB aus Dortmund gibt es in meinem heutigen Test natürlich ein Bier aus der einstigen Bierhauptstadt der Welt. Denn zwischenzeitlich gab es über 70 Brauerien in der Stadt und auch die Industrielle Großproduktion des Gersensafts erreichte in Dortmund im 21. Jahrhundert ihren Höhepunkt. Von den einstigen Großbrauereien der 60er Jahre ist in Folge eines Konzentrationsprozesses aber nur noch die Aktienbrauerei (DAB) übrig geblieben, in der heute alle bekannten Dortmunder Marken gebraut werden. Die Aktienbrauerei selbst ist auch nur noch Teil der Radeberger Gruppe, nachdem sie in Folge von finanziellen Schwierigkeiten von der Frankfurter Binding Brauerei übernommen worden war. Das Export, war jene Biersorte, die den Bierstandort Dortmund groß gemacht hat, jedoch hat im Zuge des Siegeszugs des Pilsbieres ab den 1960er Jahren auch diese Sorte bei den Dortmunder Brauereien Einzug erhalten. Da ich leider schon alle Exportbiere die es von Dortmunder Marken gibt verkostet habe, muss ich mich heute mit einem Pilsbier begnügen. Es wird hierbei jenes von der ehemaligen Kronenbrauerei sein, das auf einen Alkoholgehalt von 4,8% kommt.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein leicht hopfiges, keksiges Aroma habe ich in der Nase. Das brotige finde ich überwiegt hier sogar.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier mit einer hopfigen Note im Abgang, die aber irgendwie eine komischen Beigeschmack hat. Ich empfinde ihn gerade als etwas pappig. Es ist etwas leicht herb am Gaumen. Insgesamt ist es aber getreidg mit pappigen Noten und nur ganz leichten Hopfeneinflüssen. Der Körper ist schlank.

Zum Fazit. Nein dieses Pils ist absolut nichts für meinen Gaumen. In Dortmund sollte man sich wohl eher auf das Export konzentrieren. Man kann nur hoffen das der BVB es heute Abend besser macht als dieses Pils. Es ist gerade noch so trinkbar, da das pappige zum Glück nur ab und an anklingt. Auch der Hopfen könnte durchaus eine tragendere Rolle spiele. So gebe ich hier mit Wohlwollen gerade noch so 2 Sterne.

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Haller Löwenbräu Limes Pilsner

Der Limes war die Außengrenze des römischen Reichs um sich vor Überfällen der sogenannten Barbaren, wie die Römer die Germanen bezeichneten, zu schützen. Dabei verlief dieser Grenzwall nicht nur durch Deutschland sondern auch andere Teile Europas. Auch in der Nähe von Schwäbisch Hall verlief der von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhobene Grenzwall und so nahm sich die in Hall ansässige Löwenbräu diesen Umstand zum Anlass, ein Bier namens Limes Pilsner zu produzieren. Der Alkoholgehalt dieses Bieres liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Der Geruch ist hopfig aromatische in der Nase.

Zum Geschmack: Ein in den vor allem auch in den Backen sehr hopfiges Erlebnis mit gewissen mineralischen Noten ist dieses Bier. Der Hopfen kommt auf jeden Fall durch, hält sich jedoch in so weit bedeckt, als dass er nicht zu bitter wirkt. Er zeigt sich hier aromatisch und harmonisch mit leicht floraler Note im Abgang. Es ist daher ein eher aromatisches und doch auch schlankes Pils.

Zum Fazit: Dieses Pils ist sicherlich nicht so knackig oder herb, aber dafür aromatisch und schlank für alle die eher einen dezenten Pilsgenuss suchen. Mich hat das Bier dennoch überzeugt, da ich grundsätzlich auch aromatischere Pilsbiere bevorzuge. Ich gebe eine Wertung von 4 Sternen für das Limes Pilsner

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Bellheimer Lord Pils

Der Bellheimer Lord ist seit jeher das Markenzeichen der im Ort ansässigen Brauerei. Doch der Lord ist nicht nur auf dem Etikett zu finden, sondern auch als lebendiges Maskottchen. Auf Initiative der Bellheimer Bürger und Vereine wird jedes Jahr zum Kerwaauftakt im Oktober ein neuer Lord erkoren, dem die ehrenvolle Aufgabe zu Teil wird, die Stadt und ihr Bier zu repräsentieren. 20 Bellheimer Lords gab es inzwischen, seit dem Anfang des Jahrtausends dieser Titel zum ersten Mal vergeben wurde. Nun aber zum eigentlichen Highlight dieses Beitrages, nämlich dem Lord Pils, ohne das es dieses ganze Prozedere überhaupt nicht gäbe. Der Alkoholgehalt dieses Bieres liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Geruchstechnisch habe ich hier ein eher neutrales bier in der Nase, das nach nicht so viel riecht.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einer leicht herben Note und einem ansonsten recht süßlichen Bouquet. Die bittere Note ist stets im Geschmack vorhanden und ich empfinde diesen im Nachgang durchaus als angenehm. Es ist aber auch was ein Pils angeht einfach nch nicht bitter genug, so fair muss man schon sein. Der Bitterhopfen kommt bisweilen durch aber nicht besonders überzeugend, vor gegen Ende wirkt das Bier nicht mehr ganz so rund und auch etwas metallisch.

