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Rattlesnake Albino

Der Rattlesnake Saloon in München ist genau das, was man sich unter einem Saloon im wilden Westen so verstellt. Man trifft dort zwar nicht zwansgläufig auf Cowboys, dafür aber auf Countrymusik und Barbecue. Und wie es sich für einen ordentlichen Saloon gehört, hat das Rattlesnake auch sein eigenes Bier, welches exklusiv von der Thorbräu aus Augsburg gebraut wird. Von den Rattlesnake Bieren verkoste ich heute den Albino, der ein Mix zwischen Eigenschaften von Pils und Hellem sein soll. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat keine besondere Schaumkrone.

Zum Geruch: Ein brotig getreidiges Aroma, welches aber nur ganz leicht anklingt.

Zum Geschmack: Ein getreidiges Aroma mit leicht herben Noten im Abgang zeigt sich. Im Nachgang hingegen ist das eher etwas teigig süßlich mit einer ganz leichten Bittere. Im weiteren Trinkverlauf hat man dann aber eher noch einen deutlichen Schlag ins herbe bzw bittere. Besonders aromatisch ist es dabei aber nicht.

Zum Fazit: Ein eher durchschnittliches Bier, das vor allem durch seine Hopfenbittere auffällt. Das Mundgefühl ist aber nicht anegenehm weich und das süßliche Malz zeigt sich nur im Antrunk. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Nette Edel Pils

Die Brauerei Nette war einmal eine der größten Regionalbrauereien im Mittelrheingebiet. 1865 im linksrheinischen Weißenthurm gegründet wurde die Brauerei bereits im Jahre 1939 von der in Koblenz ansässigen Königsbacher Brauerei übernommen. Nachdem Königsbacher im Jahre 1992 schließlich selbst von der Karlsberg Brauerei aus Homburg übernommen wurde, wurde der Braubetrieb in Weißenthurm im Jahre 1997 schließlich eingestellt und die Produktion des Nette Pils nach Koblenz verlagert. Im Jahre 2010 erwarb Bitburger die Markenrechte von Nette und nach der Schließung der Koblenzer Brauerei im Jahre 2024 wird das Nette Edel Pils nun von Bitburger selbst gebraut. Benannt ist das Bier übrigens nach dem gleichnamigen Fluss der in Weißenthurm in den Rhein mündet. Der Alkoholgehalt des Bieres, das in der Aufmachung ein wenig lieblos und billig wirkt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Der Geruch ist leicht säuerlich und etwas hopfig in der Nase.

Zum Geschmack: Das Bier ist im Antrunk etwas getreidig, aber wenig hopfig. Im Abgang wird es dann leicht hopfiger, sonst schmeckt man hier aber nicht wirklich viel. Das Bier ist insgesamt auch nicht besonders schmackhaft. Es kommt ein wenig eine leicht herb süße Note, aber das war es dann auch. Ansonsten schmeckt das Bier eher etwas pappig bis ledrig.

Zum Fazit: Im Geschmack ist es genau so billig wie in der Aufmachung. Es wirkt alles ein wenig lieblos. Ich hoffe das war nicht das Originalrezept nach dem das Nette Pils gebraut wird. Edel ist an diesem Bier rein gar nichts. Es ist langweilig, dünn und schmeckt dann auch noch ein wenig pappig bis ledrig. Das gibt nur 1 Stern.

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Zum Löwenbräu Hopfen Löwe

Das ganze Jahr über braut die Löwenbräu aus Neuhaus an der Aisch verschiedene Saisonbiere. Abwechselnd gibt es alle zwei Monate ein neues Saisonbier. Ab Juli und im August ist dies der Hopfen Löwe, stilistisch ein Pilsbier. Da das Bier nun bald wieder Saison haben wird, werde ich es nun hier im Blog vorstellen. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht fruchtiges, etwas zitroniges Aroma habe ich hier in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein Bier mit schönem hopfigen Aroma und einer leichten Bitteraromatik im Abgang. Es wirkt auf mich sehr erfrischend. Es ist gut bitter aber nicht unbedingt herb und sondern es hat eher einen leicht floralen und etwas zitronigen Touch im Abgang. Auch im weiteren Trinkverlauf bleibt das Bier aromatisch und erfrischend mit einer guten Hopfennote.

