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Zum Löwenbräu Hopfen Löwe

Das ganze Jahr über braut die Löwenbräu aus Neuhaus an der Aisch verschiedene Saisonbiere. Abwechselnd gibt es alle zwei Monate ein neues Saisonbier. Ab Juli und im August ist dies der Hopfen Löwe, stilistisch ein Pilsbier. Da das Bier nun bald wieder Saison haben wird, werde ich es nun hier im Blog vorstellen. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht fruchtiges, etwas zitroniges Aroma habe ich hier in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein Bier mit schönem hopfigen Aroma und einer leichten Bitteraromatik im Abgang. Es wirkt auf mich sehr erfrischend. Es ist gut bitter aber nicht unbedingt herb und sondern es hat eher einen leicht floralen und etwas zitronigen Touch im Abgang. Auch im weiteren Trinkverlauf bleibt das Bier aromatisch und erfrischend mit einer guten Hopfennote.

Zum Fazit: Ein aromatisches erfrischendes, auch gut hopfiges Pilsbier. Dabei ist es auch nicht zu schwer und somit das ideale Sommerbier. Für die Höchstwertung reicht es knapp nicht, da ich noch ein paar Pilsbiere kenne die noch einen Ticken besser sind. Es gibt aber sehr gute 4 Sterne für dieses Bier.

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Liebharts Bio Pils

Ein noch recht junge Brauerei ist die Brauerei Liebhart aus Detmold. 2003 als Gasthausbrauerei gegründet, ist die Brauerei inzwischen auf eine ordentliche Größe angewachsen. Viele der Biere werden auch ausschließlich unter Verwendung biologisch angebauter Zutaten gebraut, wie zum Beispiel mein heutiges Testbier, das Bio Pils. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, goldenes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum.

Zum Geruch: Es hat einen getreidigen Geruch. Ganz ganz leicht kommen auch aromatische Hopfennoten durch.

Zum geschmack: Ich habe hier ein Bier mit einer durchaus aromatischen Pilsnote, die vor allem auch im Abgang durchaus präsent ist. Insgesamt zeigt sich ein durchaus aromatisches Bier, das aber einen doch bitteren Abgang hat, der aber von aromtischen Teils fruchtigen Noten begleitet wird. Das Bier hat einen wie ich finde durchaus auch präsenten Malzkörper im Antrunk. Auch im weiteren Trinkverlauf hat man ein Bier mit einem aromatischen Hopfenaroma, das aber einen etwas komischen Nachgeschmack hat.

Zum Fazit: Trotz dieses etwas komische Nachgeschmacks finde ich das Bier insgesamt überzeugend. Ich finde vor allem den leicht aromatischen Hopfen gut passend zur doch anständigen Bittere. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Fässla Gold Pils

Für meinen folgenden Biertest bleibe ich in Franken. Ich gehe in die Bierhauptstadt Bamberg und verkoste das Gold Pils der Kultbrauerei Fässla. Für ein Pils hat das Fässla einen ungewöhnlich hohen Alkoholgehalt von 5,5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat einen eher süßlichen Geruch in der Nase wie ich finde.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier, das leicht herb am Gaumen ist und etwas süßliche Malznoten hat. Es hat ein eher härteres Wasser und der im Mundgefühl nicht ganz so weich. Der Körper hingegen ist durchaus präsent. Ansonsten ist es geschmacklich ein wenig zurückhaltend und die Hopfenblume würde ich zartbiiter bis feinherb beschreiben. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier, bei dem eher süßliche Malznoten am Gaumen hänge bleiben. Ich vermisse den Hopfen schon ein wenig, da von ihm am Gaumen nicht so viel durchkommt.

Zum Fazit: Ein vollmundiges und süffiges Bier. Es hat einen kräftigen Körper. Für ein Pils ist es mir aber zu malzig und der Hopfen zu dezent. Hier dürfte es durchaus noch kräftiger und würziger sein. Insgesamt aber ein Bier, welches total in Ordnung ist. Das gibt 3 Sterne von mir für das Bier.

