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Aufsesser Seidla Hell

Im nächsten Test wird es wieder fränkisch. Von der Brauerei Rothenbach aus Aufsess habe ich im Test das Seidla Hell. Das Seidla ist dabei das fränkische Synonym für einen halben Litter Bier, also wenn man so will in etwa das Pendant zur schwäbischen Halbe. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein wie ich finde leicht trübes, hellgoldenes Bier. Es hat nur etwas Schaum.

Zum Geruch: Ein etwas brotiges Aroma habe ich in der Nase. Dazu schmeckt es leicht teigig.

Zum Geschmack: Man hat ein schönes Aroma mit leicht getreidgen und vor allem in Richtung Abgang stärker werdenden, ganz leicht hefigen Noten. Es ist im Körper aber eher leicht. Diese leicht teigigen Noten setzen sich schon ein wenig am Gaumen fest, auch wenn es insgesamt geschmacklich eher mild ist. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier mit einer Note die immer so etwas leicht teigiges hat. Der Hopfen will würzig wirken schafft aber keinen Durchbruch.

Zum Fazit: Ein solides, recht süffiges Helles Bier. Jedoch ist es insgesamt schon recht mild und ihm fehlen so etwas die Ecken und Kanten. Das gibt 3 Sterne

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Hertl Brauer Carsten

Als kleinste und geilste Brauerei Frankens bezeichnet David Hertl seine Braumanufaktur aus Schlüsselfeld. Hertl selbst ist eine der bekanntesten Köpfe der deutschen und fränkischen Bierszene und öfters auch in überregionalen Medien präsent. Gestartet in der Küche seiner Mutter Vroni hat er sich 2013 selbstständig gemacht und seine Brauerei nach und nach zu einer kleinen aber feinen Braumanufaktur ausgebaut, die sowohl fränkische Klassiker aber auch vom internationalen Biermarkt inspirierte Sorten im Programm hat. Zudem hat Hertl vor einiger Zeit auch die Forchheimer Traditionsbrauerei Eichhorn übernommen und braut nun deren Traditionsbiere weiter. Mein Testbier, der Brauer Carsten ist ein Pale Ale mit einem Alkoholgehalt von 5,6%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat ein schön fruchtig brotiges Aroma in der Nase. Es riecht nach Pfirsch, Limette und anderen Zitrusfrüchten. Zudem hat es auch etwas leicht holziges.

Zum Geschmack: Es ist etwas bitter im Geschmack, was sich vor allem im Abgang bemerkbar macht. Es hat aber auch einen sehr schönen Geschmack nach Orangen und Zitrusfrüchten der im Mundraum bleibt. Es ist ein grob bitteres Bier, das diesen Eindruck auch wunderbar im Abgang vermittelt. Bisweilen kommen auch immer wieder fruchtige Noten durch, die schön orangig fruchtig ist und dennoch eine gewisse Hopfenbittere mitrbingten Der Malzkörper des Bieres finde ich erstaunlich schlank.

Zum Fazit: Auch hier habe ich wenig zu bemängeln. Für die Höchstwertung ist es sicherlich ein wenig zu schlicht und unspektakulär, aber insgesamt habe ich hier ein mehr als solides, gut schmeckendes Pale Ale mit gutem Zitrusgeschmack. Deshalb gibts dafür 4 Sterne.

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Meinel Mephisto

Mephisto, so bezeichnet Goethe den Teufel in seinem Werk Faust, in dem jener mit dem gleichnamigen Titelhelden einen Pakt schließt. Aber auch die Brauerei Meinel hat ein Bier selbigen Namens im Sortiment. Beschrieben wird es zart rauchiges Exportbier, also ein Rauchbier. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen mittleren Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiges, leicht rauchiges Aroma mit ganz feinen Schinkennoten.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein würziges Bier mit leicht karamelligen Noten. Es ist ganz kurz herb und lässt aber noch kein besonderes Raucharoma erkennen. Immer wieder kommt etwas rustikales, leicht angerauchtes durch mit einem Mix aus karamellig hopfigen Noten. Insgesamt ist der Geschmack Abte eher etwas milder. Vor allem die Kohlensäure fehlt mir etwas.

Zum Fazit: Zart-rauchig trifft es wohl wirklich, denn im Geschmack findet sich nicht so viel vom Raucharoma wieder, wie man im Geruch vernimmt. Ansonsten ist es ein ausgewogenes, würziges Bier, das mir aber etwas zu mild geraten ist. 3 Sterne.

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Zum Löwenbräu Hopfen Löwe

Das ganze Jahr über braut die Löwenbräu aus Neuhaus an der Aisch verschiedene Saisonbiere. Abwechselnd gibt es alle zwei Monate ein neues Saisonbier. Ab Juli und im August ist dies der Hopfen Löwe, stilistisch ein Pilsbier. Da das Bier nun bald wieder Saison haben wird, werde ich es nun hier im Blog vorstellen. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht fruchtiges, etwas zitroniges Aroma habe ich hier in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein Bier mit schönem hopfigen Aroma und einer leichten Bitteraromatik im Abgang. Es wirkt auf mich sehr erfrischend. Es ist gut bitter aber nicht unbedingt herb und sondern es hat eher einen leicht floralen und etwas zitronigen Touch im Abgang. Auch im weiteren Trinkverlauf bleibt das Bier aromatisch und erfrischend mit einer guten Hopfennote.

