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Raffo Lavorazione Grezza

Über den Brenner und die Alpen geht es zu meinem nächsten Bier, denn ich befinde mich nun in Italien, genauer gesagt in Apulien, dem „Absatz“ des italienischen Stiefels. Aus dem dort befindlichen Taranto, einer sehr alten und wirklich sehenswerten Stadt stammt das Birra Raffo. Die dortige Brauerei gibt es aber schon seit 1987 nicht mehr, als Eigentümer Peroni, der die Brauerei 1961 erwarb, beschloss die Produktion in Taranto einzustellen und nach Bari zu verlagern. So gibt es zwar die Brauerei Raffo nicht mehr, das Bier wird aber wenigstens weiterhin in Apulien gebraut. Dieser besondere Bezug zur Region drückt sich auch im nun vorgestellten Bier aus, dem Lavorazione Grezza, welches nur mit Getreide aus der Region Apulien gebraut wurde. Im Gegensatz zu vielen anderen Bieren wurde das Getreide hier zusätzlich auch nicht raffiniert. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,8%. Ebenso erwähnenswert sind hier auch das wunderschön gestaltete Etikett und die außergewöhnliche, extra für dieses Bier entworfene Flasche.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. De Schaum ist durchaus in Ordnung.

Zum Geruch: Getreidig brotg zeigt sich das Bier in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck wirkt das Bier sehr unspektakulär, fast schon etwas wässrig. Erst im Nachgang entfalten sich leichte Getreidnoten. Insgesamt wirkt das Bier im Körper aber nicht dünn, auch wenn es geschmacklich eher nicht so viel zu berichten gibt. Das Bier ist durchaus süffig und hat auch eine leichte Würzung am Gaumen, dennoch ist es eher mild. Man hat getreidige Noten und man schmeckt auch etwas den Mais heraus.

Zum Fazit: Ein Bier, das keinem weh tut. Hier hatte ich schon viel schlimmere italienische Biere aus Großbrauereien. Kann man im Italienurlaub durchaus auch mal trinken, in Deutschland gibt es allerdings bessere Alternativen. So gibt das von mir 3 Sterne.

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Oberschönenfelder Helles

Von den Bieren die die Zisterzienserabtei Oberschönenfeld bei der Ustersbacher Brauerei brauen lässt habe ich bereits das Dunkle vorgestellt. Im folgenden Test nehme ich nun seinen hellen Gegenpart unter die Lupe. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat keinen wirklich besonderen Schaum.

Zum Geruch: Einen leicht brotiger, ansonsten sehr nichtssagender Geruch den das Bier hier hat.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mir einem schönem runden Geschmack, dass auch durchaus ein etwas würzigen Abgang hat. Es hat ansonsten eine Malzsüße die typisch für ein Helles ist und mit einer leichten Honigsüße ausgestattet ist. Was mir am Bier aber eindeutig etwas fehlt ist die Kohlensäure, sodass es nach gewisser Zeit ein wenig schal schmeckt.

Zum Fazit: Ein mildes, feinwürziges Helles mit dezenter Malzsüße das niemandem weh tut. Kann man gut trinken und bekommt von mir wegen der fehlenden Kohlensäure 3 Sterne.

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Rhaner Export Dunkel

Dem bayerischen Wald sagt man so eine mystische Begebenheiten nach und im Dunklen sollen sich dort allerhand gestalten umhertreiben. Wie gut das ich im folgenden Test ein Dunkles aus dieser Region vorstelle, nämlich das Dunkle von der Brauerei Rhaner. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes rot bis dunkelbraunes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es ist ein Bier das schon sehr getreidig riecht und eine leichte Röstaromatik mitbringt.

Zum Geschmack. Ein Bier, das im Köper eher schlank wirkt. Insgesamt ist es im ersten Schluck durchaus lebendig und prickelnd im Mundgefühl. Es wirkt aber auf der anderen Seite auch leicht cremig. Am Gaumen hat es aber eine passende Würze, flankiert von leichten Röstaromen die bis in den Nachgang anhalten.

Zum Fazit: Ein wenig unspektakulär ist dieses Dunkle schon. Hier hatte ich andere dunkle Biere die geschmacklich noch intensiver sind. Dennoch ein solides Dunkles, das eine Wertung von 3 Sternen bekommt.

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Apostelbräu Rogg’s

Auch bei ihren Craftbieren setzt die Apostelbräu aus Hauzenberg in Niederbayern auf alternative Getreidesorten. So wird bei meinem folgenden Testbier, dem Roggs, wie man dem Namen entnehmen kann auch Roggen in der Malzmischung verwendet, die um Gerste, Weizen und Dinkel ergänzt wird. Die Brauart des Bieres ist obergärig, lässt sich stilistisch jedoch nicht eindeutig zuordnen, ich würde aber sagen das sie in Richtung eines Ales geht. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, rot braunes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr sehr malziges Aroma. Man hat einen richtig brotig schrotiges Geruch. Nussige Noten die man in der Nase hat und etwas torte mit Schokolade und leichte Fruchtnoten.

