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Rosen Hell

Von der Rosenbrauerei aus dem südthüringschen Pößneck habe ich heute das Helle Vollbier im Test. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei runden 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat kein besondern Schaum, der zudem recht schnell verschwindet.

Zum Geruch: Ein süßmalziges Aroma habe ich hier in der Nase. Der Geruch lässt sich eher in der süßlichen Richtung verorten.

Zum Geschmack: Ich habe hier ein Bier mit getreidigem Abgang und es ist nur ganz leicht süßlich. Das Bier hat ein schönes Malzaroma, bei dem vom Hopfen nicht viel zum Gesamtgeschmack kommt. Das Bier wirkt auch im weiteren Trinkverlauf einigermaßen frisch und prickelt gut im Antrunk, hat aber im Abgang so ein etwas leicht öligen, komischen Beigeschmack.

Zum Fazit: Das Bier wirkt ehrlich gesagt nicht ganz frisch. Stören tut mich ein wenig dieser etwas ölig-seifige Beigeschmack. Dennoch ist ein mildes Helles, das ordentlich gebraut ist und das man gut trinken kann. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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1. Dampfbierbrauerei Zwiesel Pfeffer Hell

Von der Dampfbierbrauerei aus Zwiesel im bayerischen Wald kommt mein nächstes Testbier. Ich verkoste heute das Peffer Hell, welches den Namen der Eigentümerfamilie Pfeffer trägt. Es wurde bereits in den 20er Jahren das erste Mal vom damaligen Brauereichef Josef Pfeffer eingebraut und wird noch heute nach dessen Originalrezept gebraut. Der Alkoholgehalt beträgt 4,9%.

Zur Optik: Ein goldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht getreidig frisch und etwas leicht würzig. Dazu kommt etwas Honig.

Zum Geschmack: Ich habe ein wirklich frisches Bier mit einer gewissen Note bei der ich im ersten Eindruck ein wenig an Waldhonig denken würde. Im abgang ist es ein wenig schlank. Auch im weiteren Trinkverlauf wird es im Mundgefühl sehr frisch mit einem leichten süßlichen Touch, der sich auch im Nachgang niederschlägt.

Zum Fazit: Es ist ein sehr frisches gut trinkbares Helles mit schöner Malzsüße. Es könnte aber noch etwas würziger sein, dann wäre es noch besser. So vergebe ich hier 4 Sterne für das Pfeffer Hell.

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Vogelsberger Schöppchen Hell

Der Vogelsberg ist eine Region in Osthessen, die durchaus noch sehr ländlich und naturnah geprägt ist. Das Vogelsberger Schöppchen erinnert mit seinem Etikett an den eher ländlichen Charakter dieser Region, die doch auch etwas entschleunigt wirkt. Die beschauliche Kleinstadt Lauterbach, am nordöstlichen Rande des Mittelgebirges ist eines der Zentren der Region und beheimatet mit der Lauterbacher Burgbrauerei auch den Produzenten meines heutigen Testbieres. Doch auch im Vogelsberg ist die Zeit nicht stehengeblieben und so ist das erst seit einigen Jahren an Mark befindliche Vogelsberger Schöppchen ein Helles, das somit ganz dem aktuellen Trend im Biermarkt folgt. Das Bier selbst gibt sich sehr heimatverbunden und kommt auf einen Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Man hat ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht leicht getreidig, ansonsten ist es eher etwas geruchsneutral.

Zum Geschmack: Man hat ein Bier, mit durchaus leicht getreidiger Aromatik, bei dem sich dann vor allem in Richtung Abgang eine etwas süßliche Nuance im Mundraum fesetzt. Das Bier hat wie ich finde ein etwas keksig wirkendes getreidiges Arma im Mund mit leicht buttriger Note. Ansonsten ist es aber auch eher unspektakulär, sodass man nicht allzu viel über dieses Bier schreiben könnte. Dennoch wirkt das Bier sehr erfrischend und belebend.

