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Walder Bräu Helles naturtrüb

Mein nächstes Testbier kommt von der Walderbräu aus Königseggwald. Diese befindet sich im Süden Baden-Württembergs im Kreis Ravensburg. Die 1822 gegründete Brauerei wurde im Jahre 1900 von Fridolin Härle, einem Bruder von Clemens Härle, dem Leiter der gleichnamigen Brauerei in Leutkirch, übernommen. Im Jahre 2003 konnte die Brauerei durch eine Initiative von Bürgern der Stadt und Fans des Bieres vor der Schließung gerettet werden. Diese gründeten eine AG an der sich Interessierte für 500 Euro pro Aktie an der Brauerei beteiligen konnten. Im Gegensatz zur anderen AGs werden die Dividenden aber in Bier ausgezahlt, sodass der Fortbestand des Betriebs durch die Einlagen der Aktionäre gesichert werden konnte. Auch von Walder Bräu gibt es ein Helles und so stelle ich heute das gefühlt 500 hundertste Helle Bier vor. Aber gut, die Sorte ist nun einmal im Trend. Im Gegensatz zu anderen Hellen ist dieses hier aber unfiltriert. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein trübes, bernstinfarbenes Bier. Der Schaum ist recht übersichtlich und schnell verschwunden.

Zum Geruch: Ein zitroniges und hefiges Aroma. Es hat etwas teigig plätzchenartiges. Dazu erinnert es an Zitronenkekse.

Zum Geschmack: Es ist ein herber frischer erster Eindruck den das Bier hier vermittelt. Dazu prickelt es leicht auf der Zunge. Das Mundgefühl wird von einem süßlichen Malzaroma dominert, welches perfekt mit den hefigen Noten harmoniert. Die herben Noten des Hopfens entfalten sich erst ganz langsam im Nachgang im Hals und bleiben dabei aber feinmild mit einer leichte Würze.

Zum Fazit: Man kann wirklich froh sein, dass diese Brauerei durch die Bürgerinitiative gerettet worden ist. Es wäre schon arg schade gewesen, wenn es dieses Bier nicht mehr geben würde. Ich habe ein sehr schönes naturtrübes Bier, dessen einzelne Komponenten gut miteinander harmonieren. Dazu hat es eine gute würzige Komponente, die mit feinen Zitrusnoten ausgestattet ist. Ich gebe 4 Sterne.

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Hofmühl Kellergold

Der nächste Biertest stammt von der Brauerei Hofmühl aus der Bischofsstadt Eichstätt. Von dort gibt es das Kellerbier Kellergold, eine naturtrübe untergärige Spezialität mit einem Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, ockerfarbenes Bier. Es hat einen passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein brotiges Aroma mit einer hefig, leicht teigigen Note die an Plätzchenteig erinnert.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man am Anfang ein feines hefiges Aroma, dessen Noten sich tief in den Nachgang durchziehen. Dazwischen gesellt sich ein getreidig brotiges Aroma, das den Körper beherrscht. Es hat eine feines Bouquet aus Malz und Hefe und ist sehr ausgewogen. Dazu hat das Bier eine leicht säuerliche Note. Die Rezenz des Bieres ist eher mäßig und es könnte noch etwas Kohlensäure vertragen.

Zum Fazit: Ein solides Kellerbier, aber nicht überragend. Die kleine Flasche stellt einen unkomplizierten Genuss für zwischendurch dar, ohne das hierbei jedoch ein komplexes Geschmackserlebnis zu erwarten ist. Kann man machen, man verpasst aber auch nichts wenn man stattdessen ein anderes Kellerbier trinkt. Das gibt 3 Sterne.