Zum Fazit: Ein aromatisches erfrischendes, auch gut hopfiges Pilsbier. Dabei ist es auch nicht zu schwer und somit das ideale Sommerbier. Für die Höchstwertung reicht es knapp nicht, da ich noch ein paar Pilsbiere kenne die noch einen Ticken besser sind. Es gibt aber sehr gute 4 Sterne für dieses Bier.

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Meckatzer Pils

Mein nächster Biertest geht ins Allgäu. Im Landkreis Lindau befindet sich die Meckatzer Löwenbrauerei. Von dieser habe ich im folgenden Test nun das Pils in meinem Glas. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht blumiges, ansonsten eher geruchsneutrales Bier.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein Pils, dass eine sehr aromatische Hopfennote hat, die eine leichte Fruchtigkeit mitbringt. Es ist ein auch im weiteren Trinkverlauf ein sehr aromatisches Pilsbier, das jedoch insgesamt ein wenig nichtssagend ist. Es hat eine wirklich aromatisches Hopfenprofil, jedoch ist es überhaupt nicht herb bzw. prickelt es auch ein wenig zu wenig.

Zum Fazit: Ein solides Pils, das eine schöne Hopfenaromatik mitbringt. Dieses aber eher leicht fruchtig bis grasig-blumig, als dass sie wirklich herb ist. Wer dies mag ist hier sicherlich gut aufgehoben. Mir schmecken solche Pilsbiere und daher gibt es auch 4 Sterne von mir, auch wenn das Bier durchaus leichte Schwächen hat, was die Kohlensäure anbelangt.

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Gansbräu Pils

Weiter mache ich mit einem Pils aus der Oberpfalz. Von der Gansbräu aus Neumarkt wird es gebraut und kommt auf einen Alkoholgehalt von 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein aromatisches, hopfiges Aroma habe ich in der Nase mit einer schönen leicht fruchtigen Note.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier, dass sehr erfrischend wirkt und auch eine herb fruchtige Hopfennote hat, die sich im Abgang befindet und dem Bier ein fruchtiges Mundgefühl verpasst. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier mit einer schönen dezenten Fruchtaromatik im Mund, das auch wirklich bestehen bleibt bis zum Schluss. Der Malzkörper ist leicht und geschmacklich hier eher zurückhaltend. Er bringt nur eine ganz feine Malzsüße mit.

Zum Fazit: Ein Pils, das auch in die Kategorie fällt, eher fruchtig, leicht floral mit feiner Zitrusnote, als das es einfach nur herb ist. Insgesamt ist es mir aber eine Spur zu mild. Von mir gibt das eine Wertung von 3 Sternen

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Hoppebräu La Linda

Mein nächster Biertest ist eine deutsch-mexikanische Kollaboration zwichen Cielito Lindo aus Guadalajara und den Bayern von Hoppebräu. Herausgekommen ist ein Wet Hop Pils, bei dem der Fokus auf die Hopfensorte Mandarina Bavaria gelegt wird, welche hier frisch direkt nach der Ernte ins Bier kam. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, sehr helles Bier. Es hat einen überaus üppigen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein eher hefiger geruch, der aber auch leicht fruchtig ist. Dazu kommt grasiges.

Zum Geschmack: Es ist ein durchaus hopfiges und sehr frisches Bier mit schönen grasigen Noten und einer guten haromisch aromatischen Hopfenbittere am Gaumen die auch im Nachgang bestehen bleibt. Das alles wirkt wirklich sehr sehr grasig udn frisch. Die Bittere des Bieres ist sehr gut eingebunden und klingt immer wieder an. Die Kohlebsäure prickelt zudem recht gut und lässt in Richtung Ab- und Nachngang nach um dem Hopfen Zeit zu geben sich zu entfalten. Man hat insgesamt eine sehr schöne Hopfenbittere die knackig ist, aber nicht zu herb sondern schön aromatisch.

