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Finne Pale Ale

Nachdem ab morgen das öffentliche Leben in Deutschland weitestgehend heruntergefahren wird ist es nun auch nicht mehr so einfach ein Bier trinken zu gehen. Doch ein gutes Bier lässt sich auch daheim vorzüglich genießen. Ausgesucht habe ich mir hierfür das Pale Ale der Finne Brauerei aus Münster. Da ich von der Brauerei schon ein Bier im Test hatte werde ich direkt zum Bier kommen. Der Alkoholgehalt beträgt 6,1%.

Zur Optik: Ein Oranges, naturtrübes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen und stabilen Schaum.

Zum Geruch: Eine tropisch angehauchte Fruchtaromatik mit Noten von Ananas und Litschi. Dazu kommen weitere tropische Einflüsse.

Zum Geschmack: Ein eher bitterhopfiger Geschmack, bei dem die Fruchtigkeit nicht ganz durchkommt. Der Antrunk ist vor allem vom Hopfen dominiert und schlägt hier mit eher bittern Noten zur buche. Im Abgang hat man dann einen Mix aus den dominanten fruchtigen Noten, die mich vor allem an Ananas und Litschi erinnern, aber auch leicht beerig sind. Diese ziehen sich bis in den Nachgang und bleiben doch lang im Mund. Dazu kommt noch etwas getreidige Süße. Gegen Ende kommt die bittere Aromatik des Hopfens etwas mehr durch, ohne jedoch zu dominant zu wirken.

Zum Fazit: Ein recht gutes Pale Ale, welches ich zu den besseren seiner Art zähle. Man hat schöne fruchtige Noten, die aber so dezent sind, das man es noch für ein Pale Ale hält. Ich gebe hierfür 4 Sterne da vieles passt, aber das gewisse Etwas noch fehlt.

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Kehrwieder Dominica

Im heutigen Biertest geht es in die Karibik oder doch nicht? Zumindest wenn man dem Namen des heutigen Testbieres glauben schenken mag, könnte man das glauben. Dominica ist zwar eine Insel und ein Staat in der Karibik, jedoch handelt es sich beim Produkt um ein Bier der Hamburger Brauerei Kehrwieder. Der Name des Bieres kommt daher, dass beim brauen sechs verscheidene Hopfensorten verwendet wurden, die dem Bier ein fruchtiges Aroma verleihen, was eben an die exotischen Früchte der Karibik erinnern soll. Ob dies wirklich so ist, werde ich jetzt herausfinden. Das Pale Ale hat einen Alkoholgehalt von schlanken 4,7%.

Zur Optik: Ein bernsteinfarbenes, trübes Bier mit einem ganz ordentlichen weißen Schaum, der sogar deutlich über das Glas herrausragt.

Zum Geruch: Ein sehr fruchtiger, bunter Mix aus sämtlichen tropischen Aromen. Man riecht Ananas, Papaya, Sternfrucht, Honigmelone, Litschi. Es lässt sich eigentlich nicht genau ausmachen welche Früchte hier expliziert im Aroma zufinden sind, aber es hermoniert alles sehr gut zusammen.

Zum Geschmack: Im erstn Eidnruck hat man ein Bier, dass vor allem im Antrunk zunächst wirklich fruchtig ist, es aber noch nicht so richtig schafft diese zu entfalten, da sofort auch bittere Aromen mitschwingen. Die tropioschen Noten klingen auf jedenfall durch, lassen sich aber nicht eindeutig bestimmen. Erschwerend kommt hinzu, dass dem Bier ein Köprer fehlt auf dem die Fruchtnoten aufbauen könen, es bleibt somit sehr leicht im Geschmack. Gegen Ende finde ich, kommt die Fruchtigkeit ein bisschen mehr zum tragen. Die Obstnoten klngen an und gehen auch in Richtung Ananas, Sternfrucht und Passionsfrucht. Das Nachlassen der sehr spritzigen Kohlensäure tut dem Bier sehr gut.

Zum Fazit: Ein sehr passables Bier, das seine ganze Pracht jedoch leider viel zu spät entfaltet. Ich weiß das er nicht unbedingt angedacht ist, aber ein kräftigerer Malzkörper würde dem Bier aufjednefall gut tun. Ansonsten ist das dafür sehr spritzig und erfirschend und gerade im Sommer ein guter Durstlöscher. Ich gebe hierfür 3 Sterne, auch wenn das Bier deutlich Potential für noch mehr hat.