Zum Fazit: Ein nettes Bierchen, das problemlos als erfrischender Feierabendschoppen, wie auf der Website beschrieben, herhalten kann. Es ist allerdings auch nicht allzu komplex und eher einfach gehalten. Dennoch ist es nicht unbedingt wässrig. Man kann davon prolemlos auch ein paar mehr trinken, ohne das einem Lust darauf vergeht, da es sehr süffig ist und eine gute Kohlensäurekonzentration hat. Dennoch ist es definitiv nichts besonderes, das sich von den vielen anderen Hellen im Markt abhebt. Ich vergebe 3 Sterne nach Osthessen.

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Thorbräu Augsburger Hell

In meinem nächsten Biertest gibt es ein Bier aus Augsburg. Dieses mal aber nicht von Riegele oder der Hasenbräu, sondern von der Thorbräu der kleinsten Augsburger Brauerei. Benannt ist die Brauerei nach dem Wertachbrucker Tor, in dessen unmittelbarer Nähe sich die Brauerei befindet. Das Tor ist im übrigen auch auf den Etiketten der Brauerei zu sehen. Die Tradition der Brauerei reicht zurück bis ins Jahre 1582 und bereits seit dem Jahre 1875 ist die Familie Kuhnle Eigentümer des Betriebs, die ihn nun schon in der 4ten Generation führt. Das Augsburger Hell, mein heutiges Testbier, ist einer der Klassiker im Thorsortiment und kommt auf einen Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es ist ein Bier mit einem leicht süßlichen und etwas getreidigem Aroma

Zum Geschmack: Es prickelt zunächst leicht am Gaumen und hat einen ganz leicht süßlichen Abgang. Auch im weiteren Trinkverlauf ist das Bier gut trinkbar und süffig mit einem leicht süßlichen Abgang. Das Bier ist erfrischend, aber man muss auf der anderen Seite auch sagen, das geschmacklich etwas langweilig ist.

Zum Fazit: Das Bier ist süffig und prickelt angenehm. Mir ist es aber etwas zu langweilig und hebt sich nicht so sehr aus der Masse an Helle Bieren ab. Deshalb gibt es von mir 3 Sterne.

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Gansbräu Keller Helles

Ein Helles, aber unfiltriert. Das ist das Keller Hell der Gansbräu aus Neumarkt in der Oberpfalz. Wie es schmeckt möchte ich nun im folgenden Test ergründen. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein leicht trübes helles Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Eine leicht hefige Note mit hopfigem Zitrusaroma, das aber auch ein wenig bitter und ganz leicht floral wirkt.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier mit einem durchaus prickelnden Antrunk und einen herb teigen Nachgang der schön und lange im Mund bleibt. Man hat eine schöne hefige Note, die von einem guten hopfigen Aroma begleitet wird. Es ist ein Bier, bei dem der Hopfen sehr wahrnehmbar ist, es aber auch ein gewisses hefigen Aroma hat, das vor allem auch im Nachgang noch sehr lange im Mundraum bestehen bleibt und ihn sehr gut ausfüllt.

Zum Fazit: Ein hopfig-hefiges Bier, bei dem auch die leicht süßliche Malznote zu schmecken ist. Mir schmeckt dieses Bier sehr gut und deshalb bekommt es von mir auch 4 Sterne. Für ein Helles könnte es noch etwas mehr malziger und weniger hopfig sein.

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Landwehr Bräu Hell

Für den nächsten Biertest gehe ich nach Franken zur Landwehr Bräu. Von der Rothenburger Brauerei habe ich heute das Helle im Test, welches auf einen Alkoholgehalt von 4,9% kommt.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Es reicht getreidig, kernig, aber auch ein wenig ölig. Irgendwie riecht es ein wenig verbrannt.

Zum Geschmack: Es riecht sehr süßlich, fast schon ein wenig zuckrig. In der Backengegend hat man noch gewisse herbe Noten, die das Bier etwas würzig machen. Es ist aber insgesamt nicht besonders geschmacksintensiv. Hier und da hat man ein wenig Hopfen und ab und an ist es etwas Malzsüße zu schmecken. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein eher gefälliges Bier, das man gut vor sich her trinken kann, das aber auch recht unspektakulär daher kommt.

