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Munich Brew Mafia Völlerei

Die 7 Todsünden, die man aus der Bibel kennt, dienten der Munich Brew Mafia thematisch als Vorlage für ihre Bierserie Sevensins, von denen auch einige Biere getestet habe. Für jede einzelne dieser „Sünden“ haben sie versucht, diese geschmacklich in ein Bier zu übersetzten, welches die Essenz dieser widerspiegelt.

Die 5. dieser Sünden ist die Gula, die Völlerei. Damit ist der maßlose, auch verschwenderische Genuss und ein ausschweifender Lebenstil gemeint, was sich auch auf die Trinkgewohnheiten beziehen kann. Völlerei kennt man besonders gut von den üppigen Fressorgien rund um die Festtage an Weihnachten, aber auch bei Grillabenden im Sommer wird gerne groß aufgetischt. Dies dürfte auch die Inspiration für das Bier zum Thema Völlerei sein, denn auf dem Etikett ist eine Bratwurst abgebildet und von deren Geschmack ist auch das Bier inspiriert. Stilistisch ist es ein Rauchbierbock mit den typischen Raucharomen, welche man so auch bei einer guten Bratwurst von Grillrost wiederfindet. Um das Ganze abzurunden wurden auch noch Senfkörner zum brauen verwendet, womit das Bier nicht dem Reinheitsgebot entspricht und damit eigentlich gar nicht offiziell als Bier bezeichnet werden darf. Der Alkoholgehalt liegt bei 6,5%.

Zur Optik: Ein trübes, orangenes Bier. Es hat leider nicht so viel Schaum.

Zum Geruch: Man hat beim Bier wie ich finde ein doch markanten Senfgeruch der in der Nase auch für ein leicht scharfes Kitzeln sorgt. Auch den Rauch und das Malz riecht man.

Zum Geschmack: Ich habe einen Geschmack, der am Anfang noch eher getreidig ist, im Nachgang dann aber durchaus die Noten von Senf, aber auch etwas holziges hat. Auch ein geräuchertes Aroma, das an Schinken, oder aber auch geräucherte Würste erinnert ist vorhanden. Insgesamt hat das Bier vor allem diese Senfnote die den Geschmack dominiert und wirklich auffällt. Ergänzt wird sie durch ein im Abgang einsetzendes, leicht süßliches Malzaroma. Der Senf schmeckt frisch und erinnetr auch eher an den groben Senf, als wirklich jenen den man aus der Tube kennt. Insgesamt bleibt das Bier süffig und im Körper nicht zu kräftig, sondern das Malz ist hier schon eher leicht süßlich. Ein leichte Malzsüße mit einem Hauch Karamell kommt gegen Ende auch ein bisschen durch und rundet den Geschmack ab.

Zum Fazit: Mal etwas anderes und ich finde das die Senfnote natürlich schmeckt und sehr gut zu diesem Bier passt. Für Menschen die Senf mögen sicherlich mal etwas spannendes zum probieren. Auch mich zähle ich dazu und deshalb gibt es von mir sehr gute 4 Sterne. Natürlich schmeckt es nicht genau so wie eine Bratwurst, aber als Begleiter zu einer solchen finde ich dieses Bier wirklich optimal

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Becher Bräu Rauchbock

Eine besondere Spezialität, nämlich einen Rauchbock habe ich als nächstes Testbier. Gebraut wird er von der Becher Bräu aus Bayreuth. Der Alkoholgehalt liegt bei 7,2%.

Zur Optik. Ein trübes, orangenes Bier. Es hat nicht wirklich viel Schaum.

Zum Geruch: Ein holziger Geruch mit leichten Noten von Schinken kommt einem in die Nase.