Zum Geschmack: Auch hier ein sehr getreidiges und süßliches Aroma. Man schmeckt deutlich heraus das hier nicht nur Gerste verwendet wurde. Die Kohlensäure ist schon sehr hoch dosiert und prickelt sehr arg, bzw. nimmt dem Bier schon viel Geschmack. Im weiteren Trinkverlauf hat man diesen malzigen Grundkörper der das Bier kräftig macht aber auch immer noch die Kohlensäure sodass es insgesamt gut spritzig wirkt. Im Nachgang kommen dann auch ins Zitrus gehende Fruchtnoten mit etwas Mandarine im Geschmack.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 3 Sternen. Mir ist es etwas zu malzig. Hier hätte ich schon gern noch mehr fruchtige bzw. hopfige Aromen gewünscht.

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Sierra Nevada Hazy Little Thing IPA

In meinem nächsten Biertest wird es wieder spezieller und auch internationaler. Aus den USA von Sierra Nevada Brewing habe ich im folgenden Test das Hazy Little Thing IPA. Im Gegensatz zu klassischen IPAs sind Hazy IPAs mehr auf fruchtige Aromatik als auf knackige Hopfenbittere fokussiert. In der Regel sind Hazy IPAs auch unfiltriert und werden alternativ auch als New England IPA bezeichnet. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 6,7%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein dezent fruchtiges Aroma. Angenehm und nicht zu überfordernd im Geruch.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein Bier das klar fruchtig, wenn auch etwas dezent, ist. Zusätzlich kommt im Gaumen auch eine gewisse Hopfenbittere, die sich jedoch gegenüber der Fruchtigkeit zurücknimmt. Geschmacklich wirkt es eher leichter und tatsächlich nicht so intensiv. Es ist auch leicht harzig und hat etwas von Grapefruit. Dazu prickelt die Kohlensäure sehr gut und macht das Bier für mich durchaus erfrischend. Im Nachgang ist das Bier durchaus obstig, jedoch ist es mir hier schon fast ein wenig zu süß geraten. Der Körper ist hier für den Alkoholgehalt wirklich zurückgenommen und es wirkt schlanker als es ist. Was die Fruchtaromen betrifft so ist es ein Mix tropischer Früchte (Mango, Maracuja, Ananas) mit eher säuerlichen zitrusartigen Fruchtnoten.

Zum Fazit: So richtig überzeugt hat mich dieses Bier nicht. Ich finde es insgesamt geschmacklich ein wenig schwach. Hier hatte ich von der Brauerei schon überzeugendere Exemplare. Für mich sind das 3 Sterne.

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Royal Export

Biere mit dem Namen Royal sind eine Marke der Royal Unibrew der Ursprung bei der ehemaligen Brauerei Ceres aus Arhaus in Dänemark liegt . Den Namenszusatz Royal tragen die Biere deshalb, weil die Brauerei seit 1914 offizieller Hoflieferant des dänischen Königshauses ist. 1976 schloss sich die Ceres Brauerei mit den Brauereien Thor und Urban zur Jyske Bryggerier zusammen, dem Vorläufer der heutigen Royal Unibrew. Diese entstand 1989 durch die Fusion von Jyske und Faxe.

Die Gruppe ist heute vor allem in Nordeuropa und im Baltikum aktiv und besitzt auch Brauereien in Norwegen, Lettland und Litauen. Die Marke Royal ist so etwas wie das überregional von allen Brauereien der Gruppe produzierte Bier, welches vor allem international vermarktet wird, wohingegen die Eigenmarken der Brauereien hauptsächlich regional vertrieben werden. Mein heutiges Testbier, das Royal Export wurde erstmals 1985 gebraut und gibt es in unterschiedlichen Versionen. Das besondere an diesem Bier ist nämlich, dass der Alkoholgehalt des Bieres zwischen 5,4 und 5,8% variiert, je nachdem für welchen Markt es produziert wird. Der Alkoholgehalt meines Bieres liegt bei 5,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidig brotiges Aroma habe ich in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit durchaus präsentem Körper, welches aber geschmacklich eher ein wenig zurückhaltender wirkt. Im Körper ist das Bier durchaus kräftig und hat eine gewisse getreidige Malzsüße im Abgang und ist auch etwas leicht herb. Es wirkt auf mich aber auch ein wenig pappig gegen Ende und ist etwas unausgewogen.

Zum Fazit: Man kann es schon trinken, ich finde es aber etwas unausgewogen und man sollte es durchaus schnell trinken. Von mir gibt das eine Wertung von 3 Sternen.