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Aalener Löwenbräu sechzehn68

1668 ist das Jahr in dem die Aalener Löwenbrauerei gegründet wurde. Zum 350 jährigen Bestehen des Betriebes hat man sich in Aalen etwas Besonderes einfallen lassen. Man hat mit dem sechzehn68 ein Bier auf den Markt gebracht, welches an die Gründungszeit der Brauerei erinnern soll. Damals waren die Biere noch nicht filtriert wie es heut zu Tage üblich ist und so ist mit dem sechzehn68 ein naturtrübes Kellerbier entstanden. Auf der Website als naturtrübe Halbe beworben kommt das Bier auf einen Alkohlgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, helles Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hefiges Aroma habe ich in der Nase, aber auch eine sehr würzige Note mit einem gewissen brotigen Einschlag kommt hinzu.

Zum Geschmack: Ein sehr erfrischendes Bier, bei dem die Getreidenoten sehr gut anklingen, aber auch der Hopfen ein wenig ein Wörtchen mitredet. Vor allem im Abgang klingen marginal hopfige Noten am Gaumen an, die sanft die Kehle hinunter geleiten und einen leicht trockenen Abgang hinterlassen. Es hat eine leicht karamellige Note, welche von der Hefe kommt, aber auf der anderen Seiten einen etwas muffigen Beigeschmack, der ein wenig unangenehm ist.

Zum Fazit: Ich verpasse dem Bier eine Wertung von 4 Sternen. Störend ist vor allem der leicht muffige Geschmack, ansonsten passt das alles aber sehr gut ins Gesamtbild. Ein solides Kellerbier oder naturtrünbe Halbe. Wie auch immer, es schmeckt wirklich ganz gut.

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Post Weiler Zwickel

Das Zwickelbier der Brauerei Post aus Weiler im Allgäu ist nun als nächstes an der Reihe, wenn es darum geht verkostet zu werden. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,1%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, orange gelbes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hefig fruchtiges Aroma. Es hat eine leichte Zitrusnote.

Zum Geschmack: Ich habe im ersten Eindruck ein Bier mit einer schönen hefigen Note, die durchaus in einen fruchtigen Abgang übergeht, das dazu mit einer guten Spritzigkeit auffällt. Das Bier hat einen schöne Zitrusnote und dazu noch Mandarine und Pfirsich im Geschmack. Das Bier ist sehr lebending und zeichnet sich durch eine gute Kohlensäure aus. Ich habe auch im weiteren trinkverlauf ein Bier, das durchaus vollmundig wirkt und durch eine leicht hefig fruchtige Note im Abgang auszeichnet. Es ist aber auch etwas schaler, als am Anfang des Trinkvergnügens.

Zum Fazit: Bis auf leichte Abzüge gegen Ende des Trinkvergnügens ist dieses Bier ein wirklicher Genuss. Mich überzeugen vor allem auch die fruchtigen Noten. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Feldschlösschen Feldi Hell

Biertechnisch bleibe ich Sachsen, wechsele aber dieses Mal in die Landeshauptstadt zur Brauerei Feldschlösschen. Ich werde dieses mal das Feldi Hell, ein naturtrübes Lagerbier verkosten, das auf einen Alkoholgehalt von 4,8% kommt.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, naturtrübes Bier. Der Schaum ist ca. 1 cm breit.

Zum Geruch: Ein sehr brotiges, aber auch leicht süßliches, ein bisschen ins karamellige gehendes Bier. Es erinnert leicht an Plätzchenteig durch die etwas hefigen Noten.

Zum Geschmack: Im Antrunk is es leicht feinkaramellig, bei dem dann im Abgang leicht herbe Noten kurz aufblitzen. Es schmeckt sehr frisch und ist vor allem sehr süffig. Die Kohlensäure ist gut dosiert und weder zu kratzig noch zu schwach.

Zum Fazit: Eine wirklich süffige Angelegenheit ist dieses Bier, von dem gut und gerne auch noch eines mehr trinken kann. Geschmacklich ist es sicherlich keine Offenbarung, aber es zeigt eigentlich keine schwächen und wirkt auch nicht wässrig. Schlussendlich ist es nicht besonderes, aber man kann es absolut trinken. Ich gebe hierfür 3 Sterne.

