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Maisel and Friends IPA

Heute im Biertest geht es ins Oberfränkische, nämlich nach Bayreuth. Verkostet wird ein Bier der seit 1887 bestehenden Brauerei Maisel. Im Test ist aber nicht etwa eines der weltweit sehr bekannten Weizenbiere, sondern ein Bier aus der 2012 gestarteten Craftbierlinie Maisel and Friends. Das besondere an der Linie sind wie der Name schon sagt die Friends, den immer wieder lädt der Brauereichef Jeff Maisel befreundete Brauer zum gemeinsamen brauen nach Bayreuth ein. Die hieraus entstehenden Sude werden dann oftmals als Sondereditionen in großen 0,75l Flaschen vertrieben. Heute gibt es aber ein Bier aus der standard Craft Serie in 0,33 Flaschen die zuerst mit einem Pale Ale startete und mittlerweile um das Citrilla und das IPA ergänzt wurden. So genug gesagt, nun aber ab zum Test, denn wie die Überschrift schon verlauten lässt widme ich mich nun dem IPA.  Die Farbe ist kupfern bis bernstein und hat einen leicht rötlichen Stich. Der Schaum ist schön weiß und wirkt auch sehr beständig, d.h. er flüchtet nicht sofort nach dem einschenken. Der Geruch ist anders als ich es erwartet hab doch auch sehr getreidelastig, hat also Brot und Weizenoten. erst beim Weiteren riechen  kommen Sauerkirsche Apfel und Pflaumennoten in die Nase. Die Fruchtnoten im allgemeinen gehen eher in die schwerer sehr reife Ecke. Der Geschmack ist dagegen durchaus spritziger und grasiger als der Geruch. Beim Antrunk kommt sofort ohne Kompromisse der Hopfen und es sprudelt und zupft schon an der Lippe  und auch im weiteren Trinkverlauf macht der Hopfen deutlich wer Herr im Haus ist. Im Mittelteil kommen mal kurz die leicht süßlichen Noten des Malzes durch aber ansonsten verhält es sich sehr bitter. Der abgang ist dann sehr American Style lastig und der Hopfen spielt seinen volle Bitterkeit aus. Daher hebt sich dies grasig kratzig im Rachen. Man hat viele florale und parfümige Noten die teilweise ein wenig Künstlich wirken. Leider fehlt dem ganzen ein wenig die Fruchtigkeit  und es geht schon in die sehr herbe teils auch richtig bittere Ecke und spielt somit seine 50 IBUs voll aus. Es ist schon ein gutes IPA aber man muss es mögen da leider die Fruchtigkeit ein wenig fehlt die ich einfach lieber habe als diese kompromisslose bittere. Daher vergebe ich 3 Sterne aber mit der klaren Tendenz nach oben in Richtung derer 4.

P:S. : Ich finde es aber richtig gut was Maisel mit ihrer Friends Serie macht den sie waren eine der ersten die in Deutschland das Thema Craftbeer aufgegriffen haben und sie versuchen mit ihren nicht zu komplizierten und auch recht leicht erhältlichen Bieren das Thema Craftbeer auch einer breiteren Kundschaft und Einsteigern schmackhaft zu machen. Sie eigenen sich somit sehr gut für Neulinge und einsteiger in das Thema Craftbeer.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Lemke India Pale Ale

Der neueste Test führt und in die Hauptstadt Berlin. Und zwar zu einer  der ersten Craftbeer Brauereien ihrer Art, nämlich der Brauerei Lemke, die 1999 gegründet wurde. Heute im Test ist das India Pale Ale. Mit 60 Bittereinheiten und 6,5% Alkohol liegt es genau so wie ein gutes IPA haben sollte. Die Optik ist schon eher etwas dunkler, fast schon einen rötlich braunen Stich und ordentlich trüb. Der Geruch ist sehr intensiv fruchtig, man riecht Äpfel, Trauben, Birnen und einen Hauch Erdbeere. Der Antrunk gestaltet sich dann ähnlich. Am Anfang stehen die kräftigen Aromen von reifen Äpfeln oder Birnen, während im Mittelteil eher etwas traubenartige Noten zum Vorschein kommen. Auch im weiteren Trinkverlauf wirkt das Bier sehr spannend und komplex. Im Abgang setzen sich dann am hinteren Teil der Zunge leicht harzige und fruchtige Noten fest. Alles in allem wirklich ein sehr interessantes Bier welches äußerst komplex zu trinken ist, aber auch sehr viele fruchtige Facetten bietet und dem man seine 60 IBUs nicht unbedingt anmerkt. Zum Fazit kann ich sagen ein wirklich sehr gutes Bier aber es fehlt so der letzte aha Moment und ich kenne im vergleich einfach noch andere IPAs die noch eine kleine Schippe besser sind, dennoch gibt es gute 4 Sterne hierfür