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Berliner Berg Bantam Pils

Der Craft-Beer Markt hatte in de letzten Jahren einen großen Umbruch zu bewältigen, da die anfängliche Euphorie um IPA und Co., doch sehr nachgelassen hat. Im Gegensatz zu den USA und anderen Ländern, konnte die Craft-Beer Bewegung in Deutschland nicht so recht Fuß fassen und viele neu gegründete Brauereien sind schon wieder vom Markt verschwunden. In Berlin jedoch, konnte sich die Szene etablieren und viele der dort entstanden Brauereien am Markt behaupten. So auch die Berliner Berg Brauerei, von der mein heutiges Testbier, das Pils stammt. Einge der neuen Craft-Beer Brauereien haben darüber hinaus inzwischen erkannt, das sie nur mit Pale Ale und Co. am Markt schwer überleben können und die Deutschen nach wie vor eher Lust auf Pils, Lager und Co. haben. Daher haben einige nun auch diese Biersorten im Programm, wenn auch teilweise etwas anders interpretiert. Das Bantam Pils der Berliner Berg Brauerei ist so ein Bier, denn es ist etwas leichter als übliche Pilsbiere und hat einen Alkoholgehalt von nur 4%.

Zur Optik: Ich habe ein naturtrübes, helloragenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier hat ein blumiges, fruchtiges Aroma.

Zum Geschmack: Es ist hopfig prickelnd im Antrunk, während es dann im weiteren Trinkverlauf ein wenig hopfiger wird. Die Hopfenbittere ist aber angenehm gestaltet. Es ist sehr angenehm leicht im Köprer, aber irgendwie finde ich es auch ein wenig pappig im Mundgefühl. Das klingt jedoch nur sehr leicht an und beeinflusst den Geschmack nicht wirklich. Auch gegen Ende hat man ein gutes Pils mit einem blumig fruchtigen Hopfenaroma das nicht zu bitter schmeckt und schön frisch-aromatisch daherkommt.

Zum Fazit: Das Bier wirkt auf mich sehr erfrischend mit schönem fruchtig-blumigen Hopfenaroma. Der Körper ist leicht, aber das ist bei einem Pils auch in Ordnung. Lediglich, das etwas pappige Mundgefühl stört ein wenig. Ich gebe hierfür 4 Sterne.

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Bakalar Svetla Destika

Der nächste Biertest stammt von der Brauerei Rakovnik, die in der gleichnamigen tschechischen Stadt ihren Sitz hat. Die Geschichte der Brauerei reicht zurück bis ins Jahre 1454, als der böhmische König Ladislav der Stadt das Braurecht verleiht. Daraufhin entstehen viele kleine Brauereien in der Stadt, die über Jahrhunderte die Braukultur der Stadt prägen. Im Zuge der Industrialisierung entschließt sich die Stadt zur Gründung einer größeren Stadtbrauerei im Jahre 1867. Nach einigen turbulenten Phasen über die Zeit des Kommunismus bis hin zur unübersichtlichen Lage nach dem Fall des kalten Vorhangs mit vielen Besitzerwechseln, ist die Brauerei heute eine Aktiengesellschaft. Zwischenzeitlich war die Brauerei sogar einige Jahre geschlossen und die Zukunft schien sehr ungewiss. Trotz dieser turbulenten Zeiten hat es die Brauerei geschafft, unabhängig von größeren Braukonzernen zu agieren und ist heute eine der wenigen tschechischen Grooßbrauereien, die sich nicht in der Hand eines internationalen Konzerns befindet. Die Mehrheit der Aktien befindet sich heute im Besitz eines großen tschechischen Bierhändlers.

Die Biere der Brauerei werden größtenteils unter der Marke Bakalar verkauft und es gibt ein doch sehr großes Sortiment an unterschiedlichen Bierspezialitäten. Von dieser Marke verkoste ich heute das Svetla Destika, welches ein untergäriges Lagerbier ist, das auf einen Alkoholgehalt von 4% kommt und somit etwas leichter als das klassische Lager der Brauerei ist.

Zur Optik: Es ist ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier, welches von einem ganz ordentlichen weißen Schaum gekrönt wird.

