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Jupiler

Auch wenn Belgien weltweit für seine außergewöhnlichen Biersorten bekannt ist, so ist das meistverkaufte Bier dort dennoch ein Lager, nämlich das Jupiler. Gebraut wird Jupiler von der Brasserie Piedboeuf und ist benannt nach dem Ort Jupille-sur-Meuse, in welchem sich die Brauerei ihren Hauptsitz hat. Das Jupiler so wie man es heut kennt, wurde erstmals im Jahre 1966 gebraut. Die Brauerei ist Teil von InBev und gehört somit zum gigantischen Bier Imperium von Anheuser-Busch. Bekannt ist Jupiler auch dadurch, dass es seit vielen Jahren Namenssponsor der Belgischen Fußballiga ist, sowie auch der offizielle Bierpartner der Nationalmannschaft. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ganz passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein wirklich geruchsneutrales Bier. Man hat nur eine ganz leichte Süße in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein dezent malziges Bier, jedoch vermisse ich etwas die Kohlensäure im Getränk. Man hat einen ganz leichten Malzgeschmack, der auch wirklich in Ordnung ist, aber ansonsten gibt das Bier nicht wirklich etwas her.

Zum Fazit: Das Bier hat etwas mehr Geschmack als Wasser, dass muss man ihm lassen. Es schmeckt auch nicht eklig oder hat irgendwelche Fehlaromen, aber es ist einfach sehr sehr mild und hat nur einen ganz leicht malzigen Abgang. Ich gebe hierfür 2 Sterne.

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Will Bräu Pilsner

Mein nächster Biertest dreht sich wiederum um ein Bier aus Franken, wobei die Brauerei bzw. der Ort historisch eigentlich eine stärkere Verbindung zum benachbarten Hessen bzw. Fulda hat. Die Rede ist von der Will Bräu bzw. dem Ort Motten, der rechtlich erst seit dem Jahre 1816 zu Bayern bzw. Franken gehört. Davor war er Teil des Hochstifts Fulda und unterstand somit den dort residierenden mächtigen Fürstäbten. Kulturell mag die Region dennoch fränkisch geprägt, sein, aber auch die Will Bräu selbst ist bis heute mit Fulda verbunden, denn sie befindet sich im Besitz des Hochstiflichen Brauhauses In Fulda, die die Brauerei Will bereits im Jahre 1987 übernahm. Jedoch hat auch die Will Bräu selbst ihre historischen Wurzeln als Hochstiftlich Fuldaische Amtsbrauerei und Lieferant für den Fuldaer Hof und Abtei, bis sie im Jahre 1791 zur Will Bräu wurde, als sie von Georg Will gekauft wurde un damit die bis 1987 anwdauerende Familientradition begründete. In meinem Biertest verkoste ich heute das Pilsener der Brauerei, das wie die meisten anderen Biere mit sehr bayerisch designten Etiketten daherkommt und auch als original bayerisches Pilsener verkauft wird und das obwohl die Brauerei, bis auf das, das sie politisch zu Bayern gehört, kulturell überhaupt nichts mit Bayern am Hut hat. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Dieses Bier hat keinen besonderen Geruch, eventuell ist es ganz leicht hopfig.

Zum Geschmack: Man hat ein Bier, welches ich für ein Pils eher mild finde und bei dem nur im Abgang etwas hopfige Noten am Gaumen aufploppen. Der Malzkörper ist dabei wie zu erwarten sehr schlank gestaltet. Das Pils ist auch im weiteren Trinkverlauf ein eher mild gestaltetes Bier. Es schmeckt nicht schlecht oder hat irgendwelche Fehlaromen, es ist aber auch nicht besonders herb oder aromatisch wie ich finde. Es hat es was leicht hopfiges am Gaumen, das war es dann aber auch.