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Fürstenberg naturtrübes Helles

Mein nächster Biertest kommt aus dem Süden Baden Württembergs, genauer aus Donaueschingen. Von der dortigen Fürstenbergbrauerei, einer der größten im Ländle hatte ich schon das ein oder andere Bier hier im Test. Mit dem naturtrüben Hellen verkoste ich nun ein relativ neues Bier, welches erst seit ein paar Jahren zu haben ist. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein trübes, dunkelgoldenes Bier. Es hat keinen wirklich besonderen Schaum

Zum Geruch: Ein brotiges Aroma mit ganz leichten Zirtusnoten.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einem hefigen Aroma, das teigig brotige Noten hat und diese auch bis in den Nachgang mitnimmt. Es ist an sich ein im Körper schlankes Bier, dass aber auch etwas spritzig ist und durch die Kohlensäure gut prickelt. Das Bier ist das geschmacklich eher mild und leicht im Körper. Außer einer leicht süßlichen Note im Abgang und etwas Geschmack seitens der Hefe bringt das Bier nicht viel an Geschmackstiefe mit. Der Grungedschmack ist aber brotig und dennoch üppig vorhanden.

Zum Fazit: Ein leichtes erfrischend-getreidiges Bier. Es ist prickelnd, leicht und erfrischend, auf der anderen Seite geschmacklich aber auch kein Highlight und bisweilen langweilig. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Welde Kurpfalzbräu Kellerbier

Mit der Kurpfalbräu-Linie hat die Schwetzinger Welde Brauerei eine Marke geschaffen, die die besondere Verbindung des Betriebs zu seiner Heimat der Kurpfalz ausdrückt. Inspiriert sind die Kurpfalzbräu Biere von Hans Hirsch, der nach dem ersten Weltkrieg Braumeister bei Welde war und in den Betrieb eingeheiratet hatte. Seinen angeblich auf dem Dachboden des Stammhauses wiederentdeckten Rezepten sollen die Biere nachempfunden sein und so vermischt sich die Liebe zur Heimatregion mit handwerklicher Tradition und einem nostalgischen Blick in die Vergangenheit. Von dem inzwischen sehr umfangreichen Sortiment an Kurpfalzbieren wird es hier heute das Kellerbier geben, das einen Alkoholgehalt von 4,8% aufweist.

Zur Optik: Ein leicht trübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein süßlich fruchtiges Aroma, das man hier in der Nase hat.  Es riecht leicht nach Erdbeere und Apfel.

Zum Geschmack: Hier im Geschmack ist es im ersten Eindruck sehr spritzig. Man hat deutliche Zitrusnoten und Aromen von Grapefruit. Den Apfel schmecke ich aber auch noch mit. Der Körper ist ok, der Abgang aber wiederum sehr mild. Flankeirt wird das ganze noch von einer leicht säuerlichen-hefigen Note. Auch im weiteren tinkverlauzf prickelt das Bier noch sehr und wirkt noch sehr erfrischend und spritzig. Man hat gute Zitrusnoten und eine leichte Hopfenbittere, die auch noch in den gesamten Abgang lang Wirkung entfalten und dort von feinen hefigen Noten abgelöst werden.

Zum Fazit: Dieses Kellerbier ist für mich eine durchaus runde Sache und sehr lecker. Zugleich ist es spritzig und fruchtig-frisch im Geschmack mit dezenter Hopfenbittere. Lediglich der Malzkörper könnte etwas Kräftiger sein und noch mehr zum Gesamtgeschmack beitragen. Ich vergebe 4 Sterne.

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Keiler Kellerbier

Von der fränkische Biermarke Keiler gibt es heute ein Kellerbier im Test. Die Biere der ehemaligen Brauerei aus Lohr am Main werden heute von der Würzburger Hofbräu gebraut die den Betrieb im Jahre 2001 übernommen hat. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein bernsteinfarbenes Bier. Es ist naturtrüb und hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein brotiges und getreidiges Aroma zeigt sich hier, Es ist weniger süßlich.