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Weisse Elster Pale Ale

Im heutigen Biertest geht es dieses mal in den Osten der Republik, denn auch dort wird immer mehr Craftbier produziert. Eines davon sind die Biere von Weisse Elster. Weisse Elster, das ist ein Brauprojekt aus der sächsischen Großstadt Leipzig. Gebraut werden die Biere aber nicht in Leipzig, sondern bei der Brauerei Reichenbrander in Chemnitz. Der Alkoholgehalt des Bieres beträgt 5,4%.

Zur Optik: Mitteltrübes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen schaum.

Zum Geruch: Ein zitroniges, leicht hopfig & herbes Bier. Es wirkt sehr spritzig. Die Zitronenarome sind nicht so intensiv aber, aber vorhanden.

Zum Geschmack: Ein sehr frischer erster Eindruck mit einer gut schmeckbaren Zitrusnote. Diese hält auch bis weit in den Abgang an. Das Bier wird jedoch leicht lasch mit der Zeit. Es könnte meiner Meinung noch etwas biterer sein, aber dafür ist es nicht säuerlich sondern geht sogaer eher in eine leicht fruchtige Richtung. Dabei setzt es ab und zu sogar leicht tropische Akzente die ein wenig an exotische Früchte erinnern. Vor allem etwas Orange und Anans schmecke ich.

Zum Fazit: Ein recht passables Bier, welches gut trinkbar ist, aber keine wirklichen Akzente setzt. Daher gebe ich hierfür auch nur 3 Sterne.

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Stone & Wood Pacific Ale

Im heutigen Biertest möchte ich mich zunächst einmal wieder bei einem Kumpel für dieses Urlaubspräsent bedanken. Dieses mal verschlägt es mich dabei ans andere Ende der Welt nach Australien. Nicht zuletzt wegen der momentan sehr starken Buschfeuer, die dem 5 Kontinent den Atem stocken lassen, bringt der Test somit auch eine gewisse Aktualität mit. Es geht dabei nach Byron Bay in New South Wales, welches auch im besonderen Maße von den Buschbränden betroffen ist. Hier sitzt die Stone & Wood Brewery, eine kleine regionale Brauerei, die aber schon eine gewisse Bekanntheit erlangt hat. Eines ihrer bekanntesten Biere ist dabei das Pacific Pale Ale mit einem Alkoholgehalt von 4,4%.

Zur Optik: Ein sehr trübes, helloranges Bier. Es hat einen mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht fruchtiges, zitroniges Aroma. Man hat Noten von Zitrusfrüchten, die aber nicht wirklich säuerlich, sondern eher fruchtig sind

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein leicht fruchtiges, saftiges Bier, welches zwischen durch mal kurz einen etwas wässrigen Eindruck vermittelt. Im Abgang hingegen ist es aber dann doch echt saftig und dieser Eindruck bleibt auch lange im Mund erhalten. Im weiteren Trinkverlauf wirkt es nicht mehr so saftig sondern wird dann eher spitzig und zitronig. Es hat einen ganz leicht tropischen Einfluss von Ananas oder ähnlichem. Insgesamt ist es auch ein sehr leichtes Bier.

Zum Fazit: Ein im Gesamtpaket, sehr spritziges und zugleich herrlich erfrischendes Bier. Es bringt viele verschiedene Geschmacksnuancen mit, ohne das dabei etwas in besondere Maße hervorsticht. Vor allem für die Hitze Australiens ist es mit seinem geringen Alkoholgehalt und leichten Körper eine sehr gute Erfrischung. Hierfür gibts gute 4 Sterne.

 

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Brewheart Ale Capone

Im heutigen Biertest geht es mal wieder nach Bayern. Es geht nach Otterfing im Landkreis Miesbach in der näher der Landeshauptstadt München. Dort findet sich das noch relativ junge Bierprojekt Brewheart. 2 Freunde habe sich hier zum Ziel gesetzt mit ihrem Projekt die bestehende Bierlandschaft in ihrer Umgebung um neue, an US amerikanisches Craftbier angelehnte Sorten zu ergänzen. Die Biere wissen dabei vor allem mit ihren außergewöhnlichen, an bekannte Persönlichkeiten angelehnten, Namen, auf sich aufmerksam zu machen. Das heute vorgestellte Bier ist das Ale Capone, ein Pale Ale mit 6,0% Alkohol.