Zum Geschmack: Ich finde das Bier im ersten Eindruck gar nicht so spektakulär. Es ist ein bisschen süßlich im Abgang. Rauchige Aromen nehme ich aber gar nicht so recht wahr zunächst. Ich finde das Raucharoma tritt hier gar nicht wirklich zum Vorschein, sondern ist insgesamt wirklich eher sehr dezent vertreten. Der Bock ist insgesamt durchaus ein wenig süßlich, im Abgang insgesamt finde ich das Bier aber schon eher sogar milder. Es ist aber nicht schlecht und ein ganz leichtes Holzaroma schwingt durchaus mit.

Zum Fazit: Ich bin ehrlicher Weise doch recht enttäuscht von diesem Bier. Der Rauchgeschmack kommt hier wie ich finde gar nicht zum Tragen und so ist es auch sonst ein recht langweiliges Bier. Von mir gibt es 2 Sterne.

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Weiherer Rauchbock

Auch mein nächstes Testbier ist das Ergebnis einer Kooperation, dieses mal einer brasilianisch-fränkischen. Alexandre Bazzo, Braumeister der Cervejaria Bamberg ist leidenschaftlicher Fan fränkischer Biere, insbesondere dem Rauchbier. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass sich seine Brauerei nach der Rauchbiermetropole schlechthin nennt, nämlich Bamberg. 2010 lernte er Braumeister Roland Kundmüller auf der Braubeviale kennen und gemeinsam entdeckten sie ihre Leidenschaft für das Rauchbier. Aus dieser Begegnung ist ein intensiver Austausch und schlussendlich auch das ein oder andere gemeinsam getrunkene und gebraute Bier entstanden. So eben auch mein heutiges Testbier der Rauchbock. Der Alkoholgehalt dieses Bieres liegt bei 7%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, golden bis orangenes Bier. Es hat keinen wirklich besonderen Schaum.

Zum Geruch: Ein Aroma wie man es erwartet. Es hat etwas von Schinken, bei dem dazu noch eine ordentliche Portion Getreide kommt.

Zum Geschmack: Es ist ein Bier, das kräftig ist und auch durch ein intensives Raucharoma besticht, welches dem ganzen Trinkvorgang hindurch überzeugt und dominant ist. Dieses Aroma ist sehr intensiv ausgeprägt und macht das ganze wirklich sehr schön süffig. Es hat so eine Note mit im Einstieg noch etwas süßgetreidigem, bevor dann Richtung Abgang das rauchig schinkige schon deutlich dominiert. Diese rauchigen Noten entfalten auch noch etwas süßlich aus, was fast an etwas wie einen Honigschinken oder ähnliches erinnert.

Zum Fazit: Es ist schon etwas gewöhnungsbedürftig und dürfte sicherlich nicht jedem schmecken, aber dieses intensive Raucharoma überzeugt mich doch schon irgendwie sehr, wenn man es mag. Dazu kommt ein kräftiger, massiger Körper. Ich gebe dem Bier 4 Sterne, das es zwar wirklich außergewöhnlich, aber doch auch gewöhnungsbedürftig ist.

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Meinel Mephisto

Mephisto, so bezeichnet Goethe den Teufel in seinem Werk Faust, in dem jener mit dem gleichnamigen Titelhelden einen Pakt schließt. Aber auch die Brauerei Meinel hat ein Bier selbigen Namens im Sortiment. Beschrieben wird es zart rauchiges Exportbier, also ein Rauchbier. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen mittleren Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiges, leicht rauchiges Aroma mit ganz feinen Schinkennoten.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein würziges Bier mit leicht karamelligen Noten. Es ist ganz kurz herb und lässt aber noch kein besonderes Raucharoma erkennen. Immer wieder kommt etwas rustikales, leicht angerauchtes durch mit einem Mix aus karamellig hopfigen Noten. Insgesamt ist der Geschmack Abte eher etwas milder. Vor allem die Kohlensäure fehlt mir etwas.

