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Hersbrucker Landbier

Vom Bürgerbräu Hersbruck, mitten im gleichnamigen fränkischen Hopfenanbaugebiet gelegen, kommt heute das Landbier in den Test. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein rotgoldenes Bier. Es hat einen sehr schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es zeigt sich ein sehr brotges Aroma in der Nase, aber auch ein wenig mineralisch ist das Bier. Insgesamt ist es ein sehr brotig getreidiges Aroma.

Zum Geschmack: Auch hier zeigt sich es ein brotiges Aroma, welches den Geschmack dominiert. Dies bleibt auch im weiteren Trinkverlauf so , das es sich um ein sehr brotiges Bier mit einer gewissen Malzsüße handelt. Im Abgang zeigt sich eine gut passende Hopfennote. Dies macht macht das Bier insgesamt sehr würzig und süffig.

Zum Fazit: Ein unkompliziertes, süffig-würziges Landbier, wie es typische für Franken ist. Von diesem Bier lassen sich problemlos auch 1-2 weitere Biere trinken und es bleibt dabei dennoch ein Genuss. Ich gebe dem Bier 4 Sterne

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Postbräu Original

Die Postbrauerei Thannhausen hat in ihrer über 500 jährigen Geschichte einiges erlebt. Einst eine der größten Brauereien Bayerns, macht der sich verändernde Biermarkt auch vor der Postbräu nicht halt. Um dennoch langfristig erfolgreich weiterbestehen zu können, entschloss man sich dazu im Jahre 2003 eine Kooperation mit der Schlossbrauerei Kaltenberg, die sich für die bekannten König Ludwig Biere verantwortlich zeigt, einzugehen. So konnten den Widrigkeiten der Braubranche erfolgreich getrotz werden und in den Betrieb investiert und modernisiert werden. Nach wie vor wird auf den Eichberg oberhalb der Stadt gebraut und eines dieser Brauerzeugnisse hat es heute in den Test zu mir geschafft, das Postbräu Original. Es handelt sich beim Bier um ein helles Lagerbier mit einem Alkoholgehalt von 5,1%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidig süßliches Aroma hat man hier zunächst in der Nase.

Zum Geschmack: Ein sehr prickelnder antrunk, der im ersten Eindruck gar nicht so süßlich ist, wie nach dem Geruch erwartet. Im Abgang und vor allem im Nachgang zeigt sich ein eher wässriger Geschmack mit ganz leichten getreidigen Noten. Das Wasser wirkt hart und leicht metallisch. Es ist zudem auch eher bitter als süßlich. Man hat einen ausgeprägten Hopfengeschmack und nur im Abgang wird es leicht süßlich. Es ist insgesamt überhaupt nicht süßlich, sondern eher mineralisch und würzig, aber hat auch einen Hang zum wässrigen.  Auch gegen Ende war es nicht wirklich überragend und ändert sich viel am oben benannten Geschmack, eher wird es noch bitterer.

Zum Fazit: Gut der Hopfen ist bei diesem Bier sehr dominant im Geschmack, jedoch ist mir das für ein Helles, deutlich zu bitter. Dazu wirkt das Ganze unrund und dem Brauwasser haftet etwas metallisches an. Für mich reicht es hier nur zu 2 Sternen.

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Schlappeseppel Specialität

Die Specialität im Volksmund auch Seppelsche genannt von Schlappeseppel aus Aschaffenburg. Laut Website lässt sich der Biertyp dieses Bieres nicht genau definieren, deshalb wurde das Bier als Specialität bezeichnet. Gebraut wird es mit Spezialmalzen die bereits beim Darrprozess karamellisiert werden. Mit einem Alkoholgehalt von 5,6% geht es in Richtung eines Märzenbier.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, bernsteinfarebenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein urig getreidiges Bier. Es hat eine etwas pappige Note aber auch etwas krustig/karamelliges.

