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Stolz Weihnachtsbier

In nicht einmal einer Woche ist bereits der heilige Abend und damit findet die Weihnachtszeit wieder einmal zu ihrem unvermeidbaren Höhepunkt. Deshalb werde ich im nächsten Biertest auch wieder ein Weihanchtsbier verkosten. Dieses Mal aus dem Allgäu, besser gesagt aus Isny. Von der dort ansässigen Brauerei Stolz werde ich das Weihnachtsbier im folgenden Beitrag genauer unter die Lupe nehmen. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein platinfarbenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein schön malziges Aroma. Es hat ganz leichte karamellige Noten, das malzige ist aber dominant.

Zum Geshcmack: Ich habe ein Bier das gut prickelt. Mir ist das aber fast ein wenig zu viel und so kann sich der Geschmack des Bieres zu Beginn leider noch nicht vollständig entfalten. Wenn der Geschmack dann etwas besser zur Entfaltung kommt hat das Bier ein gewisses karmelliges Grundaroma, das sich mit den malzigen Noten ergänzt. Diese leicht karamelligen Noten kommen aber erst im Nachgang so richtig zu tragen und setzen sich im Mundraum auch etwas fest. Über den ganzen Trinkverlauf wird das Bier von einer sehr lebhaften Kohelnsäure begleitet, die leider eine zu intensive Ausbreitung der Aromen ium Mundraum nicht so recht zulässt.

Zum Fazit: Für ein kräftiges Weihnachtsbier ist mir dieses Bier einfach zu spritzig. So recht passt die Kohlensäure nicht zum kröftigen Malzkörper. Schade eigentlich, denn wenn dieser durchkommt hat man ein Malzaromatische Bier mit ansprechender Karamellnote im Abgang. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Branik Svetly

In meinem nächsten Biertest nehme ich euch mit nach Tschechien. Die Brauerei Branik wurde im Jahre 1899 als Genossenschaft von kleinen Prager Brauern und Wirten gegründet. Durch den Zusammenschluss erhofften sie sich Kapazitäten zu bündeln und mit Hilfe modernster Technik im großen Stil Bier brauen zu können, um die Versorgung ihrer Gasthöfe sicherzustellen und die vermehrte Nachfrage nach Bier aus der goldenen Stadt zu befriedigen. Die Brauereigründung war ein voller Erfolg und man brachte es innerhalb kürzester Zeit bis an die Tafel von Kaiser Franz Josef, der zu dieser Zeit über das damalige Böhmen herrschte und die Brauerei sogar persönlich besuchte. Der zweite Weltkrieg und seine Folgen waren auch für die Brauerei mit einem tiefen Einshcnitt verbunden. Wie bei so vielen andere Brauereien auch, wurden die Gesellschafter vom neuen kommunistischen Regime enteignet und der Betrieb in einen Staatsbetrieb umgewandelt. Ab den 90er Jahren wurde die Brauerei dann von Interbrew aus Belgien aufgekauft und reprivatisiert. Da jedoch das Erweiterungs- und Modernisierungspotential am alten Firmenstandort begrenzt war, wurde vom Konzern beschlossen, die Produktion zur ebenfalls zum Konzern gehörigen Staropramen Brauerei in den Stadteil Smichov auszulagern. Da die Gebäude aber unter Denkmalschutz stehen, hat sich das alte Brauereigelände bis heute erhalten und kann auch besichtigt werden. In den alten Backsteingemäuern sind inzwischen verschiedene Kleinbetriebe oder Kultureinrichtungen eingezogen. Branik Bier hingegen wird nach wie vor von Staropramen gebraut, die heute ein Teil von Molson Coors sind. Das Branik Svetly, mein heutiges Testbier, ist ein typisches tschechisches Lagerbier, das einen Alkoholgehalt von nur 4,1% hat.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat eine ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein toastig brotiges Aroma mit leicht keksigen Noten. Es hat dazu eine grasig hopfige Note.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es prickelnd und ganz leicht süßlich. Es hat auch bis in den Abgang am Gaumen leicht süßliche keksige Noten die durchaus auch im Mundraum hängen bleiben. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier mit einem leicht prickelnd herben Aroma, das aber irgendwann dann doch verschwindet. Dazu kommen leicht süßliche Getreidenoten. Der Körper des Bieres ist insgesamt recht schlank und im Großen und Ganzen ist es auch ein wenig wässrig und geschmacksneutral.

Zum Fazit: Ein wie ich finde leider recht langweiliges und austauschbares Bier. Ein bisschen Hopfenherbe am Gaumen hat es. Ansonsten ist es schon recht dünn. Ich gebe dem Bier 2 Sterne. Hier gibt es in Tschechien durchaus bessere Biere.

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Kesselring urfränkisches Landbier Original

Das original urfränkische Landbier der Brauerei Kesselring aus Marktsteft in Mittelfranken wird das nächste Bier sein, das ich im Blog verkosten werde. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein rotbraunes, klar filtriertes Bier. Es hat einen mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht röstig, dazu aber auch leicht zuckrige, etwas buttrige Noten. Das röstig brotige dominiert aber.

