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Berg Jubelbier

Zum 550 jährigen Bestehen im Jahre 2016 hat die Berg Brauerei ein Jubelbier auf den Markt gebracht. Da es sich großer Beliebtheit erfreute, gibt es das Bier bis heute. Stilistisch ist es ein naturtrübes etwas stärker eingebrautes Kellerbier, das mit Aromahopfen verfeinert wurde. Zusätzlich wurde es noch mit Tettnanger Hopfen kaltgehopft. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, trübes Bier. Der Schaum ist recht schnell verfolgen.

Zum Geruch: Es riecht recht geruchsneutral. Etwas brotig und etwas karamellig mit einer leichten Hefenote.

Zum Geschmack: Ein sehr brotiges Bier, mit einem leicht hefigen und an Karamell erinnerndes Aroma im Abgang. Es hängt sich schön um den Gaumen und hat sogar leichte Apfelnoten im Abgang. Eine leichte hopfenherbe im Abgang hat das Bier, die jedoch nicht so ist, das sie störend wirkt. Insgesamt ist das Bier recht gut aufeinander abgestimmt. wirkt aber bisweilen etwas zu hefig und dadurch nicht ganz süffig. Außerdem fehlt es dem Bier etwas an Kohlensäure.

Zum Fazit: Ich weiß nicht. So recht überzeugt mich das Bier noch nicht. Von gibt es 3 Sterne. Es hat eine interessante fruchtige Hopfung, aber ist auch zu süß und nicht so recht süffig.

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Simmerberg Kellergold

Mein nächster Biertest führt mich ins Westallgäu, zu einer Brauerei von der ich bisher noch kein Bier hier im Blog vorgestellt habe. Also öfter mal was Neues. Die Rede ist von der Braumanufaktur Simmerberg. Die Geschichte des Betriebs lässt sich bis in das Jahr 1706 zurückverfolgen. Dem Gasthof zum Adler, dem Stammhaus der Brauerei, wurde hier erstmals das Recht zum Brauen und Ausschenken von Bier gestattet. Trotz ihrer relativ kleinen Größe ist die Brauerei noch heute eine Aktiengesellschaft. Bis zu ihrer Auflösung wurde die Mehrheit der Aktien von der Inselbrauerei aus dem benachbarten Lindau gehalten. Inzwischen hat sich das Blatt gewendet und seit einiger Zeit werden Lindauer Biere in Simmerberg gebraut. Vorstellen aus dem Simmerberger Sortiment möchte ich nun das Kellergold, das einen Alkoholgehalt von 5,2% hat.

Zur Optik: Ein trübes, orangenes Bier. Es hat einen ganz passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein etwas fruchtiges, aber auch getreidiges Aroma. Dazu kommt etwas dieses süßlich zuckriges in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das im ersten Eindruck sehr würzig daherkommt. Es hat etwas prickelndes, zunächst im Antrunk, während es in Richtung Abgang dann auch etwas süßlicher und teigiger wird. Es wirkt auch im weitern Trinkverlauf sehr urig, mit dieser würzigen brotigen Note, die durch den Hopfen auch etwas bitter wirkt und durch die Kohlensäure gut abgerundet wird.

Zum Fazit: Ich finde das dies ein gutes Kellerbier ist. Es ist süffig, sehr hefig und etwas teigig, aber die Kohlensäure sorgt dafür, das es sehr süffig ist und hält die hefigen Noten im Zaun. Ich vergebe hierfür 4 Sterne.

