Veröffentlicht in 4-Sterne

Bernard Svatecni Lezak 12°

Von Franken springe ich über die östliche Landsgrenze nach Tschechien. Über die dortige Biertradtion habe ich in vorangegangenen Berichten schon das ein oder andere Wort verloren. Auch über die Brauerei Bernard, die sich im südlichen Teil Zentraltschechiens befindet habe ich schon einmal geschrieben. Sie ist eine der größeren Brauereien im Land und gehört zur Hälfte der belgischen Familienbrauerei Duvel. Die andere Hälfte befindet sich in Privatbesitz. Bernard ist zudem eine der wenigen Brauereien außerhalb Deutschlands, die ihre Biere größtenteils in Bügelverschlussflaschen abfüllt. Das Svatecni Lezak ist eines der Standardbiere der Tschechen und kommt auf einen Alkoholgehalt von 5%.

Zur Optik: Ein leicht trübes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ich empfinde es als ein eher geruchsneutrales Bier. Es hat ein bisschen brotige Noten.

Zum Geschmack: Ein sehr fruchtiges Aroma, das gleichzeitig aber ordentlich herbe Noten am Gaumen hat. Sehr schön finde ich diese leichten Apfelnoten die man hat. Vor allem im Nachgang setzten sich diese fest. Dazu kommen bittere Hopfennoten, gepaart mit leicht getreidigen Noten. Insgesamt wirken die hopfigen Noten am Gaumen auf mich sehr harzig. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein sehr abwechslungsreiches und vor allem sehr würziges Bier.

Zum Fazit: Ein würziges, hopfenbetontes Bier, wie man es aus Tschechien gewohnt ist. Hier wurde der Hopfen gut eingesetzt. Es isngesamt ein wenig urwüchsiger und hat klare Kanten. Dafür ist es nicht ganz so aromatisch wie manch anderes hopfiges Gebräu. Mir hat es aber geschmeckt, denn dieses Bier bringt definitv eine gute Portion Geschmack mit. Das gibt 4 Sterne.

Veröffentlicht in 2-Sterne

Weissenoher Eucharius Pils

Jetzt wirds mal wieder fränkisch. Mein nächster Biertest dreht sich um das Eucharius Pils der Klosterbrauerei Weissenohe. Ort und Kloster befinden sich im Landkreis Forchheim am südlichen Rand der fränkischen Schweiz. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein im Geruch doch vorzugweise hopfiges Bier.

Zum Geschmack: Ein herb frisches Bier. Im Mittelteil hat man getreidige Noten, die von einem Hopfenanflug umspielt werden. Die Kohlensäure ist sehr gut dosiert und verleit dem Bier eine angenehme Spritzigkeit. Im Abgang ist es ein wenig schmierig mit diesen leicht säuerlichen, estrigen Noten, die auch etwas erdiges an sich haben. Diese empfinde ich leider als unpassend und sie harmonieren nicht mit der Hopfenbittere. Irgendwie finde ich, passt das Ganze hier nicht so recht zusammen. Ja das Bier hat Charakter und ist würzig, aber irgendwie wirkt es für mich einfach nicht ausgeglichen und ich finde diese malzigen Noten, die sich leider recht hartnäckig am Gaumen festsetzt zu dominant und teigig.

Zum Fazit: So gut die meisten anderen Biere aus dem Kloster auch sein mögen, dieses Bier überzeugt mich leider gar nicht so richtig. Es ist irgendwie leicht seifig schmierig und auch für ein Pils viel zu malzig und teigig. Dazu kommt dieser erdige Nachgang. Was das Bier rettet, ist das es eine gute und wahrnehmbare Hopfenbittere hat, die sich schön um den Gaumen schmiegt. Insgesamt empfinde ich das Bier aber als unausgewogen. Ich gebe ihm 2 Sterne.

Veröffentlicht in 2-Sterne

Biermanufaktur Engel Bock Dunkel

Neben Festbieren haben in der dunklen Jahreszeit auch Bockbiere wieder Saison. Von der Biermanufaktur Engel aus Crailsheim habe ich die dunkle Starkbierversion heute bei mir im Test. Der Alkoholgehalt liegt bei 7,2%.

