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Baltika 5

Passend zum heutigen Start der 21. Fußball Weltmeisterschaft in Russland gibt es folglich ein russisches Bier im Test. Auch wenn Russland viele in erster Linie mit Wodka verbinden, gibt es in Russland auch eine ausgeprägte Bierkultur mit einer Vielzahl an Marken. Mein heutiges Bier stammt von der Baltika Brauerei aus der Zarenstadt St. Petersburg. Erst 1990 nach dem Fall des eisernen Vorhangs von ausländischen Investoren gegründet, hat sich diese Brauerei rasch zum größten Brauereikonzern Russlands entwickelt. Seit 2012 gehört sie zum Carlsberg Konzern. Das heutige Bier, das Nummer 5 ist ein helles Lager mit 5,4% Alkohol.

Zur Optik: Hellgoldenes Bier. Es ist klar filtriert. Der Schaum ist jedoch leider sehr flukativ.

Zum Geruch: Sehr getreidiges, aber auch leicht metallisches Aroma. Wirkt ein wenig künstlich in der Nase. Außerdem hat man den eindruck das Mais verwendet wurde in der Nase. Wirkt gerstig/ölig in der Nase.

Zum Geschmack: Sehr sprudeliges Bier, mit aber zugleich einer ordentlichen Hopfennote, die in immer wieder bittern Tönen anklingt. Das war es aber dann auch schon mit dem positiven. Gleichzeitig wirkt dieses Bier nämlich aber auch leicht metallisch im Abgang und ich werde einfach nicht den eindruck von Cornflakes los. Ansonsten ist das Bier eher recht typisch für standard Lagerbiere ohne besonders großen Charakter.  Es hinterlässt auch im weiteren Trinkverlauf eine gewisse Süße beim Abgang auf der Zunge. Insgesamt schmeckt alles nicht wirklich natürlich und wirkt gestreckt. Man schmeckt richtig den Malzextrakt, der auch auf dem Etikett ausgewiesen wird.

Zum Fazit: Nichts besonderes das auch noch ein wenig unangenehme Nebengeschmäcker hat. Mehr braucht man dazu nicht zu sagen 1 Stern. Ich hoffe die WM wird besser, aber der Auftakt war ja schon recht vielversprechend.

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EKU Hell

Heut ist Tag der Pflege. Zeit also für ein gepflegtes Bier und damit einen neuen Biertest. Der Biertest führt uns dieses mal ins fränkische Kulmbach, die sich selbst als heimliche Hauptstadt des Bieres bezeichnet. Meiner Meinung ist dem zwar nicht wirklich so, da andere fränkische Städte wie z. B. Bamberg deutlich mehr Bierkultur zu bieten haben, aber dennoch ist Kulmbach eine Stadt in dem Bierkultur gelebt und gepflegt wird. Es gibt zwar immer noch die großen Kulmbacher Biermarken jedoch werden diese mittlerweile alle unter einem Dach in der Kulmbacher Bierbrauerei gebraut. Dieses Schicksal hat auch unser heutiges Bier das EKU hell ereilt. Ursprünglich von der Ersten Kulmbacher Aktenbrauerei, unter deren Marke EKU es auch weiterhin vertrieben wird produziert, wurde es als sie von der Kulmbacher Brauerei übernommen geschlossen und in den Konzern eingegliedert.Das helle Lagerbier kommt mit einem Alkoholgehalt von 4,9% daher.

Zur Optik: Helles, klar filtriertes Bier. Der Schaum ist jedoch sehr schnell wieder verflogen.

Zum Geruch: Getreidig uriger Geruch der brotige Aromen mit leicht süßen Noten kombiniert. Sehr getreidiger Geruch.

Zum Geschmack: Klassisch fränkisches Helles. Sehr würzig. Im Antrunk hat man malzige Noten. Schmeckt insgesamt sehr getreidig, beziehungsweise hat es dieses typische grüne gerstige Aroma was man bei vielen fränkischen Lager bzw Hellbieren hat. Im Abgang hat man leicht hopfige noten. Insgesamt ganz ok aber fällt in der breiten Masse der Lager nicht auf. sehr solide und gut trinkbar.

Zum Fazit: Wie bereits erwähnt ein sehr solides, gut trinkbares Bier das aber nicht sonderlich auffällt. Es ist hald einfach durchschnittlich, aber man kann es kompromisslos trinken ohne es zu bereuen. Hierfür gibt es 3 Sterne.

