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Zötler Maibock

Der Mai hat Einzug gehalten und mit ihm auch wieder einige Maiböcke. Dieses normalerweise helle Starkbier ist traditionell vor allem in Norddeutschland sehr verbreitet. Aber auch im Süden, vor allem in Bayern, gibt es einige Exemplare zu verkosten. Eines davon möchte ich heute vorstellen, den Maibock der Brauerei Zötler aus Rettenberg im Allgäu. Das Bier hat einen Alkoholgehalt von 6,5%.

Zur Optik: Klar filtriertes, hellgoldenes Bier mit einem sehr schönen weissen Schaum.

Zum Geruch: Getreidig, malzige Aromen mit einer deutlichen süßlichen Note.

Zum Geschmack: Hier auf der einen Seite ein sehr vollmundiger kräftiger Körper, der auch eine gewisse Würze mit bringt und im Abgang eine schöne süßliche Fruchtigkeit mitbringt ,die an reifes einheimisches Fallobst wie Äpfel und Birnen erinnert. Auf der anderen Seite aber auch mit einem ganz leichten alkoholischen Geshcmack, der eine gewisse bittere mit sich bringt. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es sehr vollmundig und schmackhaft es macht eine wirklich guten Eindruck und wird nicht schal.

Zum Fazit: Einer der besten Maiböcke die ich bisher getrunken habe, ein wirklich vollmundiges Bier, welches zusammengefasst sehr süffig ist. Hierfür sind mir 4 Sterne absolut angebracht.

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Schäffler Zwickl

Im heutigen Biertest nehme ich euch mit ins beschauliche Allgäu. Es geht nach Missen in den bayerischen Teil der Region. Dort braut seit 1868 die Privatbrauerei Schäffler. Diese Brauerei wuchs in den letzten Jahren immer mehr, blieb aber dennoch bis heute in Familienbesitz Neben einem neuen Webauftritt folgten in letzter Zeit auch einige neue Sorten, wie das Allgäuer hell und das Hausbier. Heute möchte ich euch aber eine traditionellere Sorte vorstellen, die sich schon länger im Sortiment befindet. Es handelt sich hierbei um das Zwickl, ein unfiltriertes Lagerbier mit 4,9% Alkoholgehalt.

Zur Optik: Trübes, recht dunkles Bier. Hellbraune bis bernsteinene Farbe. Der Schaum ist sehr flukativ.

Zum Geruch: Schöne karamellige Note. Eine gewisse Fruchtigkeit nach Apfelsine und Himbeere schwingt im Geruch mit.

Zum Geschmack: Sehr karamelliges Bier, bei dem man auch klar die hefige Note herausschmeckt. Im Abgang sind sogar ganz feine röstige Noten erkennbar. Insgesamt aber ein wenig zu süß im ersten Eindruck. Es ist ein sehr frisches Bier, welches ein wirklich weiches Mundgefühl hat. Im Abgang könnt man ein wenig mehr Geschmack haben, denn vor allem im Nachgang bleibt nicht mehr viel übrig von den schönen Karamellnoten. Der Hopfen ist in diesem Bier leider nicht so intensiv zu spüren und somit fehlt irgendwie eine Nuance. Gegen Ende liegt es dann auch ein bisschen schwer im Glas, was dem Bier aber nur einen leichten Abzug verschafft.

Zum Fazit: EIn wirklich süffiges Bier mit herrlichen Karamellnoten. Hier und da gibt es noch kleine Unstimmigkeiten und vor allem der Hopfen wird schon vermisst. Dennoch reicht es für mich noch knapp für 4 Sterne, da einfach herrlich süffig und erfrischend.

 

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Pyraser Rotbier

Heute ist Tag des deutschen Bieres. Grund hierfür ist die Verkündung des deutschen Reinheitsgebotes, welche am 23.04. 1516 in Ingolstadt erfolgte. Diesem ältesten Lebensmittelgesetz der Welt zufolge, darf Bier nur aus Wasser, Malz und Hopfen bestehen. Die Hefe, welche freilich auch zum Bierbrauen gebraucht wird, war damals noch gänzlich unerforscht. Um dieses Ereignis zu ehren, feiert der deutsche Brauerbund seit 1994 jährlich an diesem Tag den „Tag des deutschen Bieres“. 2016 zum 500 Jubiläum des Reinheitsgebotes, wurde dieses Ereignis sogar ganz groß gefeiert. Natürlich wird sich auch mein Bierblog diesen besonderen Tag als Anlass nehmen, um einen neuen Biertest zu präsentieren. Diesmal habe ich mir eine Sorte ausgesucht, welche nicht so in aller Munde ist, ein Rotbier. Diese, hauptsächlich in Franken verbreitete Spezialität, besticht wie man sich denken kann durch ihre rötliche Farbe. Zum Test ausgesucht, habe ich mir das Rotbier der Pyraser Landbrauerei, von der des Öfteren schon Biere im Test waren. Das Bier hat einen Alkoholgehalt von 4,6%.