Zum Fazit: Ein wirklich sehr langweiliges Bier, das nur am Gaumen leicht hopfig ist. Es ist sicherlich nicht schlecht, aber da gibt es, gerade in der fränkischen Bierwelt doch einige Alternativen mit mehr Geschmack, auch wenn fränkische Pilsbiere im Allgemeinen oft nicht besonders bitter oder herb sind. Ich gebe dem Bier 2 Sterne.

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Gessner Premium Pils

Aus der südthüringischen Brauerei Gessner werde ich im folgenden Test nun das Premium Pils verkosten. Das Premium Pils ist die Hauptsorte der Brauerei aus Sonneberg und kommt auf einen Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, sehr helles Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr dezentes, etwas aromatisch floraler Hopfen zeigt sich in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein doch sehr harmonisches und leichtes Bier. Es ist fast schon ein wenig getreidig. Das Bier wirkt erfrischend und auch gut abgestimmt. Der Körper it schlank und lässt Platz für die feinherben Hopfennoten die sich am Gaumen dann zeigen. Es hat auch im weiteren Trinkverlauf immer wieder leicht getreidig süßliche Anflüge. Das Bier wirkt sehr rund, aber für ein Pils könnte es für meinen Geschmack noch etwas hopfiger sein. Auch finde ich den Abgang dann doch noch etwas zu süß.

Zum Fazit. Ein Bier, welches für mich okay ist. Es könnte etwas hopfiger und die Süße reduzierter sein. Man kann das Bier aber bedenkenlos trinken und von mir bekommt es eine Wertung von 3 Sternen.

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Gampert Bräu Förster Pils

Das Förster Pils aus dem Hause Gampertbräu ist als nächstes an der Reihe um verkostet zu werden. Wie so viele andere Brauerei befindet sich auch diese Brauerei in Oberfranken, jedoch nicht im Bamberger Raum, sondern etwas östlicher, an der Grenze zu Thüringen. Der Alkoholgehalt des Pilsners beläuft sich auf 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat ein leicht süßliches, aber auch hopfiges Bier. Es wird aber hauptsächlich von eher getreidigen Noten dominiert.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier, das dezent hopfig ist. Es ist aber auch nur dezent süßlich. Der Körper des Bieres wirkt leicht und schlank. Insgesamt zeigt sich ein durchaus würziges und leicht getreidiges Bier. Im Abgang finde ich es aber dann auch eher ein wenig flach, aber dennoch ist der Hopfen immer präsent.  Irgendwie ist das Bier aber auch leicht pappig und hat es etwas von Karton im Abgang.

Zum Fazit: Ein mild-würziges Bier, das durchaus noch herber sein dürfte. Auch stört mich etwas der pappige Geschmack im Abgang. Insgesamt nichts besonders überragendes, aber auch nicht was einem schlecht bekommen dürfte. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Heylands Pilsner

Die Aschenburger Biermarke Heylands ist Teil der Eder & Heylands Brauerei in Großostheim, bei der einige fränkische Kultmarken des Raumes Aschaffenburg gebraut werden. Aus dem Heylands Sortiment ist heute das Pilsner an der Reihe, das auf einen Alkoholgehalt von 4,8% kommt.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat ein hopfig frisches Aroma in der Nase.

Zum Geschmack: Es ist leicht herb am Gaumen, hat aber einen angenehm milden Körper. Der Hopfen hängt am Gaumen nicht allzu lange nach. Grundsätzlich wirkt der Körper aber schlank und das Bier prickelt im Rachen/Gaumen noch gut nach. Es ist ein Bier, welches auch im weiteren Trinkverlauf, wenn man das gesamte Trinkerlebnis betrachtet ein wenig unspektakulär daherkommt. Es ist teilweise leicht herb, das war es dann aber auch.

Zum Fazit: Ein leicht herbes, etwas unspektakuläres Pils. Es tut niemandem weh, reist mich aber auch nicht vom Hocker. Ich gebe hierfür 3 Sterne.