Zum Geruch: Ich habe ein getreidig brotiges Aroma, das mit gewissen Hofennoten ausgezeichnet ist.

Zum Geschmack: Der erste Schluck ist getreidig mit einer etwas süßlichen Note im Abgang. Das Bier ist eher leicht im Körper und die Kohlensäure prickelt ein wenig am Gaumen. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es vor allem ein sehr leichtes Bier, ohne das es geschmacklich groß auffällt. Hier und da zeigt es einen kernig brotigen Geschmack in den Backen, der eher ins süßliche geht und dann auch sogar in die Honigrichtung. Gegen Ende wird es dann am Gaumen auch eine deutliche Spur herber.

Zum Fazit: Ein ganz solides Bier, das jedoch auch aufgrund des geringen Alkoholgehalts, sehr leicht ist und dann und wann ein wenig langweilig. Ich vergebe hierfür 3 Sterne.

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Apoldaer Glockenpils

Für den nächsten Biertest rücke ich noch etwas weiter gen Osten und Lande im Thüringischen Apolda und verkoste Das Glockenpils der dort ansässigen Brauerei. Die Stadt in Mittelthüringen ist bekannt für ihre Tradition im Glockengießen, was den ungewöhnlichen Namen des Bieres erklärt. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat keinen besonders erwähnenswerten weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein nur ganz leicht hopfiges, ansonsten sehr nichtssagendes Bier.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, welches nur ganz leicht bitter im Abgang ist und doch sehr sehr sprudelt. Ich finde, das es ein Bier ist, das durchaus herb am Gaumen ist und der Hopfen einigermaßen harmonisch zum Körper passt. Der Hopfen verhält sich aber sehr mild und ist nicht besonders herb oder bitter. Im Abgang hat man sogar eine gewisse Malzsüße.

Zum Fazit: Ein sehr druchschnittliches Bier, das man zwar gut trinken kann, das aber nicht besonders bitter ist. Der Hopfen ist für ein Pils doch sehr zurückhaltend und ich vergebe daher nur 2 Sterne für dieses Bier.

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Hebendanz Edel Pils

Wer probt der lobt. Das ist der Slogan der Brauerei Hebendanz aus Forchheim, von der ich heute ein Bier verkosten werde. Ob es heute etwas zu loben gibt, möchte ich mit dem folgen Biertest nun herausfinden. Bereits seit 1579 ist die Brauerei in Familienbesitz und wird auch heute weiterhin von der Familie Hebendanz geführt. Ein Klassiker des Sortiments ist das Edel Pils, das auf einen Alkoholgehalt von 5,1%.

Zur Optik: Es ist ein klar filtriertes, goldenes Bier. Dazu hat es einen ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ich habe ein feinhopfiger, grasiger Geruch, der von einer feinen malzigen Note ummantelt wird.

Zum Geschmack: Ich habe hier ein Bier, das im ersten Eindruck eigentlich doch eher auf der malzig, getreidgen Seite verörten würde. Vor allem der Nachgang bleibt mir ein schön malziges Aroma im Mund hängen. Das Bier überzeugt zwar, es will aber so gar nicht nach Pils schmecken. Es hat eine süße, schon fast etwas keksigen Getreidenote. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier mit einem schönen, leicht süßgetreidigen Aroma. Der Hopfen klingt auch leicht an, ist aber im Geschmack nicht so wirklich präsent.

Zum Fazit: Schade, dieses Bier ist wirklich gut, jedoch fehlt für ein Pils eindeutig der Hopfen. So kann ich dem Ganzen leider nur 3 Sterne geben.

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Huppendorfer Pils

Auch am heutigen Tage darf ein Bier aus Franken nicht fehlen. Dieses Mal gibt es ein Bier der Brauerei Grasser aus Huppendorf. Neben dem Vollbier ist das Pils eine der beliebtesten Sorten. Deshalb wird es im folgenden Bietrag vorgestellt. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat keinen besonders erwähnenswerten Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht hopfig süßlich, mit einem leicht zuckrig-gerstigen Aroma.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein doch recht überraschend herbes Bier, bei dem aber auch ganz leicht der Malzkörper durchkommt. Es prickelt sehr stark. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier, des sehr hopfig und auch bitter ist, aber dennoch auch eine gewisse aromatische Nuance an blumigen Noten bereit hält. Im Antrunk ist es kurz süßlich, bleibt aber sobald es den Gaumen passiert hat ein herbaromatisches Pils mit einer sehr schönen Hopfenbittere.