Zur Optik: Naturtrübes, oranges Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Fruchitger, hopfiger Geruch. Dazu kommen leichte tropische Noten die sich hauptsächlich an Melone orientieren, dazu kommt etwas Honig bzw. Honigmelone. Dazu leichter Zitrusgeruch.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein wenig bitter, welches sich vor allem kurz am Gaumen bemerkbar macht. Hier kommt dann auch etwas Zitrusaroma durch. Danach wird es etwas obstig mit tropischen Noten von Kiwi bis hin zu etwas Melone. Aber auch die erwähnten harzigen Noten spielen eine Rolle. Auch im weiteren Trinkverlauf wird es dann vor allem gegen Ende bitterer, aber etwas aromatisches bleibt dennoch bestehen.

Zum Fazit: Ein doch recht rundes Geschmackserlebnis, bei dem vor allem die tropischen Noten die vorhanden sind zu überzeugen wissen. Diese harmonieren auch ganz gut mit der Bittere. Hierfür gibt es gute 4 Sterne.

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Hopfenstopfer Citra Ale

Heute gibt es mal wieder ein Bier aus der Hopfenstopfer Reihe, welche bei der Häffner Bräu in Bad Rappenau gebraut werden. Diesmal wird das Citra Ale verkostet, bei der explizit die Hopfensorte Citra im Vordergrund steht. Ich bin gespannt, ob in der Verkostung dann auch das erwartete Zitronenaroma eintritt. Der Alkoholgehalt beläuft sich auf 5,1%.

Zur Optik: Naturtrübes, orangenes Bier. Es hat einen ordentlichen weissen Schaum.

Zum Geruch: Das erwartete Aroma von Zitrone und Orange hat man hier in der Nase.

Zum Geschmack: Auch hier hat man im ersten Eindruck die Zitrusnoten, die zunächst noch recht aromatisch sind, bevor sie dann im Abgang bitterer bzw sauerer sind. Auch im weiteren Trinkverlauf ein dezent zitrones Bier, wobei es sich mit der Säure bzw Bittere ganz dezent verhält. Die Fruchtigkeit nimmt leider ein wenig ab. Isngesamt ist es ein wenig zu leicht. Gegen Ende ist es dann eher nicht mehr ganz so aromatisch und es fehlt einfach eine gewisser Geschmackstick.

Zum Fazit: Ein Bier, welches niemandem wehtut und meiner Erwartung an Zitrusnoten gerecht wird. Es hat aber dann doch nicht die Geschmackstiefewie andere Bier, wobei hier auch der geringere Alkoholgehalt zu buche steht. Dennoch ein Bier welches man so gut trinken kann wenn man es mal weniger komplex mag. Hierfür gebe ich gute 3 Sterne

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Buddelship High on Rye

Roggen und Bier passt das? Wenn man an Bier denkt, denkt man meistens an Gersten oder Weizenmalz, aber Roggen bringt zunächst niemand so richtig mit Bier in Verbindung. Traditionell ist Roggen auch ein Getreide, welches eher zum Backen als zum Brauen verwendet wird. Doch in den letzten Jahren wurde bei Craft Bieren nicht nur mit dem Hopfen experimentiert, sondern auch beim Malz werden immer mehr verschiedene Getreidesorten wieder zum Brauen verwednet. Dies ist so auch bei der Buddelship Brauerei in Hamburg geschehen. Diese braute aus dem Roggen ein sogenanntes Rye Ale. Dieses obergärige Ale auf Roggenbasis hat einen Alkoholgehalt von 6,9%. Besonders ist zusätzlich die Verwendung von Heideblüten.

Zur Optik: Oranges, naturtrübes Bier. Es hat einen ordentlichen weissen Schaum.

Zum Geruch: Fruchtig getreidiger Mix. Man reicht eindeutig Orange und etwas Ananas dazu etwas Mango und Litschi.

Zum Geschmack: Blumig-bitteres Aroma, dass aber gleichzeitig einen enorme Fruchtigkeit mitbringt. Im Abgang schwimmt immer eine gewisse Süße mit. Im Abgang ist es recht herb und eher großkörnig. Die verwendeten Heideblüten lassen sich jetzt nicht unbedingt explizit herrausschemcken. Auch im weiteren Trinkverlauf herrscht ein etwas herberer Antrunk gepaart mit eben jenen fruchtigen Aromen, die schon im Geruch erklungen sind. Der Körper ist voll und getreidig und es klingt auch ein wenig durch, dass ein etwas anderes Getreide als Gerste verwednet wurde, da es etwas süßlicher ist.

