Veröffentlicht in 4-Sterne

Inselbier Callista

Mein nächster Biertest stammt von der größten Bodenseeinsel, der Insel Reichenau. Deshalb nennt sich die dort ansässige Brauerei auch Inselbier, was jedoch nicht zu verwechseln ist mit der Rügener Inselbrauerei. Von diesen werde ich nun das Callista vorstellen ein Pale Ale, bei dem die gleichnamige Aromahopfensorte eine Rolle spielt. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,1%.

Zur Optik: Ein goldenes, naturtrübes Bier. Es hat einen mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht dezent fruchtig. Ich finde es hat etwas von Orangen. Es könnte auch in Richtung Pfirsich und Maracuja gehen.

Zum Geschmack: Es ist ein sehr aromatisches Bier, dass einen würzig hopfigen Abgang hat. Es ist im Nachgang aber nur dezent geschmackvoll und hat einen leicht prickelnden Abgang im Rachen. Der Nachgeschmack ist aber auch fruchtig und bleibt lange im Mund bestehen. Es hat eine dezente Hopfennote am Gaumen und ist bitter aber nur marginal. Die Bittere verschwindet dann aber auch recht schnell wieder.

Zum Fazit: Ich finde es ein durchaus interessantes und erfrischendes Bier mit guter Hopfenaromatik. Ein klein wenig könnte der Geschmack durchaus intensiver sein. Aber insgesamt bin ich überzeugt und vergebe 4 Sterne an den Bodensee.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Munich Brew Mafia Yellow Space Gun

Ich mache weiter mit der Yellow Space Gun der Munich Brew Mafia, seines Zeichens ein Double Dry Hopped New England IPA. Der Alkoholgehalt liegt bei 7%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellgoldenes, organgenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr fruchtiges Aroma, bei dem man wirklich saftige Noten hat. Ich habe etwas an Ananas und Passionsfrucht.

Zum Geschmack: Ich habe im ersten Eindruck ein Bier, das im Antrunk durchaus schöne fruchtige Nuancen zeigt. Es hat eine schön dezente Hopfennote am Gaumen, die mich durchaus überzeugt. Ich finde dieses Bier hat ein ordentliches Fruchtaroma, bei dem vor allem im Richtung Abgang schöne, aber nur dezente Fruchtnoten zulässt, die sich dann im Mundraum ausbreiten. Die Fruchtnoten tippe ich in Richtung Maracauja, leicht Mango und eventuell Passionsfrucht, da auch eine leichte Säure im Spiel ist. Im Abgang wird es jedoch etwas herber. Insgesamt wirkt das Bier dennoch sehr aromatisch und rund im Mundgefühl. Im Körper ist es kräftig und diesen nimmt man auch wahr. Abgerundet wird alles von einer feinen Zitrusnote, die wohl auch für die leichte Säure verantwortlich ist.

Zum Fazit: Was für ein fantastisches Bier. Es ist absolut rund. Ein Wechselspiel aus fruchtigen, sauren und bitteren Noten. Dennoch wirkt alles sehr rund und stimmig. Ich gebe hierfür 5 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Shepherd Neame India Pale Ale