Zum Fazit: Ein wirklich klasse Pils mit schönen herbaromatischen Noten. Das Bier ist knackig bitter, aber nicht herb. Dafür hat der Hopfen eine schöne leicht blumige Note. Das Bier wirkt sehr würzig und auch das Malz kommt leicht durch und unterstützt den Geschmack. Ich vergebe hier die Höchstnote von 5 Sternen. Wirklich lecker.

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Svijanska Destika

Von der tschechischen Brauerei Svijany hatte ich vor langer Zeit schon einmal einen Biertest. Nun folgt ein zweites Bier aus der nordtschechischen Bierfabrik, das ich im folgenden Test vorstellen werde. Es handelt sich hierbei um ein Bier das den Namen  Destika trägt. Das Bier ist ein untergräriges Schankbier und hat wie viele böhmische Biere einen etwas geringeren Alkoholgehalt. Dieser beträgt hier lediglich 4%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes Bier mit hellgoldener Farbe. Es hat keinen besonderen Schaum.

Zum Geruch: Ich habe ein süßlich getreidigen Geruch. Es ist fruchtig mit einer Note von Melone und sehr süßlich, irgendwie vanillin.

Zum Geschmack: Auch im ersten Eindruck ist es süßlich fruchtig mit einem leicht herben Abgang, der gewisse bittere Spuren am Gaumen zurück lässt. Es prickelt im Abgnag ganz ordentlich mit einer guten Portion Hopfen. Dennoch hat das Bier auch eine gewisse Süße, die auch im Nachgang dann durchkommt.

Zum Fazit: Ein recht leichtes Bier, das dennoch eine gute Portion Geschmack mitbringt. Vor allem der Hopfen ist präsent und gut zu schmecken. Er verleiht dem Bier einen recht bitteren Gesamtgeschmack, sodass man hier schon von einem Pils sprechen könnte. Der Saazer Hopfen, der in diesem Bier verwendet wurde stammt im übrigen aus eigenem Anbau. Der Körper ist recht leicht und auch etwas dünn, dennoch ist das Bier nicht wässrig. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Detmolder Herb

Etwas herber als das klassische Detmolder Pils soll mein heutiges Testbier sein. Dies wird laut Brauereiwebsite durch eine extra Portion Hopfen erreicht. Das Bier von dem ich spreche, ist das Herb der Detmolder Brauerei Strate. Ob der Name auch Programm ist, möchte ich mit dem folgenden Biertest nun herausfinden. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier mit ordentlichen stabile Schaum.

Zum Geruch: Es riecht erstaunlich frisch und hopfig in der Nase.

Zum Geschmack: Es ist ein Bier, das sehr aromatisch ist im Geschmack. Die hopfigen Noten haben etwas florales. Ich bin überrascht, das es gar nicht so herb ist wie gedacht. Ich find es fast schon etwas süßlich. In Richtung Abgang versucht sich aber langsam eine gewisse trockene, herbe Noten auszubreiten. Diese kommt aber nur ganz leicht durch. Es ist ein bisschen zu keksig im abgang was nicht so ganz zu den floralen Hopfennoten passt. Dennoch ist der Hopfen absolut präsent. Ich finde ihn hier aber dennoch, das der Hopfen eher aromatisch florale Akzenten setzt, als herb-bittere.

Zum Fazit: Der Hopfen ist hier definitiv präsent, norddeutsche Pilsbiere sind bisweilen aber herber. Dennoch finde ich das Bier gelungen, auch wenn die etwas keksige Malzsüße die bisweilen durchkommt nicht so richtig zu den floralen Hopfennoten des Bieres passt. Insgesamt wirkt das Bier aber sehr aromatisch und erfrischend. Auch die Kohlensäure ist gut dosiert und sorgt für ein prickelnd frisches Trinkerlebnis. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Palmbräu Unser Bestes