Zum Geschmack: Ein sehr uriges und kerniges Bier. Es hat eine vor allem im Abgang wirklich sehr gut zu Tage tretenede kernige Note. Es hat teilweise etwas sehr schönes karamelliges, das lange im Abgang am Gaumen bleibt. Im weiteren Trinkvelauf ist es nicht mehr ganz so würzig, aber dennoch ein Bier mit einer überraschend karamelligen Nuance.

Zum Fazit: Leider lässt der Geschmack rasch etwas nach. Dennoch hat das Bier schöne karamellige Noten, die wirklich schön im Mundraum präsent sind. Ich gebe dem Bier 4 Sterne, da es ein Bier ist, das dazu auch noch eine schöne würzige Komponente hat.

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Abk Scorpions Hell

Da die Scorpions eigentlich aus Hannover stammen ist mein heutiges Testbier etwas verwirrend. Denn obwohl es im Stadtgebiet von Hannover noch 2 alteingesessene Brauereien gibt, braut die Aktienbrauerei aus Kaufbeuren das offizielle Fan Bier der Band aus Niedersachsen, das sich mit dem Logo der Band schmückt. Von Gitarrist Rudolf Schenker höchst persönlich ausgewählt, fiel die Wahl bei der Sorte auf ein klassisches helles Lagerbier. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtreirtes, hellgoldenes Bie. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr süßgetreidiges Bier. Es hat deutlich malzige und keksige Aromen.

Zum Geschmack: Es ist sehr frisch und auch im Abgang kommt noch lange eine gewisse keksig-malzig Struktur nach. Man hat ab und an ein ganz leichtes prickeln der Kohensäure, jedoch hält es sich im Rahmen. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein eher würziges und ein durch die sich immer besser entfaltende Kohlensäure eher spritzgs Helles, welches auch ein kleines bisschen Raum für den Hopfen lässt,

Zum Fazit: Ein doch gutes Helles. Das rockt. Es ist würzig und nicht nur süßlich und durch die Kohlensäure auch gut spritzig. Ich gebe diesem Bier 4 Sterne. Rock you like a Hurricane!

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Apoldaer Glocken Hell

Aus Thüringen von der Vereinsbrauerei Apolda stammt das nun folgende Testbier. Das Glocken Hell, ein helles Lagerbier wird nun im folgenden Biertest verkostet. Mit einem Alkoholgehalt von 4,5% ist das Bier eher leicht gehalten.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht gerteidg, etwas toastig und man hat auch eine leichte Honigsüße in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier, welches eine gewisse Malzsüße hat, aber auch einen leicht hopfigen und etwas kernigen Geschmack. Das Bier ist auch im weitern Trinkverlauf ein süßliches, aber dezent zurückhaltendes Bier mit nur leicht hopfigen Anklängen.

Zum Fazit: Bedingt durch den geringen Alkoholgehalt ist der Körper des Bieres schlank und es neigt ein wenig dazu etwas wässrig zu werden. Dies ist aber nur marginal. Im Großen und Ganzen hat es eine schöne Malzsüße mit leichten Hopfennoten am Gaumen. Ich gebe dem Bier 3  Sterne.

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Mayers Wunderbier

Nach Ludwigshafen am Rhein, genauer gesagt in den Stadtteil Oggersheim, führt mich mein nächster Biertest. Damit gibt es nach langer Zeit wieder einen Biertest aus der Pfalz. Von der dort ansässigen Brauerei, die unter dem Namen Mayers Brauwerk firmiert hatte ich bisher noch kein Bier in meinem Test. Gegründet wurde die Brauerei im jahre 1846 und ist das älteste bis heute bestehende Unternehmen in Ludwigshafen. In der mittlerweile 5. Generation wird es dabei von der Familie Mayer geführt. Das Wunderbier, das ich heute verkosten werde, ist ein ganz spezielles Bier. Es handelt sich um ein Lagerbier, welches mit dem Aromahopfen Mandarina-Bavaria im Lagerkeller kaltgehopft wurde. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, orangenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein sehr fruchtiges Aroma habe ich in der Nase. Man hat typische leichte Honignoten wie bei einem Hellen, aber auch obstige Noten, vor allem Mandarine.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier, das sehr fruchtig schmeckt. Es hat ein gewisses herbes prickeln am Gaumen. Es ist ganz leicht bitter im Abgang. Das bitterhopfige am Gaumen hat aber einen gute harmonischen Abgang und einen leicht süßmalzigen Körper, der gut zum Biet passt. Das Grundgefühl ist aber eine sehr wohlschmeckende Fruchtigkeit, die Aromen von Mandarine und Orange mitbringt.

