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Veldensteiner Vollbier Hell

Im heutigen zweiten Biertest wird dieses Mal wieder ein Helles verkostet . Gebraut wird das ganze von der Kaiser Bräu aus Neuhaus an der Pegnitz. Das Vollbier Hell ist ein typisches Helles mit einem Alkoholgehalt von 5,1%.

Zur Optik: Ein klares, goldenes Bier mit einer wirklich ansprechenden Schaumhaube.

Zum Geruch: Ein gerstenlastiger Getreidegeruch macht sich in der Nase breit. Es riecht sehr nach grüner Gerste und hat ein bisschen diesen typisch-fränkischen Lagergeruch, der leicht zuckrig ist.

Zum Geschmack: Es schmeckt sehr frisch und hat leicht karamellige Anklänge. Es hat ein sehr weiches Mundgefühl. Es ist ein wirklich sehr süffiges Bier, das ich ohne große Nebengeräusche gut trinken lässt. Es hat in der Backengegend im Abgang leicht störende Getreidenoten, die ein wenig muffig und nicht gut durchgemälzt schmecken. Aber ansonsten kann man bei diesem Bier wenig sagen. Dieses leicht karamellige macht dieses Bier wirklich zu einem abwechslungsreichen Genusserlebnis.

Zum Fazit: Ein ausgeglichenes Bier, das zum einen mit den leicht karamelligen Noten ein wirkliches Highlight hat. Auf der anderen Seite hat man aber auch die leicht muffigen Kellernoten. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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du Bocq Blanche de Namur

Mit dem Blanche de Namur habe ich heute eines der bekanntesten belgischen Witbiere im Test. Gebraut wird das Bier von der Brasserie du Bocq aus dem wallonischen Purnode. Die Brauerei du Bocq braut seit 1949 gewerblich Bier, nachdem sie zuvor schon einige Jahre genutzt wurde um die Arbeiter des angeschlossenen Bauernhofs zu versorgen. Das Bier selbst ist nach der Provinz Namur benannt in welchem die Brauerei liegt. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,5%.

Zur Optik: Ein hellgebes, naturtrübes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr nach Orangen duftendes Aroma. Aber auch den Weizen bzw. das getreidige kommt durch.

Zum Geschmack: Ein sehr spitziges Bier mit einer ordentlichen Hopfennote. Im Abgang und vor allem im Nachgang kommen leicht süßliche Noten mit Honig und Getreide durch. Die weizigen Noten stechen sehr heraus, aber auch die Orangenschale wurde ein wenig herausgearbeitet. Auch im weitern Trinkverlauf kommen die getreidigen Noten mit dem süßlichen Honigaroma durch, welches sich gerade gegen Ende sehr betont.

Zum Fazit: Ein interessantes, spritziges Witbier, das ich als sehr erfrischend empfinde. Daher gibt es von mir eine Wertung von 4 Sternen.

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Stuttgarter Hofbräu Volksfestbier

Gerade würde wieder das Stuttgarter Volksfest auf dem Cannstatter Wasen laufen, doch wegen Corona fällt es dieses Jahr aus. Das Bier zum Fest gibt’s aber trotzdem und Stuttgarter Hofbräu ist eine von 3 Stuttgarter Biermarken die mit einem eigenes dafür gebrauten Bier auf dem Wasen vertreten sind. Das Märzenbier, das nun vor mir steht hat einen Alkoholgehalt von 5,5%.

Zur Optik: Ein bernsteinfarbenes Bier. Das klar filtrierte Bier hat eine sehr schöne Schaumkrone, die sich sogar noch über dem Glas auftürmt und trotzdem stabil ist.

Zum Geruch: Ein sehr intensives Malzaroma. Aber auch die alkoholische Note kommt ein bisschen durch. Es riecht trotzdem auch sehr würzig. Ansonsten überwiegen die brotigen und leicht süßlichen Malznoten.

Zum Geschmack: Zunächst einmal fällt der doch arg alkoholische Geschmack des Bieres auf. Der Hopfen kommt auch durch und man hat harzige und leicht grasige Aromen in der Gaumengegend. Es wirkt auf mich ein wenig künstlich und das Malz kommt doch eher ganz rau rüber. Aber im Großen und Ganzen ist dieses Bier durchaus sehr genießbar. Insgesamt ist es ein sehr würziges Bier. Der leicht bittere und harzige Eindruck des Hopfens bleibt auch im weiteren Trinkverlauf erhalten und lenkt ein wenig von dem eher schwachen Malzgeschmack ab. Dieser könnte intensiver und süffiger sein, wenngleich das Bier sehr frisch wirkt.

Zum Fazit: Ein durchschnittliches Bier, das ich aber nicht unbedingt haben muss. Man kann es trinken, wenn es nichts anderes gibt, aber ob man es unbedingt haben muss ist die andere Frage. In jedem Fall ist es aber genießbar und bekommt so 3 Sterne.

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Freistil Lust now Pale Ale

Im heutigen Biertest hab ich ein Bier aus Tübingen im Test. Nicht wirklich als Bierstadt bekannt, gibt es seit 2017 wieder eine kleine Brauerei in der Universitätsstadt. Das Lust now, benannt nach einem Tübinger Stadtteil, ist ein Pale Ale mit einem Alkoholgehalt von 4,8%.

Zur Optik: Ein hellorangenes, naturtrübes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat fruchtige Noten, die an Kiwi und Papaya erinnern. Dazu kommen noch etwas andere tropische Fruchtnoten ala Maracuja.

