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Kronenbourg 1664 Blanc

Die Elsässer Brauerei Kronenbourg ist die größte und bekannteste Brauerei Frankreichs. Seit letzten Sommer versucht man dort verstärkt auch in den deutschen Biermarkt zu expandieren. Im Supermarkt sind mir nämlich seit letzten Jahr plötzlich verstärkt diese markanten kleinen blauen Fläschchen mit der Aufschrift 1664 aufgefallen, die man vorher nur aus Spezialgeschäften, dem Internet oder eben Frankreich kannte. Das diese Unterfangen von Kronenbourg mit ihrem beleibtesten Bier, dem 1664 Lagerbier schwer werden dürfte hat man dort bereits vorab erkannt und so versuchte man es von Anfang an mit dem 1664 Blanc, einem klassischen Witbier, dass sich geschmacklich durchaus von den deutschen Bieren abhebt und bewusst auf einen fruchtigeren, zitronigeren Geschmack setzt, um vielleicht bei jenen Konsumenten zu punkten, denen der klassische Biergeschmack nicht so sehr zusagt. Wobei ich ehrlicherweise, beim Blick auf die Zutatenliste die Bezeichnung Bier für dieses Gebräu schon mehr als gewagt finde, denn neben den für ein Witbier typischen Zutaten Orangenschale und Koriander, finde sich hier auch noch Glukosesirup und der Stabilisator E414 im Bier, was meiner Meinung nach absolut nichts in einem als Bier verkauften Getränk zu suchen hat und auch absolut keine natürlichen Zutaten sind. Nun denn, ich will dem Getränk mit einem Alkoholgehalt von 5% erst einmal eine faire Chance einräumen. Zur genaueren Geschichte der Brauerei, die zum Carlsberg Konzern gehört, werde ich dann, wenn ich deren Lagerbier vorstellen werde noch genaueres dazu schreiben.

Zur Optik. Ein trübes, hellorangenes Bier. Es hat einen durchaus ganz passablen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht sehr fruchtig nach Orange oder Apfelsine. Eine leichte Säure und Zitrusaromen gesellen sich hinzu. Die Süße die den Geruch bestimmt wirkt aber fats schon etwas zuckrig und künstlich.

Zum Geschmack: Auch im ersten Eindruck bestätigst sich der sehr fruchtig, süßliche Geschmack. Es nicht so zuckrig wie gedacht, dass muss man ehrlicherweise anerkennen. Im Abgang hat man aber etwas, dass an Süßstoff erinnert. Vorrangig hat man aber Organennoten mit Einschlägen in Richtung Mandarine und Zitrone. Diese Geschmäcker wirken aber nicht unbedingt natürlich, sondern eher künstlich und auch gesüßt wie man sie von anderen Lebensmitteln wie Jogurt, Fruchtgummis oder Limonaden kennt. Insgesamt ist das Bier auch sehr spritzig und wirkt so wirklich erfrischend. Auch hat man im Abgang durchaus kräutrigen Hopfen und den Koriander, der dem Ganzen etwas Würze verleiht.

Zum Fazit: Geschmacklich geht das Ganze schon sehr in Richtung Radler oder eben belgische Fruchtbiere, wenngleich hie die typische Säure fehlt. Dadurch wirkt es künstlicher und eben auch süßlicher. Wenn man rein den Geschmack betrachtet schmeckt es gar nicht mal so schlecht, aber eben nicht unbedingt nach Bier. Dennoch sehr erfrischend und spritzig. Von mir bekommt es 3 Sterne, auch wenn ich angesichts der Zutatenliste gerne noch einen Abziehen würde.

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Saint Pierre Ambree

Das Elsass ist, wenn man so will eine Bierinsel im Weinland Frankreich, wobei auch im Nordwesten Franreichs gerne zum Bier gegriffen wird. Im Elsass schlägt aber das Herz der französischen Bierindustrie. Genauer gesagt befinden sich die meisten großen Brauereien Frankreichs in der Region, speziell im Großraum Straßbourg. Aber auch der Hopfenanbau hat im Elsass Tradition. Neben den großen Elsässer Marken wie Fischer, Kronenbourg oder Meteor gibt es auch eine Reihe kleiner Craftbrauereien. So wie die Brasserie Saint Pierre. Von dieser gibt es heute das Ambree, eine eher dunkleres bis rötliches obergäriges Bier. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,4%.

Zur Optik: Ein orangenes, naturtrübes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Sehr fruchtige Töne, vereint mit leicht nussigen. Dazu hat man ein wenig beerige Noten und etwas leicht blumiges.

Zum Geschmack: Sehr spritzig und mit einem Hauch von Zitrus präsentiert sich der erste Eindruck. Einen sehr hohen Kohelsäureanteil hat das Bier zusätzlich, was sich auch in der Spritzigkeit bemerkbar macht. Irgendwie hat es ein wenig nussige Eindrücke oder auch Maronen. Im Hals ist es ein wenig kratzig. Es ist auf jeden Fall ein hopfig spritziges Bier. Jedoch fehlt ihm ein wenig die Geschmackstiefe, was auch an der Kohlensäure liegt. Insgesamt bringt das Bier auch eine leichte Säure mit die sich gut mit dem Zitrusaroma ergänzt.

Zum Fazit: Ein interessantes Bier, das vor allem sehr lebendig und spritzig ist. Leider nimmt die Kohlensäure aber auch etwas vom Geschmack des Bieres weg. Dennoch gibt es von mir 4 Sterne.