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Loscher Zwickel Pils

In Franken ist die Brauerei Loscher fast schon eine der größeren Brauereien, auch wenn sie immer noch eine familiengeführte Regionalbrauerei ist. Aus ihrem kleinen aber feinen Biersortiment habe ich in meinem folgenden Biertest nun das Zwickelpils, also ein Pilsbier, welches nicht filtriert wurde. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ich habe ein hellgoldenes, leicht trübes Bier mit ordentlichem weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein etwas estriges, fruchtig-hopfiges Aroma zieht hier in meine Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein prickelndes Bier mit einer bitteren Note in Richtung Abgang, die durchaus harmonisch ist und auch im Nachgang bestehen bleibt. Es ist ein Bier, das dezent bitter ist und eine leichte Hefenote hat. Das Bier prickelt insgesamt ganz gut und wirkt sehr frisch. Der Hopfen hat im Abgang eine leichte Zitrusnote, verleiht dem Bier aber auch eine leichte Säure.

Zum Fazit: Mir schmeckt dieses Bier. Allgemein finde ich unfiltrierte Biere Pilsener Brauart durchaus ansprechend. Es ist süffig und diese leichte Säure im Abgang verleiht dem Bier einen gewissen Kick. Ich gebe ihm 4 Sterne.

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Kuchlbauer Gillamoos Bier

Am heutigen Montag den 2. September endet die Gillamoos, eines der größten Volksfeste in Bayern. Sie findet in Abensberg in der Hallertau statt und hat ihren Ursprung im Mittelalter in Verbindung mit der Ägidius Wallfahrt, zu Ehren des Heiligen Ägidius, der seinen Gedenktag am 1. September hat. Berüchtigt ist die Gillamoos auch für ihren politischen Frühschoppen, bei welchem die bayerische Politprominenz und geladene Gäste gerne zum Rundumschlag gegen die Konkurrenz ausholen. Auch der aktuelle Ministerpräsident Söder lässt sich dies nie nehmen, unter anderem lies er dabei heute Morgen kein gutes Haar an seinen politische Gegnern. Als eine der 3 Abensberger Brauereien ist auch die Kuchlbauerbrauerei mit der Kuchlbauer Festhalle auf der Gillamoos vertreten. Unter anderem dort kommt auch mein heutiges Testbier, ein speziell dafür gebrautes Festbier zum Ausschank. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,6%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, bernsteinfarbenes Bier. Ein wirklich ausgeprägter Schaum ist nicht vorhanden.

Zum Geruch: Es ist leicht hefig, ansonsten eher geruchsneutral.

Zum Geschmack: Ich hab ein Bier, das im ersten Moment eher nichtssagend ist. Der Körper wirkt kräftig und es ist auch ein wenig süßlich im Abgang. Ich habe ein Bier mit einem durchaus leicht prickelnden Kohlensäure. Der Körper ist präsent, aber nicht so malzig oder schwer, wie man es angesichts des Alkoholgehalt erwartet hätte. Gegen Ende wird das Bier fast ein wenig zu süßlich. Vor allem der Nachgang ist dann fast schon etwas störend, da das Bier dann auch alkoholisch schmeckt.

Zum Fazit: Naja das Bier ist solide, aber so richtig süffig finde ich es eigentlich nicht. Vor allem wird es etwas zu süß und leicht alkoholisch. Sehr frisch ist es ganz passabel, man sollte es also schnell trinken. Ich gebe dem Bier nochmal 3 Sterne aber Tendenz nach unten.

