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Radeberger Pilsner

Im nächsten Biertest habe ich wieder ein Bier, welches den meisten durch Funk und Fernsehen bekannt sein dürfte. Die Rede ist vom Radeberger Pilsner, eines der bekanntesten Biere aus Ostdeutschland und schon zu DDR Zeiten begehrter Exportartikel. Gegründet 1872 wirbt die Brauerei schon seit langem damit, die erste Brauerei zu sein, die Bier ausschließlich nach Pilsener Brauart braute. Bereits bei ihrer Gründung war die Brauerei auf industrielle Großproduktion ausgelegt und firmierte zunächst als Aktienbrauerei zum Bergkeller. 1905 wurde das Radeberger Pilsener vom damaligen sächsischen König Friedrich August zum Tafelgetränk erhoben und darf sich seither als königlicher Hoflieferant bezeichnen. Auch nach der Verstaatlichung durch das DDR Regime war das Radeberger Bier weiterhin sehr beliebt und wurde aufgrund dessen zu großen Teilen ins Ausland verkauft. Somit war das Radeberger Pilsener für die DDR ein wichtiger Devisenbringer. Nach der Wiedervereinigung kam die Brauerei in Besitz von der zur Dr. Oetker gehörenden Binding Gruppe, welche 2002 schließlich in Radeberger Gruppe umbenannt wurde und inzwischen die größte Brauereigruppe Deutschlands ist.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Etwas hopfig und leicht teigig zeigt sich das Bier in der Nase.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck des Bieres ist ein durchaus erfrischender und sehr prickelnd lebendiger. Im Nachgang zeigt sich auch eine durchaus gewisse eine Hopfenbittere. Der Malzkörper ist schlank, aber man schmeckt dennoch eine gewisse Malzsüße. Das Bier ist definitiv nicht wässrig, ich finde die Hopfenaromatik für ein Pils aber leicht bis mittel ausgeprägt. Dennoch geht der Hopfen recht pilstypisch durchaus ins herb-bittere. Etwas metallisch schmeckt das Bier dann aber durchaus, was auf die Verwendung von Hopfenextrakt schließen lässt. Auch könnte es insgesamt noch mehr Kohlensäure haben. Das Mundgefühl ist für mich insgesamt etwas zu teigig aber durchaus noch akzeptabel da es im Abgang von etwas Hopfenherbe abgerundet wird. Das Bier ist bis zum Ende durchaus frisch, die Bittere wirkt dann aber doch etwas künstlich und vor allem der etwas zu teigige Geschmack gefällt mir nicht ganz so gut.

Zum Fazit: Das Bier macht einen überraschen frischen Einstig und für ein Fernsehpils schmeckt man hier durchaus auch den Hopfen. Gegen Ende lässt das Bier aber geschmacklich schon nach und ist dann etwas zu teigig und metallisch. Ich gebe ihm dennoch 3 Sterne. Eines der besseren Fernsehbiere.

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Schwaben Bräu Das Pils

Im nächsten Biertest verkoste ich das Pils von Schwaben Bräu. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Deruch: Das Bier hat irgendwie einen pappigen Geruch mit leicht hefigen Elementen. Es riecht süßlich getreidig und parfümig. Aber auch hopfenaromatisch.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es vor allem im Antrunk doch recht süßlich und auch sonst finde ich, das es ein eher milderes Bier ist. Es hat am Gaumen eine gewisse herbe Note, die aber eher zurückhalten ist und nur kurz aufblitzt. Ansonsten finde ich den Abgang eher wässrig. Auch im weitern Trinkverlauf ist es ein eher nur dezent hopfiges Pils. Es wirkt zwar irgendwie aromatisch, aber eben nicht wie ein Pils. Dazu ist es im Mundgefühl irgendwie leicht seifig.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eine Wertung von 2 Sternen. Das Bier schmeckt nicht wie ein Pils und hat insgesamt eher wenig Substanz und ist teils schon sehr wässrig. Dazu ist es, wenn man überhaupt etwas schmeckt eher süßlich, als das man wirklich Hopfen schmeckt.