Zur Optik: Rotblondes , klar filtriertes Bier. Es hat einen ordentlichen weissen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr röstiges und krustiges Aroma. Es ist darüber hinaus sehr brotig . Man könnte den Geruch zusammengefasst mit einem kernigen Bauernbrot vergleichen. Dazu noch leicht beerige Noten.

Zum Geschmack: Ein intensives Aroma, bei dem die brotigen und leicht röstigen Noten sich durchsetzten. Bisweilen noch ganz leichte nussige Noten und etwas beeriges. Am Gaumen setzt sich vor allem dieser krustig, herbe Geschmack fest, den man hat, wenn man von einem dunkleren Brot eine Brotkruste isst. Ein sehr bekömmliches Bier ist es obendrein, da die Kohlensäure perfekt dosiert ist. Dennoch ist auch eine gewisse Würzigkeit vorhanden und es ist nicht so wässrig. Leichte beerige Noten hat man im Geschmacksprofil zusätzlich noch dazu und diese runden auch den gute Gesamteindruck ab.

Zum Fazit: Dieses Bier ist eine runde Sache und eine Abwechslung für all diejenigen, die auf der Suche nach einem etwas anderen Lagerbier sind. Freilich könnte es noch etwas kräftiger sein aber für mich sind es ganz gute 4 Sterne, da das gewisse etwas noch fehlt.

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Waldhaus Schwarzwald Weisse

Zum letzten Abendmahl tranken Jesu und die Jünger zwar Wein, jedoch möchte ich den heutigen Gründonnerstag trotzdem mit einem Biertest beschließen. Dafür habe ich mir heute die Schwarzwald Weisse der Brauerei Waldhaus herausgesucht. Diese Privatbrauerei, welche sich im gleichnamigen Ort im Hochschwarzwald befindet, hat in den letzten Jahren durch ausgefallenes Marketing auf sich aufmerksam gemacht. Die Werbekampagne mit Star- und Fernsehkoch Koch Ralf Zacherl, der sogar ein eigens Bier mitentwickelt hat, wurde in den sozialen Medien ein großer Erfolg und hat der kleinen Privatbrauerei zu großer Bekanntheit verholfen. Aus dem breiten Sortiment der Brauerei wird wie oben genannt das Weizen verkostet. Es hat einen Alkoholgehalt von 5,6% und hat somit für ein Weizen einen recht hohen Alkoholgehalt.

Zur Optik: Hellgoldenes, naturtrübes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Eher geruchsneutrales Bier, man hat leichte getreidige Noten, die sich in der Nase durchsetzten. Etwas Hopfen ist vorhanden.

Zum Geschmack: Ein gefälliges Weizen, mit einem hefig fruchtigen Charakter. Im Abgang wird es ein wenig hopfig und man hat eine leichte Nelkennote wie ich finde. Diese schwingt im Bananenaroma mit. Auch im weiteren Trinkverlauf ist dieses Bier sehr gut trinkbar. Trotz des Alkoholgehalts ist dieser im Geschmack nicht zu erkennen. Es ist vom Körper zwar kräftiger, aber dennoch gut trinkbar und erfrischend.

Zum Fazit: Ein wirklich gutes Weizen, welches man sehr gut trinken kann. Es ist zwar etwas kräftiger und so nicht unbedingt dafür gemacht schnell und viel getrunken zu werden. Aber ein Genuss ist es allemal und mir daher 4 Sterne wert.