Zum Fazit: Ein super frisches, schön grasiges Bier. Ich hätte mir durch die Kalthopfung mit Mandarina Bavaria allerdings noch eine größere Fruchtarmatik erwartet. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Pionier Pilsener

Das Pionier Pilsener ist der Versuch der Frankfurter Brauerei Binding bzw. des Oetker Konzerns auch eine glutenfreie Alternative anzubieten, für all die jenigen Bierfreunde, für die der Gerstensaft aufgrund einer Glutenunverträglichkeit keinen Hochgenuss darstellt. Der Alkoholgehalt liegt bei schlanken 4,5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, helles Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht getreidig, aber irgendwie auch ein wenig muffig. Dazu kommt noch leicht der blumig wirkende Hopfen. Ich finde es riecht ein wenig ledrig.

Zum Geschmack: Für ein Pils finde ich es im ersten Eindruck sehr süßlich, mir sogar zu süßlich. Fast ist dies schon ein wenig unangenehm. Im Abgang erkennt man schon einen hopfigen Einschlag, der in Richtung Pils gehen soll. Vor allem auf der Zunge hinterlässt das Bier ein pickeln. Insgesamt ist der Körper recht schlank, aber auch etwas wässrig. Alles in allem empfinde ich das Bier aber als viel zu süß.

Zum Fazit. Ein süßes, fast schon zu süßliches Bier. Dazu schmeckt der Hopfen künstlich metallisch. Von mir bekommt das Bier daher auch nur 2 Sterne.

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Ammerndorfer Pils

Auch im nächsten Biertest habe ich wieder etwas fränkisches. Von der Brauerei Dorn aus Ammerndorf, westlich von Nürnberg gelegen, werde ich im folgenden Biertest das Pils verkosten. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht hopfiger und eher nichtssagender Geruch.

Zum Geschmack: Das Bier ist durchaus erfrischend, aber eher leicht im Körper. Es hat durchaus auch ein respektables Hopfenaroma. Diese Nuancen halten sich aber zu Beginn noch etwas zurück. Insgesamt ist das Bier durchaus spritzig, obwohl sich die Kohlensäure eher moderat verhält. Im Abgang und vor allem im Nachgang bleibt dann eher etwas leicht süßliches hängen. Dieser Geschmack bestimmt auch das grundlegende Mundgefühl. Im Abgang zeigt sich zudem ein leicht kräutriger Hopfen. Bis zum Ende bietet das Bier aber eher eine mildere Hopfenaromatik, auch wenn dies bei den meisten fränkischen Pilsbieren so der Fall ist. Insgesamt ist es etwas herb am Gaumen, sodass man es schon als Pils deklarieren würde, aber insgesamt hat man doch eher auch etwas süßlichere Noten. Insgesamt hat es aber ein schönes Mundgefühl und ist durchaus süffig.

Zum Fazit: Ein solides Pils. Typische fränkisch ist es eher moderat gehopft und hat eine leichte Malzsüße. Von mir gibt das 3 Sterne.

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Sonne Pils

Im heutigen Biertest habe ich wieder eine Brauerei aus Franken, von der bisher noch kein Bier vorgestellt wurde. Ich meine damit die Brauerei zur Sonne in Bischberg im Landkreis Bamberg. Die Tradition der Brauerei reicht zurück bis ins Jahre 1856 und wird bis heute von der Familie Schumann geführt. Diese verstand es die Brauerei im Laufe der Jahre immer wieder zu modernisieren und weiter auszubauen. Brauerei und Gasthof werden heute von den Brüdern Christian und Peter Schumann geführt, wobei sich Christian um die Brauerei und Peter um den Gasthof kümmert. Ich werde heute das Sonnenpils verkosten, das auf einen Alkoholgehalt von 5% kommt.

Zur Optik: Ein leicht trübes hellgoldenes Bier mit passablem Schaum.

