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Pelforth Blonde

Pelforth ist nicht etwa das französische Wort für Pelikan, das ist Pélican, sondern vielmehr eine Kombination aus diesem Begriff mit dem französisches Wort für stark, forte, welches den Charakter des Bieres beschreiben soll. Gebraut wurde es wie man sich denken kann von der Brasserie du Pélican, welche in Lille ansässig war. Inzwischen gehört die Marke aber zum Heineken Konzern und wird in dessen Brauerei in Schiltigheim bei Straßbourg gebraut. Das Blonde, das ich heute verkoste liegt bei einem Alkoholgehalt von 5,8%.

Zur Optik: Ein goldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Es ist eher recht geruchsneutral. Ein wenig getreidig und etwas metallisch. Dazu ist es leicht schrotig.

Zum Geschmack: Auch hier ist es eher recht leicht im Geschmack und schon fast ein wenig wässrig. Am Gaumen hat man ein wenig malzige Noten. Ich finde es aber vor allem den Abgang erstaunlich wässrig. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es bis auf gelegentliche Malzdurchflüsse eher nichtssagend.

Zum Fazit: Nicht besonderes ist dieses Bier und wenn man ehrlich ist auch irgendwie sehr nichtssagend. So gebe ich dem Bier eine Wertung von nur 2 Sternen. Man kann es trinken wenn man will, ich muss es aber nicht haben wenn ich ehrlich bin.

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St. Pierre Blonde

Für das nächste Bier mache ich wieder einen Sprung über die deutsch-französische Grenze ins nahe gelegene Elsass. Von dieser hatte ich schonmal ein Bier und mit dem Blonde folgt nun ein weiteres. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, orangenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein fruchtiges Aroma mit Zitrusfrüchten und Orange. Man hat eine Note von Mandarine und Apfelsine. Dazu kommen leicht kräutrige Noten.

Zum Geschmack: Ein würziger erster Eindruck, der sich in einer sehr süßlichen Obstsüße wiederfindet. Vor allem im Abgang findet man Noten, die an Orange, Mandarine und Apfelsine erinnern. Dazu gesellen sich getreidige Noten, die eher im sehr süßlichen Beriech anzusiedeln sind. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein spannendes Bier mit diesen Orangenfrüchten im Aroma. Es nimmt etwas vom Geschmack ab, bleibt aber dennoch in dieser Richtung bestehen. Die Kohlensäure ist ganz gut dosiert.

Zum Fazit: Ein spannendes, abwechslungsreiches Bier mit schönen Noten die einen sehr obstigen Grundton erzeugen, der sehr natürlich wirkt. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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de Ryck Arend Blond

Im folgenden Test gibt es mal wieder ein Bier aus Belgien. Dieses Mal von der Brouwerij de Ryck aus der flämischen Gemeinde Herzele. Namensgebend ist die Familie de Ryck, die die Brauerei im Jahre 1886 gründete und sie bis heute immer noch führt. Arend  auf deutsch Adler ist der Name Name unter dem die meisten Biere der Brauerei verkauft werden. Von diesen gibt es heute das Blond mit einem Alkoholgehalt von 6,5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, orangenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein Aroma mit kräutrigen und hefigen Noten. Es erinnert auch etwas an Wildhonig, Fenchel und Salbei. Dazu kommen aber auch fruchtig süßliche Noten mit Aromen von Orange und etwas Zitrus.

Zum Geschmack: Ein leicht herbes Aroma, bei dem die Bittere und die kräutrigen Noten zunächst gar nicht so herausstechen. Im Abgang ist es dann auch ein wenig süßlich. Die Kohlensäure tritt am Anfang sehr hoch auf, jedoch geht es dann moderater zu. Im zweiten Schluck wird es schon aromatischer. Man hat am Gaumen etwas kräutriges und hin und wieder ist es auf gewisse Weise auch herb. Der Abgang ist eher ganz fein süßlich. Man schmeckt hier deutliche Noten von Orange und einer süßlichen Zitrone. Gegen ende wird es dann leider etwas unausgeglichen. Dafür setzt sich aber eine süßlichere an Honig und Kräuterbonbons erinnernde Note durch. Man hat auch den Eindruck von Salbei und Fenchel in den Backen. Vornehmlich aber Wildhonig.

Zum Fazit: Ein kräutriges Bier. Es ist sehr schön aromatisch und hat eine hohe Variabilität an kräutrigen Aromen. Es ist durchaus komplex und hat aber auch immer wieder etwas komische Anflüge. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen.

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Inselbrauerei Insel Kreide

Von der Rügener Inselbrauerei gibt es im heutigen Biertest die Inselkreide zur Verkostung. Die Inselkreide kommt stilistisch an ein Bier Brut, bzw. den belgischen Saison- und Blondbieren sehr nah. Im unterschied dazu wird es aber mit einer Hefe vergoren, die das Bier trocken wie einen Sekt schmecken lässt. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,6%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, helloranges Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein fruchtiges Aroma nach Trauben und Grapefruit, dazu kommt eine etwas leichte Getreidenote.

