Veröffentlicht in 3-Sterne

Paderborner Export

Die Paderborner Brauerei ist nicht gerade wegen ihres wohlschmeckenden Bieres bekannt, sondern wohl eher, weil sich die Biere preislich im Oettinger Segment bewegen und dem Bier auch ein wenig der Ruf eines „Pennerbieres“ anhaftet. Dennoch hat sowohl Oettinger wie auch die Paderborner Brauerei ein sehr umfangreiches Sortiment an vielen verschiedene Biersorten. Ob dieses „Oettinger des Westens“, aber ähnlich im Geschmackstest abschneidet, wird nun folgender Biertest zeigen. Zur Verkostung gibt es das Export, eine der beliebtesten Sorten, welche auf einen Alkoholgehalt von 5,5% kommt.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat ein schönes, brotiges Aroma in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe auch hier ein Beir, das durchaus getreidig ist und auch schön kräftig im Körper, jedoch klingt der Geschmack nur leicht an. Es ist ein Bier, welches geschmacklich keine Explosion ist, aber es hat keine Fehlaromen im ersten Moment und ist einigermaßen süffig. Im Abgang kommt eine leichte Malzsüße. Man hat ein Bier, welches geschmacklich unspektakulär ist und nur durch einen leicht süßlichen Körper auffällt und ansonsten doch zurückhaltend ist.

Zum Fazit: Man kann dem Bier schon 3 Sterne geben, da es zwar unspektakulär ist, aber bei weitem nicht so schlimm wie erwartet.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Moritz Fiege Helles

Ein Helles aus dem Ruhrpott? Das gibt es in meinem nächsten Biertest, denn ich verkoste das Helle der Bochumer Brauerei Moritz Fiege. Seit 2015 gibt es das Bier, also noch etwas vor der Zeit, als so ziemlich jede Brauerei damit anfing, ein Helles Lager ins Sortiment aufzunehmen. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es ist ein leicht süßliches, eher geruchsneutrales Bier.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck zeigt sich ein dezent süßliches und getreidig frisches Bier. Es prickelt im Abgang und das geht auch gut in den Nachgang über. Es ist leicht süßlich, auch im weiteren Trinkverlauf und hin und wieder prickelt es. aber es ist wenn man ehrlich ist geschmacklich auch nicht besonders. Der Körper ist recht leicht, der Abgang etwas herb, aber ansonsten ist das Bier eher mild. Gegen Ende wird Das Bier zwar etwas süßlicher und dies ist durchaus sehr positiv, da sich die süße nicht aufdrängt von einer leichten Hopfenherbe in Schach gehalten wird, es ist aber schlussendlich recht unspektakulär.

Zum Fazit. Ein super gut zu trinkendes, recht süffiges Helles. Alles in Allem ist es aber doch sehr mild, auch wenn es nicht wässrig wirkt. So ist es nichts besonderes und bekommt von mir 3 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Gampert Bräu Förster Pils

Das Förster Pils aus dem Hause Gampertbräu ist als nächstes an der Reihe um verkostet zu werden. Wie so viele andere Brauerei befindet sich auch diese Brauerei in Oberfranken, jedoch nicht im Bamberger Raum, sondern etwas östlicher, an der Grenze zu Thüringen. Der Alkoholgehalt des Pilsners beläuft sich auf 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat ein leicht süßliches, aber auch hopfiges Bier. Es wird aber hauptsächlich von eher getreidigen Noten dominiert.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier, das dezent hopfig ist. Es ist aber auch nur dezent süßlich. Der Körper des Bieres wirkt leicht und schlank. Insgesamt zeigt sich ein durchaus würziges und leicht getreidiges Bier. Im Abgang finde ich es aber dann auch eher ein wenig flach, aber dennoch ist der Hopfen immer präsent.  Irgendwie ist das Bier aber auch leicht pappig und hat es etwas von Karton im Abgang.

Zum Fazit: Ein mild-würziges Bier, das durchaus noch herber sein dürfte. Auch stört mich etwas der pappige Geschmack im Abgang. Insgesamt nichts besonders überragendes, aber auch nicht was einem schlecht bekommen dürfte. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Gaildorfer Zwickl

Von der Gaildorfer Brauerei Häberlein habe ich im heutigen Biertest ein Zwicklbier zur Verkostung. Der Alkoholgehalt des naturtrüben untergärigen Bieres liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht sehr brotig und getreidig in der Nase. Dazu kommt eine leichte Honigsüße.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein durchaus hopfenbetontes, aber auch uriges Bier. Es ist geschmacklich im ersten Eindruck aber auch noch ein wenig zurückhaltend. Dennoch überzeugt es durch einen hopfig getreidigen Geschmack mit leichter Zitrusnote im Abgang. Im weiteren Trinkverlauf passt das Bier mir nicht mehr so recht zusammen. Es wirkt auf mich alles ein wenig unausgewogen. die Kohlensäure prickelt zu stark und auch sonst passen die Komponenten nicht mehr zu recht zusammen.