Für meinen nächsten Biertest geht es über den Ärmelkanal nach England. Als „Britains Oldest Brewery“ ist die Brauerei Shepherd Neame tatsächlich die älteste noch immer bestehende Brauerei in England. Ihre Geschichte reicht dabei noch deutlich länger zurück, als das offizielle Gründungsjahr 1698. Dies hat damit zu tun, das man animmt, das die Brauerei aus einem naheliegenden Kloster hervorging, in welchem die Nonnen bereits seit dem Mittelalter Bier brauten, welches auch außer Haus verkauft wurde. Die Familie Shepherd kaufte die Brauerei im Jahre 1728 und im Jahre 1864 wurde Percy Neame Co-Eigner. So gelangte die Brauerei zu ihrem Namen, die auch heute noch immer von Nachfahren dieser Familien geführt wird. Sie ist damit Englands größte Familienbrauerei. Ihren Sitz hat die Brauerei in Faversham, einem kleinen Städtchen in Kent in Südostengland. Ich verkoste heute aus dem Sortiment von Shepherd Neame das klassische India Pale Ale, das einen Alkoholgehalt von 6,1% hat.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, bernstein bis dunkelgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier hat einen fruchtig harzigen Geruch. Man hat Noten, die etwas an Maracuja oder Mango erinnern.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das im Antrunk noch etwas verhalten ist, in Richtung Abgang dann aber einen fruchtig hopfigen Geschmack entfaltet. Ich finde, dass das Bier durchaus auch harzige Noten hat. Das Bier macht insgesamt einen doch eher kräftigen Eindruck und ist wie ich finde sehr Wohlschmeckend. Vor allem auch dieses harzige aAroma im Abgang ist wirklich überzegend und hängt auch lange im Nachgang nach. Es ist dennoch nicht trocken, aber ist gleichzeitig auch gut herb im Abgang und eine ordentliche Portion bitter. Im weiteren Trinkverlauf hat man auch etwas süßliche Noten und so etwas karamelliges, das gut zum Bier passt. Im Abgang ist es dennoch herb harzig, aber nicht übertrieben, sondern gut in die malzigen leicht karamlligen Noten eingebunden. das passt.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ein wirklich gutes Bier mit schön harzigem Hopfenaroma. Es ist typisch für ein IPA, wirkt aber sehr klassisch und nicht zu bitter. Positiv ist auch der Malzkörper, dessen leicht karamelliges Aroma gut zum harzigen Hopfen passt.

Veröffentlicht in 5-Sterne

Troubadour Westkust

1999 von drei Brauingenieuren Gegründet hat sich die Brouwerij The Musketeers nach 25 Jahren inzwischen fest am belgischen Biermarkt etabliert. Unter dem Label Troubadour produziert die Brauerei verkauft die Brauerei einen Großteil ihrer Biere. So auch mein Testbier, das Westkust. Das Westkust ist stilistisch ein Black IPA und hat einen Alkoholgehalt von 8,6%.

Zur Optik: Ein tiefbraunschwarzes Bier. Es hat einen ordentlich bräunlich angehauchten Schaum.

Zum Geruch: Es reicht sehr komlpex nach Lakritze und Pflaumen und ähnlichem Dörrobst. Es hat dabei auch etwas rauchiges.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist ein Bier, welches trotz der dunklen farbe recht fruchtig und milchig daherkommt. Es hat etwas etwas obstiges und wirkt sogar eingermaßen frisch im Abgang. Es hat eine gute Bitere und die Bittere passt sehr gut zum restlichen Bier um es bekömmlich zu machen, und es in der Endwirkung nicht zu bitter erscheinen zu lassen. Insgesamt hat man einen schönen Strauß an sehr guter Röstaromatik. Das Bier hat auch Noten die an Lakritze erinnert. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein auf der eine Seite doch recht bitteres Bier, gepaart mit röstiger Getreidearomatik.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier die Höchstnote von 5 Sternen. Es ist ein sehr komplexs Bier mti einer klasse Kombination von bitteren Hopfennoten und schöner Röstaromatik.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Schäffler Perfect Moment

Für meinen nächsten Biertest nehme ich euch mit ins Allgäu nach Missen zur Brauerei Schäffler. Das diese Brauerei ihr Handwerk versteht, beweist allein die Tatsache, das sie ein sehr umfangreiches Sortiment an unterschiedlichsten Bierspezialitäten bietet. Auch ein IPA oder Pale Ale hat die Brauerei im Sortiment. Das Perfect Moment wird auf der Website zwar als IPA beworben, aufgrund seines Alkoholgehalts von 5,6% würde ich es aber eher noch als Pale Ale betrachten. Nun denn, ich bin gespannt wie es schmeckt.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr sehr fruchtiger und sehr obstiger Geruch. Man hat allerlei tropischer Aromen in der Nase. Vor allem Mango und Passionsfrucht mache ich aus, da es auch eine leichten säuerlichen Touch hat, der noch einen Hauch Zitrus hinzufügt. Auch etwas Ananas rieche ich.