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Herrnbräu Premium Pils

Ein Pils aus Oberbayern, das wird es im folgenden Biertest geben. Ich verkoste das Premium Pils der Herrnbräu aus Ingolstadt. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Pils. Es hat einen ordentlichen weißem Schaum.

Zum Geruch: Ein doch hopfiges Aroma das auch etwas herb und aromatisch riecht.

Zum Geschmack: Ich habe ein schön aromatisches Pils, das im Abgang eine durchaus knackige Hopfennote hat, die auch eine schöne Herbheit mitbringt. Sicherlich es im Vergleich mit anderen Pilsbieren nur dezent bitter und hat auch einen ganz leicht süßlichen Malzkörper. Der Nachgang ist dann auch etwas unangenehm herb.

Zum Fazit: Eigentlich ein gut hopfiges Pils, das überraschend bitter ist im Einstig. Gegen Ende empfinde ich die Hopfenherbe aber als etwas unangenehm und nicht mehr ganz so gut in den Malzkörper eingebunden. Kann man machen dieses Pils, sollte man aber zügig trinken. Ich hätte fast 4 Sterne vergeben, aber gegen Ende überzeugt es mich einfach nicht mehr so sehr deshalb reicht es knapp nur für 3 Sterne.

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Neder Pils

Der nächste Biertest aus Franken geht nach Forchheim. Eine der Brauereien der Stadt ist die Brauerei Neder. Sie ist die älteste in Forchheim und braut nachweislich seit 1554. Das Pils, mein heutiges Testbier, wurde sogar schon im Jahre 2017 mit dem European Beer Star Award in Silber ausgezeichnet. Damit spielt es also wirklich in der obersten Liga der Pilsbiere. Ich freue mich auf diesen Test. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht hopfig aber auch leicht keksig karamellig.

Zum Geschmack: Das Bier ist durchaus herb harzig im Gaumen. Dennoch mache ich auch eine etwas karamellige Note aus. Insgesamt ist der Körper schlank und das Bier süffig. Mich überzeugt vor allem die hopfig aromatische Note mit dem schönen Zitrusaroma. Es ist durchaus würzig und kernig, aber für ein Pils könnt mir das ganze durchaus noch intensiver sein. Es kommt dennoch vor allem auch etwas leicht süßliches malziges noch dazu. Insgesamt finde ich es aber doch noch ein wenig leicht.

Zum Fazit: Das Bier ist geschmacklich schon wirklich nicht schlecht. Vor allem das hopfige Zitrusaroma überzeugt mich. Dennoch finde ich es ein wenig zu schlank und im Vergleich gibt es in der Umgebung einfach noch ein paar intensivere Pilsbiere. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Lauterbacher Erbpils

Für meinen nächsten Biertest geht in den Vogelsberg, einem Mittelgebirge in Osthessen. Die Lauterbacher Burgbrauerei liegt im Zentrum des Vogelsberg und entstand im Jahre 1842 aus der Vereinigung der bereits seit dem Jahre 1527 in der Lauterbacher Burg bestehenden Riedeselschen Brauerei und der Brauerei auf Schloss Eisenbach, die Ebenfalls der Familie Riedesel gehörte. Nachdem die Brauerei den beengten Gemäuern der Burg entwachsen war, entschloss man sich im Jahre 1894 für einen Neubau außerhalb der Stadtmauern. Nachdem man 1968 die Auerhahn Brauerei in Schlitz übernahm, wurde man schließlich im Jahre 1998 selbst von der Hochstift Brauerei aus Fulda übernommen. Heute firmiert man nach der Übernahme der Alsfelder Brauerei als Vogelsberger Landbrauereien und ist eine 100%tige Tochter der Hochstift Gruppe. Das Erbpils, mein heutiges Testbier, wurde nach einem überlieferten Rezept der Schlossherren aus Eisenbach gebraut und kommt auf einen Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat keinen wirklich besonderen Schaum.

