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Braukunstkeller Herr Axolotl

In meinem heutigen ersten Biertest habe ich dieses Mal wieder etwas eher außergewöhnliches. Mit dem Herr Axolotl habe ich das Produkt eines Gemeinschaftssudes von Himburgs Braukunstkeller und Alebrowar aus Polen. Nachdem Alexander Himburg seine eigene Brauerei wieder schließen musste ist er seither als Gipsy Brauer bei verschiedenen befreundeten Brauereien unterwegs. So auch bei dem polnischen Vertretern von Alebrowar in deren kürzlich eröffneter Brauerei mein heutiges Testobjekt entstand. Stilistisch hat man hier eine Berliner Weiße die schon während des brauprozesses mit Himbeeren verfeinert wurde.

Zur Optik: Ein naturtrübes, pinkrotes Bier. Es hat einen rötlich angehauchten Schaum.

Zum Geruch. Ein sehr beeriger Geruch mit dieser expliziten Himbeernote. Die Himbeere wirkt sehr frisch in der Nase.

Zum Geschmack: Hier ist der erste Eindruck gar nicht so beerig wie im Geruch und vor allem eher leicht säuerlich als süß. Man hat aber Fruchtnoten, die auf die Beere verweisen. Auch im weiteren Trinkverlauf ein durchaus dezent säuerliches Bier, welches vor allem dadurch auffällt das es extrem leicht ist. Mir ist es persönlich etwas zu sauer, auch wenn es für diesen Bierstil nicht unüblich ist. Außerdem fehlt es etwas an Kohlensäure und Hopfen als Gegenpol.

Zum Fazit: Stilistisch sicher ein spannendes Bier und auch die Himbeere wirkt frisch und obstig. Für mich reicht es aber schlussendlich nur zu 3 Sternen, da ich es für mich nicht ganz passend finde, auch wenn ich wirklich Fan von Himbeeren bin.

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Budels White Gose

Das Gose nicht immer gleiche Gose ist zeigt mein heutiges Testbier, das ein Sauerbier auf Basis eines Weizens ist. Hergestellt wird das Ganze von der niederländischen Brauerei Budels. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,5%.

Zur Optik: Ein mattgoldnes, leicht trübes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum.

Zum Geruch: Man hat weizige und leicht getreige Noten. Dazu kommt etwas öliges.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein dezent saures und leicht fruchtiges Bier. Man hat Noten von Mango und auch etwas Apfel. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein bestimmt aber nur leicht säuerliches Bier mit einer doch gewissen Fruchtnote am Gaumen. Auch im weiteren Trinkverlauf hat man eine dezente Säure die mit Apfelnoten und Mango angehen daher kommt. Isngesamt prickelt dieses Bier gut und ist sehr erfrischend.

Zum Fazit: Ein gutes Bier bei dem der Geschmack von grünem leicht sauren Apfel dominant ist. So hat es sich als gute Sommererfrischung bewiesen und verdient sich eine Wertung von 4 Sternen.

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Sander Saure Susi

Im heutigen Biertest verschlägt es uns dieses Mal nach Rheinland Pfalz zur Braumanufaktur Sander, welche sich in der Domstadt Worms befindet. Mit der Sauren Susi möchte ich dabei heute ein Sour Lager verkosten, welches die Säure mit Hilfe von Milchsäurebakterien bekommt. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,6%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, gold bis bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr sehr beeriges Aroma nach Johannisbeere und Stachelbeere und dazu etwas Himbeere habe ich in der Nase.

Zum Geschmack: Es ist ein erwartungsgemäß säuerliches Bier mit einer leicht beerig fruchtigen Note. Diese erinnern mich an Sauerkirsche und Stachelbeere. Man hat im Abgang aber auch ganz leichte getreidige Noten. Auch im weitere Trinkverlauf hat es etwas von Kirschen, aber auch Trauben bzw. Traubenzucker, da es im Abgang eine gewisse Süße ausstrahlt. Es bleibt dabei insgesamt dezent ohne zu sauer zu werden.

Zum Fazit: Ich gebe dem ganzen 3 Sterne, da es für mich ein gutes Einsteigerbier ist was das Thema Sauerbiere angeht. Es ist aber doch sehr dezent und eher leicht, für den Sommer aber eine sehr gute Erfrischung.