Zum Fazit: Ein aromatisches erfrischendes, auch gut hopfiges Pilsbier. Dabei ist es auch nicht zu schwer und somit das ideale Sommerbier. Für die Höchstwertung reicht es knapp nicht, da ich noch ein paar Pilsbiere kenne die noch einen Ticken besser sind. Es gibt aber sehr gute 4 Sterne für dieses Bier.

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Geyer Helles Landbier

Mein nächster Biertest führt mich wieder einmal ins schöne Frankenland. In Mittelfranken in der Gemeinde Oberreichenbach befindet sich die Brauerei Geyer, welche auch einen weitbekannten, an die Brauerei angeschlossenen Gasthof betreibt. Das Helle Landbier ist im Sortiment von Geyer ein Klassiker und kommt auf einen Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein eher geruchsneutrales Bier. Es ist wirkt somit im ersten Eindruck eher mild.

Zum Geschmack: Ein prickelndes und kerniges Bier. Es ist leicht süßlich im Geschmack. Am Gaumen wirkt es dann durchaus auch ein wenig kernig und bekommt dann eine dezente Hopfennote, die aber nur etwas bitter ist. Im Körper hingegen wirkt das Bier eher schlank. Es ist geschmacklich etwas bitterherb, jedoch hält dieser Eindruck am Gaumen immer nur leicht an und ändert nichts am allgemein eher milderen Charakter des Bieres.

Zum Fazit: Ein solides, klassisches Landbier, das ich insegsamt als mild-würzig mit dezenter Malzsüße beschreiben würde. Von mir gibt es 4 Sterne, denn das Bier ist wirklich süffig.

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Felsenbräu Original 1516

Mein nächstes Bier kommt von Deutschlands erster Solarbrauerei, sprich des Brauen der Biere erfolgt in der Brauerei ausschließlich mit Hilfe von Solarstrom. Die Brauerei die sich dahinter verbirgt ist die Felsenbräu aus Thalmannsfeld, ganz im Süden des Regierungsbezirks Mittelfranken. Geografisch befinde ich mich also im Grenzgebiet zwischen dem fränkischen und dem bayerischen Sprachraum. Im Vergleich zu vielen anderen Brauereien der Region ist die Geschichte der Felsenbräu noch relativ kurz, wurde sie doch erst im Jahre 1928 gegründet. Bald steht hier also ein großes Jubiläum ins Haus. Die Wurzeln der Brauerei reichen jedoch aufgrund einiger Vorgängerbetriebe bis ins 19. Jahrhundert zurück. An ihrem heutigen Standort wird unter dem Namen Felsenbräu aber erst seit dem Jahre 1928 Bier gebraut. Seither wird die Brauerei von der Familie Gloßner betrieben. Insgesamt legt die Felsenbräu sehr großen Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz, hat unter anderem den Slogan „Drink Green“ entwickelt und nennt sich selbst „Die Umweltbrauerei“. Das Original 1516, mein heutiges Testbier, ist ein klassisches fränkisches Lagerbier mit einem Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein brotig getreidiges Aroma habe ich in der Nase.

Zum Geschmack: Ich hab ein Bier mit getreidigem Grundgeschmack und leicht würzigem Abgang. Die Kohlensäure ist sehr gut dosiert und macht das Bier so erfrischend und spritzig. Vor allem der leicht prickelnde, würzige Nachgang überzeugt bei diesem Bier wirklich und verhindert so, dass es zu süß wird.

Zum Fazit: Zu diesem Bier braucht man nicht viel sagen. Ein klassisches, würzig getreidges Lagerbier wie man es aus Franken kennt. Dazu ist es wirklich süffig. Es fehlt etwas der Aha-Effekt, der es in das absolute Top Regal stellen würde, aber grundsätzlich macht man mit diesem Bier nicht viel verkehrt. 4 Sterne.

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Faust Osterbier

An Ostersonntag wird bekanntlich die Auferstehung Jesu gefeiert. Es ist eines der höchsten Feste im christlichen Kalender und dementsprechend gibt es auch einige Biere, die speziell für diesen Anlass gebraut wurden. So zum Beispiel das Osterbier der Brauerei Faust aus dem fränkischen Miltenberg. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,4%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat ein druchaus malzig karamelliges Aroma in der Nase. Man hat auch Noten von Lebkuchen und etwas ganz reifes Obst wie grüne Äpfel und Birne.