Zum Fazit. Ich gebe dem Bier eine Wertung von nur 2 Sternen. Der Hopfen ist zwar bisweilen sogar überzuegend, aber insgesamt finde ich es für ein Pils doch eher lasch. Zudem ist es im weiteren Trinkverlauf nicht mehr so angenehm wie zu Beginn.

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Lehner Pilsner

Das Pilsner von der Lehner brauerei aus der Zollern Alb Region ist das nächste, das auf meiner Agenda steht. Es hat einen Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Der Schaum ist recht schnell verflogen.

Zum Geruch: Es riecht sehr getreidig, aber auch mit einer deutlichen Hopfennote in der Nase. Diese hat eine leichte, etwas obstige Note.

Zum Geschmack: Es ist sehr getreidig mild mit aber einer bitter hopfigen Note im Abgang. Es ist ein Bier, bei dem ab und an der Hopfen durchkommt, jedoch eher in Form von einer mit der Kohlensäure in Kombination tretenden, betäubenden Kombination. Es hat aber einen leicht blumigen Nachgeschmack.

Zum Fazit: Ein ganz nettes, aber auch mildes Pils. Der Hopfen könnte mehr durchkommen und die Kohlensäure moderater sein. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen.

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Gambrinus 10

Gambrinus soll der Name eines legendären böhmischen Königs gewesen sein, der im Volksmund gemeinhin als Erfinder des Bierbrauens gilt. Dementsprechend wird er von vielen Bierfreunden und vor allem in Tschechien regelrecht verehrt. Sein konterfei ziert viele Flaschen und Brauereilogos und so manche Marke verwendet gleich den Namen des guten alten Biermonarchen. So auch die Pilsener Brauerei, die einen Teil ihrer Biere unter dem Namen Gambrinus vertreibt. Die Brauerei, die sich auch für das Pilsner Urquell verantwortlich zeigt verkauft den Gambrinus tatsächlich, vor allem in Tschechien, deutlich häufiger, als das berühmte erste Pils der Welt. Das Gambrinus Original 10 ist das Bier das nun heute auf meinem Testbericht steht und hat einen Alkoholgehalt von schlanken 4,3%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein eher nichtssagender, leicht grasiger Geruch. Dazu kommt etwas getreidiges und irgendwie auch etwas pappiges.

Zum Geschmack: Ein hopfig getreidiger Geschmack. Vor allem im Abgang kommt dann leicht der Hopfen durch. Auch im weiteren Trinkverlauf ein Bier mit einem doch sehr frischen, leicht getreidgen Geschmack. Es ist nicht wirklich herb und wirkt doch eher süßlich. Insgesamt ist es aber sehr gefällig und ein wenig nichtssagend.

Zum Fazit: Nicht spektakuläres, aber in seiner Preiskategorie deutlich eines der besseren Tschechischen Biere. Für mich ist es trinkbar, ein wenig nichtssagend aber hat sich solide 3 Sterne verdient.

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Darmstädter Pilsner

Die Darmstädter Privatbrauerei vertrieb ihre Biere früher ausschließlich unter dem Namen Darmstädter. Nach einer längeren Testphase stellte die Brauerei aber ihr Sortiment auf den Markennamen Bräustübl um, da der Name bei den Kunden besser ankam und die Bräustübl Biere sich besser als jene verkauften, die unter dem Namen Darmstädter liefen. Von den alten Bieren blieb lediglich das Darmstädter Pilsner erhalten, welches ich nun auch in meinem Test habe. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen recht ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hopfiger, leicht blumiger aber auch metallischer Geruch.

Zum Geschmack: Ein leicht herbes Bier mit einem gewissen kalkigen Geschmack. Im Abgang prickelt es ein wenig und wird dann doch ordentlich hopfig und herb. Im Nachgang bleibt dieses leicht karamellig-getridge eher bestehen als irgend etwas vom Hopfen der nur ganz leicht noch im Gedächtnis bleibt. Man spürt insgesamt aber schon, das es ich um ein Pils handelt. Im Abgang komme ein leichter hopfiger Geschmack ab und an durch.

Zum Fazit: Ein solides, aber keineswegs überragendes Pils. Man schmeckt den Hopfen, er ist mir aber etwas zu dezent. Dennoch gut trinkbar ohne komisch zu schmecken. Das gibt von mir 3 Sterne.