Zum Fazit: Das Bier hat einen schönen ersten Eindruck. Leider hält sich dieser nicht im gesamten Trinkverlauf. So kann ich dem Bier nur eine Wertung von 3 Sternen geben. Hier sind andere Biere aus der Brauerei deutlich bisser.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Crew Republic In Your Face

Ein West Coast IPA von Crew Republic kommt als nächstes zu mir in den Test. Waren die Münchner von Crew Republic noch einer der Pioniere der Craftbewegung in Deutschland, ist auch an diesen das Abebben der Welle nicht spurlos vorbeigegangen. So haben sie sich Ende des Jahres entschlossen, ihre Brauerei in Unterschleißheim zu schließen und ihre Biere künftig bei Bitburger zu brauen, wo auch die Craftwerk Biere gebraut werden. Der Alkoholgehalt liegt bei 6,8%.

Zur Optik: Ein trübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen durchaus passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein wie ich finde durchaus intensives Hopfenaroma mit Fruchtnoten, die ins tropische gehen. Vor allem Maracuja und Kiwi, aber auch etwas Mango und Papaya habe ich.

Zum Geschmack. Ich habe ein Bier das im Antrunk schon fruchtige Noten hat und diese dann im Abgang am Gaumen entfaltet. Im Nachgang wird es dann aber auch etwas bitterer und man hat ein durchaus ein leicht trockenes Mundgefühl. Es hat ein Aroma mit einem zumindest im Antrunk auch etwas saftigen Mundgefühl, jedoch kommen Richtung Abgang durchaus auch bittere Nuancen durch.

Zum Fazit: Ein Bier, das schöne Fruchtaromen hat. Besonders im Nachgang hinterlässt das Bier ein schön saftiges Mundgefühl. Dazu wird es im weiteren Trinkverlauf auch etwas bitterer. Mir gefällt das Bier und so gibt es von mir 4 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Zötler Festwochenbier

Am Wochenende startet wieder die Allgäuer Festwoche in Kempten. Die Festwoche, die zugleich Messe und Fest in einem ist, ist eines der größten Feste im Allgäu und die Brauerei Zötler hat eigens für dieses Event ein Festwochenbier im Sortiment. Sicherlich kommt dieses Bier auch auf anderen größeren und kleinen Festen im Allgäu zum Ausschank, aber eben auch auf der Festwoche. Da es das Bier auch in Flaschen für Zuhause gibt, kann ich es nun verkosten und darüber berichten. Der Alkoholgehalt liegt wie für Festbiere üblich nahe an den 6% und kommt auf ordentliche 5,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat hier ein schönes brotiges Aroma, das sehr intensiv riecht. Vereinzelt kommen leicht karamellige Noten hinzu.

Zum Geschmack: Ich habe ein kräftiges, malziges Bier. Im Nachgang hat man ein feines keksig-malziges Aroma, das sehr lange im Mundraum bleibt. Diese Note ist aber fast schon etwas zu penetrant und könnte durchaus mehr Kohlensäure vertragen. Es ist ein im Körper sehr kräftiges Bier das zu überzeugen weiß, bei dem mich aber der etwas zu süße Nachgang stört.

Zum Fazit: Ein wirklich kräftiges Festbier, das für etwas mehr Süffigkeit aber mehr Kohlensäure vertragen könnte. Denn die Süße im Nachgang ist ein Thema und speziell wenn man auf einem Fest mehrere Maß davon genießen will, weiß ich nicht, ob das nicht irgendwann etwas unangenehm wird. Aber vielleicht ist es frisch gezapft noch einmal eine Spur süffiger. Dennoch muss man dem Bier auf jeden Fall zu gute halten, dass es sehr schöne Malzaromen hat. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Warsteiner Brewers Gold

Auch die Warsteiner Brauerei hat in den letzten Jahren ihr Sortiment ergänzt und braut nicht mehr nur das allseits bekannte Premium Pilsener. So gibt es neben dem Herb und dem saisonal erhältlichen Weihnachtsbier nun schon seit einigen Jahren das Brewers Gold. Im Gegensatz zu den anderen Bieren ist dieses Bier weniger hopfig und unfiltriert. Auf der Website wird das Bier als Landbier beworben und ist wohl angelehnt an jene Biere aus Franken, die oft ebenfalls unfiltriert sind. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, rötlich bis bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr intensives und hefiges Aroma, mit einer leichten Karamellnote.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck bestätigt sich hier dieses karamellige, leicht keksige Aroma, das sogar leicht im Nachgang hängen bleibt. Es ist ein Bier, das vor allem im Abgang hefig karamellige Noten hat, die auch länger im Mundraum bleiben. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein geschmacklich ähnliches Bier, der Hopfen kommt aber etwas mehr durch.