Zum Fazit: Ein recht unscheinbares, unspektakuläres Helles. Es ist nicht wirklich eine Geschmacksexplosion und im ersten Moment fast noch ein wenig süßlich. Dies legt sich aber bereits nach den ersten Schlücken und dann hat man dieses unscheinbare Helle mit etwas Hopfenaromatik am Gaumen, das niemandem wehtut. 3 Sterne.

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Kloster Mallersdorf Vollbier Hell

Es gibt tatsächlich auch noch in Deutschland Klosterbrauereien in denen die Mönche bzw. Nonnen selbst am Sudkessel stehen. Eine solche ist die Klosterbrauerei Mallersdorf in welcher sich Schwester Doris vom angeschlossenen Franziskanerinnenkloster für die Biere verantwortlich zeigt. Das Sortiment umfasst lediglich ein Zoigl sowie ein Helles Vollbier Münchner Brauart. Ich möchte heute das Vollbier Hell vorstellen, das einen Alkoholgehalt von 5% hat.

Zur Optik: Ein leicht trübes goldenes Bier. Es hat eine weiße Schaumkrone, die aber nicht sehr üppig ist.

Zum Geruch: Es riecht karamellig feinmalzig. Dazu kommen leichte Honignoten. Es ist wirklich ein Traum von einem Hellen in der Nase. Etwas kernig riecht es noch hätte ich gesagt.

Zum Geschmack: Wirklich ein Traum von einem Hellen Bier, das zeigt sich auch im Geschmack. Es ist eine feinmalzige Kombination eines gut abgestimmten Bieres. Im Abgang prickelt es leicht, aber nicht zu viel. Es wirkt auf mich sehr erfrischend. Das Bier besitzt brotige Noten, die sich sehr schön mit leicht hefigen und etwas teigigen Aromen ergänzen. Insgesamt ist es sehr erfrischend und bisweilen mit einem immer wiederkehrenden, leicht brotigen Einschlag.

Zum Fazit. Wie bereits erwähnt ist dieses Bier wirklich ein Traum von einem Hellen. Es ist sehr süffig und erfrischend. Die Kohlensäure ist wirklich perfekt dosiert und das Bier hat eine schöne Restsüße, wobei diese sehr gut von einer leichten Hopfenaromatik am Gaumen eingefangen wird. Abgerundet wird das Bier von teigegen, leicht säuerlichen Hefenoten, die dem Bier einen urigen Gesamtgeschmack verleihen. Was soll ich anderes sagen als hier 5 Sterne zu vergeben. Ein absoluter Geheimtipp.

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Kulmbacher Feinmild

Was genau eine Biersorte mit der Bezeichnung Feinmild sein soll, erschließt sich mir nicht so ganz, zumal die Kulmbacher Brauerei auch ein Helles Lager sowie ein Export im Sortiment hat. Vielleicht ist es eine etwas mildere Version ihres Edelherb Pilsners oder befindet sich in der Mitte zwischen dem Lager Hell und dem Export. Die Website liefert hierbei jedoch keine weitere Aufklärung, sodass ich nun direkt zum Bier komme. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum,

Zum Geruch:  Ein getreidg würziger Geruch. Ein leicht süßliches Aroma mit dem typischen Honigton macht sich breit.

Zum Geschmack: Ein leicht süßliches Bier, mit getreidiger Nuance. Insgesamt ist es aber eher ungspektakulär. Es ist ein bisschen würzig Am Gaumen, aber schon eher lahm. Irgendwie ist es aber auch ein gut trinkbares Bier, da es keine Fehlaromen hat und auch süffig wirkt, aber ihm fehlt es einfach an Charakter. Dazu kommt, das die Kohlensäure dem Bier doch auch sehr abhanden kommt.

Zum Fazit: Ein langweiliges Lagerbier der besonders milden Sorte. Etwas Hopfenwürze am Gaumen ist vorhanden, dann war es das aber auch. Bis auf eine leichte Malzsüße gibt mir dieses Bier nichts, was es lohnenswert erscheinen lässt, davon ein weiteres zu öffnen. Ich gebe dem Ganzen daher auch nur 2 Sterne. Absolut austauschbare Massenware.