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Karlsberg Helles

Heute gibt es im Biertest mal wieder ein unkompliziertes, kleines helles. Es kommt aber nicht aus Bayern, sondern aus dem beschaulichen Saarland. Die Konzentration in der Bierbranche hat auch vor dem Saarland nicht halt gemacht und in den letzten 30 Jahren zu einem Brauereiensterben geführt. Von den wenigen noch verbliebenen Traditionsbrauereien ist die Karlsberg Brauerei die mit Abstand größte. Nicht zu verwechseln mit dem dänischen Weltkonzern, hat sie diese Stellung durch einen Reihe von übernahmen im Saarland und auch in der weitläufigeren Region, in der Pfalz und im Elsass erreicht. Dabei ist die 1878 gegründete Brauerei immer in Familienbesitz geblieben. Neben ihrer Hauptsorte, dem Urpils, hat die Brauerei eine breite Produktpalette an unterschiedlichsten Bierspezialitäten. Aus dieser wird heute das kleine aber feinen Helle verkostet, welches mit Retroetikett in der kultigen Steinieflasche daherkommt. Es hat einen Alkoholgehalt von 5% und 2017 sogar den World Beer Award gewonnen.

Zur Optik: Goldenes, klar filtriertes Bier. der weisse Schaum tut sein übriges

Zum Geruch: Getreidiges, aber leicht muffig riechendes Bier. Riecht ähnlich wie Wulle. ansonsten recht unspektakulär.

Zum Geschmack: Malzig, getreidiges Bier, dem es aber im ersten Augenblick an Tiefe fehlt. Es hat einen angenehmen malzigen Antrunk, der in ein weiches Mundgefühl übersetzt. Vom Hopfen ist eigentlich nichts zu schmecken. Im Abgang ist es mir fast ein wenig zu süß.

Zum Fazit: Ein ganz nettes Bier, welches man sicherlich ganz gut trinken kann und auch nicht stört. Es hat sogar ein für meinen Geschmack recht ordentliches Aroma und ist nicht ganz so mild wie andere Helle. Ich finde es gut trinkbar und hierfür gibts 4 Sterne.

 

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Kuchlbauer Alte Liebe Dunkle Weisse

Heute ist Valentinstag. Daher befindet sich im Test heute auch ein Bier, welches die Liebe im Namen trägt, nämlich die alte Liebe dunkle Weisse von Kuchlbauer. Die Brauerei Kuchlbauer ist ein Betrieb aus Abensberg, mitten in der Hallertau, dem größten Hopfenanbaugebiet der Welt gelegen. Seit 1904 in Besitz der Familie Salleck befindlich, hat die Brauerei eine Tradition die sich laut Firmenangaben bis ins Jahre 1300 zurückverfolgen lässt. Ihren Namen hat die Brauerei Josef Amann, einem früheren Besitzer des Unternehmens, zu verdanken. Dieser wurde im Volksmund der Kuchlpaur genannt und mit der zeit etablierte sich dieser Name für Brauerei und Gasthof. Besondere Bekanntheit erlangte die Brauerei durch ihr neues Firmengelände, welches im Stile des Künstlers Friedensreich Hundertwasser gestalltet wurde und bei dem besonders der Kuchlbauer Turm als markantes Wahrzeichen herraussticht. EIn Besuch der Brauerei lohnt sich also nicht nur des Bieres wegen. Nun aber zum Bier: Bei der Alten Liebe handelt es sich um ein dunkles Weissbier mit 5,2% Alkohol.

Zur Optik: Schokobraunes, dunkles Bier. Es hat einen schönen weisen Schaum.

Zum Geruch: Schokoladiges, leicht röstiges Bier. Es weist gewisse röstige Noten in der Nase auf die den süßlichen Schokoton dominieren auf.

Zum Geschmack: Röstig, würziges Bier. Es hat im Abgang leichte kaffeeartige Noten. Man hat gewisse Anflüge von leicht schokoladigen Noten. Insgesamt ein wirklich sehr röstiges Bier mit einer gewissen Getreidenote obendrauf, bei der schön ganz leicht süßliche Noten hindurch kommen, die schön schokoladig sind. Dazu noch ganz leicht etwas fruchtiges an reife Banane oder Pflaume erinnernd.

Zum Fazit: Ein wirklich sehr gutes dunkles Weizen, das mir persönlich noch einen Ticken cremiger hätte ausfallen können. Dennoch gibt es hierfür gute 4 Sterne.

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Gold Ochsen Hefeweizen Hell

In Ulm um Ulm und Ulm herum. Im heutigen Biertest schauen wir mal wieder in Ulm bei der Gold Ochsen Brauerei vorbei. Nach dem Original knöpfe ich mir nun das nächste Bier aus dem reichhaltigen Gold Ochsen Sortiment vor. Da mit dem Original das letzte Mal ein untergäriges Bier verkostet wurde, wird es dieses mal obergärig, denn heute ist das Hefeweizen dran. Das Bier hat einen Alkoholgehalt von 5,5%.

