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Leikeim Wintertraum

Auch wenn beim aktuell doch recht sonnigen Herbstwetter wohl nur die wenigsten schon an Weihnachten oder gar den Winter denken, halten so langsam aber sicher nach und nach die Winter- und Weihnachtsbiere Einzug in die Regale der Getränkemärkte. Mit dem folgenden Biertest möchte auch ich diese Tradition für dieses eröffnen und wähle dafür den Wintertraum der Brauerei Leikeim aus Altenkunstadt in Franken. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,4%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen nicht so wirklich ausgeprägten weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidig gerstiges Aroma das man in der Nase hat. Dazu riecht es leicht erdig.

Zum Geschmack: Es ist ein Bier, das im Geschmack eher ein wenig gerstig süßlich schmeckt, wie es bei manchen Bieren aus Franken leider typisch ist. Dennoch hat es hat im Großen und Ganzen einen recht annehmbaren und auch präsenten Malzkörper. Den Hopfen muss man hier meiner Meinung nach wirklich suchen und im Nachgang bleit eher ien leicht süßlicher, etwas karamelliger Geschmack übrig.

Zum Fazit: Dieses Winterbier ist nicht mein Fall. Zunächst ist es doch zu süßlich gegen Ende ist es dann aber durchaus auch ein wenig wässrig. Der Hopfen fehlt dafür komplett. Das gibt 2 Sterne.

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Hirsch Honer Krisstall Weisse

Von der Hirschbrauerei Honer aus Wurmlingen im Landkreis Tuttlingen verkoste ich im folgenden Biertest das Kristallweizen. Dieses kommt auf einen Alkoholgehalt von 5,4%.

Zur Optik: Klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen mittel ausgeprägten weißen Schaum.

Zum Geruch: Es ist leicht getreidig mit einer durchaus zitronigen Note.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein wenig getreidig mit einem etwas süßlichen, bananig vanilligen Abgang. Im weiteren Trinkverlauf ist es ein gut ausgeweogenes Bier und hat teilweise auch bittere Hopfennoten und ist dennoch auch etwas bananig. Das gute Zusammenspiel von Bananigen Noten aber auch einer leichten Säure und Zitrusaromen mit etwas kräutrig bitterem Hopfen gefällt mir.

Zum Fazit: Von mir gibt es eine Wertung von 4 Sternen. ich finde ich habe hier durchaus eines der besseren Kristallweizen die ich bisher verkostet habe.

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Pedavena Birra Originale 1897

Für den nächsten Biertest machen wir einen Ausflug nach Nordostitalien in die Region Venetien. In dem kleinen Örtchen Pedavena befindet sich nämlich eine der historisch bedeutendsten Braustätten Italiens. Die Geschichte von Pedavena beginnt mit den Gebrüdern Luciani, welche zunächst eine Brauerei in ihrem Heimatort Canale d’Agorde übernahmen. Jedoch beschlossen sie einige Jahre später ins nahegelegene Pedavena weiterzuziehen und gründeten dort im Jahre 1897 die heute noch bestehende Brauerei. In den folgenden Jahre wuchs das unternehmen stetig, was vor allem durch den gezielten Aufkauf von Brauereien aus ganz Norditalien geschah. Am bedeutenden war hier sicherlich der Kauf der Brauerei Dreher aus Triest. Dieses Bier entwickelte sich in der Folgezeit zum Hauptprodukt und wurde von Pedavena in ganz in Italien vertrieben. