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Strecks Doldengrün

Gerade jetzt zur Erntezeit haben auch Grünhopfenbiere wieder Saison. Grünhopfen bedeutet, das der im Bier verbraute Hopfen ohne Weiterverarbeitung direkt vom Feld in den Sudkessel zur Maische wandert. Ein solches Bier hat auch Strecks Brauhaus aus Ostheim vor der Rhön ganz im Norden Frankens im Sortiment. Das Bier nennt sich Doldengrün und hat einen Alkoholgehalt von 5%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, goldenes Bier. Es hat einen sehr sehr ordentlichen weißen Schaum wie ich finde.

Zum Geruch: Man hat hier ein durchaus fruchtig frisches Aroma in der Nase wie ich finde. Vor allem die leicht fruchtige Note, die auch etwas aromatisches an sich hat und an Trauben erinnert ist gut.

Zum Geschmack: Ich habe hier ein Bier, mit einer schön bitteraromatischen Note im Geschmack. Es prickelt leicht am Gaumen, ist aber ansonsten sehr erfrischend. Es ist obendrein ein Bier, welches sehr sehr stark prickelt und dann auch eine gute Hopfenbittere mitbringt. Das Bier wirkt sehr erfrischend und hat dennoch immer wieder auch fruchtige Anflüge am Gaumen, die aber nicht mehr so intensiv ausgereift sind. So wirkt das Bier im weiteren Trinkverlauf auch ein wenig belanglos. Eine gute hopfenbittere hat das Bier aber dennoch.

Zum Von mir bekommt das Bier 4 Sterne. Es hat eine gute Hopfenbittere, aber gegen Ende wird es etwas belanglos, da ich den Körper als etwas zu dünn empfinde.

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Frastanzer Helles

Die Frastanzer Brauerei ist etwas besonderes, denn sie wurde im Jahre 1902 als Brauereigenossenschaft gegründet. Nachdem bis zum Jahre 2016 nur Wirte Mitglied in der Genossenschaft werden konnten, öffnete sich die Brauerei auch für Bierfans aus der Region. Binnen kurzer Zeit wurde fast 1000 neue Genossenschafter aufgenommen , was dazu führte, das es inzwischen eine Warteliste gibt. Inzwischen ist die Brauerei die 3 größte im österreichischen Bundesland Vorarlberg und hat sich zu einem echten Geheimtipp gemausert. Ich werde heute das Helle aus dem Frastanzer Sortiment verkosten, das auf einen Alkoholgehalt von lediglich 4,3% kommt und damit sehr schlank ist.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es hat ein brotiges Aroma mit einem leicht süßlichen Unterton im Aroma.

Zum Geschmack: Ich habe hier ein Bier mit einem würzigen Aroma und leicht süßlichen Abgang. Es ist im Abgang durchaus würzig und mit einer schönen Hopfennote versehen. Es ist ein Bier, das sich diesen Geschmack auch über den gesamten Trinkverlauf beibehält und bei dem vor allem der durchaus würzige Abgang überzeugt.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 3 Sternen. Ja es ist würzig und hat eine gewisse mild dezente Hopfennote. ich finde den Körper aber dann doch sehr schlank.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Mönchsgeheimnis Bayerisch Hell

Die Franziskaner von Betanien sind eine katholische Glaubensgemeinschaft, die nach dem Gelübde der Armut und der Keuschheit zusammenleben. Sie leben als Brüder und Schwestern und habe sich sozialen Projekten verschrieben. Seit 2013 gibt es einen Ableger der ursprünglich aus Italien stammenden Gemeinschaft in Aschaffenburg. Um ihre Förderprojekte finanziell zu unterstützen gibt es ein von der Gemeinschaft gebrautes Bier, das Mönchsgeheimnis, welches ich heute verkosten werde. Stilistisch ist es ein Helles und hat einen Alkoholgehalt von 4,8%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbens Bier. Es hat einen ganz passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein etwas brotiges Aroma, ansonsten ist es aber eher dezent.

Zum Geschmack: Ich hab ein Bier mit einer etwas kernigen Antrunk und auch einem durchaus würzigen Nach- und Abgang. Der Malzkörper wirkt insgesamt im mundegfühl relativ leicht. Man hat etwas säuerliche Noten, vor allem im Antrunk, die aber schnell verschwinden. Jedoch ässt dies das Bier nicht ganz so frisch wirken. In Richtung Abgang kommen dann im weiteren Trinkverlauf dennoch ein wenig süßliche Noten auf. Es prickelt zudem recht angenehm am Gaumen.

Zum Fazit: Ein gutes, angenehm zu trinkendes Bier, das aber nicht ganz frisch wirkt. Von mir gibts dafür 4 Sterne.

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Kitzmann Helles Lager

Vom Erlanger Kultbier Kitzmann, das seit dem Ende der Brauerei 2018 in Kulmbach gebraut wird habe ich im fogenden Test das Helle Lager. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiges, aber auch leicht gerstiger etwas zuckrig estriger der sich in der Nase zeigt.

Zum Geschmack: Auch hier hat man einen Mix aus getreidigen und dieser erdigen, irgendwie auch säuerlich gurkigen Note. Dazu kommt aber auch ein komischer Beigeschmack und es schmeckt sehr erdig am Gaumen und irgendwie sehr sehr pappig. Man hat immer diesen sehr komisch Beigeschmack, der einfach irgendwie auch künstlich und chemisch schmeckt.

Zum Fazit: Ehrlich gesagt wundert es mich bei diesem Bier nicht, warum die Brauerei dicht gemacht hat. Es hat einen wirklich undefinierbaren, nicht natürlich wirkenden Beigeschmack, der absolut nicht wohlschmeckend ist. So ist es wirklich auch ein bisschen eklig. Ich gebe dem Bier daher auch nur eine Wertung von 1 Stern.

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Bergquell 1846

Zum 170 jährigen Betriebsjubiläum hat die Bergquellbrauerei aus dem sächsischen Löbau ein neues Bier auf den Markt gebracht. Das 1846 Hell. In jenem Jahr wurde auch die Brauerei in Löbau erbaut. Unter wechselnden Besitzern firmierte die Brauerei bis zum 2 Weltkrieg als Aktiengesellschaft, ehe sie zunächst teil- und später komplett verstaatlicht wurde. Nachdem nach der Wende aufgrund von massiv veralteten Anlagen und einem hohen Schuldenberg das Ende der Brauerei besiegelt schien, braute die Brauerei erstmals seit 7 Jahren ab 1996 auf einer komplett neu errichteten Produktionsanlage wieder selbst Bier. Seit 1999 ist die Brauerei in Besitz von Steffen Dittmar der die Brauerei in ruhigere Fahrwasser geführt hat und den Betrieb zu einer großen Regionalbrauerei entwickelt hat. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,6%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein leicht getreidig brotiges Aroma habe ich in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einem etwas würzigen Aroma, das leicht bitter am Gaumen ist und das eine gute Portion Hopfen auch im Nachgang hat. Der Körper des Bieres ist angenehm schlank. Das Malz schmecke ich in den ersten Schlücken nicht wirklich heraus, kommt es doch eher über einen etwas bitteren Hopfen, der fast schon ein wenig aromatisch wirkt. Das Bier ist kernig würzig. Auch im weiteren Trinkverlauf hat man ein durchaus annehmbares Bier, das aber doch eher ein würziges Getränk ist.

Zum Fazit: Ein würziges Helles. Ich finde Helle Biere, die nicht zu süß sind und eine eher würzige Komponente haben durchaus ansprechend und so überzeugt mich auch dieses Bier mit seiner feinen Hopfenwürze. Das Malz kommt aber gar nicht zum tragen und das bemängele ich hier ein bisschen. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Bischofshof Regensburger Premium

Das Regensburger Premium Lager, neuerdings auch als Helles zu haben, ist das nächste Bier, welches ich auf meiner Testagenda habe. Gebraut wird es von der Brauerei Bischofshof. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein süßliches und vor allem getreidiges Aroma. Es ist sehr brotig mit leichten süßlichen Noten.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es auch hier ein sehr bortiges Bier mit einem Aroma, was im Abgang brotig, aber auch leicht tostig ist und Plätzchenteig erinnert. Es hängt leicht am Gaumen. Auch im weiteren Trinkverlauf hat man ein Bier mit brotig süßlichen Noten, dem aber gegen Ende die Kohlensäure abgeht und es so ein doch eher zähes Trinkvergügen wird, das mit zu lange am Gaumen hängt und schon etwas lack wirkt.

Zum Fazit: Mir fehlt beim Bier eindeutig die Kohlensäure. Am Anfang ist sie noch etwas da, jedoch tritt sie gegen Ende immer mehr in den Hintergrund, bis das Bier irgendwann nur noch schwer zu trinken ist. Von mir gibts hier nur 2 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Haller Löwenbräu Hell

Auch die Löwenbrauerei aus Schwäbisch Hall hat in ihrem Sortiment ein Helles. Dies gibt es erst seit ein paar Jahren, seitdem immer mehr Brauereien an der wachsenden Beliebtheit des milderen Lagerbieres mitverdienen wollen. So gab es in den letzten Jahren eine Fülle von neuen Bieren, die mehr oder weniger an die populäre bayerische Biersorte angelehnt sind. Nun also das Helle aus Hall, überzeugt es oder verschwindet es in der Masse der Hellen Biere, das soll der folgende Biertest aufklären. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein brotig getreidiges Aroma habe ich in der Nase.

Zum Geschmack. Im ersten Eindruck habe ich ein Bier, das geschmacklich eher ausgeglichen und recht leicht ist. Es ist etwas bitter am Gaumen und hat eine leichte Hopfenwürze. Der Körper des Bieres ist schlank, dennoch hat es einen angenehmen leicht süßen Malzgeschmack. Dieser ist aber nicht zu süß, sondern wird von einer gut dosierten Kohlensäure gut im Zaun gehalten. Das Bier hat einen leichten Hopfenansatz. Dazu ist es sehr süffig und wirkt nicht zu wässrig. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier mit leichter Getreidenoten, überhaupt nicht zu süß, leicht kernig-süffig, aber erfrischend und süffig.