Zum Fazit: Ein wirklich spannendes Bier, wobei es sich dann letztlich doch auch eher in Richtung Pale Ale bzw. IPA orientiert. Seine Besonderheiten kommen mir nicht so zur Geltung und wenn man es nicht wüsste, wäre es auch schwierig ihre Nuancen zu finden. Dennoch ein herrlicher fruchtiger Geschmack. Hierfür gibts 3 Sterne mit Tendenz nach oben.

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Hanscraft Steve Hops

Das Wochenende ist in Sicht. Zeit also sich einem neuen Bier in meinem Bierblog zu widmen. Dieses führt mich mal wieder nach Franken, aber diesmal zu einer noch relativ jungen Brauerei. Es geht ins fränkisches Aschaffenburg, in dem die noch relativ junge Biermarke Hanscraft ihren Sitz hat. 2012 mit dem mittlerweile schon fast zum Kult geworden bayerischen Clubbier, namens bayerisch Nizza, hat sich Hanscraft rund um den Gründer Hans Christian Müller mittlerweile einen festen Platz in der deutschen Craftbierszene erarbeitet. Verkostet wird heute ein Bier das einen interessanten Namen trägt, das Steve Hops, welches an den legendären Apple Gründer Steve Jobs angelehnt ist. Ein netter Marketinggag, auch wenn das Bier ansonsten nicht viel mit dem inzwischen verstorbenen  Technikguru gemein hat. Das Bier an sich ist ein klassisches Pale Ale mit 5,5% Alkohol.

Zur Optik: Oranges bis bernsteinfarbenes trübes Bier. Ordentlicher weisser Schaum.

Zum Geruch: Fruchtige Aromen. Zunächst fallen vor allem Traube und Maracuja auf. Dazu noch Melone

Zum Geschmack: Sehr herber und erfrischender erster Gesamteindruck den das Bier vermittelt. Wirkt vor allem im Abgang recht spritzig und herb. Fruchtaromen zunächst nur marginal erkennbar. Im weiteren Trinkverlauf kommen die fruchtigen Hopfennoten ein bisschen besser durch, vor allem etwas Melone schwingt immer wieder mit. Jedoch wirkt es am Gaumen nach wie vor eher harzig-grasig und insgesamt vom Körper ein wenig leicht.

Zum Fazit: Ein ganz solides Pale Ale, welches aber hier und da noch ein paar Defizite aufweist. Es fehlt ihm insgesamt einfach ein bisschen an Charakter und geschmacklicher Tiefe. Dennoch ein gutes Bier für Einsteiger. 3 Sterne.

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Munich Brew Mafia Golden Jail Ale

Im folgenden Biertest möchte ich euch ein Bier von einem noch relativ jungen Bierprojekt vorstellen. Es handelt sich um die sogenannte Munich Brew Mafia. Die Munich Brew Mafia, dass sind zwei junge Brauer, die bereits seit ca. 5 Jahren gemeinsam in ihrer Küche Bier brauen. Seit 2016 ist ihr Bier nun auch im etwas größeren Stil einem breiterem Publikum zugänglich, und ist in Flaschen und Fässern erhältlich. Gebraut wird noch als Gypsybrauer bei Camba in Gundelfingen, jedoch soll irgendwann auch eine eigene Brauerei entstehen. Auf die Idee Craft Beer zu brauen sind die beiden nicht zuletzt aufgrund ihres Studentenjobs im Munich Tap House gekommen. Verkostet wird nun das Golden Jail Ale, ein klassisches amerikanisches Pale Ale mit 5,5% Alkohol. An Hopfensorten wurden Amarillo, Chinook und Cascade verwendet, wobei die Jungs laut ihrer Website die Hopfen- und Hefezusammensetzung des Bieres bei jeder Charge ein klein wenig verändern wollen.

Zur Optik: Das Bier hat einen sehr orangenen Farbton wobei, ein leichter Stich ins rötliche auffällt. Der Schaum ist sehr üppig und konstant. Die Trübung ist durchgängig und sehr intensiv.

Zum Geruch: Man hat in der Nase wirklich einen Strauß floral-fruchtiger Noten. Zuerst eher blumige leicht harzige Noten, danach aber sehr fruchtige Noten. Hervorstechend bei den Früchten, sind Orange und Pfirsich, aber auch Mango und Litschi lassen sich herrausriechen. Zu guter Letzt hat man noch Noten von Papaya und Apfelsine.