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Berg Original hell

Heute gibt es mal wieder ein Bier aus dem Portfolio der Ehinger Berg Brauerei. Die Brauerei ging aus einem Wirtshaus hervor, welches bereits seit 1468 besteht. Aus dem breit gefächerten Portfolio gibt es heute das Original hell im Test. Dieses schwäbische Helle hat einen Alkoholgehalt von 5,0%.

Zur Optik: Klares goldenes Bier. De Schaum ist für ein helles ganz in Ordnung

Zum Geruch: Getreidige Noten, die nach gerstig/erdig/grün riechen. Außerdem riecht es parfümig und ein wenig muffig. Riecht irgendwie nicht so richtig nach einem guten Bier.

Zum Geschmack: Der Geschmack ist zunächst einmal recht mild. Vom Malz kommt eigentlich gar nichts. Dafür hat man etwas Hopfen im Abgang. Eine leichte Süße schwingt im ganzen Bier mit, die aber wirklich nur sehr leicht ist. Irgendwie wirkt das Bier aber nicht ganz frisch und schmeckt ein wenig ledrig. Zusammengefasst ist dieses Bier zunächst einmal recht nichtssagend. Man hat immer wieder leichte Malzanflüge und im Abgang prickelt es leicht im Gaumen. Es kommt kurz etwas Hopfen durch. Wenigstens bestätigt sich dieser parfümige Geruch nicht wirklich im Geschmack und nach den ersten ein zwei Schlücken lässt auch das ledrige nach.

Zum Fazit: Ein recht unauffälliges Bier das absolut nichtssagend ist. Schmeckt zwar auch nicht wirklich schlecht, aber für den fiesen Geruch gibts Abzug. 2 Sterne.

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Red Stripe Lager Beer

Ich versuche ja bei meinen Biertest so oft wie es geht einen aktuellen Bezug herzustellen zu Themen, die gerade die Welt bewegen, oder saisonalen Begebenheiten, die gerade vorherrschen. Da das aktuell alles beherrschende Thema die gescheiterten Jamaica Sondierungen sind, habe ich mir gedacht, teste ich doch mal ein Bier das seinen Ursprung in Jamaica hat. Dies ist aber gar nicht so einfach, da es in Jamaica nur eine wirklich erwähnenswerte Brauerei gibt, die ihr Bier auch überregional bzw. weltweit vertreibt. Hierbei handelt es sich um die Brauerei Desnoes & Geddes. Sie wurde 1918 in der Hauptstadt Kingston gegründet und ist die größte Brauerei des Landes. Die Brauerei produziert die beiden bekanntesten Marken des Landes, nämlich das Red Stripe Lager und das Dragon Stout. Erstgenanntes wird heute verkostet. Das Red Stripe Lager, das ich vor mir stehen habe, wird aber nicht direkt aus Jamaica importiert, sondern in Lizenz in Großbritanien gebraut. Wo genau verrät die Konzernmutter Heinken laut Etikett aber nicht. Es hat einen Alkoholgehalt von 4,7%. MAl schauen ob sich eine Gemeinsamkeit zwischen dem Bier und der aktuellen Politik finden lässt.

Zur Optik: Also explosiv ist es schon mal, genau wie das Jamaica Verhandlungen gibt es hier beim öffnen der Dose einen großen Knall. Nun aber zum Bier, es ist hellgolden und klar filtriert. Der Schaum ist ganz kurz grobporig und sehr sprudelig. Jedoch ist er auch ganz schnell wieder verschwunden.

Zum Geruch: Getridiges Aroma,, das aber auch ein wenig chemisch rüberkommt. Hat aber auch Hopfenoten in der Nase die ein wenig grasig sind. Riecht insgesamt sehr typisch nach internationalem Standardlager mit dieser Mischung aus ganz leichten Malz und Hopfenaromen die aber doch sehr dezent zurückhaltend sind.