Zum Geschmack: Ein sehr kräftiges Bier mit einem ordentlichen Malzaroma, dass im Abgang auch etwas keksiges hat. Es hat durchaus schöne Malznoten und der Körper ist volluminös und malzig. Die Kohelnsäure ist gerade gegen Ende, wenn das Bier nicht mehr so karamelig malzig ist etwas zu dominant und nimmt dem Malz etwas die Möglichkeit sein volles Geschmacksaroma zu entfalten.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen. Es ist mir etwas zu malzig, auch wenn es durchaus eine schöne Karamellnote hat. In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern und Freunden des Blogs ein frohes Osterfest.

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Kanone Dunkel

Mein nächster Biertest dreht sich um das Dunkle der fränkischen Brauerei Kanone aus Schnaitach. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelbraunes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier reicht röstig in der Nase. Es hat etwas von Kaffee.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das einen doch intensiv röstigen Geschmack hat, der vor allem im Abgang zum tragen kommt. Wenn dieser verschwindet, kommt auch etwas milchig süßliches. Es wirkt auch leicht angeraucht, denn man hat so einen holzigen, aber auch leicht an Schinken erinnernden Geschmack. Es ist ein Bier, das insgesamt durchaus süffig ist und vor allem auch schön röstig. Das etwas an rauchbier erinnernde Aroma lässt im weiteren Trinkverlauf aber etwas nach und verliert sich dann. Trotzdem klingen immer wider die leicht rauchige Noten an.

Zum Fazit. Von mir gibt es für das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Dieses leicht rauchige mit den ansonsten typischen Aromen eines Dunkelbieres gefällt mir. Es röstig hat zeitgleich aber auch ein etwas milchiges Geschmacksprofil.

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Zwanzger Vollbier

Bereits in der 12 Generation wird die Brauerei Zwanzger im fränkischen Uehlfeld von der gleichnamigen Familie geführt. Uehfeld selbst liegt im Landkreis Windsheim-Neustadt und ist wegen seiner aktuell 35 nistenden Storchenpaare als Storchendorf Bayerns bekannt. Neben der Brauerei Zwanzger gibt es im Ort auch noch die Brauerei Prechtel, von der ich ebenfalls schon einmal ein Bier verkostet habe. Erstmals erwähnt wurde Brauerei Zwanzger im Jahre 1639 und wird aktuell von Christian Zwanzger geführt. Neben den klassisch fränkischen Standardsorten, werden auf einer Kleinbrauanlage auch allerhand Spezialsude gebraut. Ich verkoste heute aber das Vollbier, einer der Klassiker im Sortiment mit einem Alkoholgehalt von 4,5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, kupferfarbenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier hat einen brotigen, durchaus auch karamelligen Geruch in der Nase.

Zum Geschmack: Das Bier hat einen röstig karamelliges Aroma und dennoch auch etwas Hopfenherbe am Gaumen. Trotz seine vergleichsweise wenigen Alkoholgehalts finde ich, hat das das Bier einen schönen Körper und ist durchaus ordentlich würzig Es zeichnet sich durch einen leicht röstigen, hopfig herben Abgang hat. Im Nachgang kommen dann noch etwas karamellige Noten dazu. Der hopfig herbe Abgang, hat durchaus auch etwas leicht kräutriges.

Zum Fazit: Ein wirklich super Bier mit nicht allzu hohem Alkoholgehalt, sodass man davon durchaus auch mal eines mehr trinken kann. Würzig herb, aber dennoch nicht bitter mit leichter Röst- und Karamellnote. Das gibt 5 Sterne. Was will man mehr.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Friedel Vollbier

Im nächsten Biertest stelle ich wieder eine Brauerei vor, von der ich bisher noch kein Bier hier im Blog hatte. Die Rede ist von der Brauerei Friedel aus Zentbechhofen. Der Ort ist ein Gemeindeteil von Höchstadt an der Aisch und liegt in Mittelfranken. Die im Ort ansässige Brauerei Friedel, kann auf eine Tradition bis ins Jahre 1467 zurückblicken und ist wohl das, was man allgemein unter einer fränkischen Landbrauerei versteht. Der Alkoholgehalt des Vollbieres, der beliebtesten Sorte, liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen mittleren weißen Schaum, der aber schnell verfliegt.

Zum Geruch: Ein wie ich finde sogar leicht hopfiges, zitroniges und etwas teigiges Aroma habe ich in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier mit einer herb aromatischen Geschmacksnote. Es ist bitter, hat aber irgendwo auch eine schöne Fruchtaromatik im Geschmack. Zudem hat das Bier wie ich finde eine leichte Säure im Geschmack, die aber ganz erfrischend wirkt. Die Kohlensäure prickelt auch etwas unangenehm am Gaumen, macht das Bier aber frisch und süffig. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein säuerlich karamellige Bier mit einer gewissen Hopfenwürze am Gaumen.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ein urig würziges Bier, das so seine Eigenheiten hat. Das muss man mögen. Es ist aber definitiv nicht glattgebügelt und durchaus auch süffig.