Zum geschmack: Ein brotiges Gesamtaroma mit aber guten Hopfennote und im Abgang sogar leicht süßlich, an schokoladige Töne erinnerndes Bier. Es ist im Mundegfühl ein wenig cremig, aber auch mit grobschrotigen brotigen Noten versehen. Es kommt aber auch ein gewisser erdiger Geschmack durch; der nicht unbedingt angenehm zu trinken ist.

Zum Fazit: Ich bin von diesem Bier nicht so recht begeistert. Der erdig-süßliche Abgang schreckt mich doch ein wenig ab. Auch sonst empfinde ich es als nicht unbedingt so süffig. Von mir gibts fürs Bier daher auch nur 2 Sterne.

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Ziegler Hopfazupfa Weisse

Nun sind Weizenbiere nicht unbedingt bekannt dafür ein besonders ausgeprägtes Hopfenaroma zu besitzen. Das die Hopfenpflücker, auf bayerisch Hopfazupfa aber sehr wohl nach getaner Arbeit ganz gerne zum Weissbier greifen, suggeriert mir mein folgendes Testbier, die Hopfazupfa Weisse aus dem Hause Ziegler, die sich passender Weise in Mainburg, inmitten des Hopfengebiets Hallertau befindet. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein trübes, oranges bis bernsteinfarbenes Bier mit ordentlicher weißer Schaumkrone.

Zum Geruch: Ich habe einen fruchtigen, leicht bananigen Geruch in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einer sehr schönen fruchtigen Banane im Abgang Es ist im Abgang aber auch etwas säuerlich und hat eine leichte Hopfenwürze. Das Bier zeigt bis zum Ende diesen schönen baningen Abgang, die Hopfenwürze nimmt aber immer mehr ab. Spirtzig ist es obendrein, wenngleich es über einen durchaus präsenten Malzkörper verfügt und somit nicht ganz so schlank wirkt.

Zum Fazit: Ein durchaus schmackhaftes, zu Beginn auch doch überraschend hopfiges Weizenbier. Im weiteren Trinkverlauf kommt dann aber immer mehr der klassisches fruchtig malzige Geschmack durch mit einer schlnen Banane in Ab- und Nachgang. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen.

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Altenburger Karlis Kellerbier

Karli, einer der ersten Braumeister im thüringischen Altenburg soll der Schöpfer des Rezepts des Kellerbieres, welches in meinem folgenden Biertest verkostet wird sein. Das man in Altenburg nicht nur Spielkarten kann, habe ich mit vorangegangenen Tests bereits bewiesen, ob das Kellerbier hieran anknüpfen kann werden wir im folgenden Test dann sehen. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr hefiges und keksiges Aroma das ich hier in der Nase habe. Dazu hat das Bier aber auch etwas leicht karamelliges.

Zum Geschmack: Ich habe hier ein Bier, das zunächst recht schnörkellos die Kehle hinuntergleitet, bevor im Nachgang etwas karamellige Noten kommen. Ich habe ein druchaus lebendiges Bier, das mir aber vor allem in Richtug Abgang deutlich zu hefig aufällt. Es dominert hauptsächlich ein süßlich-karamelliger malzgeschmack. Hopfen ist so gut wie gar nicht zu schmecken.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Bier eine Wertung von 3 Sternen. Das Bier ist absolut ok für ein Kellerbier. Mir ist es aber zu süß und malzig. Hier könnte es durchaus noch würziger sein. Auch die Kohlensäure dürfte durchaus noch etwas belebender sein, damit es auch gegen Ende noch süffig wirkt.

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Ulmer Schwarzwaldmarie

Ein Helles im Retrolook. Das kennen wir doch von vielen Brauereien. Entweder wurde ein bereits vorhandenes Helles oder Lagerbier mit neuem Namen und Design eingeführt, oder es war ein komplett neues Bier samt Retroetikett und angeblich „alter Rezeptur“. Bei der Schwarzwaldmarie der Brauerei Bauhöfer ist dies allerdings etwas anders, denn dieses Helle ist zusätzlich auch noch kaltgehopft worden. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldnes Bier. Es hat wirklich einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man riecht deutlich den frischen Hopfen, denn man ein schönes, fruchtiges Aromenkonstrukt in der Nase. Man riecht ordentlich Birne, dazu kommt auch noch etwas Kiwi und leicht eine Litschi

Zum Geschmack: Auch hier zeigt sich ein Mix aus diesen leicht fruchtigen Aromen, gepaart mit einem sehr feinen Malzbouquet. In den Backen wirkt es ein wenig schmierig. Im Abgang prickelt es zudem ein wenig am Gaumen. Die fruchtigen Aromen schwingen im ganzen Bouquet immer leicht mit und man hat auch hier vor allem die Birne mit etwas Traube wie ich finde.

Zum Fazit: Ein fruchtig frisches Lagerbier. Wie ich finde ist es sehr süffig. Vor allem die gute und frische Hopfenaromatik überzeugt mich doch sehr und so gebe ich dem Bier eine Wertung von 4 Sternen.