Zum Geschmack: Ein eher trockenes Bier. Man schmeckt die sektartigen Noten, aber auch den Weizen heraus. Der Abgang ist in den ersten Eindrücken eher noch mau. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein sehr spritziges Bier, welches versucht geschmacklich in die Sekt- und Champagnerrichtung zu gehen. Mir fehlt hier aber das gewisse etwas, was bei vergleichbaren Bieren vorhanden ist. Die Kohlensäure ist etwas zu viel.

Zum Fazit: Das Bier ist klar geschmacklich in Richtung der bekannten Blubberbrausen zu verorten, aber im vergleich zu ähnlichen Bieren geschmacklich nicht ganz so intensiv. Die Kohlensäure prickelt auch etwas zu stark. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Kwaremont Blond

Gerade touren wieder die besten Radler der Welt auf ihren Drahteseln durch Frankreich, denn es ist wieder Tour de France. Wer jetzt denkt ich fange an Radler zu verkosten täuscht sich aber, denn es gibt auch ein Bier, welches sich zwar nicht direkt auf die Tour de France, aber auf den Radsport bezieht. Es handelt sich um das Kwaremont der Belgischen Brauerei de Brabandere. Kwaremont ist ein bei Radfahrern sehr beliebter Hügel in Belgien, der auch seit jeher ein legendärer Teil der beliebten Flandernrundfahrt ist. Stilistisch handelt es sich um ein Blonde Bier mit einem Alkoholgehalt von 6,6%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es ist sehr fruchtig. Ich rieche Apfel und Birne, aber auch etwas Honig. Es ist leicht getreidig.

Zum Geschmack: Im Antrunk ist es auch hier fruchtig, vor allem nach Apfel wie ich finde aber auch Birne kommt dazu, Außerdem ist da eine dezente Herbe zu spüren. Der Abgang ist sehr harmonisch und aromatisch komponiert. Es hat aber auch eine bestimmt hopfige Note am Gaumen, die zunächst leicht bitter prickelt, bevor die süßlichen Noten freigegeben werden. Im weiteren Trinkverlauf ist es dann eher bitter und und nur noch leicht süßlich. Es nimmt immer mehr an Geschmack ab und wirkt irgendwie auch leicht seifig gegen Schluss.

Zum Fazit: Das Bier ist im Antrunk recht gut zu trinken, jedoch finde ich es gegen Ende wirklich auch etwas schwach. Für belgische Verhältnisse ist es eher ein wenig enttäuschend und daher bekommt es nur 3 Sterne.

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Ch’ti Blonde

Man kann zum heutigen Tag des deutschen Bieres auch einmal etwas neues, anderes wagen, so wie in meinem Fall etwa das trinken eines Bieres, welches nicht aus Deutschland kommt sondern aus Frankreich. Gebraut wird das Ganze von der Brasserie Castelain aus Benfontain, hoch im Nordwesten Frankreichs gelegen. Die Lage der Brauerei verhalf auch den Ch’ti Biere zu ihrem Namen, den als Ch’tis werden schon seit jeher wegen ihres Dialekts die Einwohner jener Gegend Nordwestlich von Paris bezeichnet. Erstmals 1979 wurde das Ch’ti Blonde, mein heutiges Testbier gebraut. Der Alkoholgehalt liegt bei 6,4%.

Zur Optik: Ein dunkelblondes Bier. Der Schaum ist so mittelprächtig und es ist klar filtriert.

Zum Geruch: Es riecht zunächst leicht alkoholisch und irgendwie ein wenig künstlich, aber auch leicht getreidige Noten kommen durch.

Zum Geschmack: Im Antrunk ist es leicht süßmalzig und im Abgang dafür ein wenig prickelnder und herb. Man schmeckt das leicht weizige süßliche und es erinnert ein wenig an Kandiszucker. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein nicht so ganz rundes Trinkvergnügen, bei dem vor allem ein immer wieder leicht metallischer und bitterer alkoholischer Beigeschmack mitschwingt.

Zum Fazit: Mich überzeugt das Bier nicht so ganz, dafür ist es in gewissen Punkten einfach zu alkoholisch. ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen.

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Roman Gentse Strop

Mit dem Gentse Strop habe ich im heutigen Test wieder ein Bier, das eine Geschichte zu erzählen hat. Denn den Namen hat mein heutiges Bier vom Wiederstand der Einwohner Gents gegen die Habsburger Herrscher vor Ort. Zur Demonstration seiner Macht zwang Kaiser Karl die stolzen Bürger Gents mit einer Art schlinge um den Hals, den sogenannten Strops, umherzulaufen. Als Zeichen des Wiederstands hat sich dieses Symbol bis heute erhalten und wird bei zahlreichen Festlichkeiten getragen. Das Gentse Strop selbst ist ein Bier mit einem Alkoholgehalt von 6,9% und wird von der Brauerei Roman hergestellt.