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Liebharts Bio Pils

Ein noch recht junge Brauerei ist die Brauerei Liebhart aus Detmold. 2003 als Gasthausbrauerei gegründet, ist die Brauerei inzwischen auf eine ordentliche Größe angewachsen. Viele der Biere werden auch ausschließlich unter Verwendung biologisch angebauter Zutaten gebraut, wie zum Beispiel mein heutiges Testbier, das Bio Pils. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, goldenes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum.

Zum Geruch: Es hat einen getreidigen Geruch. Ganz ganz leicht kommen auch aromatische Hopfennoten durch.

Zum geschmack: Ich habe hier ein Bier mit einer durchaus aromatischen Pilsnote, die vor allem auch im Abgang durchaus präsent ist. Insgesamt zeigt sich ein durchaus aromatisches Bier, das aber einen doch bitteren Abgang hat, der aber von aromtischen Teils fruchtigen Noten begleitet wird. Das Bier hat einen wie ich finde durchaus auch präsenten Malzkörper im Antrunk. Auch im weiteren Trinkverlauf hat man ein Bier mit einem aromatischen Hopfenaroma, das aber einen etwas komischen Nachgeschmack hat.

Zum Fazit: Trotz dieses etwas komische Nachgeschmacks finde ich das Bier insgesamt überzeugend. Ich finde vor allem den leicht aromatischen Hopfen gut passend zur doch anständigen Bittere. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Bruch No. 1

Nach 2 Insolvenzen will die Bruch Brauerei am neuen Standort nun einen Neustart wagen. Nachdem im Zuge des Insolvenzverfahrens der alte Standort in Saarbrücken verkauft werden musste, will man nun mit neuer Führung am neuen Standort in Neunkirchen durchstarten. Trotz Neustart soll sich an den Bieren nichts geändert haben und das Standartsortiment ist auch vorerst das selbe geblieben. Deshalb gibt es nun den Klassiker aus dem Hause Bruch, das Pils No. 1. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hopfiges, leicht fruchtig blumiges Aroma habe ich in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eidnruk habe ich zunächst ein deztent fruchtig hopfiges Bier, wobei es hier dann doch eher ins grasig florale geht. Es hat eine schöne herbe wie ich finde, ohne dabei aber zu dominent zu seine. Man schmeckt auch den leichten Malzkörper, der am Rande immer wider durchscimmert. Auch im weiteren Trinkverlauf habe ich hier ein sehr erfischendes Bier mit einem leicht keksigen Abgang.

Zum Fazit: Es wäre wirklich schade gewesen wenn die Brauerei den Betrieb eingestellt hätte und dieses gute Pils von der Landkarte verschwunden wäre. Es ist zwar nicht übermäßig bitter, aber der Hopfen gibt hier definitiv den Ton an und sorgt für eine feinherbe leicht grasig-fruchtige Hopfenbittere. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Köstritzer Edel Pils

Köstritzer kennen die meisten wohl für ihr Schwarzbier, welches auch medienwirksam im TV und in anderen Medien beworben wird. Regional gibt es von der Brauerei aus der thüringischen Kurstadt auch noch andere Sorten unter anderem auch das Edel Pils. Dieses wird im folgenden Biertest verkostet werden. Vor längerer Zeit hatte ich bereits das Kellerbier im Test. Zur Brauerei habe ich dort allerdings noch nicht viel erzählt, weshalb ich dies nun an dieser Stelle machen werde.

