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Waldhaus Schwarzwald Weisse

Zum letzten Abendmahl tranken Jesu und die Jünger zwar Wein, jedoch möchte ich den heutigen Gründonnerstag trotzdem mit einem Biertest beschließen. Dafür habe ich mir heute die Schwarzwald Weisse der Brauerei Waldhaus herausgesucht. Diese Privatbrauerei, welche sich im gleichnamigen Ort im Hochschwarzwald befindet, hat in den letzten Jahren durch ausgefallenes Marketing auf sich aufmerksam gemacht. Die Werbekampagne mit Star- und Fernsehkoch Koch Ralf Zacherl, der sogar ein eigens Bier mitentwickelt hat, wurde in den sozialen Medien ein großer Erfolg und hat der kleinen Privatbrauerei zu großer Bekanntheit verholfen. Aus dem breiten Sortiment der Brauerei wird wie oben genannt das Weizen verkostet. Es hat einen Alkoholgehalt von 5,6% und hat somit für ein Weizen einen recht hohen Alkoholgehalt.

Zur Optik: Hellgoldenes, naturtrübes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Eher geruchsneutrales Bier, man hat leichte getreidige Noten, die sich in der Nase durchsetzten. Etwas Hopfen ist vorhanden.

Zum Geschmack: Ein gefälliges Weizen, mit einem hefig fruchtigen Charakter. Im Abgang wird es ein wenig hopfig und man hat eine leichte Nelkennote wie ich finde. Diese schwingt im Bananenaroma mit. Auch im weiteren Trinkverlauf ist dieses Bier sehr gut trinkbar. Trotz des Alkoholgehalts ist dieser im Geschmack nicht zu erkennen. Es ist vom Körper zwar kräftiger, aber dennoch gut trinkbar und erfrischend.

Zum Fazit: Ein wirklich gutes Weizen, welches man sehr gut trinken kann. Es ist zwar etwas kräftiger und so nicht unbedingt dafür gemacht schnell und viel getrunken zu werden. Aber ein Genuss ist es allemal und mir daher 4 Sterne wert.

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Gold Ochsen Hefeweizen Hell

In Ulm um Ulm und Ulm herum. Im heutigen Biertest schauen wir mal wieder in Ulm bei der Gold Ochsen Brauerei vorbei. Nach dem Original knöpfe ich mir nun das nächste Bier aus dem reichhaltigen Gold Ochsen Sortiment vor. Da mit dem Original das letzte Mal ein untergäriges Bier verkostet wurde, wird es dieses mal obergärig, denn heute ist das Hefeweizen dran. Das Bier hat einen Alkoholgehalt von 5,5%.

Zur Optik: Orangenes Bier mit einer schönen weißen Schaumkrone. Diese ist jedoch ein wenig flukativ

Zum Geruch: Sehr intensiver bananiger Geruch. Geht eher in die hefige cremige Richtung.

Zum Geschmack: Sehr vollmundiges Weizen, mit einem dezenten getreidigen Geschmack. Im Abgang vanillig und hefig. Dennoch ein im ersten Moment nicht so schweres weizen und sehr spritzig. Im Abgang ist es ein wenig bitter und man schmeckt ein wenig den Hopfen. Ansonsten hat man ein schönes Weizenaroma im Mund, welches für ein schönes Mundgefühl sorgt. Gegen Ende wird es ein wenig zu hefig und die süße nimmt mir ein wenig zu sehr überhand.

Zum Fazit: Ein spritziges und würziges Weizen, mit einem schönen Aroma. Gegen Ende lässt es ein wenig nach, dennoch ist es mir 4 Sterne wert.

