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Neumarkt Original Pils

Warum nennt sich ein Bier aus Rumänien nach einer Stadt in der Oberpfalz? Liegt es daran, dass es in Neumarkt immer noch 3 Brauereien gibt? Oder klingt der Name einfach nur schön? Jedenfalls wird es im folgen Biertest das Neumarkt Orignal Pils aus Rumänien geben. Nun Neumarkt gibt es nicht nur in der Oberpfalz. Auch die Stadt Targu Mures in Siebenbürgen heißt auf Deutsch Neumarkt am Mieresch. Dort wird das Bier auch von der Bere Mures gebraut, die seit dem Jahre 2008 zum Heineken Konzern gehört. Nachdem nun geklärt ist, warum ein rumänisches Bier Neumarkt heißt, möchte ich nun ohne großen Umweg direkt zum Biertest übergehen. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,2%. Abschließend geht noch ein Dank an meinen treuen Bierspender, der mir dieses Bier mitgebracht hat.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier mit ordentlicher weißer Schaumkrone.

Zum Geruch: Ein etwas hopfiger, sonst nur sehr zurückhaltender Geruch.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das hier eher nichtssagend rüberkommt Im Abgang hat es aber eine etwas komische Hopfenherbe. Der Körper ist recht schlank, aber hat einen komischen Nachgang der irgendwie ein bisschen teigig wirkt und schwer zu beschreiben ist. Dazu wirkt das Ganze unrund, ist viel zu herb und schmeckt auch irgendwie künstlich.

Zum Fazit: Auch in Rumänien hat das Bier nicht gerade den Ruf eines Premiumprodukts, zumal es hauptsächlich in 1 Liter Plastikflaschen verkauft wird. Der Abgang ist sehr herb, aber die Hopfenherbe wirkt irgendwie künstlich und nicht so recht passend. Nein mir gefällt dieses Bier überhaupt nicht und es reicht hier dann folgerichtig auch nur für 1 Stern.

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Potts Pilsener

Ins Münsterland führt mich mein nächster Biertest. Die dortige Potts Brauerei braut ihre Münsterländer Originale schon seit dem Jahre 1769. Das Pilsener ist definitiv einer der Klassiker im Sortiment und kommt in einer netten kleinen Bügelflasche daher. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen schnell verschwindenden Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht teigiges Aroma, ansonsten riecht man nicht viel.

Zum Geschmack: Ich habe im ersten Eindruck ein Bier mit einem komisch keksigen Eindruck der so überhaupt nicht passen will. Er wirkt irgend auch buttrig oder klebrig. Die Hopfenherbe kommt erst im Abgang leicht dazu aber auch nur sehr marginal. Es ist ein im Körper schlankes Bier, dem aber so etwas der Geschmack abgeht. Dennoch hat es hat eine eigenen Charakter, wirkt aber eher etwas alt und vor allem fehlt ihm auch die Kohlensaure. Der Hopfen kommt am Gaumen nur marginal durch.

Zum Fazit: Nein dieses Bier war nichts. Der Hopfen kommt nur ganz marginal durch und beim ersten Schluck hätte ich mich fast erschrocken zwecks dieses komischen Fehlaromas. Dies bessert sich zwar, macht den Gesamteindruck jedoch auch nicht besser. Hierfür kann ich leider nur 1 Stern vergeben.

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Tölzer Mühlfeldbräu Pils

Die Tölzer Mühlfeldbräu ist eine noch vergleichweise junge Brauerei. Gegründet wurde sie im Jahre 2008 als Gasthausbrauerei. Nachdem im Jahre 2001 mit der Schließung der Grünerbrauerei die Tölzer Biergeschichte vorerst zu Ende ging, erfolgte mit der Gründung der Mühlfeldbräu ein Wiederaufleben der jahrhudertalten Brautradition der Stadt. Zeitweise war man nach München der zweitgrößte Braustandort in Altbayern und so existierten auf dem Höhepunkt bis zu 22 Braustätten gleichzeitig. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, leicht trübes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hopfiger Geruch mit leicht floralen Noten hat man in der Nase. Es zeigt sich ein leichter Plätzchengeruch. Dazu kommen ganz feine Zitrusnoten die in der Nase am dominantesten sind.