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Müllerbräu Festus

Die Müllerbräu aus Pfaffenhofen, mitten in der Hallertau, dem größten Hopfenanbaugebiet der Welt gelegen, ist eine traditionsreiche bayerische Privatbrauerei. Die Brauerei hat eine Tradition, die bis ins Jahr 1775 zurückreicht. Hier wird erstmals der Name Müller für die Hausbrauerei in der Pfaffenhofer Altstadt erwähnt. Das ehemalige Stammhaus der Brauerei ist heute das Hotel Müller mit Gasthof, welches ebenfalls zur Müllerbräu gehört. Das neue Sudhaus befindet sich etwas die Straße runter und hier wird das Konzept einer gläsernen Brauerei verfolgt. Man kann mitten im Sudhaus, in dem sonst die Biere gebraut werden essen und auch das frisch gebraute Bier direkt vor Ort verkosten. Das erste Bier, das ich nun im Blog von Müllerbräu verkoste ist das Festus, ein Kellerbier mit einem Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, orangenes Bier. Es hat einen durchaus passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat ein Bier mit einem leicht fruchtigen Einschlag, der etwas an Orange oder Mandarine erinnert.

Zum Geschmack: Ich habe ein durchaus kräftiges Bier mit einem erstaunlich fruchtig frischen Abgang. Dazu prickelt es gut, was die Kohlensäure anbelangt und sorgt dafür das es süffig ist und man Lust auf den nächsten Schluck bekommt. Das Bier hat eine sehr schöne Rezenz und vor allem auch einen süßlich fruchtigen Abgang und wirkt sehr frisch.

Zum Fazit: Ein gutes Kellerbier, das überraschend fruchtig hopfig ist. Es hat auch etwas an Bittere, diese ist jedoch nicht so bestimmend für den Geschmack. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Bischofshof Regensburger Premium

Das Regensburger Premium Lager, neuerdings auch als Helles zu haben, ist das nächste Bier, welches ich auf meiner Testagenda habe. Gebraut wird es von der Brauerei Bischofshof. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein süßliches und vor allem getreidiges Aroma. Es ist sehr brotig mit leichten süßlichen Noten.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es auch hier ein sehr bortiges Bier mit einem Aroma, was im Abgang brotig, aber auch leicht tostig ist und Plätzchenteig erinnert. Es hängt leicht am Gaumen. Auch im weiteren Trinkverlauf hat man ein Bier mit brotig süßlichen Noten, dem aber gegen Ende die Kohlensäure abgeht und es so ein doch eher zähes Trinkvergügen wird, das mit zu lange am Gaumen hängt und schon etwas lack wirkt.

Zum Fazit: Mir fehlt beim Bier eindeutig die Kohlensäure. Am Anfang ist sie noch etwas da, jedoch tritt sie gegen Ende immer mehr in den Hintergrund, bis das Bier irgendwann nur noch schwer zu trinken ist. Von mir gibts hier nur 2 Sterne.

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Arolser Alt Waldecker Dunkel

Das Fürstliche Hofbräuhaus Arolsen ist bzw. war die älteste Brauerei Hessens. Die Gründung erfolgte Überlieferungen nach bereits im Jahre 1131 als Braustätte des Klosters Aroldessen, von dem man annimmt, das hier bereits seit der Gründung Bier gebraut wird. Nach der Säkularisierung des Klosters wurde die Brauerei, die sich direkt neben dem Residenzschloss der Waldecker Grafen befindet von diesen an verschiedene Privatleute verpachtet. Da es gleichzeitig auch für den Fürstenhof das Tafelgetränk lieferte, darf es sie das Präfix Hof verwenden. 1910 wurde die Brauerei schließlich an Heinrich Brüne verkauft, dessen Familie die Brauerei bis zum Jahre 2014 führte. Danach schloss das Brauhaus seine Pforten. Das Bier gibt es aber weiterhin und wurde bis Anfang des Jahres von der Allersheimer Brauerei und nach deren Fusion mit der Westheimer Brauerei werden die Biere nun dort gebraut. Das Arolser Alt Waldecker Dunkel ist eine Reminiszenz an die Heimatregion des Bieres, das Waldecker Land in Nordwesthessen, das sich auf das kleine Fürstenturm des Hauses Waldeck gründete, welches bis zum Ende des Kaiserreichs bestand hatte. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein blickdichtes dunkelbraunes Bier. Der Schaum ist sehr sehr üppig.