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Zötler Hefeweizen hell

4 Tage bis Weihnachten sind es nun nur noch. Zeit also für einen Biertest, wenn man betrachtet, dass Weihnachten die Zeit der Einkehr ist. Um eine Abwechslung zu den ganzen Fest- und Bockbieren darzustellen, gibt es heute mal ein Weizen im Test. Ausgesucht habe ich mir das Zötler Weizen aus dem schönen Allgäu. Die Brauerei hat ihren Sitz im beschaulichen Rettenberg, welches so vermutlich nur wenigen Leuten bekannt ist, könnte man meinen. Aber diese doch recht beschauliche Ortschaft ist überregional als Brauereidorf bekannt, denn dies liegt daran, da neben der relativ großen Zötler Brauerei auch die nicht weniger kleine Brauerei Engelbräu hier ihren Sitz hat. Eine vergleichsweise große Ortschaft mit zwei derart großen Brauereien, sucht man ansonsten deutschlandweit vergebens. Nun zum Bier: Es hat einen Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Goldenes, trübes Bier. Es hat einen ordentlichen weissen Schaum.

Zum Geruch: Bananiges, aber auch grobkörniges und etwas hopfenherbes Aroma. Dazu noch kräutrig mit etwas Nelke.

Zum Geschmack: Sehr erfrischendes Weizen und zugleich aber auch würzi,. vor allem im Abgang schmeckt man die Banane schön. Diese hält auch im Nachgang an und verspricht Lust auf den nächsten Schluck. Auch im qweiteren trinkverlauf bleibt dieses Bier banaig fruchtig und zugleich spritzig. Eventuell ist es hier und da ein wenig zu hefig. An manchen Ecken kommt auh die Kohlensäure ein wenig zu arg durch und macht das bier sehr sprudelig. Die Banana hält auch bis indie letzten Schlücke sehr gut an und wenn die Kohlensäure nachlässt ist es sehr angenehm.

Zum Fazit: Ein gut trinkbares Weizen, welches hier und da noch ein wenig zu unausgewogen ist. Im Grundton aber sehr gut trinkbar und daher mir hier heute 4 Sterne wert.

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Paulaner Weissbier hell

Im heutigen Biertest gibt es einen echten Klassiker deutscher Braukunst. Es geht um das helle Weissbier der Paulaner Brauerei aus München. Da von Paulaner schon das ein oder andere Bier im Test war, werde ich auf die Brauerei nicht genauer eingehen. Das Paulaner Weissbier ist nicht zuletzt aufgrund seiner massiven Bewerbung für viele als das Weissbier schlechthin bekannt. Man verbindet mit ihm Biergarten, Weisswürste und bayrische Lebensart wie bei kaum einem anderen Bier. Ob aber nun im legendären Paulanergarten auf dem Nockherberg oder im nächstgelegen Biergarten vor der Haustüre, Paulaner ist laut eigenen Angaben das beliebteste Weissbier in Deutschland und somit in vielen Biergärten zu finden. Hergestellt im Zweimaischverfahren hat dieses Bier einen Alkoholgehalt von 5,5%

Zur Optik: Ein oranges, naturtrübes Bier mit einem stabilen weißen Schaum.

Zum Geruch: Hefig, brotig. Der Getreidegeruch überwiegt die wenigen fruchtigen Aromen. Dazu leichte Hopfennoten und etwas Nelke.

Zum Geschmack: Auch hier dominiert eher der getreidige Geschmack, der von leichten hopfigen Nuancen im Abgang abgerundet wird. Es fehlt hier leider der letzte Feinschliff, sprich so eine schöne Entfaltung, der für ein Weizen so prägenden Fruchtigkeit. Dies ist vor allem im Abgang schade. Die für ein Weizen typische Banane kommt daher nicht so richtig zur Geltung. Positiv hervorzuheben ist, dass es für ein Weissbier schon eine ordentliche Hopfennote hat, die ihm im Abgang eine schöne Würze verleiht. In der Backengegend bleibt ein wenig ein unangenehm hefiges Mundgefühl zurück. Es ist alles andere als wässrig, gerade gegen Ende wirkt es für mich aber auch leicht seifig. Es wirkt kräftig, die Kohlensäure sorgt hier dennoch für eine gewisse Spritzigkeit. Dennoch gibt es in diesem punkt schlankere und spritzigere Weizenbiere. Insgesamt wird der Geschmack von brotigen und süßlichen Malznoten dominiert, wenngleich es bis zum Abgang eine gute Hopfenherbe aufweist, sodass das Bier in dieser Beziehung durchaus recht ausgewogen erscheint.