Zum Geschmack: Zunächst einmal hat man im Abgang eine überraschend feine Malzsüße. Der Antrunk ist würzig mit hopfigen aber auch leicht metallischen Noten. Aufjedenfall alles andere als wässrig dieses Bier, da bin ich schon mal überrascht. Vor allem das extrem weiche Mundgefühl weiß zu überraschen. Das Malz ist somit auch die dominante Komponente in diesem Bier. Denn der Hopfen hält sich doch sehr arg zurück bzw. ist bis auf eine marginale bittere gar nicht zu schmecken. Im Hals wirkt das Bier nach etwas längerem Genuss leicht kratzig und irgendwie hat man immer so eine mineralische/metallische Note, die den Ganzen Geschmack ein wenig unangenehm begleitet. Die feinen Malznoten sind bei intensiver betrachtung schon fast zu süß da kein Hopfen vorhanden ist der dem entgegenwirkt. Gegen Ende verliert das Bier leider etwas von seiner Intensität und neigt dazu leicht wässrig zu werden.

Zum Fazit: Ein Bier das man schon mit den Jamaica Verhandlungen vergleichen kann. Es ist ein wenig euphorisch gestartet hat dann stark nachgelassen und endet abrupt. Dennoch für ein internationales Lager sehr trinkbar und bei Leibe kein schlechtes Lager, da bin ich wirklich überrascht auch wenn es gegen Ende an Profil verliert. Hierfür vergebe ich dennoch gute 3 Sterne.

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Braukunstkeller Bavarian Dry Hoped Lager

Trotz seiner noch jungen Firmengeschichte haben Alexander Himburg und sein Braukunstkeller bereits eine bewegte Zeit hinter sich. 2012 gegründet ging es für die Brauerei in kurzer Zeit sehr steil bergauf und so konnte er sowohl Absatz als auch Austoß auf bis zu 800 Hektoliter steigern bis 2016 hielt dieser Entwicklung ein jähes Ende fand. Denn Gründer Alexander Himburg musste für viele überraschend Insolvenz anmelden und die Zukunft des Braukunstkellers war für kurze Zeit stark gefährdet. Doch der Grund war keineswegs mangelnder Absatz oder schlecht Umsätze, sondern die Insolvenz eines Geldgebers bzw. Komplikationen mit der Michelstädter Brauerei, wo gebraut wurde. Und so musst Alexander Himburg die ursprüngliche Heimat des Braukunstkellers, Michelstadt im Odenwald, verlassen und geht fortan als Gypsy Brauer auf Wanderschaft. Gypsy Brauer heißt, dass ein Brauer sich in wechselnde Brauereien einmietet und dort seine Biere ohne festen Stammsitz braut. Momentan wird unter anderem bei der Hofmark Brauerei gebraut, wo auch das heutige Bier gebraut wurde. Neben seinen bekannten Ales stellt er seit neuestem auch ein Bavarian Lager her, welches heute im Test ist. Im Gegensatz zu normalen Hellen ist dieses Bier natutrüb und wird mit besonderen Aromahopfen gebraut. Es hat einen Alkoholgehalt von 5,3%.

Zur Optik: Leichte trübes Bier mit einer hellgodene Farbe mit leichtem Kupferstich. Wirklich sehr schöner Schaum

Zum Geruch: Gleich von beginn an tritt das feine Hopfenaroma durch, das betont auf Zitrusnoten liegt, aber trotzdem nicht bitter wirkt. Wirkt im Haupton sogar eher tropisch fruchtig mit Noten von Melone und Ananas, welche dann gekonnt von Zitrusaromen umrahmt wird.

Zum Geschmack: Sehr feines Bier, welches wirklich eine sehr schöne Fruchtnote hat, die zunächst einmal hauptsächlich an Melone und Trauben erinnert. Aber vor allem fällt auf das dieses Bier unheimlich frisch und weich im Wasser wirkt. Wirklich sehr weiches Mundgefühl. Im Abgang kommen dann leicht Bittere Zitronennoten auf und es hinterlässt einen trockenen Rachen. Dies wird aber erst zum Problem, wenn das Bier leer ist, denn so verlangt der trockene Hals nach dem nächsten Schluck.  Wirklich ein sehr schöner Mix, wenn die fruchtigen Melone/Traubenoten in bittere und leicht säuerliche/trocken Zitrusnoten übergehen. Wobei man allgemein sagen muss das, dass Bier deutlich fruchtiger ist als angenommen und man eher fruchtige Noten als Zitruseindrücke hat.

Zum Fazit: Wirklich ein klasse Bier und eines der besten Lagerbier, die ich bisher hatte. Fruchtig frisch und wenn es auch nicht so die extreme Zitronennote hatte, die ich erwartet habe, ist es wirklich ein sensationelles Lager. Hierfür gibts 5 Sterne.