Zum Fazit: Zart-rauchig trifft es wohl wirklich, denn im Geschmack findet sich nicht so viel vom Raucharoma wieder, wie man im Geruch vernimmt. Ansonsten ist es ein ausgewogenes, würziges Bier, das mir aber etwas zu mild geraten ist. 3 Sterne.

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Lehner s’Rauchige

Als Erinnerung an den fürchterlichen Stadtbrand von 1868 in Rosenfeld hat die im Ort ansässige Lehner Brauerei zum 150 jährigen Jubiläum ein spezielles Bier herausgebracht. Die nach einem Insolvenzverfahren inzwischen zum Brauhaus Zollernalb gehörende Brauerei hat zu diesem Anlass, s’Rauchige gebraut, ein Rauchbier, das mit seinem Geruch an die nach dem Brand übrig gebliebene Asche der überwiegend aus Fachwerk bestehenden Stadt erinnern soll. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein rotbraunes Bier. Es ist leicht trüb und hat einen leicht bräunlich angehauchten Schaum.

Zum Geruch: Es riecht rauchig torfig. Man hat sofort den Geruch von gedörrtem Eichenholz und von rauchigem Schinken in der Nase. Die geröstete Gerste kommt nur leicht durch.

Zum Geschmack: Im Antrunk ist es überraschend leicht spritzig. Im Abgang wird es dann röstig und ordentlich rauchig. Im Abgang kommen dann auch Noten von Schinken durch. Es hat Passagen; in denen aber der Abgang auch eher lasch ist und ich finde das geschmacklich nicht so viel ankommt. Der rauchige Geschmack klingt immer nur ganz leicht am Gaumen an und ist bei weitem nicht so intensiv wie bei manch fränkischem Vertreter. Im Antrunk ist es sogar leicht süßlich, was nicht so ganz passt. Es hat ab und zu noch eine leicht röstige Note.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Bier eine Wertung von 3 Sternen. Es ist leicht rauchig, aber dies schon eher auf einem moderaten Level. So ist es eventuell auch etwas für jemanden, der diese Art von Bier einmal probieren möchte und nicht gleich durch einen zu gewöhnungsbedürftigen Geschmack abgeschreckt wird.

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Staffelbergbräu Querkerla

Eine der größten Brauereien in der fränkischen Schweiz ist die Staffelbergbräu in Bad Staffelstein. Gegründet wurde die Brauerei im Jahre 1866 als Jakob Geldner beschloss, in seinem eigenen Gasthof selbstgebrautes Bier auszuschenken. Bis heute ist die Brauerei im Besitz der Familie Geldner und verfügt über ein ansprechendes Sortiment an fränkischen Bierspezialitäten. Ich werde heute das Querkelra probieren. Benannt ist das Bier nach den kleinen Wichteln, die in den Höhlen des Staffelbergs hausen sollen und im Volksmund Querkerla genannt werden. Stlistisch ist das Bier ein Rauchbier und hat einen Alkoholgehalt von 5,3%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, rotbrunes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Der typische Geruch nach Schinken und es holzig-rauchigem zeigt sich in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier das eine hohe Geschmackvaribailität zu bieten hat. Die Kohlensöure ist zunächst prästent. Auch der Rauchgeschmack ist unverkennbar vorhanden. Er ist aber so dezent, das er sich vor allem auch im Nachgang angenehm im Mund ausbreitet und das ganze Mungefühl mit einem leichten Schinkenaorma ausfüllt. Es ist sogar ganz leicht herb am Gaumen. Man hat dezente Raucharomen, die auch wirklich gut rüberkommen und auch etwas brotig sind. Dazu kommt eine feine Hopfenwürze die das Bier abrundet.

Zum Fazit: Ein wirklich leckeres Rauchbier, das einen intensiven Geschmack hat, zugleich aber nicht zu extrem nach den typischen Rauchbieraromen schmeckt. Vor allem gefällt mir die feine Hopfenwürze, die es abrundet und dem Bier einen wirklich urigen Charakter verleiht. Mir hat es sehr geschmeckt und ich gebe hierfür 5 Sterne.