Zur Optik: Orangenes Bier mit einer schönen weißen Schaumkrone. Diese ist jedoch ein wenig flukativ

Zum Geruch: Sehr intensiver bananiger Geruch. Geht eher in die hefige cremige Richtung.

Zum Geschmack: Sehr vollmundiges Weizen, mit einem dezenten getreidigen Geschmack. Im Abgang vanillig und hefig. Dennoch ein im ersten Moment nicht so schweres weizen und sehr spritzig. Im Abgang ist es ein wenig bitter und man schmeckt ein wenig den Hopfen. Ansonsten hat man ein schönes Weizenaroma im Mund, welches für ein schönes Mundgefühl sorgt. Gegen Ende wird es ein wenig zu hefig und die süße nimmt mir ein wenig zu sehr überhand.

Zum Fazit: Ein spritziges und würziges Weizen, mit einem schönen Aroma. Gegen Ende lässt es ein wenig nach, dennoch ist es mir 4 Sterne wert.

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Ganter Pilsner

Anlässlich des morgigen Baden Württemberg Derbys zwischen dem VFB Stuttgart und dem SC Freiburg verkoste ich heute mal ein Bier aus letztgenannter Stadt. In der südlichsten Großstadt Deutschlands gibt es nämlich auch eine Brauerei, die Ganter Brauerei. Seit 1865 besteht die Brauerei schon in der Universitätsstadt im Breisgau und ist seither auch immer in Besitz der Familie Ganter geblieben. Das besondere an dieser Brauerei ist, dass sie sich durch ein betriebseigenes Turbinenkraftwerk quasi selbst mit Strom versorgt. Außerdem liefert sie als eine der wenigsten Brauereien in Deutschland ihr Bier an besondere Kunden immer noch mit einem brauereieigenen Pferdegespann aus. Aus dem sehr breiten Sortiment, welches auch zahlreiche Spezialitäten enthält, wird heut das klassische Pils verkostet. Dieses besitzt einen Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch. Einen leicht würzigen, hopfigen Geruch hat das Bier. Blumige Noten, dazu etwas Getreide.

Zum Geschmack: Das Bier zeigt einem im ersten Eindruck erst einmal wo es lang geht. Es ist kein übertrieben bitteres oder herbes Aroma, aber der Hopfen tritt schon deutlich in Erscheinung. Positiv ist vor allem, dass er hier sehr aromatisch und feinwürzig in Erscheinung tritt. Gewisse florale Noten würde ich ausmachen. Die Kohlensäure könnte vor allem gegen Abgang noch etwas mehr sein, da dieses Bier hier etwas abfällt und ins wässrige neigt. Vom Körper her ist es ein schlanker Bier, welches aber dennoch gut bekömmlich ist. Ab und an kommt noch etwas Malzsüße hinzu. Zum Schluss schmeckt es nicht mehr hundertprozentig rund, was eventuell aber auch an meinem Trinktempo liegt.

Zum Fazit: Um beim morgigen Spiel zu bleiben, würde es ums Bier gehen hätte Stuttgart mit Dinkelacker und Hofbräu wohl deutlich das nachsehen, denn dieses Erzeugnis ist meiner Meinung nach ein deutlich spritzigeres und runderes Pils als deren Pilserzeugnisse. Dem ein oder anderen Pilstrinker mag es eventuell ein wenig zu mild sein, mir aber schmeckt es, da der Hopfen sehr aromatisch ist. Hierfür gibts 4 Sterne.