Zum Fazit: Ein wirklich überraschend gutes Bier. Mich überzeugt vor allem Dingen diese wunderbare Fruchtigkeit und die schöne Mandarinennote. Dazu ist der Hopfen sehr passend eingesetzt. Ich gebe dem Bier daher auch die Höchstwertung von 5 Sternen.

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Timisoreana

Für den folgenden Biertest entführe ich euch heute in den Westen Rumäniens in die Stadt Timisoara. Zunächst einmal gilt ein großer Dank meinem treuen Bierspender, der mir dieses Bier mitgebracht hat. Historisch war die Stadt durch die Zugehörigkeit zur Österreichisch Ungarischen Doppelmonarchie bis zum Ende des 1. Weltkriegs ein hauptsächlich durch die ungarische und deutsche Bevölkerung geprägtes Gebiet. Erst als sie danach Rumänien zugesprochen wurde erhöhte sich sukzessive der Anteil der rumänischen Bevölkerung der Stadt. Jedoch gibt es auch heute noch eine große Anzahl an Deutschen, Ungarischen und Serbischen Minderheiten in der Stadt. Durch seine Historie und die Lage der Stadt im Dreiländereck Serbien, Ungarn, Rumänien ist die Kultur der Stadt sehr vielfältig und von verschiedensten Einflüssen geprägt. Durch den deutschen Einfluss ist es nicht verwunderlich, dass die Stadt über eine lange Biergeschichte verfügt und die Brauerei Timisoara die älteste des Landes ist. Bereits im Jahre 1718 wurde die Brauerei zum ersten Male erwähnt und im Jahre 1727 privatisiert. Nach mehreren öffentlichen und privaten Besitzerwechseln wurde der Betrieb im Zuge der kommunistischen Herrschaft in Rumänien im Jahre 1948 in einen Staatsbetrieb umgewandelt. Im Jahre 1995 wurde der Betrieb reprivatisiert und ist heute ein Teil der Ursus Gruppe, die wiederum bis 2017 Teil von SabMiller war und nach dessen Fusionierung mit InBev von der Japanischen Brauerei Asahi übernommen wurde. Das Bier das heute in Timisoara gebraut wird hört auf den Namen Timisoreana, ist ein helles Lagerbier und hat einen Alkoholgehalt von 5%.

Zur Optik: ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum.

Zum Geruch: Ein etwas getreidiges Aroma mit brotigem Touch, bei dem man aber sonst wenig riecht.

Zum Geschmack: Es ist ein Lagerbier, das durchaus erfrischend wirkt. Es ist etwas zuckrig und eventuell etwas zu süß, hat aber einen guten Abgang. Es fehlt etwas die Kohlensäure und der Hopfen. Der Mittelteil und der Abgang sind ganz angenehm, der Nachgang aber irgendwie komisch süßlich und hat etwas von Mais oder auch etwas leicht sirupartiges und wirkt etwas zu süß.

Zum Fazit: Ein nicht wirklich gutes Bier, das mir vor allem viel zu süß ausfällt. Daher kann ich ihm auch nur eine Wertung von 2 Sternen vergeben. Schade eigentlich bei dieser bewegten Historie.