Zur Optik: Ein trübes bernsteinfarbens Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein kräutrig getreidiges Aroma in der Nase. Ansonsten ist es eher geruchsneutral.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es sehr herb und auch bitter am Gaumen. Es bleibt aber doch recht geschmacksneutral zunächst. Es ist leicht herb am Gaumen und irgendwie sehr kräutrig, Nach Wermut oder ähnlichen schärferen Kräutern, wie Koriander und eine leichte Minze.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen. Ich finde es einfach geschmacklich ein wenig flach. 

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Inselbrauerei Baltic Ale

Von der Rügener Inselbrauerei hat es im heutigen Test mal wieder ein Bier zu mir geschafft. Dieses Mal dreht sich der Test um das Baltic Ale, einem belgian style Pale Ale mit einem Alkoholgehalt von 7,5%.

Zur Optik: Ein mitteltrübes, orangenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht zuckriges aber auch pappiges Aroma. Man hat auch die Noten von Traube und etwas Frucht

Zum Geschmack: Der erste Eindruck ist sehr urig und kernig mit einem klaren zuckrigen nach Traubenzucker erinnernden Geschmack. Auch der weitere Trinkverlauf ist traubig hrfig. Dazu ist es ein fruchtig zitroniges Bier, welches an ein begisches blondes erinnert, so wie es auch im Stil beschrieben wurde. Es nicht so intensiv wie ein Tripel aber passt sehr gut für ein Bonde.

Zum Fazit: Für ein Blonde ganz gut. Es hat teilweise auch ganz leichte Anflüge von Sekt und Champagner. Insgesamt ist es mir aber roch eine Spur zu lasch, verdient sich aber gute 3 Sterne.

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Gruibinger Venus

Im heutigen ersten Biertest habe ich dieses Mal wieder ein Bier der Gruibinger Lammbrauerei. Die Gruibinger Brauerei hat schon seit einiger Zeit eine eigene Craftbeerline von der ich schon das ein oder andere Bier getrunken habe. Nun folgt im heutigen Test nun die Venus. Die Venus ist ein kaltgehopftes blonde Ale mit einem Alkoholgehalt von 6,3%.

Zur Optik: Ein orangenes, naturtrübes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein fruchtiges Aroma mit leichtem tropischen Einfluss. Etwas Kiwi und Maracuja habe ich in der Nase.

Zum Geschmack: Auch hier ist das Aroma im Antrunk sehr süß und fruchtig und geht hier ganz klar in Richtung Maracuja und Sternfrucht. Es ist fast wie ein Multisaft, jedoch im ersten Eindruck fast ein bisschen zu süß. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein durchaus fruchtiges Bier, auch wen es etwas abnimmt. Ich finde dennoch, das die Kiwi ordentlich durchkommt.

Zum Fazit: Es hat wirklich etwas saftiges dieses Bier und die Fruchtaromen kommen wirklich sehr gut durch. Ich gebe dem Grbäu daher eine Wertung von 4 Sternen.

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Maredsous Blond

Im heutigen Biertest habe ich in der Verkostung wieder ein belgisches Exemplar, dem ich mich widme. Es handelt sich dabei mal wieder um eines der für Belgien so typischen Abteibiere. In meinem heutigen Fall ist es ein Bier der Abtei Maredsous nahe Namur. Obwohl in der Abtei selbst nie groß Bier gebraut wurde, entwickelte ein Mönch ein Bier, das er von einer Brauerei in der Umgebung in Lizenz brauen und vertreiben ließ. Inzwischen vom Großbrauer Duvel hergestellt sind die Markenrecht aber nach wie vor in Händen der Abtei. Das Blond ist das Bier meiner Wahl und ist stilistisch ein typisch belgisches Ale. Der Alkoholgehalt liegt bei 6%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, mitteltrübes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es ist etwas zitronig, aber auch kräutrig. Es erinnert teilweise an Kräuterbonbons, da auch so einen frische in der Nase ist. Dazu kommt Orange bzw. Orangenschale und etwas herb kräutriges.

Zum Geschmack: Auch im Geschmack ist es sehr erfrischend und irgendwie bestätigt sich hier der Geschmack von den Kräuterbonbons. Ich finde man hat einen ähnlich frischen Atem. Das ist irgendwie sehr komisch. Dazu kommt dieses kräutrig herbe auf der Zunge. eventuell etwas an Fenchel erinnernd, da man eine gewisse schärfe schon wahrnimmt.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen. man hat sehr schöne kräutige Noten die das Bier wunderbar schmackhaft machen.