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Fürst Carl Kellerbier

Die Fürst Carl Biere der Schlossbrauerei Ellingen haben ich bisher eigentlich immer als sehr gut empfunden. Deshalb werde ich mich im folgenden Test auch dem Kellerbier aus diesem Hause widmen. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,1%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, goldenes bis orangenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein eher dezenter Geruch mit einem nur ganz leicht getreidigen Touch. Es ist nur etwas leicht hefig.

Zum Geschmack: Man hat ein Bier, das im ersten Einruck noch nicht so recht überzeugt. Insgesamt hat das ein Bier ein leicht bitteres Aroma und vor allem die Kohlensäure ist zunächst nur am Anfang präsent. Das Bier ist insgesamt gut würzig und kernig und nicht so teigig wie andere Kellerbiere. Vor allem die Kohelsnäure dominiert den Geschmack, macht es aber auch sehr gut prickelnd und erfrischend. Sie ist aber am Gaumen auch irgendwie ein wenig störend. Am Gaumen bleibt es weiterhin etwas herb, der Körper würde ich sagen ist in seiner ausprägung eher mittelmäßig stark, aber auch nicht zu schwach angesetzt.

Zum Fazit: Dieses Bier überzeugt mich nicht so ganz wie die anderen Biere aus diesem Hause, aber dennoch ist es auch gut trinkbar. Von mir gibt es eine Wertung von 3 Sternen.

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Theinheimer Knörzla Lager

Auch für meinen nächsten Biertest bleibe ich in Franken. Der nur etwas über 225 Einwohner zählende Ort Theinheim, ein Teilort der Geimeinde Rauhenebrach, beherbergt die Brauerei Bayer mitsamt dazugehörigem Gasthaus zum Grünen Baum. Seit 1718 wird hier Bier gebraut.

Die Brauerei befindet sich im Steigerwald, einem Teil Unterfrankens. Da Unterfranken eher eine Weinregion ist, hat die Brauerei auch zwei sehr interssante Weinböcke im Sortiment, bei denen Bockbier mit Wein verschnitten wurde. Neben sonst nach anderen sehr ausgefallen, aber auch hochpreisigen Bierkreationen hat die Brauerei auch zwei klassische fränkische Biere im Sortiment. Eines ist das Knörzla Lagerbier, das ich hier heute verkoste. De Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat durchaus ein interessantes brotiges Aroma in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das würzig daherkommt und auch eine gut prickelnde Kohlensäure hat. Ich finde die Kohlensäure zunächst sogar sehr hoch dosiert, so dass sie etwas vom Geschmack nimmt. Dennoch ist insgesamt ein druchaus wützges Bier, bei dem sich auch etwas Hopfen in Richtung Abgang und vor allem im Nachgang zeigt. So ist es ein würzig getreidges Bier, das dennoch nicht zu hopfig und vor allem bitter schmeckt. Dazu hat es eine leicht karamellige Malznote.

Zum Fazit: Von mit gibt es eine Wertung von 4 Sternen. Wenn man von der etwas hoch dosierten Kohlensäure einmal absieht, zeigt sich hier ein durchaus würziges und süffiges Lagerbier. Vor allem die gut gestaltete Hopfenwürzung lässt es urig und lecker erscheinen.

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Flötzinger Zwickl

In meinem nächsten Biertest verkoste ich das Zwickl der Flötzinger Brauerei aus Rosenheim. Damit befinde ich mich dieses mal im tiefsten Oberbayern. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,1%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, golden bis bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein Geruch von hefigen und beerigen Noten habe ich in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier, das geschmacklich eher neutral ist. Es ist aber irgendwie im Abgang ein wenig teigig. Am Gaumen hat man leicht hopfige Noten, die etwas strohig schmecken. Im weiteren Trinkverlauf bleibt es ein holziges und hefig Bier. Insgesamt finde ich es geschmacklich aber eher so mittelintensiv.

Zum Fazit: Ein solides Kellerbier, aber auch mit Abzügen, da ich es als zu süß empfinde. Geschmacklich ist es auch insgesamt zu generisch. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Martinsbräu Skt. Martinus Kellerbier 1883

Ich bleibe mit meinen Biertests in Franken, wechsle allerdings von Mittel- nach Unterfranken. Nun ist Unterfranken eher bekannt für seinen Wein als fürs Bier und wenn ich ehrlich bin haben mich die Biere aus dieser Region bisher nicht so überzeugt wie aus den anderen Teilen Frankens. Aber was nicht ist kann ja noch werden. Nun geht die Martinsbräu aus Marktheidenfeld, das die meisten wohl nur aus dem Verkehrsfunk kennen, mit ihrem Kellerbier ins Rennen. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein trübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht sehr sehr brotig und etwas estrig aber auch karamellig.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein getreidiges, aber vor allem im Abgang auch ins karamellige gehende Bier. Es ist teilweise aber auch sehr schrotig oder auch grobschlächtig könnte man meinen. Insgesamt wirkt das Bier sehr urig und getreidig. Im Abgang zeigt sich auch eine leichte Hopfenwürze die sehr gut dazu passt. Insgesamt wirkt es aber gegen Ende etwas schmierig und mir zu hefig. Hier könnte das Bier noch mehr Kohlensäure vertragen. Insgesamt finde ich es etwas unrund.