Zum Geschmack: Zunächst überwiegt einmal die sehr bitter und ölige Note, die aber schon einen erkennbare Zitruston im Abgang hat. Hier wirkt es auch leicht trocken sodass man schnell Lust auf den nächsten Schluck hat. Ab dem dritten, vierten Schluck wirkt der Antrunk nicht mehr so prickelnd Bitter und es machen sich fruchtige Noten breit. Wobei sich so eine richtige Fruchtigkeit, wie in der Nase leider nicht einstellen möchte. Man hat ganz klar Aromen von Orangen und Ananas am Gaumen, diese sind jedoch noch ein wenig verhalten. Zusätzlich hat  man im weiteren Trinkverlauf, dann noch Noten von Litschi und Mango, die immer wieder leicht schaumend am Gaumendach moussieren.

Zum Fazit: Ein wirklich grundsolides Bier, was auch recht süffig Schmeckt, mir ist das allerdings im Verglich zu ähnlichen Bieren ein bisschen zu wenig Fruchtigkeit. Auch die Bittere hält sich ein wenig zu sehr zurück. Alles in allem, aber ein angenehmes und gut trinkbares Bier, das nicht zu extrem und penetrant Bitter ist. Ich vergebe hierfür gute 3 Sterne mit Tendenz nach oben, und bin gespannt was es in Zukunft noch für neue Kreationen gibt.

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Camba Pale Ale

Heute im Test geht es zur Camba Bavaria nach Truchtlaching. Die Brauerei ist noch sehr jung und wurde erst 2008 zunächst als Versuchsbrauerei eines Brauanlangenherstellers gegründet. Jedoch waren die Biere so gut und beliebt, dass sie nach einiger Zeit auch in den freien Handel kamen. Die Brauerei braut unzählige verschiedene Biere, von traditionellen bayrischen bis zu neuen craftigen, die von amerikanischen Bierstilen beeinflusst sind, ist alles im Sortiment. Das Sortiment wechselt an gewissen Stellen ständig: Regelmäßig sind bekannte Brauer aus der Craft und Bierszene zu Gast, die dann mit den ansässigen Braueren Sondersude bzw Gemeinschaftssude, auch Collaborationbrews gennant, brauen. Im Test befindet sich heute eines der Standardcraftbiere der Camba nämlich das Pale Ale.

Zur Optik: Es hat eine schöne orangene Farbe. Die Trübung ist gleichmäßig und wirklich sehr dicht. Der Schaum ist ein bisschen schwächer als erwartet, dafür bei einem Zentimeter Breite aber sehr beständig.

Zum Geruch: Ein Traum, wie wenn man auf einem Wochenmarkt am Obststand steht. Wirklich sehr sehr fruchtig. Vorrangig hat man Mandarine und Orange in der Nase, aber auch leichte Zitrusnoten sowie ein hauch Ananas lassen sich erhaschen. Dieser Mandarinengeruch macht richtig Lust auf mehr.

Zum Geschmack: Der Geschmack ist dann zunächst leider nicht mehr ganz so fruchtig, hier geht es schon deutlich herber zu. Im Antrunk kommt einem zuerst einmal eine geballte Ladung Bittere gepaart mit Zitrusnoten entgegen. Im Mittelteil wird es dann leider ein wenig wässrig dafür aber im Abgang wieder fruchtig, jedoch nicht unbedingt die Mandarinenote die beim Riechen klar im Vordergrund war, sonder der Geschmack tendiert eher in Richtung Melone. Dieser bleibt dann auch im Abgang und sorgt nach dem Hinunterschlucken für ein  angenehmes, fruchtiges Mundgefühl. Zusätzlich lassen sich natürlich auch Noten von Mandarine und Orange schmecken. Insgesamt ist das Bier ein wirklich bunter Mix aus diversen Obstsorten da es auch eine gewisse allgemeine Fruchtigkeit versprüht, wie bei einem Multivitaminsaft. Wobei man jedoch wie bereits erwähnt die Mandarine und die Melone herausstellen muss. Die Bittere die einen am Anfang noch ein wenig an der gerochenen Fruchtigkeit zweifeln lies, verzieht sich zum Glück im Laufe des Trinkgenusses und lässt das Bier somit deutlich fruchtiger erscheinen. Eine gewisse Bittere bewahrt sich das Bier aber schon, so das alles schön angenehm und gut ausbalanciert wirkt.

Fazit: Ich finde dieses Pale Ale gut da es nicht wie viele andere Pale Ales einfach nur über die Bittere und Herbe kommt, sondern wirklich sehr fruchtig ist. Ich mag es wenn ein Bier eher fruchtig als herb ist. Zudem hat es ein sehr angenehmes Mundgefühl. Von mir gibts daher 4 Sterne.