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Ottakringer Wiener Original

Für den heutigen Biertest geht es in die österreichische Bundeshauptstadt Wien. Die Traditionsbrauerei im 16 Bezirk ist die Ottakringer Brauerei, die schon seit 1837 braut und noch immer von Konzernen unabhängig agiert. Das Wiener Original ist dabei ein Wiener Lagerbier, ein Hommage an das einst für Wien typische Bier, das durch die Erfindung der Kältemaschine populär wurde und bei dem Anton Dreher von der ebenfalls in Wien ansässigen Brauerei Schwechat Pionierarbeit leistete, was die untergärige Brauweise anbelangt. Gebraut wird es exklusiv mit Gerste von Wiener Landwirten, die diese im Stadtgebiet oder im Umland der Stadt anbauen. Der Alkoholgehalt beträgt 5,3%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes bernstein bis platinfarbenes Bier. Es hat keine besondere Schaumkrone.

Zum Geruch: Es ist etwas nussig und leicht röstig im Geruch dazu kommt brotig getreidiges.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier das durch sein etwas röstiges im Abgang hat und mit seinem etwas nussig-röstigen Abgang im Mundraum überzeugt. Es hat etwas schön röstig-herbes am Gaumen, das auch im Nachgang im Mundraum bleibt. Auch im weiteren Trinkverlauf behält das Bier diese Aromen bei. Es könnte geschmacklich aber noch etwas intensiver sein.

Zum Fazit: Ich finde man hat hier ein schönes Wiener Lager das mich vor allem mit seinem nussigen Geschmack überzeugt. Auch eine leichte hopfenherbe am Gaumen ist gut umgesetzt. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Schwaben Bräu Original

Von Schwabenbräu habe ich nun schon beinahe das gesamte Sortiment in diesem Blog verkostet. Nun gesellt sich mit dem Original eines der letzten Biere die ich bisher noch nicht hatte dazu. Der Alkoholgehalt dieses Bieres liegt bei 5,1%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen mittleren weißen Schaum

Zum Geruch: Ein getreidiges Aroma mit etwas brotigen Noten.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein sehr erfrischendes Bier, mit einem leicht getreidigen Abgang und einer mineralisch sprudeligen Kohlensäure. Das Bier ist dabei aber auch eher flach. Es ist ein weiterhin sehr erfrischend Bier mit einer leichten Malznote und einer sehr gut dosierten Kohlensäure, die wirklich angenehm prickelt. Ansonsten ist es aber geschmacklich insgesamt sehr dezent gehalten.

Zum Fazit: Ein wenig überraschendes, doch sehr dezentes Bier. Es ist geschmacklich nicht wirklich überraschend und hat nur wenig wirklich überzeugendes. Es ist auf der anderen Seite aber auch nicht schlecht und die Kohlensäure ist sehr gut dosiert und macht das Ganze zu einer sehr süffigen Angelegenheit. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Lübzer Export

In den Norden Deutschlands nach Mecklenburg führt mich mein nächster Biertest. Hier gibt es ein Bier der Brauerei Lübz, die eine der größten Brauereien Nordeutschlands ist und zum Carlsberg Konzern gehört. Auch wenn im Norden vorzugweise Pils getrunken wird, so hat die Lübzer Brauerei auch ein klassisches Exportbier im Sortiment, welches heute verkostet wird. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum.

Zum Geruch: In der Nase zeigt sich ein getreidiges Aroma mit einem leicht süßlichen Touch.

Zum Geschmack: Es ist ein im ersten Eindruck ein recht kerniges Bier. Im Mundgefühl leicht süßlich, aber nicht so das dies überhand nehmen würde und den kompletten Geschmack dominiert. Dafür ist dieses Bier sehr sprudelig, was sich dadurch zeigt, das die Kohlensäure ordentlich präsent ist. Dadurch kann das Bier nicht so recht seine Malzsüße entfalten, auch wenn der Körper durchaus kräftig ist. Auf der anderen Seite ist das Bier dadurch süffig und erfrischend.

Zum Fazit: Ein solides Bier, das noch etwas mehr Geschmack haben könnte. Insbesondere fehlt etwas Hopfenwürze, die dem Bier noch einen anderen Schliff geben würde. So reicht es aber dennoch für gute 3 Sterne.