Zum Geschmack: Ich habe hier ein Bier, mit einem doch eher bitterfruchtigen Aroma, das mich so diese schönen saftigen Fruchtaromen aus dem Geruch schon etwas vermissen lässt. Auch im Körper wirkt es durchaus eher leicht. bestechen tut das Bier vor allem durch sein knackiges Hopfenaroma, das durchaus auch eine gewisse Bittere hat. Im weiteren Trinkverlauf ist das Bier nicht mehr ganz so bitter, aber dafür kommt etwas mehr Fruchtigkeit hinzu. Auch das malz schmeckt man nun leicht. Im Nachgang wird das Mundgefühl auch ein wenig saftiger, obstiger und nicht mehr ganz so trocken.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen. Der Geruch und der Geschmack gehen zwar etwas auseinander. Wenn man es aber rein geschmacklich betrachtet, dann hat man hier ein knackig-hopfiges IPA, bei dem ab und an durchaus auch die Frucht durchkommt.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Silly Green Killer

Auch im neuen Jahr wird es munter mit den Biertests weitergehen. Auch wenn ich nun schon einige Biere verkostet habe, so warten da draußen noch immer unzählige Biere auf meinen kritischen Gaumen. Im nächsten Test verkoste ich den Green Killer der Brasserie Silly aus Belgien. Dieses Bier mit durchaus außergewöhnlichem Namen und Etikett ist stilistisch ein IPA und kommt auf einen Alkoholgehalt von 6,5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein nur dezent fruchtiges Aroma habe ich in der Nase. Dazu hat das Bier eine gute Malzaromatik

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein aromatisch bitteres Bier. Es ist schon etwas bitter am Gaumen und der bleibt auch im Nachgang bestehen. Insgesamt ist es ein wirklich bitteres Bier, wie ich es auch bei einem IPA erwarte. Insgesamt wirkt die Bittere aber nicht wirklich fruchtig sondern wirklich herb bitter und trocken, sodass man Durst auf die nächsten Schlücke bekommt. Diese Bittere bleibt im Nachgang wirklich lange präsent und hiterlässt wie erwähnt einen etwas trockenen Rachen. Der Malzkörper hat ein gewisses Volumen, durch den Hopfen nimmt man ihn geschmacklich aber nicht wirklich wahr.

Zum Fazit. Ein ordentlich hopfig-bitteres IPA. Durchaus mal etwas anderes, als die eher fruchtigen IPAs die zur Zeit im Trend liegen. Mir gefällt das und ich gebe dem Bier 4 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Urban Monk IPA

The Urban Monk ist die Craftbeerlinie der Barfüsser Gasthausbrauereien aus Ulm. Von diesen im Test ist heute das IPA. Der Alkoholgehalt liegt hier bei 7%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr fruchtiges Aroma, das an Maracuja und etwas Mango erinnert. Auch etwas Traube kommt noch dazu.

Zum Geschmack: Es ist ein Bier, das sehr sehr lebendig ist und im Mundraum ordentlich prickelt. Im Abgang hat man Noten von Traube und etwass karamelliges. Der Hopfen ist durchaus präsent und etwas bitter, aber nicht zu sehr sondern hier durchaus auch aromatisch mit etwas fruchtigem flair. Auch im weiteren Trinkverlauf hat man ein Bier, was jedoch nicht mehr so spritzig und fruchtig ist wie zu Beginn.

Zum Fazit: Ein solides IPA, es ist durchaus etwas komplex im Großen und Ganzen aber eher leicht zu trinken. Von mir gibt es hier 3 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Kraftpaule Neipa

Gestartet als Kraftbierbar mit angeschlossenem Biershop, hat sich Kraftpaule inzwischen zu einer festen Craftbeerinstitution in Stuttgart entwickelt. Seit 2017 lässt man im Lohnbrauverfahren auch eigene Biere brauen. Von diesen habei ich heute das New England IPA im Test. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 6,3%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ich habe ein Bier mit einem fruchtig tropischen Boquet. Etwas Maracuja oder eine leichte Ananas habe ich in der Nase. Dazu kommt etwas Grapefruit.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier das im Antrunk noch etwas nichtssagend ist, jedoch im Nachgang dann druchaus auch fruchtige Noten zeigt. Diese sind obstig und werden von der Kohlensäure auch gut unterstützt. Dazu gesellt sich eine leichte Säure gepaart mit Zitrusaromen. Das Bier prickelt ganz ok, jedoch zeigt sich die Kohlensäu vor allem im Antrunk. Im Abgang hingegen fehlt diese mir dann doch Gegen Ende verhält sich das Bier eher behäbig und es ist insgesamt nur noch mäßig bitter. Man hat einen gewissen Körper, aber keine wirkliche Fruchtgkeit. Etwas aormatisches, leicht grasiges gibt der Hopfen hier, eine Fruchtigkeit vermisse ich dann leider ein wenig.