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Falken Lagererbier hell

Im heutigen Biertest geht es erstmals in die Schweiz. Es geht nach Schaffhausen,das für allem für den sich in unmittelbarer Nähe befindlichen Rheinfall bekannt ist. Aber auch Bier wird in der Stadt schon seit langer Zeit hergestellt. Mit Brauerei Falken hat eine Brauerei nämlich auch sämtliche Konzentrationsprozesse bis in die heutige Zeit überlebt. In dieser Zeit hat sich die 1799 gegründete Brauerei zu einer der 5 größten unabhängigen schweizer Brauerei entwickelt. Im Test befindet sich heute der Klassiker unter den Falken Bieren, nämlich das Lagerbier hell. Ein typisch helles Lagerbier mit einem Alkoholgehalt von 4,8%. Wollen wir also mal schauen ob die Schweizer neben Käse auch Bier herstellen können.

Zur Optik: Sehr helles Bier, welches ein kräftige goldene Farbe hat. Der Schaum ist wirklich extrem und füllt da halbe Glas. Wenn man nicht aufpasst läuft es über.

Zum Geruch: Riecht nach nicht wirklich viel. Getreidige Noten, die aber nicht wirklich süß sondern eher gerstig/erdig riechen. Auch leichte Honignoten hat man drin. Und ein wenig kräutrige Töne hat man.

Zum Geschmack: Der Antrunk ist zunächst einmal von Hopfen geprägt, man hat bittere Töne auf der Zunge die ganz ok sind. Auch der Abgang weißt deutliche herbe Töne auf. Ich würde schon fast sagen, dass dieses Bier in Richtung Pils tendiert. Denn, was viele nicht wissen ist, dass in der Schweiz keine Biere als Pils bezeichnet werden dürfen die nicht aus Tschechien stammen. Dies resultiert aus einem Staatsvertrag bei dem sich Tschechien im Gegenzug verpflichtet, keinen nichtschweizer Käse unter schweizer Sortenbezeichnung zu verkaufen. Doch auch das Malz kommt in diesem Bier nicht zu kurz, man schmeckt die leicht süßlichen Noten deutlich heraus. Diese Noten sind aber auch erdig und ein wenig teigig, was nicht so harmonisch ist. Jedoch wird das Bier gegen Ende runder und die Malzsüße ist moderat und voller. Sie übernimmt dann auch die Dominanz des Hopfens, der am Anfang für einen bitteren Eindruck sorgt. So muss ich auch meine erste Vermutung, dass es sich um ein Pils handel könnte revidieren. Jedoch ist dieses Bier gegen Ende nicht mehr so süffig sondern ein bisschen schal.

Zum Fazit: Ein ganz solides Lager, welches sich nach einigen Startschwierigkeiten und der etwas überzogen Bittere zum Guten entwickelt. Für ein Lagerbier ganz in Ordnung, aber mit kleinen Fehlern. Hierfür gibt es 3 Sterne. Um abschließend die Frage zu beantworten, ja sie könne Bier herstellen, aber bisher nichts besonderes. Ich lasse mich aber auch gern hier eines besseren belehren.

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Singha Premium Lager

Eigenlich geht es bei unserem heutigen Biertest nach Thailand, denn das Singha Lager ist ist zusammen mit Chang das weltweit bekannteste thailandische Bier. Beide beherrschen zusammen auch fast den kompletten thailändischen Biermarkt. Jedoch wird dieses Singha in Lizenz in Deutschland, bei der Schlossbrauerei Au gebraut. Die Schlossbrauerei Au ist eigentlich dafür bekannt gute Biere zu brauen, also lass ich mich mal überraschen ob dieses Bier anders und besser schmeckt, als ich das Original in Erinnerung habe. Das Lager hat einen Alkoholgehalt von 5,0%.

Zur Optik: Goldenes klares Bier, wie es sich für ein Lager gehört. Schaum hat es eigentlich nicht wirklich ein paar feine weiße Bläschen haben sich an der Oberfläche verirrt.

Zum Geruch: Leicht süßliche/biskuitartige Malznoten und etwas blumig/harzige Hopfennoten. Zusammengefast nichts spektakuläres und der Geruch ist auch nicht intensiv.