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Original Ritterguts Gose

Im heutigen Biertest verkoste ich mal eine Biersorte, die bisher noch gar nicht im Test war, nämlich eine Gose. Hierbei handelt es sich um einen uralten deutschen Bierstil aus dem Mittelalter, der über die Jahrhunderte aber in Vergessenheit geraten ist. Im Zuge der Craftbierbewegung, ist dieser Stil aber wieder total in und wird inzwischen auch von Brauereien aus den USA in größerem Maße produziert. Ursprünglich, wie man dem Namen entnehmen kann, aus der im Mittelalter bedeutenden Reichsstadt Goslar stammend, hat sich dieser Bierstil durch Handelsbeziehungen vor allem in und um Leipzig etabliert und gilt inzwischen als besondere regionale Spezialität. Das besondere an der Gose ist, dass sie einen leicht säuerlichen Geschmack hat und ähnlich wie die namensverwandte belgische Geuze oftmals durch spontangärung mit Wildhefen entsteht. Alternativ werden heutzutage, ähnlich der Berlienr Weisse Milchsäurebakterien eingesetzt um die Säure zu erzeugen. Im Unterschied zu diesen Bieren, wird der Gose noch Kochsalz und Koriander beigefügt, was zwar nicht dem Reinheitsgebot entspricht, aber dennoch keine Chemie oder irgendwelche künstlichen Aromen darstellt.  Die heute vorgestellte Gose, darf man getrost als Klassiker und vermutlich auch bekannteste ihrer Art im deutschen Raum bezeichnen. Denn die Rittergutsgose wird laut Firmenangaben schon seit 1824 in der Brauerei Reichenbrand im leipziger Raum produziert. Diese älteste existierende Gosemarke hat einen Alkoholgehalt von 4,7%.

Zur Optik: Goldenes, leicht trübes Bier. Der Schaum ist mittelmäßig.

Zum Geruch: Kräutriger Geruch. Man riecht den Koriander. Leicht säuerlich. Ein bisschen kommen das Malz und das Kochsalz durch.

Zum Geschmack: Sehr säuerlicher Geschmack. Man hat den Eindruck von Sauerkirsche und leicht Pfirsich. Auch sehr spritzig und ein wenig zitronig. Im Abgang am Gaumen hat man viel säuerliches, was sogar einem ein wenig den Mund zusammenziehen lässt. Durch diese leicht säuerliche Atmosphäre wirkt das Bier sehr prickelnd und erfrischend. Das Kochsalz legt den Mund ein wenig trocken und so wird man durstig nach dem nächsten Schluck. Ab und an etwas kräutrig.

Zum Fazit: Ein Bier, an das man sich gewöhnen muss, aber wenn man sich auf diesen Bierstil einstellt ein wirklich gutes Exemplar, welches vor allem sehr erfrischend ist. Es fehlt noch das letzte zum absoluten Ahaeffekt. Hierfür gibts 4 Sterne.

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Zötler Hefeweizen hell

4 Tage bis Weihnachten sind es nun nur noch. Zeit also für einen Biertest, wenn man betrachtet, dass Weihnachten die Zeit der Einkehr ist. Um eine Abwechslung zu den ganzen Fest- und Bockbieren darzustellen, gibt es heute mal ein Weizen im Test. Ausgesucht habe ich mir das Zötler Weizen aus dem schönen Allgäu. Die Brauerei hat ihren Sitz im beschaulichen Rettenberg, welches so vermutlich nur wenigen Leuten bekannt ist, könnte man meinen. Aber diese doch recht beschauliche Ortschaft ist überregional als Brauereidorf bekannt, denn dies liegt daran, da neben der relativ großen Zötler Brauerei auch die nicht weniger kleine Brauerei Engelbräu hier ihren Sitz hat. Eine vergleichsweise große Ortschaft mit zwei derart großen Brauereien, sucht man ansonsten deutschlandweit vergebens. Nun zum Bier: Es hat einen Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Goldenes, trübes Bier. Es hat einen ordentlichen weissen Schaum.

Zum Geruch: Bananiges, aber auch grobkörniges und etwas hopfenherbes Aroma. Dazu noch kräutrig mit etwas Nelke.

Zum Geschmack: Sehr erfrischendes Weizen und zugleich aber auch würzi,. vor allem im Abgang schmeckt man die Banane schön. Diese hält auch im Nachgang an und verspricht Lust auf den nächsten Schluck. Auch im qweiteren trinkverlauf bleibt dieses Bier banaig fruchtig und zugleich spritzig. Eventuell ist es hier und da ein wenig zu hefig. An manchen Ecken kommt auh die Kohlensäure ein wenig zu arg durch und macht das bier sehr sprudelig. Die Banana hält auch bis indie letzten Schlücke sehr gut an und wenn die Kohlensäure nachlässt ist es sehr angenehm.

Zum Fazit: Ein gut trinkbares Weizen, welches hier und da noch ein wenig zu unausgewogen ist. Im Grundton aber sehr gut trinkbar und daher mir hier heute 4 Sterne wert.