Zum Geschmack: Es ist ein sehr frisches und hopfiges Pils. Im Abgang ist es leicht herb und die bittere Noten breiten sich auch im Nachgang im Mundraum aus. Die Bittere ist dabei nicht unangenehm oder eindimensional, sondern angenehm bitter mit schönen floralen Noten. Teilweise sind diese auch schön grasig.

Zum Fazit. Ein gutes, sehr angenehmes Pils. Die Hopfennoten haben eine gute Bittere und sind auch leicht floral. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Scherdel Premium Pilsner

Das Premium Pilsner der Hofer Brauerei Scherdel ist eines der Flagschiffe im Sortiment der Franken. Alkoholtechnisch liegt das Bier bei 4,9%.

Zur Optik: Ein goldenes, kar filtriertes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ich habe ein getreidig süßliches Aroma mit gewissen hopfig floralen Noten.

Zum Geschmack. Im ersten Eindruck ist es vor allen im Abgang doch relativ herb. Im Nachgang ist es aber leicht estrig, etwas säuerlich und süßlichdas und teilt sich den Heschmack mit den hopfig herben Noten. Im weiteren Trinkverlauf wird es noch sehr viel süßlicher und nicht besonders bekömmlich., Auch im weitere Trinkverlauf ist es nur süßlich und überhaupt nicht herb. Die Kohlensäure fehlt ohnehin.

Zum Fazit: Ein Bier der Kategorie Biere die die Welt nicht braucht. Es bietet absolut nichts, was für einen angenehmen Biergenuss ursächlich wäre. Es ist viel zu süß und herb wenn überhaupt dann nur in den ersten 1-2 Schlücken. Leider enttäuscht mich die Brauerei hier erneut und so gibt es von mir auch nur 1 Stern.

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Flensburger Pilsener

Das Flens ist nicht nur durch sein Plopp beim Öffnen der Bügelflsche ein absolutes Kultbier. Auch durch die Charaktere der Werner Filme, deren Lieblingsbier Bölkstoff an den Kultbügel aus dem Norden angelehnt ist, hat das Bier Deutschlandweit Liebhaber gefunden. So steht das Bier inzwischen quer durch die Republik in den Getränkemarkten und hat so auch den Weg zu mir ins Glas geschafft. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hopfiges, getreidiges Aroma mit keksiger Nuance.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einer ordentlich hopfigen Note, jedoch ist es im Abgang auch ein wenig holzig und getredig, fast schon etwas zu sehr wie ich finde. Es ist etwas komisch bitter im Abgang und das passt wie ich finde irgendwie gar nicht so Richtung zum Gesamteindruck des Bieres, der sehr positiv ist. Klar hervorzuheben ist, das auch gegen Ende noch ordentlich vom Hopfen da ist und das Bier sehr würzig und herb schmeckt. Gegen Ende kann es aber sein wenn man das Bier nicht schnell genug trinkt, das einem der Hopfen etwas zu viel wird und letzten 1-2 Schlucke kein wirklicher Genuss mehr sind.

Zum Fazit: Es ist das herbe Bier, das ich erwartet habe. Der Hopfen ist aber gerade gegen Ende etwas zu eindimensional und der Nachgang schmeckt irgendwie etwas komisch. Es wirkt nicht mehr ganz so frisch, aber das Bier stand bei mir auch lange im Kühlschrank. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen, eventuell sollte ich hier aber noch einmal einen Nachtest mit einem frisch gekauften Exemplar vornehmen. Vielleich sind dann die etwas unpassenden Bitternoten im Abgang verschwunden.