Zum Geschmack: Ganz komischer Geschmack, hat so eine Süße die nicht genau definierbar ist, erinnert am ehesten an Honig. Hat auch viel zu viel Kohlensäure, sodass sich der Malzkörper gar nicht entfalten kann. Da die Kohlensäure leider alles überdeckt kommt nur im Abgang der Hopfen durch, der meiner Meinung nach in Ordnung ist, aber außer grasigen Noten nichts zu bieten hat. Gegen Ende hat man im Abgang ganz leichte Malzige Noten, die aber wirklich nur ein Hauch sind.

Zum Fazit: Ist jetzt nicht eklig und schmeckt meines Erachtens auch besser, als das eigentliche „Original“, da man schon herausschmeckt, dass es in Deutschland produziert wurde. Aber auf der anderen Seite hat es einfach zu viel Kohlensäure um wirklich genüsslich zu sein. Außerdem hat es einfach nicht wirklich viel Geschmack. Ich vergebe hierfür 2 Sterne, da es viel zu sprudelig ist.

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Dinkelacker Hopfenwunder

Nun fängt also auch Dinkelacker an Craft Biere mit besonderem Hopfen zu brauen. Denn sie haben diesen Sommer mit dem Hopfenwunder ein mit Aromahopfen gebrautes Pils/Lager herausgebracht, das anfangs nur für die Gastronomie vorgesehen, mittlerweile aber auch immer öfter im Handel zu finden ist. Es soll die fruchtig, frische Spezialität zur warmen Jahreszeit sein. Mit 5,0% Alkohol ist es auch eher leichter, also perfekt für die heiße Sommernächte.

Zur Optik: Sehr hellgelbes Bier, mit mittlerer Trübung. Der Schaum ist ca. 1 cm breit.

Zum Geruch: Erstaunlicherweiße sehr bescheidener Duft. Man hat aber sanfte Anklänge von Fruchtigkeit. Es duftet leicht nach Zitrone und Pfirsich.

Zum Geschmack: Im Antrunk hat man sofort die Zitrusnoten, die sich dann schön in der Mundhöhle ausbreiten. Diese klingen jedoch recht schnell wieder ab. Der Nachgeschmack und Abgang ist dann doch eher wässrig und hat eher sprudeligen Charakter. Das hauchfeine Malzbett kommt vor allem im Mittelteil sehr gut durch. Wirklich spektakulär ist das ganze aber nicht, da es doch insgesamt recht flach wirkt. Es ist auf jedenfall nicht schlecht und schön angenehm bitter. Auch ist es leicht und frisch. Vielleicht soll es aber auch genau so sein, weil so etwas nunmal perfekt zum Sommer passt. Von diesem Hintergrund aus betrachtet ist dieses Bier dann schon ganz passabel.

Zum Fazit: Ein Bier, welches jetzt keine Bäume ausreißt, aber auch nicht schlecht ist, da es perfekt zu Sommertagen, wenn denn noch ein paar kommen dieses Jahr, passen würde. Ich vergebe hier drei Sterne, da es zwar für den Sommer ganz gut, insgesamt aber einfach ein wenig zu langweilig und unspektakulär ist.

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Kleinbrauhaus Schippaloiner

Schippaloiner, ein urschwäbisches Wort unter dem sich viele nichts vorstellen können. Selbst ich musste zuerst einmal nachschauen und habe dann festgestellt, dass es sich dabei um einen Schäfer handelt der während der Pause an seinem Stab auf schwäbisch Schipp lehnt und seine Schafe beobachtet. Unser heutiges Bier heißt so weil, in Bad Urach, dort kommt es her, die Schäferei seit jeher weit verbreitet ist. Bad Urach an sich kann auf einen lange Biertradition zurückblicken. Früher gab es viele kleine Brauerei die dann aber nach und nach zumachten bis noch zwei große Regionalbrauereien übrig blieben. Diese mussten jedoch gegen Ende der 90er Jahre auch schließen, sodass es dann eine Zeit lang gar keine Brauereien in Urach mehr gab. Dies änderte sich 2014 als sich das Kleinbrauhaus anmaßte diese Tradition wieder aufleben zu lassen und fortzuführen. Die Hausbrauerei stellt viele verschiedene und wechselnde Biere her, die teilweise dann auch von anderen Brauereien in der Umgebung in Flaschen abgefüllt werden. Darum steht nun das Schippaloiner Bier vor mir, das nun verkostet wird. Es ist ein Lagerbier mit 5,6% Alkohol, also eigentlich eher ein Märzen aufgrund des Alkoholgehalts.