Zum Fazit: Ein Bier, welches guter gehobener Durchschnitt ist. Man schmeckt klar die hefigen und getreidigen Aromen, wie sie bei einem Weissbier sein sollten. Die Kür eines Weissbieres, nämlich die Fruchtigen Aromen fehlen aber leider. Somit reicht es nur zu 3 Sternen.

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Farny Edelweissbier

Ostern und damit auch die Fastenzeit sind vorbei. Es ist also mal wieder Zeit für einen Biertest. Da auch das Wetter die letzten Tage mitspielt und es so langsam wieder wärmer wird, beginnt auch langsam wieder die Biergartensaison. Nun stellt sich die Frage : welches Bier trinkt man denn am liebsten im Biergarten ? Eher ein Helles oder ein Weizen? Meiner Meinung nach eher ein Weizen, da es einfach spritiger und erfischender ist und meiner Meinung nach besser zu einem sommerlichen Biergartenbesuch im Schatten einer Kastanie passt. Dennoch kann man natürlich auch andere Biere, wie z.B. ein prickelndes Helles im Biergarten genießen. Unser Test beinhaltet also heute ein Weizen und es ist ein besonderes Weizen, von einer besonderen Brauerei. Das besondere an diesem Weizenbier ist, das sein filtrierter Bruder das Kristallweizen des Herstellers das angeblich erste Kristallweizen sein soll, dass überhaupt auf dem Markt war. Hergestellt wird das ganze von der Brauerei Farny. Die Edelweissbrauerei Farny befindet sich in Kißlegg, im Baden Würtembergischen Teil des Allgäus gelegen, und rühmt sich eben jener Erfinder des Kristallweizens zu sein. 1924 soll der damalige Braumeister Wilhelm Zeitler diesen Biertyp zum ersten Mal gebraut und verkauft haben. Nun aber zu seinem hefetrüben Bruder dem Edelweissbier, welches sich heute bei uns im Test befindet. Es hat einen Alkoholgehalt von 5,3%.

Zur Optik: Orangenes, trübes Bier. Die Schaumentwicklung ist wirklich gut. So sollte ein Weissbier sein.

Zum Geruch: Sehr hefig. Spritzig frisch und Getreidearomen. Im Abgang typische Bananennoten, die durch ein wenig Pflaume unterstützt werden. Dazu ganz feine Nelke und Vanille. auch leicht säuerlich

Zum Geschmack: Sehr würziges und frisches Weizen in den Backen ein bisschen zu hefig ansonsten wirkt es aber sehr bekömmlich. Die Kohlensäure ist anfangs gut dosiert. Auch hat es einen schönen Abgang. Leicht hopfige Noten im Abgang. Schöne bananige Noten hat dieses Weizen. Dominant ist aber die hefige Note und die getreidigen Weizenaromen. Einen schönen fruchtigen Nachgeschmack lässt dieses Bier im Rachen übrig und macht so Lust auf den nächsten Schluck. Insgesamt fehlt mir hier aber ein wenig die Kohlensäure und es neigt ein wenig schwerfällig zu werden, was vor allem gegen Ende zu Tage tritt.

Zum Fazit: Ein Bier das seine Freunde hat und auch bei mir wirklich gut ankommt. Ich bin wirklich ein Fan dieses Weizens. Es ist spritzig frisch und dazu noch sehr bekömmlich. Hierfür gebe ich doch glatt 4 Sterne.

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Hofbräu Münchner Weisse

In München steht ein Hofbräuhaus…diese Zeilen eines weitbekannten bayrischen Volksliedes dürfte wohl jeder kennen und sie hängen auch mit dem heutigen Biertest zusammen. Denn das heutige Testobjekt stammt von der Münchner Hofbräu die auch eben jenes besungene Hofbräuhaus bewirtschaftet. Da die Münchner Hofbräu ein recht breites Sortiment an Bierspezialitäten bietet wird es immer mal wieder ein Bier von ihr geben. Heute ist die Münchner Weisse, ein klassisches bayrisches Weissbier, wie es gern zum klassichen Weisswurstfrühstück genossen wird im Test. Es hat einen Alkoholgehalt von 5,1%.