Zum Geruch: In der Nase zeigt das Bier ein leichtes Zitrusaroma und etwas Kräuter.

Zum Geschmack. Ein Bier das für ein Pils durchaus etwas Körper zeigt und mit hopfig zitrusartigem Abgang versehen ist. Es hat auch eine malzige, leicht keksige Komponente. Vor allem aber überzeugt es durch seien floral zitrusartigen Geschmack im Abgang, der auch lange bestehen bleibt und das Bier insgesamt sehr süffig macht. Insgesamt betrachtet ist der Körper schlank aber keineswegs farblos Auch gegen Ende behält das Bier diesen Geschmack und ist bis zum Schluss ein zitrushopfiges leicht kräutriges Pils.

Zum Fazit: Ein gutes und süffiges Bier, das einen schönen bitterfruchtigen, leicht kräutrigen Hopfengeschmack hat. Insgesamt dürfte für mich für ein Pils noch etwas mehr Hopfen im Geschmack vorhanden sein, aber dennoch reicht das für eine Wertung von 4 Sternen.

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Radeberger Pilsner

Im nächsten Biertest habe ich wieder ein Bier, welches den meisten durch Funk und Fernsehen bekannt sein dürfte. Die Rede ist vom Radeberger Pilsner, eines der bekanntesten Biere aus Ostdeutschland und schon zu DDR Zeiten begehrter Exportartikel. Gegründet 1872 wirbt die Brauerei schon seit langem damit, die erste Brauerei zu sein, die Bier ausschließlich nach Pilsener Brauart braute. Bereits bei ihrer Gründung war die Brauerei auf industrielle Großproduktion ausgelegt und firmierte zunächst als Aktienbrauerei zum Bergkeller. 1905 wurde das Radeberger Pilsener vom damaligen sächsischen König Friedrich August zum Tafelgetränk erhoben und darf sich seither als königlicher Hoflieferant bezeichnen. Auch nach der Verstaatlichung durch das DDR Regime war das Radeberger Bier weiterhin sehr beliebt und wurde aufgrund dessen zu großen Teilen ins Ausland verkauft. Somit war das Radeberger Pilsener für die DDR ein wichtiger Devisenbringer. Nach der Wiedervereinigung kam die Brauerei in Besitz von der zur Dr. Oetker gehörenden Binding Gruppe, welche 2002 schließlich in Radeberger Gruppe umbenannt wurde und inzwischen die größte Brauereigruppe Deutschlands ist.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Etwas hopfig und leicht teigig zeigt sich das Bier in der Nase.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck des Bieres ist ein durchaus erfrischender und sehr prickelnd lebendiger. Im Nachgang zeigt sich auch eine durchaus gewisse eine Hopfenbittere. Der Malzkörper ist schlank, aber man schmeckt dennoch eine gewisse Malzsüße. Das Bier ist definitiv nicht wässrig, ich finde die Hopfenaromatik für ein Pils aber leicht bis mittel ausgeprägt. Dennoch geht der Hopfen recht pilstypisch durchaus ins herb-bittere. Etwas metallisch schmeckt das Bier dann aber durchaus, was auf die Verwendung von Hopfenextrakt schließen lässt. Auch könnte es insgesamt noch mehr Kohlensäure haben. Das Mundgefühl ist für mich insgesamt etwas zu teigig aber durchaus noch akzeptabel da es im Abgang von etwas Hopfenherbe abgerundet wird. Das Bier ist bis zum Ende durchaus frisch, die Bittere wirkt dann aber doch etwas künstlich und vor allem der etwas zu teigige Geschmack gefällt mir nicht ganz so gut.

Zum Fazit: Das Bier macht einen überraschen frischen Einstig und für ein Fernsehpils schmeckt man hier durchaus auch den Hopfen. Gegen Ende lässt das Bier aber geschmacklich schon nach und ist dann etwas zu teigig und metallisch. Ich gebe ihm dennoch 3 Sterne. Eines der besseren Fernsehbiere.