Zum Fazit: Ein ordentliches Kellerbier. Mir ist es aber gerade gegen Ende ein wenig zu unrund. Dennoch hat es auch schöne leicht karamellige Noten und wirkt insgesamt als ein sehr uriges und auch würziges Bier. Von mir gibt das 3 Sterne.

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Krieger Zwickl

Auch für mein nächstes Testbier gilt, das die Brauerei Krieger leider im Mai letzten Jahres ihren Betrieb in Landau an der Isar einstellen musste. Immerhin gibt es noch weiterhin ihre Biere, die jetzt von der Graf Arco Brauerei gebraut werden. Die Schließung kam seinerzeit für viele überraschend, schien die Brauerei doch nach außen hin gesund und ihre Biere erfreuten sich großer Beliebtheit und wurden regelmäßig mit Auszeichnungen prämiert. Aufgrund der schweren wirtschaftlichen Lage und dem allgemein schwierigen Biermarkt, wären nötige Investitionen nicht zu stemmen gewesen, weswegen man sich für eine Schließung des Betriebs entschloss. Immerhin gibt es wenigstens die Biere weiterhin. Mein Testbier das Zwickl von Krieger hat 2023 sogar noch den European Beerstar Award in Gold gewonnen. Der Alkoholgehalt liegt hier bei 4,9%.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat eine ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hefig süßliches Aroma hat man in der Nase. Es hat aber eine getreidige Süße mit leichtem Honigtouch.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier mit einer getreidigen Note, die einen leicht süßlichen Abgang hat. Es ist ein Bier mit einem leicht süßlicher Geschmack, der aber auch etwas Kohlensäure hat und so gut prickelt und zudem mit dem Hopfen in Kombination leicht am Gaumen kratzt. Alles wirkt insgesamt sehr urig wirzig und rund.

Zum Fazit: Ein würziges Zwickl, das geschmacklich an ein Helles angelehnt ist. Es ist urig würzig und durchaus sehr süffig. Von mir gibt’s dafür 4 Sterne.

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Ketterer 1888 Naturtrüb

Erstmals zum 125 Firmenjubiläum gebraut rundet das 1888 naturtrüb das Sortiment der Pforzheimer Brauerei Ketterer um ein ungefiltertes Lagerbier ab. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein orangenes, naturtrübes Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiges, leicht süßlicher  Geruch. Es riecht leicht karamellig. Dazu riecht man etwas beeriges.

Zum Geschmack: Ein leicht herber erster Eindruck, aber man hat auch ein wenig leicht karamellige Noten im Bier. Umrahmt wird alles von einem malzigen Grundgerüst auf dem diese Noten aufgebaut sind. Die Hopfennoten haben einen sehr floralen Charakter und sind durchaus stärker präsent. Die Kohlensäure prickelt am Anfang im Antrunk ganz gut, im Abgang ist sie aber eher etwas nachlässig. Irgendwie schmeckt es auch ein wenig leicht ölig.

Zum Fazit: Ein doch überraschend hopfiges Kellerbier. Mir gefällt das. Allerding könnte es noch etwas süffiger sein. Außerdem stört das etwas ölig wirkende Mundgefühl. Ich gebe 3 Sterne.

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Engelbräu Kellerbier

Ein noch relativ neues Bier ist das Kellerbier von Engelbräu aus Rettenberg im Allgäu. Dieses wird nun als nächstes von mir im Blog vorgestellt werden. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hefig karamelliges Aroma habe ich in der Nase. Die leicht süßlich karamelligen Noten wissen durchaus zu überzeugen.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einem karamellig hefigen Aroma. Es ist karamelig auch im Abgang und hat so ein hefig süßliches Aroma. Es hat einen leichte Hopfennote am Gaumen. Im Grunde genommen ist diese aber nur marginal vorhanden. Der Malzkörper wirkt auch eher kräftiger. Es hat insgesamt ein angenehmes Mudngefühl. Mir fehlt hier jedoch teilweise die Kohlensäure.

Zum Fazit: Ein doch insgesamt sehr solides und durchaus süffiges Kellerbier. Mir geht hier aber etwas die Kohlensäure ab und es dürfte durchaus auch noch etwas süffiger sein. So ist es mir einen Ticken zu heifg und teigig. Ich vergebe dafür 3 Sterne.