Zum Geruch: Eine sehr sehr schokoladig malziges Aroma, das wirklich sehr intensiv riecht.

Zum Geschmack: Ich habe ein durchaus würziges Bier, das gar nicht so schokoladig schmeckt, wie der Geruch suggeriert. Es ist etwas süßlich, im Grunde genommen aber auch sehr sprudelig bzw lebendig. Die süßliche Note kommt erst im Abgang zum tragen, wenn die Kohlensäure etwas verflogen ist. Gegen Ende wird das Bier etwas süßlicher und hat dann auch etwas schokoladiger. Man hat auch würzig brotige Noten und man kann es sehr gut trinken.

Zum Fazit: Ich finde ich habe ein durchaus gutes Dunkles Bier. Die Aromen könnten intensiver sein, aber gegen Ende, wenn die Kohlensäure nicht mehr so viel prickelt, ist das Bier wirklich angenehm zu trinken und zeigt auch schöne schokoladige Ansätze. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Palmbräu Das Original

Ein naturtrübes Bio Pils mit regionaler Gerste, das Palmbräu Original ist wirklich ein Original. Die Palmbräu befindet sich in Eppingen, im Herzen des Kraichgaus in Nordbaden und gehört der Familie Scheidtweiler, der u.A. auch das Brauhaus Pforzheim gehört. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hefig hopfiges Aroma, das leichte teigige Noten und etwas Zitrusaroma hat.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier, das hefig und zugleich aber auch etwas hopfig ist. Es wirkt etwas schleimig-schmierig. Es ist ein Bier mit einer eher hefigen Struktur und leichten Zitrusnoten. Das hopfige eines Pilsbieres kommt wie ich finde nicht ganz so durch.

Zum Fazit: Ein ganz nettes Bier, das durchaus urwüchsig und kernig schmeckt. Für ein Pils könnte mir das Bier aber doch noch eine Portion hopfiger sein. So bekommt es von mir 3 Sterne.

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Haller Löwenbräu Hell

Auch die Löwenbrauerei aus Schwäbisch Hall hat in ihrem Sortiment ein Helles. Dies gibt es erst seit ein paar Jahren, seitdem immer mehr Brauereien an der wachsenden Beliebtheit des milderen Lagerbieres mitverdienen wollen. So gab es in den letzten Jahren eine Fülle von neuen Bieren, die mehr oder weniger an die populäre bayerische Biersorte angelehnt sind. Nun also das Helle aus Hall, überzeugt es oder verschwindet es in der Masse der Hellen Biere, das soll der folgende Biertest aufklären. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein brotig getreidiges Aroma habe ich in der Nase.

Zum Geschmack. Im ersten Eindruck habe ich ein Bier, das geschmacklich eher ausgeglichen und recht leicht ist. Es ist etwas bitter am Gaumen und hat eine leichte Hopfenwürze. Der Körper des Bieres ist schlank, dennoch hat es einen angenehmen leicht süßen Malzgeschmack. Dieser ist aber nicht zu süß, sondern wird von einer gut dosierten Kohlensäure gut im Zaun gehalten. Das Bier hat einen leichten Hopfenansatz. Dazu ist es sehr süffig und wirkt nicht zu wässrig. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier mit leichter Getreidenoten, überhaupt nicht zu süß, leicht kernig-süffig, aber erfrischend und süffig.

Zum Fazit: Ja hier handelt es sich um ein wirklich gelungenes Helles Lagerbier. Schön ist, dass es nicht zu süß ist wie einige andere Helle und vor allem ist es sehr frisch und süffig mit angenehmer Hopfenwürze und belebender Kohlensäure. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Arcobräu Schloss Dunkel