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Glückauf Prime

Eine weitere Brauerei, von der ich bisher noch kein Bier im Blog hatte, ist die Glückaufbrauerei aus dem sächsischen Gersdorf. Wie der Name vermuten lässt, befindet sich die Brauerei in der Bergbauregion Erzgebirge. Den die Stadt Gersdorf hat eine große Tradition im Kohlenbergbau, der vor allem im 19 Jahrhundert der Stadt einen großen wirtschaftlichen Aufschwung bescherte. In diese Zeit fällt auch die Gründung der Glückauf Brauerei, welche 1880 von Richard Hübsch zur Versorgung seines Gasthofes gegründet wurde. Bis zur Verstaatlichung 1949 bleib der Betrieb in Privatbesitz. Nach dem Ende der DDR wurde der Betrieb von Renate Schreiber, der früheren stellvertretenden Betriebsdirektorin übernommen. Heute zeichnet sich die Brauerei durch ein sehr umfangreiches Sortiment, an wie ich finde teils sehr spannenden Bieren aus und ist eine der wenigen verbliebenen sächsischen Privatbrauereien. Aus dem Sortiment verkoste ich heute das GB Prime, ein edel Pilsbier mit ausgesuchtem Spezialhopfen. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht getreidig und hat eine ordentliche Spur Hopfen in der Nase.

Zum Geschmack: Man hat ein hopfiges Aroma. Es ist schlank, aber im Gesamteindruck dennoch sehr süß. Es wirkt auch nicht so richtig spritzig. Der Hopfen ist sehr leicht vorhanden und das Bier in Körper und Mundgefühl doch recht schlank. Der Hopfen macht das Bier aromatisch, aber nur vereinzelt bitter. Es ist nicht herb. dafür aber blumig. Es bleit auch im weiteren Trinkeverlauf ein Bier, bei dem man hopfige Noten wahrnimmt, das aber auch doch in der getreidigen, leicht teigigen Schiene unterwegs ist.

Zum Fazit. Ein aromatisch-florales Pilsbier, das nicht so bitter ist wie andere Vertreter. Mir gefallen aber solch aromatische Pilsbiere persönlich sehr gut und so gibt es von mir für das Bier auch 4 Sterne.

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Freistil Neckarbier Deutschland 21

Vom Freistil Brauwerk aus Tübingen habe ich heute das Neckarbier, ein dry hopped Pilsner in der Edition Deutschland 21. Das besondere am Neckarbier ist, das hier jedes Mal eine andere Hopfensorten verwendet wurde, die der jeweiligen Länderedition entspricht. In meinem Fall ist dies Deutschland und der Alkoholgehalt liegt bei 5,1%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, hellgoldenes Bier. Es hat eine ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht bitteres, ansonsten geruchsneutrales Bier. Es hat etwas hopfige Aromen.

Zum Geschmack: Man hat ein Bier mit einem doch sehr frischen Grundaroma und nur einem ganz leicht malzigen Abgang. Es ist ein Bier mit einem leicht aromatisch-harmonischen Mundgefühl, das etwas tropische Anklänge hat. Ansonsten ist es zurückhaltend und es komm nicht ganz so viel rüber.

Zum Fazit: Ich habe ein leicht hopfiges Pils mit angenehmer Hopfenherbe. Es ist aber auch ein eher zurückhaltendes Bier, das vor allem im Ab- und Nachgang geschmacklich etwas flach ist. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Heidelberger 1603 Premium Pils

Mein nächster Biertest geht nach Heidelberg zur heidelberger Privatbrauerei, die unlängst von der benachbarten Weldebrauerei aus Plankstadt übernommen wurde, welche den Betrieb am bisherigen Standort aber fortführen will. Aus dem Heidelberger Sortiment verkoste ich heute einen echten Klassiker, nämlich das 1603 Premium Pils, ein Hommage an die Heidelberger Bierordnung, welche durch Kurfürst Friedrich IV verkündet wurde. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein sehr hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein doch recht herbes Bier. Es hat aber auch etwas keksiges dazu.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier, das ein sehr würziges, hopfiges Aroma hergibt. Es hat etwas sehr uriges und hat auch leicht herbe Noten am Gaumen. Leider bleibt der Hopfen nicht nur bei den herben Noten, sondern hat auch etwas metallisches. Der Malzkörper ist schlank, jedoch schmeckt man ihn auch ein bisschen.

