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Blanks Weisse

Für meinen nächsten Biertest gehe ich wieder zur Brauerei Blank nach Zwiefaltendorf in Oberschwaben. Von dieser gibt es im folgenden Test das Weissbier. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellorangenes Bier. Es hat einen für ein Weizen eher beschaulichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Eine getreidige Note. Etwas fruchtig, aber auch etwas muffige Noten mischen sich in den Duft.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier mit fruchtig getreidigen Noten. Es hat bananige Noten, die aber sehr reif wirken und teilweise auch leicht säuerlich. Das Weizen wirkt auf mich zunächst nicht so richtig ausbalanciert. Insgesamt ist es sehr spritzig und die Kohlensäure kratzt auch ein wenig am Gaumen. Dennoch ist es in der Gesamtbetrachtung eher ein wenig unspektakulär. Auch gegen Ende ist es eher ein Bier, welches leicht getreidg ist und dazu etwas fruchtig, wobei es hier eher in Richtung Pflaume geht.

Zum Fazit: Das Weizen aus Zwiefaltendorf überzeugt mich nicht so richtig. Ich finde es sogar eher ein wenig unrund und gebe deshalb auch nur 2 Sterne.

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Scherdel Schlappenbier

Vor 10 Tagen am 16. Juni fand in Hof wieder der Schlappentag statt. Traditionell findet dieser immer eine Woche nach Pfingstmontag statt und hat seinen Ursprung Anfang des 13. Jahrhunderts. Die Stadt Hof sah sich zu dieser Zeit durch die Hussiten bedroht, welche die Stadt 1430 fast komplett zerstörten. Der Markgraf von Brandenburg gewährte den Hofer Bürgern darauf hin eine zehnjährige Steuerfreiheit um den Wiederaufbau der Stadt zu finanzieren. Als Bedingung verlangte er jedoch, das sich die Hofer Bürger zur besseren Verteidigung selbst bewaffnen sollten. Daraus entwickelte sich eine Schützengilde aus deren jährlichen Schießübungen und Wettbewerben sich im Laufe der Jahrhunderte der Schlappentag entwickelte. An besagtem Montag ziehen nun die aus der Schützengilde hervorgegangene Scheiben-Schützengesellschaft sowie Vertreter der Handwerkszünfte und der Politik, nach einem morgendlichen Weckruf, in ihrer traditionellen Uniformen vom Schützenhäuschen durch die Stadt zum Festplatz. Das traditionelle Schlappenschießen hingegen findet bereits am Tag vor dem Schlappentag statt, an dessen Ende der Schlappenkönig gekürt wird, welcher sich ebenfalls im Festzug befindet. Der Name Schlappentag stammt von den traditionellen Holzschuhen der Schützen, die im Volksmund Schlappen genannt werden. Extra für diesen Tag wird jedes Jahr mein heutiges Testbier, das Schlappenbier gebraut. Bis zur Insolvenz im Jahre 2010 wurde es von der Zeltbräu gebraut. Danach wanderte das Rezept für das Schlappenbier zur ebenfalls in Hof ansässigen Brauerei Scherdel, die es seit dem produziert. Das Schlappenbier ist ein untergäriges Starkbier mit einem Alkoholgehalt von 6,5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes bernsteinfarbenes mit leicht rötlichem Stich versehenes Bier. Es hat keinen wirklich besonderen Schaum.

Zum Geruch: Ein Bier, das wirklich sehr brotig riecht, auch etwas nach Kruste und leicht Karamell und Bratapfel.

Zum Geschmack: Ich hab ein Bier, dass auf mich durchaus würzig wirkt und aber auch einen leicht alkoholischen Abgang bei sich hat. Es ist Im Körper aber sehr kräftig und durchaus auch würzig. Insgesamt hat das Bier eine kräftige Malsznote, die auch etwas leicht röstiges im Nachgang hat. Der kräftige Malzkörper bleibt aber auch in Nachgang noch lange erhalten. Die Malznoten haben auch bis zum Schluss eine gewisse Röstaromatik und schöne Karamellnoten und gepaart mit der Würze erinnert es auch ein wenig an Lebkuchen. Störend ist aber nach wie vor die doch etwas stärker wahrnehmbare alkoholische Bittere im Nachgang.