Zum Fazit: Ja hier handelt es sich um ein wirklich gelungenes Helles Lagerbier. Schön ist, dass es nicht zu süß ist wie einige andere Helle und vor allem ist es sehr frisch und süffig mit angenehmer Hopfenwürze und belebender Kohlensäure. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Steinie Albert Hell

Steinie ist ein von mehreren gebräuchlichen Bezeichungen für die kleine bauchige Bierflasche, in die auch mein heutiges Testbier gefüllt ist. Warum auch immer ziert Albert Einstein diese Flasche und die Biere werden unter dem Slogan „Steinie² das geniale Bier“ vermakrtet. Eine besondere verbindung des genialen Wissenschaftlers zur Brauerei, Franken oder Bier im allgemeinen konnte ich nicht ausmachen, würde er als gebohrener Ulmer doch wohl eher zum Gold Ochsen greifen. Über all das lässt uns die Brauerei Kesselring, die die Biere braut im Dunkeln. Das Albert Hell ist die neueste Sorte in der Steinie Familie und kommt auf einen Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier hat ein getreidiges, leicht röstiges Aroma. Es geht eher ins brotige.

Zum Geschmack: Das süßlich getreidge Aroma zeigt sich auch hier im ersten Schlucke. Das Bier wirkt sehr süffig und sehr gut aufeinander abgestimmt. Auch im weiteren Trinkverlauf bleibt das Bier sehr süffig. Es fehlt ihm eventuell ein wenig die Kohlensäure und der Antrunk ist mir zu süßlich. Der Abgang ist dafür ganz ok und die Aromen verbleien lange im Mund und Rachenraum. Auch gegen Ende sind vor allem die schönen leicht süßlichen Malznoten hervorzuheben.

Zum Fazit: Das Bier überzeugt mich wirklich. Hervorzuheben sind die schönen Malznoten. Was negativ ist, das es ein bisschen zu süß geraten ist und ihm etwas die Kohlensäure fehlt. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Hürner Helles

Die Brauerei Hürner ist eine ehemalige Brauerei aus Ansbach und seit einem Markenrelaunch durch den Eigentümer Tuch sind die Biere wieder mit Retroetikett in der Euroflasche erhältlich. Wird auch schon seit 1994 nicht mehr in Ansbach gebraut, so kann die Marke doch auf eine Geschichte zurückblicken, die bis ins Jahre 1809 zurückreicht. Gegründet von Carl Hürner bleibt die Brauerei bis in die 70er Jahre, als sich die Tucherbräu in den Betrieb einkaufte, in Familienbesitz. Nach dem Ende in Ansbach 1994 wurde das Bier in Nürnberg gebraut, hatte aber fortan eher den Ruf eines Billigbieres und wurde der früheren Qualität bei weitem nicht mehr gerecht. Nun also der komplette Relaunch, samt Originalrezptur vom letzten Hürner Braumeister. Ob das Schmeckt? Wir werden es sehen. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: ich habe eine leichte Honigsüße im Bier. Grundlegend ist es aber eher geruchsneutral.

Zum Geschmack: Es zeigt sich ein süßliches Geschmacksaroma, was sich zunächst im Mundraum breit macht. Es ist sehr mild mit einer ganz kleinen hopfigen bittere im Abgang. Grundsätzlich hat das Bier ein eher wässriges Aroma. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein eher nichtssagendes aber gefälliges, einigermaßen süffiges Bier, welches aber jetzt auch nicht so richtig schmeckt. Dennoch ist es recht süffig und die Kohlensäure ist ganz gut getroffen.

Zum Fazit: Ein doch eher nichtssagendes Bier, das aber durch die Kohlensäure recht süffig und frisch wirkt. Ich finde es dennoch eher etwas langweilig und schwanke ob ich nun 2 oder 3 Sterne vergeben soll. Ich entscheide mich am Ende für 3, aber das war sehr knapp.

Veröffentlicht in 2-Sterne

Keiler Helles

Auch die Lohrer Kultmarke Keiler, deren Biere in Würzburg bei der Hofbräu gebraut werden, hat seit einiger Zeit nun ein Helles im Portfolio. Obwohl die Brauerei bereits seit dem Jahr der Übernahme, sprich seit 2001, nicht mehr selbst braut und nur noch als Gasthausbrauerei existiert, erfreuen sich die Biere insbesondere in Unterfranken großer Beliebtheit, sind aber auch in großen Teilen Süd- und Mitteldeutschlands erhältlich. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,1%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein doch von brotigen Noten dominierter Geruch.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das recht schlank ist, aber geleichzeitig auch süßliche Nuancen mitbringt. Man hat ein Bier, dem wie ich finde etwas die Kohlensäure fehlt. Es hat auch eine eher etwas klebrig wirkende Malzsüße.

Zum Fazit: Sau gut ist dieses Helle nun nicht wirklich, eher sau langweilig und etwas abgestanden. Es hat die obligatorische Malzsüße, diese wirkt aber etwas klebrig und umspannend, da sowohl Hopfenwürze, als auch Kohlensäure fehlen. So bekommt das Bier von mir auch nur 2 Sterne.