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Walder Bräu Helles naturtrüb

Mein nächstes Testbier kommt von der Walderbräu aus Königseggwald. Diese befindet sich im Süden Baden-Württembergs im Kreis Ravensburg. Die 1822 gegründete Brauerei wurde im Jahre 1900 von Fridolin Härle, einem Bruder von Clemens Härle, dem Leiter der gleichnamigen Brauerei in Leutkirch, übernommen. Im Jahre 2003 konnte die Brauerei durch eine Initiative von Bürgern der Stadt und Fans des Bieres vor der Schließung gerettet werden. Diese gründeten eine AG an der sich Interessierte für 500 Euro pro Aktie an der Brauerei beteiligen konnten. Im Gegensatz zur anderen AGs werden die Dividenden aber in Bier ausgezahlt, sodass der Fortbestand des Betriebs durch die Einlagen der Aktionäre gesichert werden konnte. Auch von Walder Bräu gibt es ein Helles und so stelle ich heute das gefühlt 500 hundertste Helle Bier vor. Aber gut, die Sorte ist nun einmal im Trend. Im Gegensatz zu anderen Hellen ist dieses hier aber unfiltriert. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein trübes, bernstinfarbenes Bier. Der Schaum ist recht übersichtlich und schnell verschwunden.

Zum Geruch: Ein zitroniges und hefiges Aroma. Es hat etwas teigig plätzchenartiges. Dazu erinnert es an Zitronenkekse.

Zum Geschmack: Es ist ein herber frischer erster Eindruck den das Bier hier vermittelt. Dazu prickelt es leicht auf der Zunge. Das Mundgefühl wird von einem süßlichen Malzaroma dominert, welches perfekt mit den hefigen Noten harmoniert. Die herben Noten des Hopfens entfalten sich erst ganz langsam im Nachgang im Hals und bleiben dabei aber feinmild mit einer leichte Würze.

Zum Fazit: Man kann wirklich froh sein, dass diese Brauerei durch die Bürgerinitiative gerettet worden ist. Es wäre schon arg schade gewesen, wenn es dieses Bier nicht mehr geben würde. Ich habe ein sehr schönes naturtrübes Bier, dessen einzelne Komponenten gut miteinander harmonieren. Dazu hat es eine gute würzige Komponente, die mit feinen Zitrusnoten ausgestattet ist. Ich gebe 4 Sterne.

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Saalfelder Hell

Helle Biere gibt es nicht nur aus Bayern. Auch in Thüringen erfreut sich dieser Bierstil wachsender Beliebtheit. Man muss dazu aber auch erwähnen, das Saalfeld, wo sich die Brauerei meines Testbieres befindet, nicht weit entfernt von der bayrischen respektive Fränkischen Grenze liegt. Das Bürgerliche Brauhaus in der ehemaligen Residenzstadt nahm seine Tätigkeit im Jahre 1892 auf und ist somit für eine Brauerei noch relativ jung. Alkoholtechnisch bewegt sich das Helle aus Saalfeld bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein getreidiges und leicht süßliches Aroma zeigt sich in der Nase. Es hat etwas leicht strohiges und einen Hauch von Honig.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier, das vor allem durch eine recht schlanken Körper auffällt. Es ist einigermaßen süffig, fällt aber doch auch durch eine leichte herbe Hopfennote am Gaumen auf. Das Bier ist für mich insgesamt sehr erfrischend, Im weiteren Trinkverlauf jedoch wird das Bier etwas süßlicher. Dennoch behält es auch seine würzige Komponente bei. Es ist zwar insgesamt einigermaßen mild, weißt aber dennoch eine Hopfennote auf und ist überhaupt nicht süß oder getreidg.

Zum Fazit: ich finde man hat hier ein durchaus trinkbares Bier, das gut prickelt und vor allem auch würziger und hopfiger ist. Es nicht hat so eine Malzsüße wie man es von anderen Hellen gewohnt ist. Ich vergebe hier 4 Sterne.