Zum Geschmack: Ein sehr urig anmutendes Kellerbier. Es ist nicht ganz so süßlich und eher sogar ein wenig hopfig orientiert. Man schmeckt aber etwas erdiges durch, das irgendwie bei einigen Biere in dieser Region zu finden ist und irgendwie schwer zu beschreiben ist. Am ehesten würde ich sagen, das es manchmal ein wenig an Gurkenwasser erinenrt. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein eher getreidiges Bier, das hier und da dann aber doch dazu neigt etwas zu süßlich zu werden. Außerdem ist es sehr schwerfällig zu trinken und könnte etwas mehr belebende Kohlensäure vertragen.

Zum Fazit: Naja so richtig überzeugt hat mich dieses Kellerbier nicht. Vor allem passen die verschiedene Nuancen nicht so recht zusammen. Hier gibt es in Franken deutlich bessere Alternativen. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 2 Sternen.

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Schlossbrauerei Au Hallertauer Mandarina

Aus der Hallertau, dem größten Hopfenanbaugebiet der Welt kommt mein nächstes Testbier. Es handelt sich um ein Bier der Schlossbrauerei Au, die es schon mit dem ein oder anderen Gebräu in meinen Blog geschafft hat. Neben klassischen Sorten hat man hier durchaus auch die ein oder andere Spezialität im Sortiment. So ist auch mein heutiges Testobjekt, das Mandarina eine solche. Gebraut wurde es als klassisches Lagerbier, jedoch mit dem speziell in der Hallertau angebauten Aromahopfen Mandarina Bavaria verfeinert. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellorangenes Bier. Es hat eine mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr grasiges und leicht florales Aroma hat man hier in der Nase. Dazu eine leichte Orange und Mandarine.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ein sehr leichtes und vom Körper her eher getreidiges, leicht hefiges Bier. Man hat aber auch sehr grasige und florale Noten. Die Mandarinennoten kommen nur spärlich durch. Es kommt auch im weiteren Trinkverlauf zwar ein fruchtiges Mundgefühl durch, aber man kann jetzt nicht explizit fruchtige Noten erkennen, schon gar nicht Mandarine. Ich bleibe dabei, das es eher ins grasige geht. Man merkt aber das der Hopfen relativ frisch ist. Dazu ist es nur leicht bitter. Insgesamt ergänzt sich das Ganze aber sehr gut mit dem Malz.

Zum Fazit: Ein wirklich solides Bier, jedoch hätte ich mir noch mehr Mandarine und Obstigkeit erwartet. Es ist ein grundsolides gut trinkbares Bier, aber ich bin wie gesagt aufgrund meiner Erwartungen etwas enttäuscht. So gibt es von mir nur 3 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Rittmayer 1422

Ein Bier wie früher, das soll das 1422 der Brauerei Rittmayer aus Hallerndorf verkörpern. In diesem Jahre wurde der Familie Rittmayer vom Markgrafen Friedrich IV von Kulmbach das Braurecht verliehen. Genau so lange ist die Familie inzwischen auch für die Geschicke des fränkischen Brauhauses und leitet dieses bis zum heutigen Tage. Zum 600 jährigen Bestehen vor 2 Jahren wurde mit meinem heutigen Testbier, dem 1422 ein neues Bier vorgestellt, das wie erwähnt den Geschmack der langen Brautradition einfangen soll. Dieses naturtrübe Lagerbier kommt auf einen Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein getreidig keksiges Aroma habe ich hier in der Nase.

Zum Geschmack: Man hat ein sehr schönes Bier mit einer getreidigen Note, die etwas keksig daherkommt. Insgesamt wirkt es sehr vollmundig und leicht würzig. Ich hab ein Bier, das vor allem aus dieser keksigen, bisquitartigen Note besteht, die sich in einen süßmalzigen Kontext einbindet. Mir ist es fast schon etwas zu süßlich, da etwas der Hopfen fehlt. Auch die Kohlensäure könnte noch mehr sein und es so noch etwas süffiger machen.

Zum Fazit: Ein sehr vollmundiges Bier, dem es aber etwas an Hopfen und Kohlensäure fehlt. Dennoch ist es einigermaßen süffig. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.