Veröffentlicht in 2-Sterne

Silly Bio-Pils

Im Belgien wird nicht nur obergärig gebraut. Auch untergärige Bier erfreuen sich hier großer Beliebtheit und nicht um sonst sind Biere wie Jupiler oder Stella Artois weltweit bekannt, wenn auch als eher nichtssagende Industriebiere. Doch auch viele der kleinen und mittleren Brauereien haben ein Lager oder Pils im Sortiment, wie auch zum Beispiel die Brasserie Silly. Neben ihrem normalen Pils gibt es auch ein Bio-Pils, welches angeblich etwas milder und bekömmlicher sein soll. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt jedenfalls bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum, der auch nicht sehr standhaft ist.

Zum Geruch: Eine leicht Hopfenherbe, gepaart mit durchaus Malzsüße dominiert den Geruch.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ein grasiges Bier mit einer doch eher süßlichen Note. Vor allem im Nachgang finde ich es sehr süßlich. Es bleibt im Körper dabei aber schlank. Die Kohlensäure prickelt leicht auf der Zunge und sorgt dafür das das Bier gut süffig ist. Im Nachgang ist es mir aber dann doch auch irgendwie zu süßlich. Im weiteren Trinkverlauf wird das Bier dann herber und ist nicht mehr ganz so süß.

Zum Fazit: Für ein „Pils“ ist mir das Bier hier eindeutig zu süß. Der Hopfen zeigt sich erst gegen Ende und insgesamt ist mir das Bier aber zu unausgewogen. Ich gebe daher nur 2 Sterne für dieses Bier.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Wulle Festbier

Aktuell läuft wieder in Stuttgart der Canstatter Wasen das 2. größte Volksfest der Welt nach dem Münchner Oktoberfest. Seit 2020 gibt es zudem neben dem 3 bekannten Festbieren auch wieder eines der Stuttgarter Kultmarke Wulle. Ausgeschenkt wird es beim Göckelesmeier, aber auch in der Flasche ist es zu haben und so werde ich es heute verkosten. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,6%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen Schaum, der aber recht schnell wieder verflogen ist.

Zum Geschmack:: Ein sehr brotiges Aroma zeigt sich hier für mich in der Nase.

Zum Geschmack: Man hat ein würziges, sehr brotiges Bier. Es hat einen durchaus würzigen Abgang, welcher mich überzeugt. Ich habe ein Bier, dass durchaus sehr würzig ist und dazu vor allem im Abgang auch etwas herb. Im Körper ist das Bier kräftig irgendwie finde ich, dass es aber dennoch ein wenig geschmackslos wirkt und vor allem fehlt mir etwas die Kohlensäure für die Süffigkeit.

Zum Fazit: Man muss dem Bier zu gute halten, dass es im Gegensatz zu anderen Volksfestbieren nicht zu schwer wirkt. Dafür fehlt mir aber etwas die Kohlensäure. Dennoch finde ich, dass das Bier insgesamt ein solides Festbier ist das man eher als so manch anderes trinken kann. Das gibt von mir 3 Sterne.

Veröffentlicht in 5-Sterne

Saalfelder Premium Pilsner

Zum Tag der deutschen Einheit darf heute natürlich auch ein Bier aus den neuen Bundesländern nicht fehlen. Dieses Mal soll es eines aus Thüringen und zwar von der Saalfelder Brauerei sein. Eines deren bekanntesten Biere ist das Premium Pilsner, wobei ich bei der Bezeichnung „Premium“ immer ein wenig vorsichtig bin, ist doch das wenigste als premium verkaufte Bier auch geschmacklich premium. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat eine sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier hat einen hopfig fruchtigen Geruch mit einem Hauch zitrus.

Zum Geschmack: Ich habe ein ordentlich hopfiges Bier mit einem fruchtig bitteren ersten Eindruck. Vor allem eine sehr ausgeprägte Zitrusnote weiß zu überraschen. Im Abgang ist der Hopfen sehr deutlich wahrnehmbar mit einem bitterfruchtigen Aroma. Das Bier überzeugt auch im weiteren Trinkverlauf durch ein hopfig aromatisches Aroma, der vor allem auch im Nachgang noch lange anhält. Der Hopfen ist dabei zwar auch bitter, hat jedoch vor allem auch ein fruchtig florales Aroma was sehr zu gefallen weiß.