Unser Bestes. Die Palmbräu aus Eppingen scheint einen sehr hohen Anspruch an mein heutiges Testbier zu haben. Um wirklich beurteilen zu können, ob das Beste wirklich auch das beste Bier der Brauerei ist, muss ich aber noch ein paar andere Biere der Brauerei verkosten. Dennoch werde ich nun im folgenden Test beurteilen, ob das Bier überhaupt trinkbar ist, oder ob man schon von vorne herein sagen kann, das dieses Bier nichts trinkbares ist. Stilistisch ist es ein Spezialpils, dem durch Kalthopfung bei der Lagerung noch einmal eine Portion Hopfen hinzugefügt wurde. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat kein Schaum der dauerhaft besteht.

Zum Geruch: Ein hopfig frisches, leicht getreidiges Aroma.

Zum Geschmack: Es ist im ersten Eindruck ein doch eher gewöhnungsbedürftiges Pils, das sehr harziges Hopfennoten hat, die eine irgendwie nicht zu definierenden Beigeschmack haben. Es ist herb harzig. Es wirkt aber nicht so ganz stimmig. Es hat einen getreidig herben Mix am Gaumen, der aber irgendwie nicht zusammenpasst. Es ist überhaupt nicht bitter, was wohl an der Kalthopfung liegt. Der Hopfen versucht aromatisch zu sein, wirkt aber leider etwas künstlich.

Zum Fazit: Das Bier hat einen interessanten Ansatz. Leider wird dieser nur mittelmäßig umgesetzt. Die Kalthopfung versucht einen aromatisch, leicht fruchtigen Geschmack darzustellen, aber mir wirkt das ganze etwas zu künstlich. So reicht es leider nur für 3 Sterne. Ob es das Beste ist, das würde ich hier aber stark bezweifeln.

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Mayers Pilsener

Von Mayers Brauwerk aus Ludwigshafen habe ich vor ein paar Monaten das erste mal ein Bier vorgestellt. Nun folgt mit dem Pilsener ein zweites Bier aus den Sudkesseln der Pfälzer. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ich habe ein fruchtig blumiges Aroma mit einer süßlichen Getreidenote. Das hopfig-florale Aroma dominiert aber.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier mit einem leicht hopfigen Abgang. Dieser ist aber insgesamt zunächst dezent gehalten. Es ist im Körper ein sehr schlankes Bier wie ich finde. Es ist nur dezent bitter, vor alle im Nachtrunk hat man dann aber äußerts florale Hopfennoten die lange im Mund bleiben und dieses Bier insgesamt sehr harmonisch wirken lässt.

Zum Fazit: Das Bier ist zwar im vergleich zu anderen Pilsner Bieren nicht so herb. Jedoch ist der Hopfen hier sehr floral mit einem leicht fruchtigen Zitrustouch. Das gefällt mir und so mag ich ein Pils am liebsten. Ich gebe dafür 4 Sterne.

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Blanks Naturtrübes

Von der sehr kleinen schwäbischen Brauerei Blank aus Zwiefaltendorf habe ich heute das naturtrübe Bier im Gepäck. Ich bleibe also heute bei den nicht filtrierten Bieren. Im Gegensatz zum Wertinger Kellerbier handelt es sich beim Bier von Blank aber um ein Bier pilsener Brauart, das auf einen Alkoholgehalt von 5% kommt.

Zur Optik: Ich habe ein naturtrübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hefiger leicht süßlicher Geruch steigt mit in die Nase. Es ist leicht fruchtig würde ich sogar sagen.

Zum Geschmack: Ein herb fruchtiges Aroma. Das Bier ist sehr spritzig, hat aber dennoch leicht fruchtige Noten mit herbem Aroma. Dennoch ist das Bier eher von der Kohlensäure mild, aber nicht zu süß. Das Bier wirkt insgesamt sehr aromatisch. Diese Fruchtigkeit bleibt aber auch im weiteren Trinkverlauf bestehen. Es erinnert eventuell an Apfel oder Birne, ist dafür aber teilweise etwas zu süß und lässt sich somit schwer exakt zuordnen.

Zum Fazit. Ein wirklich soldies Bier, bei dem mich vor allemd ie Fruchtigkeit überzeugt. Ich gebe ihm daher eine Wertung von 4 Sternen.