Erstmals erwähnt wurde die Brauerei in Köstritz im Jahre 1543. 1696 gelangte die Brauerei in den Besitz der späteren Fürstenfamilie Reuß. 1948 wird die über die Jahre zu einem deutschlandweit operierenden Betrieb gewachsene Brauerei verstaatlicht und zum VEB Köstritzer Schwarzbierbrauerei. Nach der Wende erwirbt die Bitburger Brauerei den Betrieb und bis heute ist die Brauerei ein Teil dieser Gruppe geblieben.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht leicht hefig. Ansonsten ist es eher geruchsneutral.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, dass einen durchaus hopfigen Abgang hat, aber auch über eine gewisse Restsüße verfügt. Mir ist das Bier für ein Pils im ersten Moment aber zu süß. Der Körper des Pilses ist schlak und auch etwas Hopfen zeigt sich dann am Gaumen. Dennoch ist es wie ich finde etwas zu süß. Für ein Pils hat mir das Bier vor allem im Nachgang einfach eine viel zu große Restsüße und diese ist auch etwas penetrant. Es ist zwar durchaus etwas Hopfenherbe am Gaumen wahrnhembar, aber insgesamt ist mir die süße einfach zu dominant. Außerdem schmeckt das Bier etwas parfümig.

Zum Fazit: Ich habe ein Pils, das mir in erster Linie einfach zu viel Restsüße hat. Es hat nur etwas Hopfenherbe und darum gibt es auch nur eine Wertung von 2 Sternen.

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Binger Lammsbräu Bioland Pilsner

Das von der Schussenrieder Brauerei gebraute Bioland Pilsner stammt ursprünglich von der Lammsbräu aus Bingen in Oberschwaben im Landkreis Sigmaringen. Die 1709 gegründete Brauerei hatte sich seit dem Jahre 1992 auf das Brauen von Bioland zertifizierten Biobieren spezialisiert. Ab dem Jahr 2000 wurde der Betrieb der Brauerei jedoch schrittweise stillgelegt und die Produktion der Biere zunächst von der Adlerbrauerei Göggingen und später dann von der Schussenrieder Brauerei übernommen, die das Pilsener seit dem Jahre 2001 bis heut noch braut. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik:  Ein naturtrübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht fruchtig, teils auch zitronig. Dazu kommt aber auch ordentlich Honig. Das Malz ist ein wenig im Hintergrund.

Zum Geschmack: Ein leicht zitroniger Geschmack mit einer ordentlichen Portion Hopfen. Es gestaltet sich insgesamt als sehr gut ausgewogen. Im Hintergrund speilt aber immer der Hopfen mit. Auch im weiteren Trinkverlauf ist das Bier sehr frisch und mit diesen leicht anklingenden Zitrusnoten, die sehr ansprechdn sind und dem Bier auch eine leichte Säure verleiht. Gepaart wird dies mit immer wieder anklingenden Noten des Malzes.

Zum Fazit: So stellt man sich ein Biobier ungefähr vor. Es insgesamt ein schon sehr uriges, bzw urwüchsiges Bier. Es hat eine leichte Säure und auch ein wahrnehmbares Hopfenaroma. Mich überzeugt das und ich gebe dafür 4 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Dorn Bräu Pils

Aus Bruckberg, westlich von Nürnberg gelegen, habe ich heute des Pils der Brauerei Dorn. Ich befinde mich also wieder einmal in Franken. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat ein hopfig brotiges Aroma. Dazu riecht es noch etwas teigig.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einem hopfig aromatischen, leicht grasigen Aroma zum Einstieg. Insgesamt wirk das alles schon sehr pilsig. Der Körper ist leicht, aber vor allem hat man schöne herb-aromatische Hopfennoten am Gaumen. Das Bier ist nicht übermäßig bitter, dafür aber sehr aromatisch bis grasig-floral. Auch im weiteren Trinkverlauf zeigt sich ein schlankes, durchaus aromatisch erfrischendes Pilsbier.

Zum Fazit: Es handelt sich bei disem Bier eindeutig um ein Pilsbier der besseren Sorte. Es ist nicht zwangläufig wahnsinnig herb, dafür aber floral bis grasig in seiner Hopfung. Der schlanke Körper passt auch sehr gut dazu. Von mir gibt es für das Bier eine Wertung von 4 Sternen.