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Auerbräu Rosenheimer Dunkel

Ich bleibe mir treu und bleibe bei den Biertests erst einmal dunkel. Im nächsten Test habe ich nämlich das dunkle Vollbier der Rosenheimer Auerbräu. Die Brauerei die zur Paulanergruppe gehört bietet ihr Dunkles mit einem Alkoholgehalt von 5,5% an.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, rotbraunes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiges, leicht röstiges Aroma habe ich der Nase.

Zum Geschmack: Ich hab ein NBer, das eine durchaus röstige Note hat, die aber sogar eher etwas ins schokoladige abdriftet. Dieses schokoladige bleibt auch druchaus im Nachgang haften und sorgt insgesamt für ein schönes rundes Mundgefühl. Das Bie rhat insgesamt sehr schöne schokoladige Noten die im Abgang gut durchkommen und auch ist es durchaus ein Bier mit Substanz.

Zum Fazit: Ein klassisches Dunkles, das eher süß als röstig ist. Von mir gibt es für das Bier gute 3 Sterne mit der Tendez zu derer 4. Es ist ein wenig unspektakulär aber man das Bier definitiv trinken.

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Fiedler Magisterbräu

Mit einem Schwarzbier aus dem Erzgebirge mache ich mit meinen Biertests weiter. Die kalte Jahreszeit ist durchaus auch die Jahreszeit der dunklen Biere, auch wenn diese durchaus das ganze Jahre über Saison haben, schmecken diese kräftigen und röstigeren Biere doch besonders, wenn es draußen kälter wird und der Kamin prasselt. Ich verkoste heute das Magisterbräu getaufte Schwarzbier der Brauerei Fiedler aus Oberscheibe im sächsischen Erzgebirge. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,7%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, braunschwarzes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum, bzw. verfliegt dieser recht schnell.

Zum Geruch: Ein schokoladig röstiges Aroma begrüßt einen hier in in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein Bier mit einer leichten Röstaromatik. Ansonsten ist es geschmacklich eher zurückhaltend. Ich habe ein Bier das zusätzlich zu den Röstnoten im Abgang auch eine leichte Hopfenbittere hat. Der Ab- und Nachgang ist dann auch eher ein wenig trocken und das bier so nicht besonders vollmundig. Auch fehlt es dem Malzkörper an Substanz.

Zum Fazit: Ich finde, das es dem Bier leider etwas an Subtanz fehlt. Der etwas geringe Alkoholgehalt wird zwar durch die röstig-herben Noten gut kaschiert, aber man merkt, das einfach etwas fehlt. Ich gebe hier 3 Sterne.

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Nankendorfer Bock

Der Nankendorfer Bock der Brauerei Schroll aus Oberfranken wird Gegenstand meines nächsten Biertest sein. Der Alkoholgehalt dieser fränkischen Bierspezialität liegt bei runden 7%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, rotbraunes Bier. Es hat einen ganz passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat ein Bier, das sehr brotig riecht, mit schokoladiger, leicht keksiger Note. Es reicht auch sehr lakritzig.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, mit einem etwas leicht schokoladigen Abgang. Es ist etwas süßlich und hat dennoch etwas lakritzige Anflüge. Ich habe ein Bier, das einen durchaus sehr kräftigen Körper hat. Es ist aber nicht ganz so intensiv, hat aber immer leicht lakrtizige Tendenzen im Nachgang und ist hier durchaus auch ein wenig würzig, was einen guten Konterpart zur erwartbaren Malzsüße liefert. Der Körper ist bleibt sehr kräftig. Insgesamt hat das Biere eine durchaus geschmackliche Komplexität, auch mit leichter Fruchtigkeit, die an reifesm eventuell auch gedörrtes Obst oder Datteln erinnert.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Bier eine Wertung von 5 Sternen. Ein vollmundig süffiger Bock, der durchaus auch eine komplexe Geschmacksaromatik mitbringt. Man schmeckt, das es ein kräftiges und auch schweres Bier ist, der Alkohol taucht im Geschmack aber nicht auf.

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Monpier Kellerpils

Das Monpier Kellerpils ist das nächste Bier, das ich in meinem Blog verkosten werde. Auch hier danke ich wieder einem Freund der mir dieses Bier mitgebracht hat. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, sehr helles Bier mit einer überaus ordentlichen Schaumhaube.

Zum Geruch: Ein hopfiges Aroma mit einer leichten Zitrusaromatik.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das durchaus fruchtig ist und eine etwas herbe bittere Note im Abgang hat. Ich habe ein Bier, das im Abgang ein wenig bitter ist, jedoch auch eine gewisse Fruchtigkeit mitbringt. Es ist sehr spritzig und hat grundsätzlich einen etwas herben Charakter. Dazu ist es aber immer auch ein wenig fruchtig im Mundgefühl und hat einen dezenten, aber präsenten Zitruscharakter. Das Bier wirkt insgesamt sehr erfrischend und die Kohlensäure belebend.

Zum Fazit: Ein erfrischendes und durchaus süffiges Kellerpils. Vor allem der feine Zitruscharakter im Abgang überzeugt mich sehr. Dazu ist es leicht, aber nicht geschmacklos. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.