Zum Geruch: Ein Bier, welches nach nicht sonderlich viel riecht. Es ist wenn dann nur etwas getreidig.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, welches mich in sofern überzeugt, das es hopfig herb ist, aber etwas unausgewogen wirkt. Der Hopfen ist nicht richtig bitter, sondern wirkt eher etwas metallisch am Gaumen. Es ist nur leicht bitter, ansonsten bleibt bei diesem Bier ehrlicher Weise nicht so viel übrig. Die Bitterkeit wirkt auch nicht so recht auf das restliche Bier abgestimmt und so fehlt dem Bier vor allem in Richtung Abgang etwas. Es wirkt einfach schlicht unausgewogen

Zum Fazit. Ein Freude für den Biergenießer soll dieses Bier angeblich sein. Nein ganz und gar nicht. Ich finde es pappig und der Hopfen wirkt künstlich bis metallisch. Eher ist das Bier schon fast etwas für den Ausguss. Dazu ist die Bitterkeit wenn sie denn kommt überhaupt nicht zum Bier passend. Dazu ist der Körper und das Malz schon sehr dünn. Ich vergebe daher auch folgerichtig nur 1 Stern.

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Ratskrone Pilsener

In meinem Blog versuche ich zwar meist Biere von unabhängigen Privatbetrieben zu verkosten, jedoch möchte ich einen möglichst großen Überblick über die deutsche, aber auch internationale Biervielfalt bieten. Zu dieser gehören eben aber auch Biere von Konzernen, oder wie in meinem folgenden Test auch die billigen Eigenmarken der Händler. Ich verkoste in diesem Test das Ratskrone Pilsner, das von der Karlsruher Moninger Brauerei für Edeka gebraut wird. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein recht geruchsneutrales Bier, das ich hier habe. Es hat wenn dann nur eine ganz leichte Malznote.

Zum Geschmack: Ich habe hier ein Bier, das auch geschmacklich nicht besonders viel hermacht. Es ist trinkbar und hat eigentlich keine Fehlaromen, ist aber nur im Abgang und am Gaumen maximal etwas leicht hopfig. Auch im weiteren Trinkverlauf stellt sich dieses Bier als absolut berechenbar und unspektakulär da.

Zum Fazit: Kein Totalausfall oder etwas für den Gully wie ich nach dem Öffnen gedacht hätte. Aber es ist maximal nichtssagend und nur ganz leicht hopfig. Von mir gibt das 2 Sterne.

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Unterbaarer Meister Pils

In meinem nächsten Biertest geht es nach bayerisch Schwaben zur Unterbaarer Brauerei. Aus ihrem Sortiment wird im folgenden Biertest das Meisterpils verkostet. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein fruchtig, hopfiges Aroma zeigt sich in der Nase.

Zum Geschmack: Ein hopfig bitteres Aroma, welches aber gleichzeitig auch eine feine Milde mitbringt und nicht zu bitter wirkt. Der Körper ist sehr schlank und das Aroma würde ich als feinherb beschreiben. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein sehr erfrischendes Bier. Auch gegen Ende ist das Bier ein feinherbes Bier. Am Gaumen klingen kurz etwas süßlich Noten an diese werden aber vom Hopfen überspült. Insgesamt ist es aber ein eher schwaches Bier, welches im Nachgang nicht besonders viel übrig hat außer leicht getreidige Noten und etwas Hopfen.

Zum Fazit: Ein eher schwaches, mildes Pils. Die Hopfennote ist nur ganz leicht ausgeprägt und auch sonst wirkt es eher dünn. Ich gebe dafür nur 2 Sterne.