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Apoldaer Pils Spezial Domi

Für meinen nächsten Biertest mache ich einen Sprung nach Ostdeutschland, genauer gesagt nach Thüringen. Das ein oder andere Bier der Vereinsbrauerei Apolda habe ich bereits im Kanal verkostet, nun steht der absolute Klassiker des Sortiments, das Pils Domi Spezial, oder kurz einfach nur Domi genannt, auf dem Programm. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtreiertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordnetlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hopfiger, pilsiger Geruch den ich in der Nase habe.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich im einstie ein buttriges, etwas estriges Bier, das mich auch leicht an Gurkenwasser erinnert. Im Abgang wiederum empfinde ich es fast als ein wenig zuckrig. Für ein Pils ist es im Körper insgesamt überraschend vollmundig. Es ist einfach ein Bier, das mir im Mundgefühl etws zu keksig daherkommt. Spät im Abgang setzt dann durchaus eine nicht zu unterschätzende Bittere ein, diese wirkt aber künstlich. Insgesamt ist mir dieses Pils aber viel zu süß und teigig, was überhaupt nicht zu der dann Einsetzenden Bittere passt.

Zum Fazit: Ich mache es kurz. Bei diesem Bier stimmt überhaupt nichts und es ist total unausgewogen. Das gibt nur 1 Sterne.

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Kitzmann Edelpils

Trotz dessen, das die Erlanger Kultbrauerei Kitzmann schon seit einigen Jahren nicht mehr selbst Bier braut, sind einige der Biere nach wie vor erhältlich. Die Kulmbacher Brauerei hat nach der Schließung die Marken und Schankrechte von Kitzmann übernommen und braut diese nach den Rezepturen aus Erlangen in Kulmbach. Heute ist das Edel Pils an der Reihe, das auf einen Alkoholgehalt von 5% kommt.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht leicht süßlich und parfümig. Hopfenherbe mache ich im Geruch keine aus.

Zum Geschmack: Einem süßlichen Antrunk folgt ein verhaltenes Hopfenaroma am Gaumen. Insgesamt ist eher die Süße dominant, die sich auch im Abgang am Gaumen festsetzt. Das Bier prickelt sehr und durch die Kohlensäure wirkt es durchaus aromatisch.

Zum Fazit: Ein sehr spritziges Bier, dessen Hopfenherbe ich maximal als feinmild bezeichnen würde. Insgesamt ist das doch ein wenig dürftig. Ansonsten ist es eher malzsüß bis farblos. Von mir gibt es dafür 2 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Neder Pils

Der nächste Biertest aus Franken geht nach Forchheim. Eine der Brauereien der Stadt ist die Brauerei Neder. Sie ist die älteste in Forchheim und braut nachweislich seit 1554. Das Pils, mein heutiges Testbier, wurde sogar schon im Jahre 2017 mit dem European Beer Star Award in Silber ausgezeichnet. Damit spielt es also wirklich in der obersten Liga der Pilsbiere. Ich freue mich auf diesen Test. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht hopfig aber auch leicht keksig karamellig.

Zum Geschmack: Das Bier ist durchaus herb harzig im Gaumen. Dennoch mache ich auch eine etwas karamellige Note aus. Insgesamt ist der Körper schlank und das Bier süffig. Mich überzeugt vor allem die hopfig aromatische Note mit dem schönen Zitrusaroma. Es ist durchaus würzig und kernig, aber für ein Pils könnt mir das ganze durchaus noch intensiver sein. Es kommt dennoch vor allem auch etwas leicht süßliches malziges noch dazu. Insgesamt finde ich es aber doch noch ein wenig leicht.

Zum Fazit: Das Bier ist geschmacklich schon wirklich nicht schlecht. Vor allem das hopfige Zitrusaroma überzeugt mich. Dennoch finde ich es ein wenig zu schlank und im Vergleich gibt es in der Umgebung einfach noch ein paar intensivere Pilsbiere. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.