Zum Fazit: Ich bin überrascht, vor allem von der schönen Zitrusaromatik des Hopfens. Eines der ebsten Pilsbiere die ich bisher hatte. Hier ist Hopfen Programm, genau wie es sich für ein gutes Pils gehört. Der Name premium ist hier definitiv gerechtfertigt. 5 Sterne sind hier Pflicht.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Mager Märzen

Im Herzen der fränkischen Schweiz liegt das idyllische Pottenstein eingebettet in eine malerische Felsenkulisse. Markant ist sicherlich auch die über der Stadt auf einem solchen Felsen gelegene Burg, aber auch Biertechnisch gibt es in Pottenstein etwas zu entdecken. Seit 1774 versorgt hier die Brauerei Mager die Menschen mit Bier und wird bis heute von der Familie Mager in mittlerweile siebter Generation betrieben. Aus dem kompakten Sortiment habe ich heute ein Märzen das dementsprechend einen Alkoholgehalt von 5,1% hat, was für ein klassisches Märzen fast ein bisschen wenig erscheint.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelgoldenes Bier. Es hat keinen wirklich bedeutenden Schaum.

Zum Geruch: Das Bier hat einen intensiven malzigen Geruch in der Nase mit leichter Karamellnote.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einem doch sehr kräftigen Einstig, das leicht am Gaumen prickelt. Es hat auch etwas fruchtige Noten von reifen Äpfeln und im Abgang kommt dann auch etwas karamelliges. Es erinnert wie ich finde leicht an kandierte Äpfel. Das Bier hat einen interessanten Körper und auch eine etwas fruchtigen Abgang. Dazu kommt eine leicht Würze am Gaumen. Insgesamt finde ich es aber doch eher sogar ein wenig schwach. Gegen Ende fehlt es dem Bier dann auch einfach etwas an Kohlensäure und auch der Körper insgesamt hat etwas wenig Substanz für ein Märzen.

Zum Fazit: Ein eher durchschnittliches Bier. Mir fehlt hier leider für ein Märzenbier einfach die Substanz. Hier müsste es für mich noch kräftiger und intensiver sein. Und auch die fehlende Kohlensäure, vor allem gegen Ende lässt das Bier etwas abgestanden wirken. So reicht es nur zu 3 Sternen.

Veröffentlicht in 5-Sterne

Munich Brew Mafia Schlagring

Bei den Namen ihrer Biere spielt die Munich Brew Mafia gerne mit Begriffen die im Umfeld des organisierten Verbrechens angesiedelt sind. Dies ist auch bei meinem nächsten Bier der fall, das nach einer gerne unter Gangstern benutzten Waffe benannt ist, dem Schlagring. Stilistisch ist es ein Triple IPA und mit 10% Alkohol hat es auch ordentlich Bums. Wenn man da nicht aufpasst trifft einen wohl wirklich der Schlag.

Zur Optik: Ein klares bernsteinfarbenes Bier. Es hat keinen nennenswerten Schaum, was bei diesem Alkoholgehalt aber auch nicht so verwunderlich ist.

Zum Geruch: Ein ausgereiftes obstiges Aroma hat man in der Nase. Vor allem beerige aber auch tropische Nuancen wie Litschi und Mango sowie Zitrusfrüchte und Grapefruit.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist das Bier ein wahre Aromenbombe. Man hat sehr reife Fruchtaromen die sich im Mundraum festsetzten und bis weit in den Nachgang reichen. Ich mache Aromen die an Pomelo/Grapefruit und eine reife Wassermolen und Litschi erinnert aus. Im Körper wirkt das ganze sehr mächtig und eine gewisse Schwere ist definitiv nicht zu leugnen. Dennoch wirkt es im Mundgefühl sehr saftig. Im Nachgang hingegen ist es fast schon ein ganz klein bisschen zu süßlich, denn die Kohlensäure fehlt etwas. Der Hopfen bringt neben der Frucht aber auch eine ordentliche Bittere mit und insgesamt wirkt das ganze Bier sehr rund und gut abgestimmt.

Zum Fazit: Was soll ich sagen. Dieses Bier ist eine absolute Granate. Ein fruchtiges, schon auch schweres Bier mit ordentlich Hopfen. Wirklich gelungen und von mir gibt’s dafür 5 Sterne.