Zur Optik: Ein rotbraunes, klar filtriertes Bier. Es hat einen cremigen, leicht bräunlich angehauchten weißen Schaum.

Zum Geruch: Röstige Aromen hat man in der Nase. Dazu kommt dieser brotige und etwas grünlich erdige Geruch. Etwas Lakritze ist zusätzlich noch dabei.

Zum Geschmack: Ein komischer erster Eindruck. Im Antrunk finde ich es ein wenig alkoholisch bitter, bevor dann etwas röstige Noten kommen, die im Abgang in cremige, süßliche Noten übergehen, die Ansätze von Milchschokolade haben. Irgendwie mache diese aber eher einen etwas buttrigen Eindruck. Auch im weiteren Trinkverlauf empfinde ich das Bier irgendwie ein wenig zu süßlich und immer mit einer mit so einer alkoholisch wirkenden Note im Abgang.

Zum Fazit: So richtig warm werde ich mit dem Bock nicht. Auf der einen Seite empfinde ich ihm schon als ein wenig zu süß. Auf der anderen Seite kommt im Abgang eine Bitter hinzu dir mir ein wenig zu alkoholisch ist. Ich gebe dem Bier 2 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Maxlrainer Festbier

Ab November, eigentlich auch schon ab Ende Oktober beginnt wieder die Saison der Weihnachts- und Winterbiere. Wenn im Supermarkt schon ab September wieder das Weihnachtsgebäck in den Regalen liegt, so kann ich es mir an dieser Stelle auch erlauben, Anfang November die Festbiersaison einzuläuten. Ich mache dies mit dem Festbier der Schlossbrauerei Maxlrain, das einen Alkoholgehalt von ordentlichen 5,8% hat.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr brotiges und getreidiges Aroma. Es kommt eine gewisse Malzsüße durch.

Zum Geschmack: Das Bier hat ein getreidig würziges Aroma, welches aber auch eine gewisse wässrige Komponente aufweist. Im Antrunk ist es würzig mit einer aufkeimenden Kohensäure. Im weiteren Trinkverlauf entfaltet sich dann immer mehr eine schöne Malznote, die karamellige Nuancen hat. Gekrönt wird das ganze von einem feinwürzigen Abgang.

Zum Fazit: Ist das Bier zu Beginn noch etwas fad, entfaltet es im weiteren Trinkverlauf immer seine volle Pracht. Das verleitet mich auch dazu dem Bier eine Wertung von 4 Sternen zu geben.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Schinner Kellerbier

Biere der Marke Schinner kann man hauptsächlich in den vielen Fristo Getränkemärkten erwerben. Selbst braut die Brauerei Schinner alias Bürgerbräu Bayreuth ihre Bier schon längst nicht mehr. Sie werden in Neuhaus von der Kaiserbräu produziert. Henrich Schinner, ein Spross der Brauerfamilie Schinner vertreibt die Biere deutschlandweit mit Erfolg. So gibt es nach wie vor ein breites Sortiment an Schinnerbieren, wie zum Beispiel auch das Kellerbier. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,4%.

Zur Optik: Ein rotbraunes, naturtrübes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum, der jedoch sehr schnell wieder verschwindet.

Zum Geruch: Das Bier hat einen sehr intensiven brotigen und getreidigen Geruch. Auch riecht es leicht karamellig.

Zum Geschmack: Ein sehr interessantes Bier, bei dem vor allem die malzigen Noten sehr aufallen. Es ist etwas ungewohnt röstig und  durchaus auch herb würzig. Ich mache sogar leichte Rauchnoten und somit auch etwas das an Schinken erinnert aus. Im großen und ganzen hat man aber ein kräftig getreidiges Bier mit Karamellnoten und einem würzigen Abgang, der das ganze Bier sehr urig erscheinen lässt.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen. Es ist wiklich gar nicht so schlecht und ich empfinde es als ein urig würziges Kellerbier, das dazu noch wirklich süffig ist.