Zum Geschmack: Auch hier ist es im ersten Eindruck wirklich eine Fruchtbombe. Man hat eine sehr schöne Kiwinote, die mit Maracuja ergänzt wird. Die Noten bleiben sehr lange im Mundraum erhalten, bevor  im Nachgang leicht bittere und trockenere Noten übernehmen. Im weiteren Trinkverauf wird es etwas herber, jedoch bleibt eine gewisse Fruchtigkeit immer bestehen auch im Nachgang.

Zum Fazit: Nach diesem schönen fruchtigen-grasigen Einstig wird der Hopfen etwas herber. Mir schmeckt dieses Bier wirklich sehr gut und ich empfinde es als erfrischend. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen.

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Störtebeker Bernsteinweizen

Muss Weizen denn immer aus Bayern kommen? Ich finde nicht. Ich habe mir gedacht, zum morgigen Tag der Einheit gibt es wohl nichts verbindenderes als eine urbayerische Biersorte die im Osten Deutschlands gebraut wird. Dabei handelt es sich um das Bernsteinweizen der Störtebeker Braumanufaktur aus dem schönen Stralsund. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein hellorangenes, naturtrübes Bier. Es hat einen ganz guten weißen Schaum.

Zum Geruch: Hier dominiert ein etwas hefiges Aroma. Dazu kommt neben dem bananigen, das aber nicht so mit anderen Früchten daher kommt, auch noch eine Portoin Vanille. Dazu finde ich es auch leicht kräutrig.

Zum Geschmack: Hier hat ist es ein etwas komplexerer Geschmack, der auch im ersten Eindruck aus verschieden Richtungen besteht. Da ist zum einen das Malz und das getreidige, das einen ganz klar süßlichen Nachgeschmack übrig lässt. Dabei spielt auch die Banane eine rolle. Speziell am Anfang und am Gaumen kommen aber auch ein wenig derbe Noten hinzu, die eher kernig sind. Dazu spielt wie oben schon erwähnt die Vanille eine ordentliche rolle. Die Kohlensäure prickelt vor allem im Antrunk und Mittelteil am Gaumen. Insgesamt ist es ein kräftiges und sehr charakterstarkes Weizen. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein guter Mix aus süßlichen und etwas kernigen Noten. Ab und an ist es auch ein wenig herb und hat gewisse Noten von Honig bzw. Wildhonig.

Zum Fazit: Mich hat dieses Weizen wirklich überzeugt und es ist ein Beweis dafür, das man auch im Osten Weizen brauen kann. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Van Honsebrouck Brigand

Mein heutiger Biertest geht ins belgische Ingelmunster zur Kasteel Brouwerij van Honsebrouck. Gegründet wurde sie 1900 von Emiel van Honsebrouck und ist heute noch immer in Familienbesitz. Der Name und der Bogenschütze auf dem Etikett meines heutigen Testbieres Brigand, sind eine Hommage an die Aufständischen die sich gegen die französische Besetzung im Jahre 1798 auflehnten. Stilistisch handelt es sich um ein Tripel bzw. ein strong Blonde Ale. Der Alkoholgehalt liegt auch dementsprechend bei 9%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein intensiv fruchtiges Aroma. Es hat eine deutliche Honignote. Es hat für mich auch etwas von Melone und einen Zitrustouch.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein erfrischendes Bier, das einen leicht bitteren Abgang hat, aber nur ganz leicht. Im weiteren Trinkverlauf ist es ein sehr aromatisches Bier, mit einer schönen getreidigen Honignote, die am Gaumen hängt, die aber auch mit einer bitteren Hopfennote gefüttert wird und etwas harziges hat, was am Gaumen hängt und kräutrig wirkt. Es wirkt im weiteren Trinkverlauf ein wenig lasch. Mir fehlt vor allem die Kohlensäure. Es ist dann ein gegen Ende doch recht schwerfälliges Bier, das auch nicht unbedingt süffig ist. Durch die fehlende Kohlensäure ist es dann aber auch ein wenig zu süßlich und die kräturige Note wird ein wenig penetrant.

Zum Fazit: Ein Bier, das mir im Einstieg sehr gut gefällt. Gegen Ende ist es aber nicht mehr so bekömmlich, da mir vor allem die Kohlensäure fehlt. So erreicht es dann leider nur 3 Sterne.

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Aalener Löwenbräu Löwenpils

Heute gibt es wieder ein Bier aus Aalen von der Löwenbrauerei im Test. Das Pils der Brauerei ist schon fast eine Besonderheit, da der Hopfen hier nicht nur während des Brauvorgangs, sondern auch noch einmal während der Lagerung ins Bier gegeben wird. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht fruchtiges, sogar nach tropischen Einflüssen riechendes Bier. Man hat noch gewisse Einflüsse von Zitrusfrüchten.

Zum Geschmack: Hier hat man auch einen grundlegend leicht fruchtigen Hopfenton, der aber auch Raum für bitter angehauchte und grasige Noten zulässt. Im Abgang ist es dann noch leicht spritzig, wenngleich es im Nachgang dann leider ein wenig nachlässt. Insgesamt ist es mir aber noch ein wenig zu intensiv und vom Hopfencharakter eher süddeutsch, sodass es  noch etwas herber sein könnte.

Zum Fazit: Ein interessantes Pils, das etwas für aromatisch veranlagte Pilstrinker ist. Wer etwas herberes sucht ist hier eher auf verlorenem Posten. Ich gebe dem Bier 4 Sterne, da es ein etwas anderes Pils ist.