Zum Fazit: Ein Pils, das seinen Namen verdient und das durchaus Charakter hat. Leider wirkt der Hopfen manchmal etwas metallisch und man hat einen leicht buttrig säuerlichen Geschmack. Im Großen und Ganzen ist es aber ein gut trinkbares Pils, dem ich eine Wertung von 3 Sternen gebe.

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Ciuc Premium

Für meinen nächsten Biertest gehe ich nach Zentralrumänien in die Region Transsilvanien. Die Geschichte meines heutigen Testbieres, dem Ciuc Premium spielt sich dabei in Miercurea Ciuc ab, der Stadt nach dem das Bier benannt ist. Nachdem Jahrhunderte lang in der Stadt eher im kleinen Maßstab gebraut wurde, begann die Familie Romfeld Ende des 19 Jahrhunderts Bier in großen Stile zu brauen und errichtete eine entsprechende Brauerei in der Stadt. Nach der Verstaatlichung durch das kommunistische Regime wurde im Jahre 1974 eine komplett neue Brauerei aus dem Boden gestampft. Wurde dort zunächst Bier unter anderem Namen gebraut, wurde im Jahre 1993 schließlich das Ciuc Premium eingeführt, also jenes Bier um das es hier heute geht. Im Jahre 2004 schließlich kam die Brauerei in die Hände von Heineken, der die Brauerei bis heute gehört. Das Bier ist ein Lagerbier mit einem Alkoholgehalt von 5%. Abschließend sei noch ein Dank ausgesprochen an meinen treuen Bierspender, der mir dieses Bier mitgebracht hat.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum.

Zum Geruch: Ein eher getreidg riechendes Bier zeigt sich mir hier in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein zunächst sehr prickelndes und erfrischendes Bier. Im Abgang ist es dann aber irgendwie komisch getriedig und wirkt leicht metallisch. Im Körper ist das bier schlank aber ich werde diesen metallischen Eindruck den mir das Bier gibt einfach nicht los. Dazu wirkt der Abgang etwas ledrig und dann kommt kurz etwas Hopfen am Gaumen. Der Nachgang ist dann eher wässrig. Insgesamt ist das Bier vor allem sehr mild und farblos.

Zum Fazit: So richtig gut ist das Bier ehrlich gesagt nicht. Ich werde den leicht metallischen Beigeschmack nicht los und im Gesamtgeschmack ist mir dann insgesamt zu wässrig und langweilig. Ich gebe dem Bier 2 Sterne.

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Dachsenfranz Waldpils

Die Dachsenfranz Biere der Adlerbrauerei Zuzenhausen im Rhein-Neckar Kreis haben wie ich finde allesamt eine sehr schöne Aufmachung. Auch wenn man auf die Webseite der Brauerei geht, wird das Image des im Wald lebenden Einsiedlers Dachsenfranz transportiert. Eine Art Dauerbeschallung mit Waldgeräuschen erwartet einen dort nämlich, wenn man sich über die verschiedenen Biersorten der Marke informieren möchte. Für diesen Test habe ich mich heute für das Waldpils entschieden, das auf einen Alkoholgehalt von 4,9% kommt.

Zur Optik: Ein naturtrübes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es ist sehr hopfig und blumig in der Nase

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es prokelnd und erfrischend. Eine leichte Säure ist am Gaumen wahrnehmbar. Im weiteren Trinkverlauf ist es eher dezent herb, dafür wirkt der Hopfen aber auch sehr aromatisch mit blumigen einschlag. Gegen Ende wird das Bier dann aber ein wenig herber.

Zum Fazit: Ein schönes Pils, das seinen Namen wirklich verdient. Man hat schöne Hopfennoten, die auch mehr sind, als einfach nur herb und bitter. So hat sich das Bier wirklich 4 Sterne verdient.