Zum Fazit: Auf der einen Seite hat das Bier eine schönes getreidiges, röstig-karamelliges Aroma. Auf der anderen Seite wirkt es doch auch alkoholisch, was ich durchaus als störend empfinde. Von mir gibt es daher nur eine Wertung von 3 Sternen.

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Rattlesnake Albino

Der Rattlesnake Saloon in München ist genau das, was man sich unter einem Saloon im wilden Westen so verstellt. Man trifft dort zwar nicht zwansgläufig auf Cowboys, dafür aber auf Countrymusik und Barbecue. Und wie es sich für einen ordentlichen Saloon gehört, hat das Rattlesnake auch sein eigenes Bier, welches exklusiv von der Thorbräu aus Augsburg gebraut wird. Von den Rattlesnake Bieren verkoste ich heute den Albino, der ein Mix zwischen Eigenschaften von Pils und Hellem sein soll. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat keine besondere Schaumkrone.

Zum Geruch: Ein brotig getreidiges Aroma, welches aber nur ganz leicht anklingt.

Zum Geschmack: Ein getreidiges Aroma mit leicht herben Noten im Abgang zeigt sich. Im Nachgang hingegen ist das eher etwas teigig süßlich mit einer ganz leichten Bittere. Im weiteren Trinkverlauf hat man dann aber eher noch einen deutlichen Schlag ins herbe bzw bittere. Besonders aromatisch ist es dabei aber nicht.

Zum Fazit: Ein eher durchschnittliches Bier, das vor allem durch seine Hopfenbittere auffällt. Das Mundgefühl ist aber nicht anegenehm weich und das süßliche Malz zeigt sich nur im Antrunk. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Riedenburger Ur-Helles

Ein Helles, gebraut mit Zutaten aus rein biologischem Anbau, dass ist das Urhelle des Riedenburger Brauhauses. Allgemein ist die Brauerei aus Niederbayern dafür bekannt, ihre Biere nach strengen ökologischen Richtlinien zu brauen. Mein Testbier, das Ur-Helle kommt auf einen Alkoholgehalt von 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidig süßliches Aroma mit einer leichten Honigsüße in der Nase habe ich hier.

Zum Geschmack: Ich habe ein sehr würziges Bier. Es ist leicht süßlich im Abgang. Dazu ist es durch die Kohlensäure sehr sprudelig und lebendig. Im Abgnag ist zudem auch eine gute Portion Hopfen zu schmecken, welche für den würzigen Geschmack verantwortlich ist. Man hat ein Bier mit einem schlanken Körper, bei dem die Hopfenherbe im weiteren Trinkverlauf etwas abnimmt und das Bier so etwas runder und leicht süßlicher wirken lässt. Es ist dennoch ein würziges Helles, bei dem auch im Abgang eher ein leichter Hopfengeschmack am Gaumen hängen bleibt als Malzsüße.

Zum Fazit: Ein würziges, eher leicht hopfiges Helles. Biertrinker die bei diesem Bierstil eher einen milden bzw. leicht süßen Geschmack erwarten sind hier vielleicht falsch. mir gefällt aber der Charakter des Bieres und das gibt eine Wertung von 4 Sternen.

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Einbecker Urbock Dunkel

Im nächsten Biertest geht es in die Hauptstadt des Bockbieres ins niedersächsische Einbeck. Die dort ansässige Einbecker Brauhaus AG ist eine der größten Brauereien in Niedersachen und hält bis heute die Brautradition des Einbecker Bockbieres hoch. Die dunkle Variante des Urbocks wird es nun auch in meinem nächsten Test geben. Der Alkoholgehalt liegt bei 6,5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelbraunes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr kräftiges, getreidges Aroma mit auch süßlichen Nuancen und etwas Schokolade und Trockenobst.