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Schleicher Lorenz Meistersud

Die Gemeinde Kaltenbrunn ist ein Ortsteil der 1978 durch die Zusammenlegung mehrerer Ortschaften geschaffenen Gemeinde Itzgrund. Ich befinde mich wieder einmal in Franken und wie sich das gehört, befindet sich im Ort auch eine Brauerei. Die Brauerei Schleicher wurde im Jahre 1880 von Andreas Schleicher gegründet und befindet sich bis heute in Familienbesitz. Die jünsgte Generation wird von Lorenz Schleicher Repräsentiert, der zu seiner Meisterprüfung erstmals den heute im Test befindlichen Meistersud braut. Dies ist ein Rauchbier mit einem Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz passablen Schaum.

Zum Geruch. Ein malziges Aroma mit den typischen Noten von Buchenholz und etwas Schinken.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein Bier mit einer malzigen Note und einer leichten Süße und durch die feine Rauchnote abgerundeten Abgang. Man hat ein Bier, das wirklich erfrischend wirkt und auch einen kräftigen Malzkörper aufweist. Das rauchige ist nicht übertrieben und nur dezent gehalten, so das es ganz angehem zu trinken ist. Die Kohlensäure ist einigermaßen hoch dosiert und bringt durchaus auch eine herbe Komponente mit. Es ist ein Bier, mit einem schön bittere Beigeschmack und ich finde das rauchige kommt gar nicht so sehr durch, eher hat man im Abgang einen leicht bitteren Nachgeschmack.

Zum Fazit: Ein wirklich ganz passables Rauchbier. Feinschmecker würde bemängeln, das der Rauchgeschmack nicht intensiv genug ist, ich finde ich ihn hier genau richtig. So ist dieses Bier durchaus auch etwas, da diese Biersorte probieren wollen und noch nicht so viel Erfahrung damit haben. Von mir gibts 4 Sterne.

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Klosterbräu Bamberg Rauchbier

Aus der ältesten Braustätte Bambergs, der Klosterbrauerei, gibt es heute, wie kann es anders sein, natürlich ein Rauchbier. Beginnend im Jahre 1533, als erstmals ein Fürstbischöfliches Braunbierhaus erwähnt wird, blieb die Brauerei bis zum Jahre 1790 in den Händen der Bamberger Fürstbischöfe. Bis zum Jahre 2017 war sie dann in den Händen der Familie Braun, als diese sie dann an die Eigentümerfamilie der ebenfalls in Bamberg ansässigen Brauerei Kaiserdom verkaufte, die ihre Bier aber vornehmlich für den internationalen Markt braut und mit der Klosterbrauerei nun auch regionale Spezialitäten in ihrem Sortiment hat. Eine eben solche Spezialität ist das Rauchbier, das mit einem Alkoholgehalt von 5,3% daherkommt.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, tiefschwarzes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein schön rauchiges Aroma mit sehr holzigen Noten. Es riecht nach geräucherter Kohle und abgehangenem Schinken. Vielleicht hat man etwas das Aroma von Holzchips. In jeden Fall riecht es wie wenn man an einem Lagerfeuer sitzt.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das durchaus röstig ist, vor allem in Richtiung Abgang. Man hat die ganze Zeit dieses röstige Aroma, das doch ein wenig an angekoldetes Holz bzw. Noten von gegrilltem Fleisch oder ähnlichem hat. Dazu erinnert es an ein knusprig gebackene Brot mit dunkler Kruste. Richtung Abgang ist das Bier durchaus auch herb und es kommt eine gewisse Hopfenwürze durch. Das rauchige Aroma klingt nur am Rande durch, hier gibt es Biere, die deutlich rauchiger sind.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen. Es hat ein durchaus schönes würziges Aroma mit guter Röstaromatik. Die Eigenschaften eines Rauchbieres kommen mir hier aber zu wenig zur Geltung. Dennoch kann man es gut trinken und es bringt viel Geschmack mit.