Zum Fazit: Im Antrunk ein durchaus starkes Bier mit schöner Fruchtigkeit. Gegen Ende lässt diese aber dann doch eher nach. Das Bier wird dann ein wenig behäbig und nicht mehr so rund wie zu Beginn. So ist es ein NEIPA von inzwischen doch vielen, das nicht wirklich besonders heraussticht, auch wenn es sehr süffig ist und einen runden Geschmack aufweist. Von mir gibts dafür 3 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Wicklow Wolf Mammoth IPA

Von der grünen Insel aus Irland kommt mein nächstes Testbier. Die Stadt Wicklow liegt südlich von Dublin, direkt an der Ostküste und ist seit 2014 die Heimat der Wicklow Wolf Brewery. Von dieser habe ich heute das Mammoth IPA im Test. Dieses kommt auf einen Alkoholgehalt von 6,2%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht sehr fruchtig mit Noten, die mich an Ananas und Kiwi erinnern. Es hat also durchaus etwas leicht tropisches.

Zum Geschmack: Es ist im ersten Eindruck ein Bier, mit einem leicht bitteren Antrunk und einem fruchtigen Abgang am Gaumen. Diese Noten erinnern an Kiwi und Ananas. Sie bleiben aber auch hartnäckig am Gaumen hängen. Im Antrunk ist das Bier durchaus herb und diese Herbe weicht dann aber immer mehr den besagten Fruchtaromen, die sehr frisch daherkommen und auch in Richtung Melone gehen. Es wird im weitere Trinkverlauf immer herber, wenngleich es nie richtig bitter ist, sondern immer schön aromatisch. Irgendwie wirkt es aber nicht ganz ausbalanciert zwischen Fruchtigkeit und Bittere des Hopfens.

Zum Fazit: Auf der einen Seite finde ich das Bier wirklich gelungen. Auch die Fruchtaromen sind durchaus überzeugend. Ich finde es aber insgesamt nicht ausbalanciert genug. Von mir gibt es 3 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Loncium Carinthipa

Eine noch recht junge Brauerei ist die die Brauerei Loncium aus Kärnten. Gegründet wurde sie erst im Jahre 2007 und befindet sich in Kötschau-Mauthen im Gailtal unweit der italienischen Grenze. Das Carinthipa, mein heutiges Testbier, ist ein Session IPA mit einer extra Portion Aromahopfen. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,6%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, orangenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein durchaus fruchtiges Aroma, das eine dezente Orangennote in der Nase aufweist. Auch etwas Mandarine, Maracuja und leicht Zitrus/Grapefruit riecht man.

Zum Geschmack: Ich hab ein Bier, welches im Grundgeschmack eine leichte Mandarine hat, die im Nachgang vor allem sehr zu tragen kommt und sich dann wunderbar im Mund ausbreitet. Begleitet bzw. abgelöst wird sie von einer immer wiederkehrenden Hopfenbittere. Im weiteren Trinkverlauf ist es nicht mehr ganz so fruchtig, hat aber dennoch eine kernig obstige Note, die sich vor allem in Richtung Mandarine und auch etwas Maracuja orientiert. Dazu kommt eine ordentliche aromatische Hopfenbittere, die gegen Ende immer dominanter wird.

Zum Fazit: Für alle die auf ordentlichen Hopfengeschmack stehen, ist dies ein passendes Bier. Es hat im Abgang eine ordentlich harzig-hopfige Bittere, die sich wirklich sehr knackig um den Gaumen schmiegt. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.