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Humbser Lager

In letzter Zeit haben viele Biermarken die bei Tucher ein Nischendasein fristeten und eher als Nebenprodukt liefen ein Relaunch erhalten. So auch die Marke Humbser. Die alten angestaubten Sorten wurden eingestellt und das Humbser Lager neu auf den Markt gebracht. Humbser bzw. die Familie Humbser ist eine alteingesessene Brauereifamilie, die vor allem in der Metropolregion Nürnberg/Fürth im Braugeschäft tätig war. Als Wilhelm Humbser im Jahre 1792 Margarete Steeb ehelicht und damit in die Steeb’sche Brauerei einheiratet, taucht erstmals der Name Humbser in der Fürther Brauereiwelt auf. Die Steeb’sche Brauerei ist fortan unter dem Namen Humbser bekannt. Anfang des 20. Jahrhunderts steigt die Humbser Brauerei schließlich zur größten in Fürth auf. Nach der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft gerät die Brauerei bald in fremde Hände. Zunächst wird sie 1934 von der Lederer Brauerei aus Nürnberg gekauft. Nach deren Übernahme durch Gustav Schickedanz wird sie nun Teil dessen im Nürnberger Raum aufgebauten Brauereigruppe. Im Jahre 1967 fusioniert sie schließlich mit der ebenfalls zu Schickedanz gehörenden Fürther Geißmann Brauerei. Auf Initiative von Schickedanz und den Bayerischen Hypo und Wechselbanken wurde im Jahre 1972 schließlich die Patrizier AG gegründet mit dem Ziel durch die Schaffung einer eigenen Marke die Brauaktivitäten in der Metropolregion Nürnberg zu bündeln. Die Brauerei überlebte aber auch diese Phase und fusionierte nach dem Niedergang der Patrizier Brauerei 1994 mit dem Nürnberger Biergiganten Tucher. Bis 2008 wurde die Braustätte von Humbser-Geismann von Tucher weiterbetrieben ehe sie stillgelegt wurden. Im Jahre 2018 hat die Marke Humbser nun ein Revival erfahren und seit ein paar Jahren gibt es auch wieder Biere der Marke Geismann. Das Humbser Lager kommt auf einen Alkoholgehalt von 5,4%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellegoldenes Bier. Es hat keine besonderen Schaum.

Zum Geruch: Ein süßliches, fruchtig teigiges Aroma. Es hat etwas Plätzchenaroma.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es auch hier teigig mit Plätzchenaromen. Es im Abgang ein leichtes Zitrusaroma. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier mit diesen süßliche Noten, die an Plätzchenteig erinnern und dabei auch noch ganz leicht säuerlich sind. Ein leichtes Honigaroma schmecke ich noch heraus. Dazu kommt aber auch eine leichte Hopfenbittere, die dem Bier eine durchaus gute Würze verleiht. Der Körper ist durchaus präsent, zeigt sich aber doch überraschend schlank.

Zum Fazit: Ein geschmacklich sehr von der Hefe bestimmtes Bier. Ich finde es durchaus süffig, muss aber insgesamt auch sagen das ich es nicht so vielschichtig ist. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Weiherer Keller

Ein Kellerbier das bereits 4 Mal mit dem European Beer star Award ausgezeichnet wurde ist jenes der Brauerei Kundmüller. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein naturtrübes Bier das farblich in Richtung eines dunklen Bernsteintones einzuordnen ist. Es hat einen ganz ordentlichen weißen sSchaum.

Zum Geruch: Es reicht kernig mit brotig getredigen Noten. Es ist dabei auch sehr urig im Geschmacksprofil.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier, das sehr süffig daherkommt und bei dem auch die hefige Note sehr präsent ist. Es prickelt leicht am Gaumen und hat eine schöne teigige Note, die das Bier insgesamt sehr erfrischend macht. Es hat ganz leichte Anflüge von Zitrus. Zu diesen sehr schönen hefigen Noten am Gaumen gesellt sich auch ein schönes Zitrusaroma. Das Bier könnte noch etwas mehr Kohlensäure vertragen, sodass es nicht zu sehr getreidig und hefig wirkt.