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Wagner Kemmern Kuckuck

Ich fahre fort mit meinem Versuch, die fränkische Bierlandschaft zu durchdringen. Wenn man an Bier und Franken denkt, so fallen einem zum einen die sehr bekannten Kellerbiere der Region ein, doch als nächstes dürfte der ein oder andere schon an die vor allem in der Bamberger Gegend typischen Rauchbiere denken. Ein solches wird es auch heute in meinem Blog geben, nämlich jenes von der Brauerei Wagner aus Kemmern, einer Gemeinde nördlich von Bamberg. Das als Kuckuck vermarktete Bier kommt auf einen Alkoholgehalt von 5,8%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein dezent rauchiges, und wie ich finde auch etwas süßlich fruchtig Aroma zeigt sich in der Nase.

Zum Geschmack. Im ersten Eindruck ist es im Antrunk doch ein recht herbes Bier, welches süßliche Noten im Abgang offenbart. Über allem schweben aber diese dezent röstig-rauchigen Noten, die mich so etwas an glasierten shcinken erinnern. Dazu bringt das rauchige auch ein etwas holziges Aroa mit, wie man es in einer rRäucherkammer riechen kann, oder welches im Aroma von lange geräucherten Fleischspezialitäten wie dem Schwarzwälder Schinken zu finden sind. Es ist weiterhin ein dezent rauchiges bier, bei dem das aroma nur dezent am gaumen durchkommDazu hat es aber auch einen kräftigen Malzkörper der das Ganze gut ergänz. Der Hopfen verleiht dem Bier eine gewisse Würze.

Zum Fazit: Von mir erhält das Bier eine Wertung von 4 Sternen da es würzig ist und zugleich auch eine schöne Rauchnote mitbringt.

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Monpier Märzen Rauch

Im heutigen Biertest wird es zur Abwechslung wieder etwas exotischer. Dank eines guten Freundes kann ich heute ein Bier aus Südtirol verkosten. Monpier nennt sich die Brauerei von der es kommt. Das ist Ladinisch und bedeutet so viel wie ein anderes Bier und damit trifft es wohl auch relativ gut auf die Brauerei zu, denn anders als das bekannte Forst Bier handelt es sich hier um keine Großbrauerei, sondern um eine sehr kleine Craftbrauerei. Ihren Sitz hat die erst 2016 gegründete Brauerei in St. Ulrich im Südosten Südtirols, einer Region in der auch Ladinisch gesprochen wird. Sortentechnisch bewegen wir uns dabei aber in ganz anderen Sphären und verlassen die Dolomiten in Richtung Bamberg, denn es gibt ein Märzen Rauchbier. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,4%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellbraunes Bier. Es hat einen etwas leichten Schaum.

Zum Geruch: Man hat sehr deutlich das rauchige an Buchenholz, Holzspäne und etwas Schinken erinnernde Bier. Dazu kommt leichtes Karamell.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das ich am Antrunk überraschend spritzig finde. Es prickelt vor allem lange im Mundraum und gegen Ende hat man Kastaniennoten und dann kommen auch die holzigen Nuancen und das rauchige Aroma mit etwas Schinken durch. Die Rauchnote ist zwar vorhanden, ist aber dezent und gut ins restliche Bier eingebunden so das es einen guten Gesamtgeschmack ergibt. Vor allem kommen auch schöne Malznoten, die sich in einem kräftigen Körper zeigen durch.

Zum Fazit: Freunde der wirklich sehr intensiven Rauchbiere aus der Bamberger Region dürften wahrscheinlich etwas enttäuscht sein, da die Rauchnote wirklich eher dezent gehalten ist. Für andere ist es vielleicht gerade richtig um den Bierstil einmal auszuprobieren. Dennoch ein sauber gebrautes Bier, das mir 4 Sterne wert ist.