Aus der niederbayerischen Gemeinde Moos kommt zu später Stunde noch ein weiterer Biertest. Es handelt sich um das Schloss Dunkel der Arcobräu. Die Arcobräu hat sich inzwischen durch die Übernahme einiger regionaler Brauereien zu einer kleinen lokalen Brauereigruppe entwickelt und ist eine der größten Brauereien in Niederbayern. Sie ist dabei immer noch in Besitz der Adelsfamilie Arco-Zinneberg, die auch im Schloss, das der Schlossbrauerei ihren Namen gibt residiert. Das Schloss Dunkel, das ich nun vorstellen werde kommt auf einen Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes braunes Bier. Es hat einen ganz passablen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein toffeeartiger, leicht schokoladiger Geruch.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier mit einem leicht süßlichen Beigeschmack. Das Bier ist leicht toastig und etwas süßlich, röstig aber insgesamt eher dezent. Dennoch finde ich das Bier insgesamt aber fast eher ein bisschen nichtssagend und der Geschmack ist nicht so intensiv wie es bei guten Dunkelbieren der Fall ist.

Zum Fazit: So richtig überzeugt mich dieses Dunkelbier nicht. Ja man schmeckt etwas röstiges und vor allem auch süßmalzige leicht schokoladige Noten. Mir ist das Bier aber zu dezent und zu mild und so gibt es gerade bei dunklen Bieren doch deutlich geschmacksintensivere Alternativen. Ich gebe hierfür 3 Sterne.

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Berg Bräumeister Pils

Das Bräumeister Pils der Berg Brauerei aus Ehingen ist ein Pils, das es mit dem Hopfen wirklich ernst meint. Ganze 4 Hopfensorten werden beim Brauen verwendet, darunte drei aus dem lokalen Anbaugebiet Tettnang sowie eine aus der Hallertau. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein wie zu erwarten blumig hopfiger Geruch. Dazu ist es etwas teigig-getreidig. Mit Abstrichen hat man noch leichte Zitrusnoten.

Zum Geschmack: Ein hopfig frisches Bier, welches mit einer gewissen Herbe sehr schön prickelt. Vor allem im Abgnag wird es dann sehr herb und teilweise trocken. Dennoch hat es auch blumig grasige Noten im Geschmack nd ist nicht einfach nur bitter. Der Mlzkröper ist nur leicht zu schmecken und ansonsten ist das Bier schlank und spritzig. Der Hopfen ist nicht unbedingt fruchtig dafür aber knackig herb und grasig.

Zum Fazit: Das Bier ist wirklich ein Highlight unter den Pilsbieren und man merkt an der Hopfung, das dem Braumeister ein gutes Pils am Herzen liegt. Es hebt sich definitiv von anderen Pilsbieren ab, da man hier den Hopfen wirklich schmeckt und dieser zudem noch frisch und natürlich wirkt. Von mir gibts 5 Sterne.

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Härtsfelder Bügel

Das kühle Blonde mit dem Plopp. Der Härtsfelder Bügel ist das einzige Bier der Brauerei Hald, das in die namensgebende Bügelverschlussflasche gefüllt ist. Geografisch bin ich mit meinem ersten Biertest also auf dem Härtsfeld an der Ostalb angelangt. Stilistisch ist das Bier ein Exportbier, das auf einen Alkoholgehalt von 5,2% kommt.

Zur Opthik: Ich habe ein hellgoldenes, klar filtrierts Bier. Es hat eine schöne weiße Schaumhaube.

Zum Geruch: In der Nase habe ich ein getreig frisches Bier mit einer aber auch irgendwie leicht pappoigen riechenden Note.

Zum Geschmak: Der erste Eindruck ist der eines getreidig frsichen Biers, welches aber ein wenig unpassende leicht ledrig wirkende Aromen aufweist. Insgesamt wirkt das Bier aber doch sehr rund, jedoch scheckt es ab und ab ein wenig ledrig. Auch im weiteren Trinkverlauf bleibt das Bier ein malziges Exportbier, das aber schon ein wenig eindimensional ist wie ich finde.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 3 Sternen. Man kann das Bier wirklich gut trinken, aber ich finde es ein wenig eindimensional. Es ist ungefähr ähnlich wie andere Exportbiere und hebt sich nicht sonderlich ab. Dazu ist es etwas ledrig.