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Prechtel Schnapperla

Auch wenn in den letzten Jahren die ein oder andere Brauerei leider schließen musste, so entdeckt man speziell in Franken doch immer wieder noch neue Brauereien. So auch im Fall meines heutiges Testbieres, dem Schnapperla der Brauerei Prechtel aus Uehlfeld. In Uehlfeld gibt es mit der Brauerei Zwanzger sogar noch eine zweite Brauerei, aber das ist dann ein Thema für einen anderen Beitrag. Zurück zur Brauerei Prechtel, welche schon seit über 100 Jahren von der gleichnamigen Familie in inzwischen 5. ter Generation geführt wird. Das Schnapperla ist das Hausbier der Brauerei, deren Biere nicht so leicht zu bekommen sind. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,5%.

Zur Optik: Ein trübes, dunkelgoldenes bis bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein fruchtig hefiges Aroma mit einer ganz leichten Vanillenote habe ich hier.

Zum Geschmack: Ich habe ein sehr würziges Bier mit herb hefiger Note im Abgang und auch ein wenig etwas angerauchtes vermag ich zu schmecken. Ich habe ein Bier, das durchaus würzig und hefig ist. Ich habe ein Bier, das auch im Abgang würzig ist und dennoch auch etwas vom hefig malzigen durchkommt. Der Hopfen verleiht dem ganzen am Gaumen, aber dann einen runden Abgang und sorgt so für einen stimmig frisches Gesamteindruck. Der Körper ist zudem relativ schlank und hält sich im Hintergrund.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Bier 4 Sterne. Es ist nichts wirklich spektakuläres, aber ein super süffiges, würzig-hefiges Kellerbier. Im Körper ein wenig schlank, aber das Bier will auch so sein.

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Gösser Stiftszwickl Hell

Gösser, eine der bekanntesten Biermarken Österreichs, hat seine Wurzeln im Stiftskloster Göss. Nachdem sich im Stift Phasen des Bierbraunes mit Phasen der Stillegung abwechselten, legt schließlich Max Kober 1860 den Grundstein für die heutige Gösser Brauerei. Er erwirbt die stillgelegte Klosterbrauerei und haucht ihr neues Leben ein. In den folgenden Jahren expandierte die Brauerei stark und kaufte zahlreiche Braubetriebe auf. Im Jahre 1977 trat die Gösserbräu in die Steirerbräu ein, einem Zusammenchluss der drei größten Steirischen Braustätten. Diese wiederum wurde 1922 von der Brau Beteiligungs AG aufgekauft. Diese AG firmiert heute unter dem Namen BrauUnion und ist der größte Braukonzern in der Alpenrepublik. An die Wurzeln als Stiftsbrauerei erinnert hingegen mein heutiges Testbier, das Stiftszwickl Hell. Dieses kommt auf einen Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hefiges, leicht an orange oder zitrus erinnerndes Aroma. Dazu kommt etwas das an Gewürze erinnert und getreidge Noten.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein frisches, getreidiges Aroma mit leichter Orangen und Mandrinennote im Mittelteil und auch Abgang. Im weiteren Trinkverlauf prickelt es schön am Gaumen und ist ein wenig säuerlich. Auch gegen Ende bleibt es ein eher rustikales Bier mit einer leicht säuerlichen Note.

Zum Fazit: Ein rustikales Bier. Eine leicht säuerliche Note und etwas, das an Zitrus erinnert. Von mir gibt es dafür eine Wertung von 4 Sternen. Sehr süffig.

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Glaabsbräu 1744

Während seiner Hessentour anlässlich des Bundestagswahlkampfs war Kanzler Olaf Scholz vor kurzem bei der Glaabsbräu im südhessischen Seligenstadt zu Besuch. Scholz, der in der Vergangenheit schon öfters Brauereien besucht hatte und durchaus als Bierliebhaber gilt, ließ es sich auch nicht nehmen, ein frisch gezwickeltes Bier aus dem Lagertank zu verkosten. Ob er dabei wohl mein heutiges Testbier verkostet hat? Möglich wäre es, denn das 1744 ist ein Kellerbier, welches ebenso unfiltriert aus dem Lagertank in die Flasche kommt. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr sehr brotiges und karamelliges Aroma hat man hier in der Nase. Es hat aber auch etwas ganz leicht süßliches.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es auch hier schön karamellig, mit einer dazu passendes süßen Malznote. Am Gaumen kommt ab und an etwas bitter der Hopfen dazu, der dem ganzen einen bitteren Brotkrustengeschmack verleiht. Auch im weiteren Trinkverlauf bleibt es ein Bier, welches in die karamellige Richtung geht. Es hat aber auch eine gute Portion Hopfen mit dabei, die gegen Ende immer mehr zum tragen kommt. Ich finde es dann fast ein wenig unausgewogen bitter, wobei das Bier auf der anderen Seite durchaus Charakter zeigt.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen, denn dieses Bier lässt sich durchaus trinken. Ob es auch dem Bundeskanzler geschmeckt hat, ließ sich leider nicht herausfinden, aber das ist auch nicht wichtig. Mir hat es jedenfalls geschmeckt.