Veröffentlicht in 1-Stern

Paderborner Gold

Zwar wird das Paderborner Gold von der Paderborner Brauerei gebraut, taucht jedoch nicht in deren „normalem “ Sortiment auf. Stattdessen wird es von der Warsteiner Gruppe, zu der auch die Paderborner Brauerei gehört als separate „regionale Premiummarke“ geführt und beworben, das insbesondere in der Gastronomie zuhause sein soll. Unter anderem auch als Partner des Zweitligisten SC Paderborn, wie man dem Etikett entnehmen kann wird es dort im Stadion ausgeschenkt. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht doch erstaunlich süßlich malzig und nur leicht hopfig.

Zum Geschmack: Ich hab ein Bier das im ersten Eindruck durchaus bitter daherkommt, aber auch gut sprudelt. Die Kohlensäure ist ordentlich, man merkt aber deutlich das man hier im Pilsbereich unterwegs ist. Der Abgang ist bitter, die Bittere ist aber komisch und wirkt nicht natürlich. Es ist insgesamt auch ein eher nichtssagendes und langweiliges Bier, das im weiteren Trinkverlauf immer wässriger wird und nur eine gewisse metallische Art der Hopfenbittere am Gaumen versprüht.

Zum Fazit: Ne das Bier ist wirklich nix. Eine komische Bittere die leicht metallisch schmeckt und auch ansonsten ist das alles sehr dünn und wässrig. dafür gibts nur 1 Stern. Premium ist an diesem Bier wirklich gar nix. Ein wirklich charakterlose, nichtssagende Brühe.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Hertl Duschbier

Das Duschbier kennt wohl jeder, vor allem diejenigen die schon einmal Mannschaftssport im Aktivenbereich betrieben haben. Dort gehört das Bier unter Dusche genau so dazu, wie der Sport davor. Aber auch Abseits vom Sport erfreut sich das Duschbier durchaus einer gewissen Beliebtheit und es gibt nicht um sonst auch speziell hergestellte Halterungen, welche extra zum Abstellen des Bieres konzipiert wurden, wenn man sich zum Beispiel gerade mit Shampoo einseift. Das hat auch David Hertl erkannt und zusammen mit der Brauerei Zwanzger ein Duschbier auf den Markt gebracht, welches sowohl von innen als auch von außen erfrischend wirken soll. Gebraut wurde es mit frischem Hopfen, welcher direkt als Dolde vom Feld in den Sudkessel gewandert ist. Herausgekommen ist dann ein „hopfengstopftes Grünhopfen-Lager“ und da Hopfen gut für die Haare ist, würde es sicherlich auch als Shampoo taugen, wobei es dafür eigentlich viel zu schade ist. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein trübes, orangenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier hat eine durchaus ansprechende Fruchtnote. Es erinnert etwas in Richtung von Ananas oder leicht Mango. Aber auch einen ordentlich grasiger Duft hat das Bier.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das sich im Antrunk als süffig gestaltet und im Abgang dann etwas süßlicher wird. Im Abgang ist eine deutliche Spur leicht herben Hopfens zu spüren. Ich habe ein Bier mit einem insgesamt recht soliden Malzkörper und einer fruchtigen Süße, die dennoch auch von einem nicht zu unterschätzenden Hopfenaroma im Abgang begleite wird. Bis zum Ende bleibt es dann ein süffiges Bier mit einem ausgewogenen Geschmack von etwas süßlichem Malz und durchaus auch bestimmter Hopfennherbe im Abgang, die dem Bier eine gute Würze verleiht. Dazu kommt eine gute leicht bis mittlere Fruchtigkeit die das Ganze sehr gut umrahmt. Der Hopfen wirkt insgesamt sehr frisch und hat diesen leicht fruchtigen grasigen Geschmack.