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Dortmunder Kronen Pilsner

Zum Championsleaguefinale heute Abend zwischen Real Madrid und dem BVB aus Dortmund gibt es in meinem heutigen Test natürlich ein Bier aus der einstigen Bierhauptstadt der Welt. Denn zwischenzeitlich gab es über 70 Brauerien in der Stadt und auch die Industrielle Großproduktion des Gersensafts erreichte in Dortmund im 21. Jahrhundert ihren Höhepunkt. Von den einstigen Großbrauereien der 60er Jahre ist in Folge eines Konzentrationsprozesses aber nur noch die Aktienbrauerei (DAB) übrig geblieben, in der heute alle bekannten Dortmunder Marken gebraut werden. Die Aktienbrauerei selbst ist auch nur noch Teil der Radeberger Gruppe, nachdem sie in Folge von finanziellen Schwierigkeiten von der Frankfurter Binding Brauerei übernommen worden war. Das Export, war jene Biersorte, die den Bierstandort Dortmund groß gemacht hat, jedoch hat im Zuge des Siegeszugs des Pilsbieres ab den 1960er Jahren auch diese Sorte bei den Dortmunder Brauereien Einzug erhalten. Da ich leider schon alle Exportbiere die es von Dortmunder Marken gibt verkostet habe, muss ich mich heute mit einem Pilsbier begnügen. Es wird hierbei jenes von der ehemaligen Kronenbrauerei sein, das auf einen Alkoholgehalt von 4,8% kommt.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein leicht hopfiges, keksiges Aroma habe ich in der Nase. Das brotige finde ich überwiegt hier sogar.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier mit einer hopfigen Note im Abgang, die aber irgendwie eine komischen Beigeschmack hat. Ich empfinde ihn gerade als etwas pappig. Es ist etwas leicht herb am Gaumen. Insgesamt ist es aber getreidg mit pappigen Noten und nur ganz leichten Hopfeneinflüssen. Der Körper ist schlank.

Zum Fazit. Nein dieses Pils ist absolut nichts für meinen Gaumen. In Dortmund sollte man sich wohl eher auf das Export konzentrieren. Man kann nur hoffen das der BVB es heute Abend besser macht als dieses Pils. Es ist gerade noch so trinkbar, da das pappige zum Glück nur ab und an anklingt. Auch der Hopfen könnte durchaus eine tragendere Rolle spiele. So gebe ich hier mit Wohlwollen gerade noch so 2 Sterne.

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Kronburger Pils

Nach Kronburg ins Unterallgäu führt mich mein nächster Biertest. Von der dort ansässigen Brauerei hatte ich bisher noch kein Bier im Test. Diese Lücke werde ich aber mit meinem folgenden Beitrag schließen. Die Geschichte der Brauerei und des angeschlossenen Gasthofes reicht zurück bis ins Jahre 1576, als sie zu ersten Mal erwähnt wird. Seit 1891 ist die Brauerei in Besitz der Familie Schweighart, die sich noch heute für den Betrieb verantwortlich zeigt. Aus dem kleinen aber feinen Sortiment möchte ich heute das Kronburger Pils verkosten, das auf einen Alkoholgehalt von 4,8% kommt.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein leicht blumiges Hopfenaroma.

Zum Geschmack: im ersten Eindruck habe ich ein Bier mit dezent bitteren Hopfenaromatik. Auch eine leichte Malzsüße kommt im Nachgang noch zum tragen. Der Körper ist schlank, es ist jedoch nicht so blumig, hat dafür aber eine gute Hopfenkante die auch etwas herbes und würziges mit ins Bier bringt.

Zum Fazit: Ein gutes Pils mit schöner Hopfenaromatik. Für einen süddeutschen Vertreter bringt es durchaus auch ordentlich herbe Noten mit. Dazu das Mundgefühl schön floral. Die einzelnen Komponenten sind gut abgestimmt und es wirkt sehr frisch. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Nordbräu Privat Pilsener

Neuer Tag, neuer Biertest. Heute geht es nach Ingolstadt, der Stadt des Reinheitsgebots. Zwei noch aktive Brauereien gibt es in der Festungsstadt an der Donau noch und von einer, der Nordbräu kommt mein heutiges Testbier. Dabei gibt es nicht ein Weißbier oder Helles, sondern für Bayern eher untypisch ein Pils. Das Privat Pilsener kommt auf einen Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht hopfiges, pilsig herbes Bier mit schönem Hopfenaroma.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit schöner Hopfennoten, die aber eher dezent sind. Auch süße Malznoten hat man im Bier Der Malzkörper ist schlank und die Kohlensäure gut dosiert, sodass das Beier sehr bekömmlich ist. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein gut trinkbares und geschmacklich eher mildes Bier, dem noch etwas an Hopfenherbe noch guttun würde.