Zum Fazit: Ich bin überrascht, man kann dieses Bier wirklich ganz gut trinken. Es hat schöne Karamellmalznoten und ist durchaus auch süffig. Abgerundet wird es von einer feinen Hopfenwürze am Gaumen. Hier hatte ich definitiv schlimmeres erwartet. In Referenz zu anderen, doch noch deutlich urigeren Kellerbieren wirkt dieses zwar noch etwas glattgebügelt und dem Mainstreamgeschmack angepasst, dennoch kann man das durchaus trinken, vor allem falls es ansonsten nur das Pils zur Auswahl gibt. Ich gebe ihm 3 gute Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Warburger Summerlife

Ein Sommerbier von der ostwestfälischen Warburger Brauerei habe ich als nächstes im Test. Da wir momentan noch Sommer haben passt der Test also perfekt zur Jahreszeit. Das Sommerbier aus Warburg nennt sich Summerlife und ist ein obergärige Bierspezialität mit einem Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen mittleren Schaum.

Zum Geruch: Ich habe ein brotig fruchtiges Aroma in der Nase mit einem Hauch von Zitrus.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit schlanken Körper und einer sich immer mehr ausbreitenden Fruchtigkeit im Mundraum, die etwas von Zitrus, aber auch etwa sbeeriges an sich hat. Ich habe ein Bier, das auch im weiteren trinkverlauf ein fruchtig frisches Bier ist, das aber dennoch einen leicht spritzig säuerlichen Abgang hat.

Zum Fazit. Ein leicht, säuerliches, etwas fruchtiges Bier. Es hat einen schlanken Malzkörper so wie das sein sollte für eine erfrischendes Sommerbier und eine Spritzige Kohlensäure. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Heylands Pilsner

Die Aschenburger Biermarke Heylands ist Teil der Eder & Heylands Brauerei in Großostheim, bei der einige fränkische Kultmarken des Raumes Aschaffenburg gebraut werden. Aus dem Heylands Sortiment ist heute das Pilsner an der Reihe, das auf einen Alkoholgehalt von 4,8% kommt.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat ein hopfig frisches Aroma in der Nase.

Zum Geschmack: Es ist leicht herb am Gaumen, hat aber einen angenehm milden Körper. Der Hopfen hängt am Gaumen nicht allzu lange nach. Grundsätzlich wirkt der Körper aber schlank und das Bier prickelt im Rachen/Gaumen noch gut nach. Es ist ein Bier, welches auch im weiteren Trinkverlauf, wenn man das gesamte Trinkerlebnis betrachtet ein wenig unspektakulär daherkommt. Es ist teilweise leicht herb, das war es dann aber auch.

Zum Fazit: Ein leicht herbes, etwas unspektakuläres Pils. Es tut niemandem weh, reist mich aber auch nicht vom Hocker. Ich gebe hierfür 3 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Glückauf Prime

Eine weitere Brauerei, von der ich bisher noch kein Bier im Blog hatte, ist die Glückaufbrauerei aus dem sächsischen Gersdorf. Wie der Name vermuten lässt, befindet sich die Brauerei in der Bergbauregion Erzgebirge. Den die Stadt Gersdorf hat eine große Tradition im Kohlenbergbau, der vor allem im 19 Jahrhundert der Stadt einen großen wirtschaftlichen Aufschwung bescherte. In diese Zeit fällt auch die Gründung der Glückauf Brauerei, welche 1880 von Richard Hübsch zur Versorgung seines Gasthofes gegründet wurde. Bis zur Verstaatlichung 1949 bleib der Betrieb in Privatbesitz. Nach dem Ende der DDR wurde der Betrieb von Renate Schreiber, der früheren stellvertretenden Betriebsdirektorin übernommen. Heute zeichnet sich die Brauerei durch ein sehr umfangreiches Sortiment, an wie ich finde teils sehr spannenden Bieren aus und ist eine der wenigen verbliebenen sächsischen Privatbrauereien. Aus dem Sortiment verkoste ich heute das GB Prime, ein edel Pilsbier mit ausgesuchtem Spezialhopfen. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht getreidig und hat eine ordentliche Spur Hopfen in der Nase.

Zum Geschmack: Man hat ein hopfiges Aroma. Es ist schlank, aber im Gesamteindruck dennoch sehr süß. Es wirkt auch nicht so richtig spritzig. Der Hopfen ist sehr leicht vorhanden und das Bier in Körper und Mundgefühl doch recht schlank. Der Hopfen macht das Bier aromatisch, aber nur vereinzelt bitter. Es ist nicht herb. dafür aber blumig. Es bleit auch im weiteren Trinkeverlauf ein Bier, bei dem man hopfige Noten wahrnimmt, das aber auch doch in der getreidigen, leicht teigigen Schiene unterwegs ist.

Zum Fazit. Ein aromatisch-florales Pilsbier, das nicht so bitter ist wie andere Vertreter. Mir gefallen aber solch aromatische Pilsbiere persönlich sehr gut und so gibt es von mir für das Bier auch 4 Sterne.