Zur Optik: Helles goldenes Bier mit mittlerer Trübung. Schaum ist leider gar nicht vorhanden.

Zum Geruch: Getreidige Noten, aber auch die Hefe gibt ihr Aroma ab. Leicht mehlige Noten und etwas Biskuit. Interessanter  Weiße hat es auch leicht rauchige/röstige Noten. Aber hauptsächlich riecht man hier die Gerste, die noch richtig nach Getreide riecht und nicht so brotig.

Zum Geschmack: Süffiges Bier, das fast schon leicht süßlich schmeckt im ersten Eindruck. Es macht einen spritzigen und prickelnden Eindruck. Man schmeckt in den Malzigen Noten noch ganz genau die Gerste heraus, das finde ich wirklich spannend und das hat man heute nicht mehr so oft. Außer dieser Gerstennote hat das Bier dann aber leider auch nicht mehr zu bieten, was jetzt nicht wirklich schlecht ist, da es eigentlich so gut wie nicht zu bemängeln gibt, es aber auch nicht wirklich spektakulär macht. Es hat zwar auch keinen großen Nachtrunk, wässrig wirkt es aber dennoch nicht. Der Hopfen könnte ein bisschen mehr sein, denn es ist weder fruchtig noch herb. Aber bei einem Lager ist dies auch nicht wirklich so entscheidend.

Zum Fazit: Nichts überraschendes oder außergewöhnliches Bier, aber das muss ein Lager ja auch nicht. Ich habe auf jedenfall keine Negativpunkt außer das es hald zu normal ist und es da noch ein paar Lager gab die etwas spektakulärer waren. Ich vergebe hier gute 4 Sterne

 

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Heineken H41

Selbst Heineken scheint nun versuchen zu wollen so etwas wie etwas Craftiges zu machen. Zumindest, scheint das was vor mir steht so etwas zu sein. Es handelt sich um ein Bier Namens H41 und wird als Limited Edition-Lager Exploration deklariert. Vom Bierstil  handelt es sich hierbei natürlich um ein Lager, für was ist Heineken auch sonst weltweit bekannt. Aber das besondere daran ist, dass es mit einem sehr seltenen Hopfen aus Patagonien gebraut wurde, der die Urform des heute für das Heinken verwendeten Hopfens sein soll. Nun bin ich mal gespannt was dieses „besondere“ Heineken so kann und ob es sich überhaupt vom normalen unterscheidet. Zumidest hat es mit 5,3% etwas mehr als das normale Heineken.

Zur Optik: Klares goldenes Bier welches sich kaum vom normalen Heineken unterscheidet. Vielleicht ist es ein wenig rötlicher,bernsteinener.

Zum Geruch: Sehr grasiger leicht blumiger Geruch. Dazu leicht beriger Aromen. Aber auch Noten von Nelke sind zu riechen. Zusätzlich hat man leichte Töne von grünem Apfel und feine Biskuitnoten.

Zum Geschmack: Interessanter Geschmack, es wirkt sehr frisch und feinmalzig. Zusätzlich hat man im Abgang wieder die Töne des grünen Apfels. Dieses Betonung auf den Apfel ist wirklich echt spannend und man hat zeitweise wirklich den Eindruck man trinke eine Apfelschorle als ein Bier. Wobei auf der anderen Seite dieser Apfeleindruck fast schon ein wenig künstlich erzeugt scheint und so einen chemischen Nachgeschmack hat. Das Malzbett kommt leider gar nicht zum tragen und geht ein wenig in diesem Apfelgeschmack unter. Die Kohlensäure wiederum ist recht gut dossiert und macht das Bier spritzig aber auch bekömmlich da sie nicht zu aufdringlich ist. Das Brauwasser ist sehr weich und sorgt für ein samtenes Mundgefühl.

Zum Fazit: Ich bin wirklich überrascht über dieses Bier es ist echt schön angenehm fruchtig und diese Apfelnote; wenn auch ein bisschen künstlich wirkend passt wie ich finde sehr gut zu einem Lager, da sie nicht bitter wirkt sondern sich harmonisch ins Malzbett einfügt und dies unterstreicht. Wobei eben dieses noch besser zur Geltung kommen könnte und leider ein wenig wässrig wirkt. Auch wirkt es sehr frisch und süffig. Ich vergebe hierfür 4 Sterne da ich echt angenehm überrascht bin von diesem Bier. Es unterscheidet sich definitiv vom normalen Heineken.