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Krostitzer Pilsner

Da Schweden König Gustav II. Adolf 1631 durstig über das Bier der Krostitzer Brauerei herfiel und das Bier in höchsten Tönen lobte, ist er schon seit langem das Markenzeichen der sächsischen Brauerei und grüßt von jeder Flasche. 1534 bekam das Rittergut Crostitz, der Vorläufer der heutigen Brauerei von damaligen sächsischen Herzog das Braurecht verleihen. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wuchs die Brauerei nördlich von Leipzig zu eine der größten im Königreich Sachsen. Erst die Verstaatlichung nach der Gründung der DDR bremste das rasante Wachstum. Dennoch war das Bier auch zu DDR Zeiten sehr beliebt und genoss einen guten Ruf. Nach der Wende wurde die Brauerei unter Federführung von Gerhard Hohmann von der Bindingbrauerei übernommen und umgehend modernisiert. Seither ist die Brauerei ein Teil der Radeberger Gruppe, der Brauereisparte des Dr. Oetker Konzerns. Das Pilsner ist der Klassiker aus Krostitz mit einem Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein pilsiger Geruch mit einer dezent würzigen Hopfennote die eine gewisse Süße ausstrahlt.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich hier ein Pils das im Antrunk eine gewisse Malzsüße mitbringt. Es ist ein Bier, das im Abgang ein wenig bitter ist und diese schöne dezente Hopfennote wunderbar transportiert. Der Körper ist sehr dünn hat aber geschmacklich eine gewisse Präsenz. Man spürt den Hopfen, dieser ist jedoch dezent und der Körper ist malzig süß und diese leichte Malzsüße dominiert den Geschmack zuungunsten des Hopfens, der nur feinmild anklingt.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen. Für ein Pils ist es mir etwas zu mild. Ich hätte mir durchaus noch mehr Hopfen gewünscht und etwas weniger Malzsüße. Ansonsten ist es aber ganz in Ordnung.

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Lieselotte Pils

Mein nächstes Beispiel zeigt wieder einmal, wie man eine längst geschlossene Brauerei wieder zu neuem Leben erweckt. Es geht um die Brasserei Perle von Christian Artzner. Als dieser die Brauerei im Jahre 2009 eröffnet, war dies nicht die erste selbigen Names, die von der Familie Artzner betrieben wurde, denn bereits sein Ururgroßvater eröffnete im Jahre 1882 in Schiltigheim bei Straßbourg eine Brauerei names Perle. Diese Brauerei schloss sich 1969 zunächst mit 4 weiteren Elsässer Brauereien zur Albra zusammen, ehe die Grupee 1972 von Heineken übernommen wurde. Diese schloss umgehend den Standort in Schiltigheim und das Bier der Marke Perle verschwand vom Markt. Seit 2009 braut die Familie Artzner also wieder Biere, unter anderem auch mein Testbier, das Lieselotte Pils. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein hellorangenes, leicht trübes Bier. Es hat einen ordentlichen Schaum, der aber nur ca. 1 cm breit ist.

Zum Geruch: Es riecht sehr fruchtig, man hat leicht tropische Einflüsse, vor allem Melone rieche ich herraus, aber auch ein wenig brotige Noten kommen durch.

Zum Geschmack: Ein erstaunlich herbes Pils. Man hat das fruchtige der Melone nur leicht im Antrunk. Auf der anderen Seite ist der Hopfen aber im Vergleich zu nordeischen Pilsnern eher moderat gehalten und blumiger. Es hat aber so eine wunderschöne leichte Malzsüße, die dem leichten Körper eine schöne Geschmacknote verleiht. Auch im weiteren Trinkverlauf hat man dieses leichte süßliche Aroma das so einen mix aus getreidgen und leicht fruchtigen Noten.

Zum Fazit: Der herbe Einstieg weicht immer süßlicheren Noten und der Hopfen hat insgesamt durchaus eher etwas blumiges. Also auch die Franzosen, zumindest im Elsass können durchaus auch Bier brauen. Ich vergebe hierfür 4 Sterne.