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Ketterer Helles

Für meinen nächsten Biertest geht es nach Hornberg in den Schwarzwald zur Familienbrauerei Ketterer. Von dieser habe ich heute ein Helles im Test, welches in Bio Qualität gebraut wurde und damit nur mit Zutaten aus kontrolliert ökologischem Anbau. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ich habe ein getreidig süßliches Aroma. Das leichte, feinsüßliche Aroma dominiert die Nase und hat einen ganz leichten Apfel und einen ganz leichten Hauch von Zitrone.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier, das leicht prickelt von dem ansonsten geschmacklich aber noch nicht so viel heraussticht und welches somit eher mild ist. Es ist nur ganz wenig süßlich, aber bis auf eine prickelnde Kohlensäure am Gaumen ist es schlank und eher dünn geschmacklich und in meinen Augen nur leicht malzig. Es ist aber auch nicht wässrig, jedoch fehlt mir etwas die Süße. Auch im weitern Trinkverlauf ist es ein Bier das eher unspektakulär ist, aber ganz gut zu genießen ist da es mild und süffig und nur eine leichte Malznote am Gaumen so eine ganz feine Hopfenwürzung aufweist.

Zum Fazit: Ein sehr süffiges Bier, das auf der anderen Seite aber auch sehr mild ist. Durch die lebendige und gut dosierte Kohlensäure wirkt es aber nie wässrig, sondern sehr süffig. Dennoch ist mir das geschmacklich ein bisschen zu wenig und ich vergebe daher 3 Sterne für dieses Bier.

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Zwettler Zwickl

Ins niederösterreichische Waldviertel zur Brauerei Zwettl, deren erste urkundliche Erwähnung auf das Jahr 1708 zurückgeht, führt mich mein nächster Biertest. Dieses Mal soll es das Zwickl von Zwettler sein. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein etwas brotiges Aroma, ansonsten hat man eher nicht besonders viel im Geruch, eventuell etwas leicht Zitrus.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das geschmacklich auf mich im ersten Eindruck eher nichtssagend daherkommt. Es hat einen ganz leichten Malzcharakter, ansonsten aber nicht wirklich viel zu bieten. Man einen etwas brotigen, karamelligen Abgang bei dem leichte Noten von Zitrus zu schmecken sind. Ich habe ein Bier mit schöner Malzaromatik und dann im weiteren Trinkverlauf keksigen leicht hefig würzigem Nachgang. Dieses etwas teigige bleibt auch im Mundraum hängen.

Zum Fazit: Ein solides Zwickl. Kann man trinken und tut auch keinem weh, ist aber auch nichts wirklich Besonderes, woraus sich eine Wertung von 3 Sternen ergibt.

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Winkler Export

Seit 1628 wird bei der Brauerei Winkler in Lengenfeld in der Oberpfalz schon Bier gebraut. Von der familiengeführten Privatbrauerei, die auch über Gasthof und Wellnesshotel verfügt verkoste ich heute das Exportbier. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, bernstein bis goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidig süßliches Aroma hat man hier in der Nase mit einem Hauch von Karamell.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck ist sehr würzig und zugleich erfrischend. Es hart eine gewisse Malzsüße, die mir am Anfang etwas zu sehr durchkommt und vor allem im Nachgang ein wenig zu penetrant ist. Im weiteren Trinkverlauf ergibt sich hier ein Bier, bei dem auch immer wieder leicht zuckrige auch an Gewürze erinnernde Noten durchkommen. Der Körper ist zwar kräftig, mir ist es aber etwas zu süßlich und der Hopfen könnte noch mehr zur Geltung kommen. Insgesamt hat man ein getreidig süßliches, strohiges Geschmacksprofil mit etwas Würze am Gaumen, wobei der süßliche Geschmack aber dominiert.

Zum Fazit: Mir ist das Bier insgesamt etwas zu süß. Ich überlege hier 2 Sterne zu geben, entscheide mich dann aber schlussendlich noch für 3 Sterne, da ich das Bier rückblickend betrachtet als durchaus süffig und auch kräftig mit leichter Würzung erachte. Es ist mir insgesamt aber einfach zu süß geraten, aber nicht so, dass ich es nicht trinken können würde.

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Stiegl Herbstgold

Der 1. September ist der meteorologische Herbstanfang. Passend dazu habe ich im folgenden Biertest auch etwas passendes für die Jahreszeit. Es handelt sich um das Herbstgold der Salzburger Brauerei Stiegl, welches von Ende August bis Oktober erhältlich ist. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat brotige Noten, aber auch leicht karamellige und etwas an Dörrobst erinnernde Nuancen.

Zum Geschmack: Ein sehr würziges Bier, mit einem fast schon etwas rostigem Abgang. Dieser ist aber auch leicht alkoholisch. Man schmeckt, dass man einen kräftigeren Malzkörper hat, jedoch wirkt dieser nicht so kräftig wie man zunächst zu denken vermag. Im Abgang hat es eine angenehme solide Würzung. Der alkoholische Eindruck ist zum Glück nur am Anfang und verschwindet mi der Zeit so dass es insgesamt ein vollmundiges und süffiges Bier ist, das dennoch teilweise etwas zu mild ist.

Zum Fazit: EIn solides, würziges Lagerbier. Man kann es durchaus trinken, jedoch ist hier im Gesamtgeschmack durchaus noch Potential nach oben. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.