Zum Geschmack: Ein Bier, das sehr kräftig wirkt mit entsprechendem malz süßlichen, auch ein wenig klebrig wirkenden Abgang. Das Bier neigt, dazu auch eine sehr sehr süßlichen malzig-klebrigen Nachgang im Mund zu hnterlassen, was nicht unbedint angenehm ist. Notene rinnern an Rosinen oder ähnliches Trockenobst und Schokolade. Dazu ist das Bier immer auch etwas herb röstig.

Zum Fazit: Das Bier ist schon sehr sehr süß. Dazu passt auch das etwas klebrig-malzige Mundgefühl. So wirkt der Bock sehr mächtig und ihm fehlt etwas ausgleichendes. Mir ist das einfach alles ein wenig zu unpassend und süß. Das gibt 2 Sterne.

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Sarazen Triple

Für den nächsten Biertest gehe ich wieder ins Bierland Belgien, deren Bierkultur sogar zum immateriellen Kulturerbe der Unesco zählt. Die Brasserie Deseveaux ist eine noch recht junge Brauerei und wurde erst im Jahre 2009 gegründet. Mit ihrer Lage auf einem Bauernhof in der Kleinstadt Bossou ist sie eine typische wallonische Landbrauerei, wie man sie früher recht häufig in der Region fand.

Der Bierstil Triple ist eine typische obergärige belgische Bierspezialität, die sich meist durch einen recht hohen Alkoholgehalt auszeichnet. In meinem Fall liegt dieser bei 8,5%.

Zur Optik: Ein bernsteinfarbenes, trübes bier. Es hat keinen besonders ausgeprägten Schaum.

Zum Geruch: Ein Bier mit klassischer Orangen und Getreidenote im Geruch. Dazu kommt etwas kräutriges.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein Bier, mit einem doch guten, getreidig kräutrigen Aroma. In Richtung Abgang wird es hopfig und der Nachgang ist dann kräutrig und vor allem trocken. Dazu hat es eine gewisse Säure und Zitrusaromen. Dazu hat es auch einen leichten Touch der an Wildhonig erinnert. Insgesamt ist es geschmacklich wie ich finde eher getreidger und brotiger mit sauer-fruchtigem Aroma. Der Hopfen ist zwar auch vorhanden spielt hier aber im Hintergrund. Wie für diesen Bierstil typisch ist die Kohlensäure sehr lebendig.

Zum Fazit: Ein sehr uriges Bier mit klaren Kanten. Mir schmeckt es das es nicht so glatt gebraut wird, aber es braucht daher auch ein wenig Zeit bis man mit ihm warm wird. Von mit bekommt das Bier eine Wertung von 5 Sternen. Ein wirklich vorzüglicher Vertreter seines Bierstils.

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Freistil Wanna B

Double Dry Hopped und mit etwas Haferflocken eingebraut ist das Wanna B des Brauwerk Freistil aus Tübingen stilistisch ein New England India Pale Ale. Der Alkoholgehalt liegt bei 6,5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, orangenes Bier. Es hat einen sehr tollen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein erfrischend fruchtiges Aroma habe ich hier in der Nase. Es hat Noten von Melone, Ananas und Maracuja. Dazu riecht es sehr grasig.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das nur im Antrunk leicht bitter ist, im Gesamtkronstruk aber sofort ein sehr sehr fruchtiges Aroma entfaltet. Es hat etwas beeriges, aber zugleich auch noch vollmudig obstiges mit auch etwas von Erdbeere in Richtung Abgang wie ich finde. Die Kohlensäure prickelt auch in Richtung Abgang sehr gut und macht das Bier in gewisser Weise deutlich schlanker als der Alkoholgehalt vermuten lässt. Auch im weiteren Trinkverlauf bleibt das Bier durchaus fruchtig und diese Fruchitgkeit setzt sich auch bis in den Nachgang fort und füllt somit den gesamten Mundraum aus.

Zum Fazit: Von mir gibt es eine Wetrtung von 4 Sternen. Ein ultra fruchtiges, teilweise auch saftiges Bier im Mundgefühl. Dazu macht die Kohlensäure es sehr gut prickelnd und rundet das Trinkerlebnis sehr gut ab.