Zur Optik: Orangenes bis helles Bernstein ist die Farbe des Bieres. Das trübe Bier hat einen leider nicht ganz so stabilen Schaum.

Zum Geruch: Sehr fruchtig und erinnert sofort an die klassische Banane. Aber dominierend sind bei intensivem Riechen vor allem die Getreidenoten.

Zum Geschmack: Naja irgendwie ein wenig ein Durcheinander dieses Weissbier. Zum einen finde ich es im ersten Eindruck viel zu sprudelig, zum anderen hat es auch so einen komischen bitteren Ton auf der Zunge. Bei weiterem Genuss zieht sich die Kohlensäure zwar zurück, jedoch gestaltet sich das Weissbier genau so unspektakulär wie zuvor. Es ist zwar bei Weitem nicht schlecht, jedoch ist es insgesammt gesehen doch recht flach. Es fehlt ihm einfach so das Gschmackige, wie man in bayern sagen würde, was ich bei anderen Weissbieren schon hatte. Die bananigen beziehungsweise fruchtigen Noten kommen anfangs nur sehr leicht durch und sind erst im Abgang wahrnehmbar. Dort vermischen sie sich allerdings gekonnt mit den Getreidearomen und verschaffen dem Bier so einen recht runden Abgang. Dieser trüb jedoch nur ein wenig über den flachen Anfang hinweg.

Zum Fazit: Nicht wirklich etwas besonderes, da hatte ich schon deutlich bessere Weissbiere. Gut trinkbar ist es zwar aber eben hald nichts besonderes. Hierfür gibts 3 Sterne.

 

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Birra Brunz Weissbrunz

Heute gibt es mal wieder ein Bier welches ich in einem italienischen Supermarkt entdeckt habe. Anscheinend wird auch das für Deutschland so typische Weissbier in Italien immer beliebter, denn mein heutiges Bier ist ein Weizenbier. Hergestellt wird das ganze von Birra Brunz. Es ist ein kleine Craftbrauerei aus Vinci in der Toskana. Das Weiss Brunz hat einen Alkoholgehalt von 5,0%.

Zur Optik: Sehr hellgelbes, trübes Bier und ein Schaum der viel zu viel ist. Das Bier bekommt man auch beim mal eingießen nicht ins Glas.

Zum Geruch: Riecht ein wenig nach Sekt. Hat auch so etwas von Weintraube. Aber man hat auch leicht hefig/banaige Noten, wie man sie vom Hefeweizen kennt.

Zum Geschmack: Auffallend zunächst einmal das dieses Bier viel zu herb für ein Weizen ist. Es ist auch keine passend fruchtige Hopfennote, sonder eine eklige penetrante, die sich im Gaumen festsetzt. Die Hefe nimmt die bananigen Noten wahr, die auch bei normalen Weizen vorhanden sind. Es wirkt mir auch viel zu spritzig und man hat teilweise wirklich den Eindruck das man einen Sek trinkt, auch vom Aroma her. Der Malzkörper ist nicht wirklich gut, er ist viel zu schlammig und kernig, wirkt auch nicht frisch sondern alt.

Zum Fazit: Eher eine komischer Version eines Weizens, die eher an Sekt erinnert. Sehr spezielles Bier, bei dem die einzelnen Komponenten aber leider auch gar nicht aufeinander abgestimmt sind. So wirkt das Bier unrund und ist kein Genuss. Auch die Bittere ist viel zu extrem für ein Weizen. ALso bleibt zum Schluss zu sagen: „Netter Versuch in Italien ein Weizen herzustellen, aber meiner Meinung nach leider am Ziel vorbei“. Da bleib ich doch beim deutschen Weizen und vergebe hierfür 2 Sterne.