Zum Fazit: Ein solides Bier das gut prickelt. Für ein Pils ist es mir aber zu mild und es fehlt etwas an Hopfenherbe, oder allgemein etwas die Präsenz des Hopfens. So reicht es für mich für 3 Sterne.

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Karmeliter Edel Pils

Die Situation von kleinen Brauereien hat sich nicht erst seit Corona und der Energiekrise zugespitzt. Auch vorher schon hatten kleine Brauereien im Preiskampf mit den Branchengiganten oft das Nachsehen. Dies führt leider immer wieder dazu, das Betriebe schließen und vom Markt verschwinden. Auch in meinem Blog passiert das öfters und so finden sich in meinem Archiv Notizen, bei denen bereits vor der Veröffentlichung absehbar ist, das es das Bier nicht mehr geben wird oder die Brauerei nicht mehr existiert. Dennoch möchte ich euch diese Notizen nicht vorenthalten und werde sie trotzdem veröffentlichen. Denn wer weis, ob eines dieser Biere nicht doch irgendwann wider am Markt erhältlich sein wird.

Ein solcher Fall ist auch mein nächster Biertest. Es handelt sich um das Pils der Karmeliterbrauerei aus Salz in Unterfranken. Deren Besitzer hat angekündigt, die Brauerei Ende Juni zu schließen, da er sich zur Ruhe setzten möchte und keinen Nachfolger für den Betrieb fand. Gleichzeitig hat er aber angekündigt, dass es Interessenten gebe, die die Marke Karmeliter weiterführen möchten, also besteht die Hoffnung, dass zumindest das Bier erhalten bleibt. Mit einer bis ins Jahre 1348 zurückreichenden Geschichte, als ehemalige Klosterbrauerei, ist es natürlich um so schmerzhafter, dass eine der ältesten Brauereien überhaupt ihr Ende findet. Darum möchte ich nun ein Bier der Brauerei vorstellen und zwar das Edel Pils mit einem Alkoholgehalt von 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat ein hopfig fruchtiges Aroma mit leichten Zitrusnoten.

Zum Geschmack: Man hat ein recht uriges, hopfig aromatisches Pilsbier mit einer guten Fruchtaromatik am Gaumen. Im Nachgang ist es dann durchaus auch herb. Das Bier hat einen schlanken Körper, und ist auch im weiteren Trinkverauf noch sehr lebendig. Positiv ist vor allem auch der leichte Zitrusgeschmack der mitschwingt und sich aromatisch im Mund ausbreitet.

Zum Fazit: Ein gutes Pils, bei dem mir vor allem die Fruchtaromatik mit Zitrusnote sehr gefällt. Es ist hopfig bitter, aber nicht so, dass es nur herb wäre oder die bittere unangenehm eindimensional auffällt. So gebe ich dem Bier 4 Sterne und hoffe, das es auch weiterhin noch erhältlich sein wird.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Ulmer Pilsner

Um Verwechslungen mit der gleichnamigen Stadt an der Donau und der dort ansässigen Brauerei Gold Ochsen auszuschließen, hat man sich in der Ortenau bei der Brauerei Bauhöfer dazu entschlossen, die Biere künftig unter dem Familienamen der Eigentümer Bauhöfer zu vermarkten. Daher ist meine Flasche des heutigen Testbieres mit dem Label Ulmer Pilsner nicht mehr up to date. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein pilsig frischer Hopfengeruch mit gewissen fruchtig Nuancen.

Zum Geschmack: Auch hier zeigt sich ein herb frisches Aroma, welches das Bier bietet. Man hat zwar im Mundgefühl süßliche Malzaromen, die sich auch in den Ab- und vor allem den Nachgnag durchziehen, dennoch hat man imemr wieder leicht pilsige noten mit herb-bitterer Hopenaromatik. Bemerkenswert ist ein wirklich  sehr schönes, teils fruchtiges Mundgefühl, was mir dieses Bier hier vermittelt.

Zum Fazit: Ein vorzügliches Pils mit fruchtig frischem Aroma. Dem geneigten Pilstrinker könnte es vermutlich noch eine Spur mehr Hopfen vertragen. So bekommt es von mir eine Wertung von 4 Sternen.