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Heidelberger Export

Mein nächster Biertest führt mich in die Universitätsstadt Heidelberg. Die Heidelberger Brauerei, früher auch unter dem Namen Schlossquell bekannt, ist seit 2024 Teil der Welde Brauerei, nachdem deren Inhaber Max Spielmann diese übernommen hatte. Als Bekenntnis zum Standort Heidelberg wurde vor einiger Zeit das Sortiment überarbeitet und die Biere erscheinen nun in neuem Gewand. Eines der Traditionsbiere aus Heidelberg ist das Export, das einen Alkoholgehalt von 5,4% kommt.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen nicht so beständigen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr brotiges und auch leicht süßliches Aroma was man hier in der Nase hat.

Zum Geschmack: Es ist ein sehr kerniges Bier mit sehr urigen, getreidgen Noten. Der Hopfen ist nicht so sehr vorhanden und auch die Kohlensäure ist zwar da, aber und gut dosiert, aber irgendwie finde ich dieses Malzbett nicht passend. Das ganze Bier wirkt auf mich nicht so recht frisch. Es ist dann im weiteren Trinkverlauf ein immer unscheinbarer werdendes Bier, das zwar hier und da eher mehr ins süßliche geht, aber nicht mehr so kernig ist wie ursprünglich.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Bier eine Wertung von 2 Sternen. Ich finde es insgesamt ein eher unrundes Bier, das auch nicht so recht süffig ist. Eventuell wird ja unter dem neuen Eigentümer die Rezeptur ein wenig überarbeitet.

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Engelbräu Feierobed Bier

Von April bis Juni, also genau jetzt hat das Feierobed Bier der Engelbräu aus Rettenberg Saison. Stilistisch ist es ein untergäriges Lager bzw. Exportbier mit einem Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein Duft nach grünem Apfel, dazu natürlich die getreidigen Note. Es riecht zudem leicht fruchtig und strohig.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einem leicht süßlichen Malzroma, dass aber auch etwas fruchtige Noten im Mund zeigt. Es ist etwas bitter am Gaumen und wirkt allgemein erfrischend. Insgesamt hat das Bier eine fruchtig hopfige Note, bei der in Richtung Nachgang auch noch etwas getreidiges durchkommt. Es hat dazu auch etwas von grünem Apfel. Bis zum Ende kann das Bier seinen Geschmack wahren und schafft so einen runden Biergenuss.

Zum Fazit. Ein leicht fruchtiges, hopfig getreidiges Bier. Dazu sehr süffig. Ein idealer Feierabendgenuss. Von mir gibt das 4 Sterne.

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Brand Blond

Mein nächster Biertest führt mich in die Niederlande zur ältesten noch aktiven Brauerei des Landes. Es handelt sich um die Brauerei Brand aus der Provinz Limburg. Seit 1989 gehört die Brauerei zu Heineken und ist vor allem für ihre Spezialbiere, die durchaus auch ein bisschen stärker sind, bekannt. Ein solches habe ich auch mit dem Blond, das auf einen Alkoholgehalt von 8,5% kommt.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es hat einen fruchtig orangeartigen Geruch. Ich nehme auch Zirtus, etwas Grapefruit und grüner Apfel wahr.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es zunächst süßlich mit einer leichten Hopfenherbe am Gaumen. Es hat einen Mix aus süßlichen auch zuckrigen Noten, aber auch etwas obstigem. Der Hopfen kommt hier und da etwas bitter zum tragen ist aber dezent. Es bleibt auch im weiteren Trinkverlauf ein Bier, das leicht orangig fruchtig ist und bei dem etwas hopfiges durchkommt.

Zum Fazit: Ein gutes, durchaus angenehmes Bier. Es ist leicht fruchtig, hat aber auch eine gewisse Säure und Hopfenbittere die gut passt. Allgemein nimmt man den Alkoholgehalt nicht unbedingt wahr. Das gibt 4 Sterne.