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Petrus Aged Pale

An Pfingsten kam bekanntlich der heilige Geist über die Jünger Jesu. Ein davon war Petrus und genau diesen Namen trägt auch mein heutiges Bier. Hergestellt wird das Bier von der belgischen Brauerei de Brabandere aus dem flämischen Ort Bavikhove. Seit 1894 gibt es diese Brauerei schon. Aus dem Petrus Sortiment möchte ich heute das Aged Pale verkosten, ein fassgereiftes Sauerbier mit einem Alkoholgehalt von 7,3%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein säuerlich fruchtiges Aroma. Es hat etwas von Quitte und Pfirsich.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man säuerliche Obstnoten, die an Quitte und Pfirsich erinnern, aber auch etwas harzig schwefeliges am Gaumen bleibt bestehen. Es ist am Gaumen ordentlich herb, und auch am Gaumen ist es ein fruchtig obstiger Mix. Es ist im weiteren Trinkverlauf aber dann doch sehr sauer und irgendwie auch ein wenig schwefelhaft. Das säuerliche zieht sich bis zum Ende durch und ist dann aber zu dominant wie ich finde.

Zum Fazit: Einrecht ungewöhnliches Bier, das für den normalen Biertrinker wohl etwas gewöhnungsbedürftig ist. Ich empfinde aber gerade die Säure als höchst erfrischend und so landet das Bier bei mir bei 4 Sternen.

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Brlo le Flaneur

Im heutigen Biertest gibt es dieses Mal eine deutsch-belgische Kombination. Es handelt sich um ein Bier, welches von Brlo aus Berlin und dem Brussels Beer Project gebraut wurde. Das Bier nennt sich le Flaneur, ist ein Sour Saison und hat einen Alkoholgehalt von 5%.

Zur Optik: Ein trübes, oranges Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es ist zum einen fruchtig, aber auch säuerlich in der Nase. Man hat vordergründig Mandarine und Orange, aber auch Zitrone und Grapefruit habe ich in der Nase.

Zum Geschmack: Im Antrunk ist es säuerlich, bevor es dann Richtung Gaumen sehr saftig und fruchtig wird. Man hat ganz klar Zitrusnoten und auch Mandarine im Abgang. Hin und wieder kommt etwas leicht schwefelartiges durch. Im Antrunk zieht es aufgrund der Säure schon kurz die Backen zusammen, jedoch harmoniert sie sehr gut mit der Fruhtigkeit. Das saftige ist im weiteren Trinkverlauf nicht so ausgeprägt. Gegen Ende wird es im Abgang, vor allem im Körper etwas wässriger.

Zum Fazit: Ein Bier, welches mir eigentlich ganz gut geschmeckt hat. Ich finde das hin und wieder vor allem das säuerliche sehr gut zu überzeugen weis, auch wenn es gegen Ende etwas wässriger wird. Ich komme auf ein Ergebnis von 4 Sternen.

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Schoppe Bräu Saurer Nick

Beim heutigen Biertest bleiben wir dieses Mal in Berlin, im Gegensatz zu gestern wird es aber sauer. Den mit dem Sauren Nick verkoste ich heute ein Sauerbier, bei dam auch Waldmeister im Spiel war. Der Alkoholgehalt beläuft sich auf runde 5%.

Zur Optik: Ein rötliches, naturtrübes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein säuerlicher und hefiger Geschmack der sich hier in der Nase breit macht. Dazu kommt eine leicht kräutrige Note.

Zum Geschmack: Ein sehr säuerliches Aroma, welches aber dennoch fruchtig bleibt und bei dem man auch die Blaubeere schmeckt. Über allem schwebt dieser würzig kräutrige Ton des Rosmarin. Ich finde es hat grundlegend ein recht moderates Aroma und wird nicht zu sauer. Auch im weiteren Trinkverlauf schmeckt man zwar den sauren Geschmack in seinen Grundzügen bleibt es aber relativ moderat Auch gegen Ende bleibt es säuerlich-beerig und dann kommt dieser Geschmack auch im Abgang durch. Das kräutrige schwimmt immer irgendwo mit und es hat auch etwas salziges was ganz leicht anklingt.

Zum Fazit: Ein wirklich interessantes Bier, das weit davon entfernt ist nur auf die säure reduziert zu werden. Es ist moderat sauer und hat viele spannende Ansätze. Man hat kräutrige aber auch fruchtige Noten in Form von Beeren. ich gebe dem Ganzen 4 Sterne