Veröffentlicht in 2-Sterne

Marstons Pedigree

Pedigree. Bei diesem Namen denken die meisten doch zunächst einmal an Hundefutter. Aber Bier? In England dürfte dies wohl ein klein wenig anders aussehen, den Pedigree ist eines der Flaggschiffe der Martsons Brewery aus Burton upon Trent, einer der größten im gesamten Vereinigten Königreich. So ist das Pedigree auf der Insel weit verbreitet und in vielen der über 1000 zur Brauereigruppe gehörenden Pubs erhältlich. Seit 2024 gehört überigens ein Teil der Marstons Brewing Company, 40% um genau zu sein, zum dänischen Brauriesen Carlsberg. Stilistisch ist das Bier ein Amber Ale und wie für englische Ales üblich ist der Alkoholgehalt mit 4,5% eher geringer als man dies in Deutschland kennt.

Zur Optik: Ein rot bis kupfernes, leicht trübes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein fruchtig beeriges Aroma hat man in der Nase. Ich habe vor allem Brombeere und Johannisbeere. Dazu kommen röstig angehauchte Malznoten.

Zum Geschmack: Ein harzig hopfiger Geschmack, bei dem auch die zu riechenden beerigen Aromen eine Rolle spielen. Man hat eine prickelnde Kohelnsäure, die fast ein wenig zu viel ist. Der Körper ist da aber einigermaßen schlank und so ist das Bier auch leicht wässrig. Im weiteren Trinkverlauf hat man ein Mix aus herben und etwas röstigen Malznoten. Hintenherraus verliert das Bier aber etwas von seinem Geschmack und wird immer ein wenig mehr geschmacksloser.

Zum Fazit: Ich weis nicht. Ein wenig fad ist das Bier schon. Es hat durchaus röstige Noten und auch eine etwas trockene Hopfenbittere am Gaumen. Insgesamt fehlt es dem Bier aber vor allem an Substanz und Körper. Von mir gibt es daher auch nur 2 Sterne, auch wenn das an dieser Stelle vielleicht ein bisschen zu hart ist.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Saint Pierre Ambree

Das Elsass ist, wenn man so will eine Bierinsel im Weinland Frankreich, wobei auch im Nordwesten Franreichs gerne zum Bier gegriffen wird. Im Elsass schlägt aber das Herz der französischen Bierindustrie. Genauer gesagt befinden sich die meisten großen Brauereien Frankreichs in der Region, speziell im Großraum Straßbourg. Aber auch der Hopfenanbau hat im Elsass Tradition. Neben den großen Elsässer Marken wie Fischer, Kronenbourg oder Meteor gibt es auch eine Reihe kleiner Craftbrauereien. So wie die Brasserie Saint Pierre. Von dieser gibt es heute das Ambree, eine eher dunkleres bis rötliches obergäriges Bier. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,4%.

Zur Optik: Ein orangenes, naturtrübes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Sehr fruchtige Töne, vereint mit leicht nussigen. Dazu hat man ein wenig beerige Noten und etwas leicht blumiges.

Zum Geschmack: Sehr spritzig und mit einem Hauch von Zitrus präsentiert sich der erste Eindruck. Einen sehr hohen Kohelsäureanteil hat das Bier zusätzlich, was sich auch in der Spritzigkeit bemerkbar macht. Irgendwie hat es ein wenig nussige Eindrücke oder auch Maronen. Im Hals ist es ein wenig kratzig. Es ist auf jeden Fall ein hopfig spritziges Bier. Jedoch fehlt ihm ein wenig die Geschmackstiefe, was auch an der Kohlensäure liegt. Insgesamt bringt das Bier auch eine leichte Säure mit die sich gut mit dem Zitrusaroma ergänzt.

Zum Fazit: Ein interessantes Bier, das vor allem sehr lebendig und spritzig ist. Leider nimmt die Kohlensäure aber auch etwas vom Geschmack des Bieres weg. Dennoch gibt es von mir 4 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Keiler Weissbier

Auch am heutigen Tage habe ich einen Testbericht über ein Weissbier. Dieses mal jenes der Marke Keiler Bier. Die Biere der ehemaligen Brauerei aus Lohr am Main, werden nun seit einigen Jahren in Würzburg von der Hofbräu gebraut und vermaktet. Einen gewissen Kultstatus haben die Bier mit biertrinkenden Keiler im Logo dennoch nach wie vor. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein bernsteinfarbenes, bis fast schon leicht bräunliches Bier. Es ist naturtrüb und hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Hier dann auch ein leicht schokoldiger röstiger Geruch. Etwas Pflaume und Banane komme noch hinzu.