Zum Fazit: Ein gutes, abwechslungsreiches und auch süffiges Kellerbier. Für mich dürfte es gerne noch etwas mehr Kohlensäure haben. Ansonsten ist es aber wirklich gut. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Raschhofer Zwickl

Erstmals Urkundlich erwähnt wurde die Brauerei Raschhofer im Jahre 1645, also vor über 375 Jahren. Die Brauerei befindet sich in Altheim, in der Nähe von Braunau in Österreich, unweit des Inns und damit der deutschen Grenze. Zu ihrem Namen kam die Brauerei als Therese Huber, die Witwe des vormaligen Brauereiinhabers Georg Raschhofer, ein Braueresohn aus Aspach, heiratete. Seither bestimmt die Familie Raschhofer die Geschicke der Brauerei und tut dies heute in Form von Dr. Doris Scherlau-Raschhofer und Dr. Christoph Scherlau. Aus dem Sortiment möchte ich heute das Zwickl aus der Brauerei, das auf einen Alkoholgehalt von 5,4% kommt, verkosten.

Zur Optik: Ein naturtrübes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat ein sehr sehr brotig getreidiges, teilweise auch etwas süßliches Aroma.

Zum Geschmack: Ich habe ein sehr würziges Bier, bei dem sowohl zunächst leicht hopfige Noten vorhanden sind. Im Abgang und vor allem im Nachgang breiten sich aber auch leicht keksige Noten im Mundraum aus. Das Bier hat eine durchaus hefige Note, aber auch einen leichten hefigen Geschmack nehme ich wahr. Insgesamt ist das Bier sehr süffig und die Kohlensäure prickelt ganz gut.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen. Ich finde man hat ein süffiges, gut hefiges Bier. Ich finde der Körper wirkt nicht so kräftig wie der Alkoholgehalt vermuten lässt. Es könnte aber noch mehr Geschmacksintensität besitzen.

Mit dem letzten Biertest dieses Jahres wünsche ich allen Freunden und Lesern des Bierblogs einen guten Rutsch ins neue Jahr und bedanke mich für jegliche Form der Unterstützung. In diesem Sinne Prost, getreu dem Motto Biertrinken ist viel geiler als Böller! Auf ein bieriges 2025!

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Maxlrainer Zwickl Max

Ein unfiltriertes Helles Lagerbier, das ist der Zwickl Max der Schlossbrauerei Maxlrain. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein süßgetreidiges, leicht hefiges Bier. Man hat Noten eines Hellen mit einer leichte Honignote.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier mit einer keksigen, an Cerealien erinnernden Note im Geschmack. Ich habe hier ein Bier, das eine gute Hopfennote hat, irgendwie aber nicht so recht süffig wirkt. Dennoch hat es eine Gewisse Kante im Geschmack und wirkt gut würzig. Die Kohlensäure ist vorhanden und im Bier auch sehr gut präsent.

Zum Fazit: Ein getreidiges, dennoch auch etwas hopfenwürziges Bier. Mich überzeugt das durchaus. Das gibt eine Wertung von 4 Sternen.

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Flensburger Strand Lager

Die nächste Neuheit die ich hier in meinem Blog verkoste ist das Strand Lager von der Flensburger Brauerei. Im gegensatz zu Veltins ist man hier aber den umgekehrten Weg gegangen und hat sich beim Strand Lager für stärker eingebrautes, naturtrübes Lagerbier entschieden. Demenstprechend liegt der Alkoholgehalt auch bei 6,2%.

Zur Optik: Ein trübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier hat eine kräftigen gerteidgen, leicht karamelligen Geruch.

Zum Geschmack: Das Bier ist hier durchaus süffig und hat eine mittelkräftigen Körper. Die Kohlensäure ist gut dosiert und prickelt. Etwas versteckt das Bier seinen Alkoholgehalt. Im Abgang ist es etwas bitter, erinnert aber auch leicht an Orangen oder etwas Mandarine. Das Bier ist durchaus süffig und überzeugt mit seinem kräftigen, aber auch leicht alkoholischen Abgang. Es hat etwas Säure und auch das obstige zeigt sich weitrehin am Gaumen, wie auch eine leichte Hopfenwürzung. Es hat etwas karamelliges, wirkt aber auch ein kleines bisschen zu schlammig bzw. hefig, da die Kohlensäure nicht beständig vorhanden ist.