Zum Fazit. Sehr gute 4 Sterne bekommt das Bier von mir. Es ist wirklich erfrischend süffig und der Hopfen bringt hier wirklich viel Geschmack ins Bier. Kann man nicht nur unter der Dusche, sondern wie ich finde überall genießen.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Meister Zwickl

Ich mache weiter mit meinen Biertests und bleibe in Franken. Vermutlich hat noch niemand etwas von Unterzaunsfeld gehört und ich denken auch nicht von Pretzfeld, der Markt zu der Unterzaunsfeld gehört. Nun beide liegen im Landkreis Forchheim in der fränkischen Schweiz, die für ihre hohe Anzahl an Brauereien bekannt ist. In besagtem Unterzaunsfeld befindet sich die Brauerei Meister von der ich heute das Zwicklbier verkoste. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen sehr üppigen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht sehr sehr brotig und kräftig getreidig

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das im Antrunk zunächst ein wenig bitter wirkt. Zudem ist das Bier sehr sehr spritzig durch die Kohlensäure. Insgesamt würde ich das Bier als durchaus von getreidigen Noten dominiert betrachten, auch wenn im Nachgang durchaus eine feine Hopfenwürze vorhanden ist. Mir persönlich ist es sogar eine Spur zu bitter und die Kohlensäure ist hier wirklich sehr hoch und dominant. Die getreidigen Noten des Malzes haben durchaus auch einen leicht karamelligen Charakter.

Zum Fazit. Ein wie ich finde doch sehr rustikales Bier mit ordentlich Charakter. Mir ist das bisweilen aber ein bisschen zu viel und so leidet meiner Meinung nach etwas die Süffigkeit. Dennoch ein durchaus gut trinkbares Bier, dem ich eine Wertung von 4 Sternen geben würde.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Lindenbräu Tennen Hell

Eine eigene Mälzerei, darüber verfügen heut zu Tage nur sehr wenige Brauereien. Die meisten kaufen ihr Malz fertig gemälzt und braufertig bei einer ausschließlich auf die Malzherstellung spezialisierten Mälzerei. Eine Brauerei die noch über eine eigene Mälzerei verfügt ist die Lindenbräu aus dem mittelfränkischen Gräfenberg. Dort wird auch die Gerste für deren neuestes Bier gemälzt, das Tennen Hell. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht süßlich. Es hat ganz leichte fruchtige Nuancen.

Zum Geschmack: Das Bier ist sehr erfrischend, prickelt schon im Antrunk und hat einen schönen süßen Abgang, der auch leicht blumige Hopfenoten hat. Es ist ein durchaus würziges helles Bier, das im Körper aber grundsätzlich schön schlank ist. Das Bier ist durchaus süffig und hat auch etwas Hopfenwürze am Gaumen. Dabei ist es auch nicht so süß und die Malzsüße tritt nur in Grundzügen auf. Das Bier wirkt auf mich durchaus süffig mit einem schönen leicht süßlichen aber auch würzigen Abgang, der gut zum schlanken aber dennoch auch vorhandenen Malzkörper passt und diesen gut ergänzt.

Zum Fazit: Ein sauber gebrautes süffiges und würziges Bier. Eventuell ist es auf der Malzseite etwas zu schlank, ansonsten habe ich hier aber wenig zu bemängeln. Das gibt von mir eine Wertung von 4 Sternen.

Veröffentlicht in 2-Sterne

Pinkus Obergärig

Im nächsten Biertest geht es wieder nach Münster zur Brauerei Müller. Seit 1816 braut Familie Müller hier nun schon in mittlerweile 5ter Generation Biere, viele auch in Bioqualität. Ein Klassiker ist das Pinkus Obergärig, welches stilistisch in die Richtung eines Altbieres gehen soll, welche in Münster und Umgebung durchaus verbreitet sind. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,1%.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat keinen wirklich überzeugenden Schaum.

Zum Geruch: Man hat einen doch eher hopfigen und dann auch überraschend bitteren Geruch.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das im ersten Eindruck nicht unbedingt so viel mitbringt. Es ist leicht süßlich im Abgang. Man hat ein Bier, welches ich dennoch als durchaus würzig beschreiben würde. Es ist aber insgesamt dennoch eher nichtssagend im Körper eher dünn. Im Abgang kommt eine leichte Würze und etwas dunkle Malznoten. Insgesamt finde ich das Bier aber eher schwach.

Zum Fazit: Ich weiß nicht so recht was mir dieses Bier sagen will. Irgendwie ist es eher nichtssagend und schwach. So richtig Altbierfeeling kommt hier bei mir nicht auf. Daher gibt es auch nur eine Wertung von 2 Sternen.