Zum Geschmack: Ein eher kernig grobes Bier, mit einem leicht fruchtig bananigen Abgnag, der eine kurz anklingene Röstnote im Nachgang folgen lässt. Im Abgng ist es bisweilen noch ein wenig herb am Gaumen mit leichter Nelkennote. Der Körper ist durchaus präsent und kräftig und das Bier wirkt nicht unbedingt schlank. Die Kohlensäure ist ganz passabel dossiert. Insgesamt ist es geschmacklich aber ein wenig zurückhaltend.

Zum Fazit: Ein durchaus schmackhaftes Bier. Aber auch ein wenig langweilig. Überrascht bin ich über die leichte Röstnote. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

Veröffentlicht in 5-Sterne

Weisse Elster Pilsner

Die Weisse Elster ist ein deutscher Fluss, der unter anderem auch Leipzig durchfließt. Hier ist auch der Sitz eines 2014 gegründeten Craftbeerstartups selbigen Namens. Diese haben ein Pale Ale und ein Pils im Sortiment. Das Pale Ale habe ich vor einigen Jahren schon verkostet, daher widme ich mich heute dem Pils. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein matt goldenes Bier mit orangenem Stich. Es ist naturtrüb und hat eine schöne weiße Schaumhaube.

Zum Geruch: Eine leichte Fruchtigkeit mit Zitronen und Orangennoten hat man in der Nase, diese kitzeln diese auch leicht. Vor allem die orange aber auch etwas Apfelsine ist sehr gut getroffen.

Zum Geschmack: Ein geschmacklich doch sehr herbes Bier, das auf der einen Seite eine gute herbe Bittere im Abgang vereint, aber dennoch nicht trocken und kratzig im Hals wirkt, sondern unsterstützt von einem feinen Malzbett samtweich den Hals hinunter gleitet. Aber auch ein kleine wenig Fruchtigkeit kommt hinzu, jedoch wird der Geschmack von den herben Noten dominiert.

Zum Fazit: Ein etwas anderes, dafür aber wie finde sehr geschmackvolles Bier. Es wirkt zwar im ersten Moment etwas rustikal und nicht ganz rund wie so manches Industriepils, aber das verleiht dem Bier auch einen gewissen Charme. Es hat Fruchtigkeit, eine ordentliche Portion Hopfenbittere und dazu aber auch feines Malzbett, das gut eingearbeitet ist. So wirkt der Nachgang auch nicht zu trocken im Hals. Ich gebe dem Bier die Höchstnote von 5 Sternen.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Stiegl Pils

Von der Salzburger Stieglbrauerei habe ich im folgenden Test das Pils. Im Gegensatz zu Deutschland ist das Pils in Österreich nicht ganz so verbreitet und Märzen und Hellbiere deutlich beliebter. Dennoch haben die meisten Brauereien aber auch ein Pils im Sortiment wie auch Stiegl, Österreichs größte Privatbrauerei. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht hopfiges, ansonsten eher geruchsneutrales Bier.

Zum Geschmack: Man hat ein Bier, das vom ersten Schluck an ein sehr hopgies, fast schon bitteres Profil ha. Auch im Nachgang bleibt dieses Aroma gut bestehen. Der Hopfen ist insgesamt aber sehr aromatisch, fast schon floral und nicht wirklich herb und der Nachgang bleibt einigermaßen pasabel und eher süßlich als herb.

Zum Fazit: Ein gutes, aromatisches Pils. Es reiht sich geschmacklich eher in die Riege der Süddeutschen Pilsbiere ein und ist eher floral als wirklich trocken herb. Dieses feinbittere, blumige Hopfenaroma gefällt mir aber sehr und so gibt es von mir 4 Sterne.