Zum Fazit: Ich finde das Strandlager ein durchaus gelungenes Bier, das man gut einfach mal trinken kann. Es ist für seinen Alkoholgehalt gefährlich süffig und man muss dann schon aufpassen, das es einen nicht umhaut. Von mir gibt es dafür eine Wertung von 4 Sternen.

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Altenburger Karlis Kellerbier

Karli, einer der ersten Braumeister im thüringischen Altenburg soll der Schöpfer des Rezepts des Kellerbieres, welches in meinem folgenden Biertest verkostet wird sein. Das man in Altenburg nicht nur Spielkarten kann, habe ich mit vorangegangenen Tests bereits bewiesen, ob das Kellerbier hieran anknüpfen kann werden wir im folgenden Test dann sehen. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr hefiges und keksiges Aroma das ich hier in der Nase habe. Dazu hat das Bier aber auch etwas leicht karamelliges.

Zum Geschmack: Ich habe hier ein Bier, das zunächst recht schnörkellos die Kehle hinuntergleitet, bevor im Nachgang etwas karamellige Noten kommen. Ich habe ein druchaus lebendiges Bier, das mir aber vor allem in Richtug Abgang deutlich zu hefig aufällt. Es dominert hauptsächlich ein süßlich-karamelliger malzgeschmack. Hopfen ist so gut wie gar nicht zu schmecken.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Bier eine Wertung von 3 Sternen. Das Bier ist absolut ok für ein Kellerbier. Mir ist es aber zu süß und malzig. Hier könnte es durchaus noch würziger sein. Auch die Kohlensäure dürfte durchaus noch etwas belebender sein, damit es auch gegen Ende noch süffig wirkt.

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Monpier Kellerpils

Das Monpier Kellerpils ist das nächste Bier, das ich in meinem Blog verkosten werde. Auch hier danke ich wieder einem Freund der mir dieses Bier mitgebracht hat. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, sehr helles Bier mit einer überaus ordentlichen Schaumhaube.

Zum Geruch: Ein hopfiges Aroma mit einer leichten Zitrusaromatik.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das durchaus fruchtig ist und eine etwas herbe bittere Note im Abgang hat. Ich habe ein Bier, das im Abgang ein wenig bitter ist, jedoch auch eine gewisse Fruchtigkeit mitbringt. Es ist sehr spritzig und hat grundsätzlich einen etwas herben Charakter. Dazu ist es aber immer auch ein wenig fruchtig im Mundgefühl und hat einen dezenten, aber präsenten Zitruscharakter. Das Bier wirkt insgesamt sehr erfrischend und die Kohlensäure belebend.

Zum Fazit: Ein erfrischendes und durchaus süffiges Kellerpils. Vor allem der feine Zitruscharakter im Abgang überzeugt mich sehr. Dazu ist es leicht, aber nicht geschmacklos. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Eittinger Albert

Noch vergleichsweise recht jung ist die Fischerbräu aus Eitting in Oberbayern. Erst im Jahre 1932 wurde sie von Albert Fischer gegrünet, der die Kantine des örtlichen Kraftwerks kaufte und in eine Brauerei umgewandelt hat. Nach jenem Albert Fischer ist auch mein heutiges Testbier, der Eittinger Albert benannt. Sortentechnisch ist das Bier ein Kellerbier und der Alkoholgehalt liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen durchaus sehr ordentlichen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht hefig und teigig frisch, dazu kommt eine leichte Zitrusnote.

Zum Geschmack: Ich habe einen sehr erfrischenden und belebenden ersten Eindruck. Die Kohlensäure ist moderat und es prickelt nicht übermäßig. Im Nachgang bleibt ein süßlicher, leicht teigiger Geschmack im Mundraum hängen. Auch hat man eine warnehmbare dezente Hopfung am Gaumen, die dem Bier eine leichte bittere verleiht. Das Bier ist auch weiterhin sehr süffig, mit einem teigig süßlichen Geschmack und überzeugt auch durch seinen leicht würzigen Abgang.

Zum Fazit: Ein süffiges und für mich durchaus überzeugendes Kellerbier. Es hat sowohl eine süßliche als auch leicht säuerliche und würzige Geschmacksaromatik. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen.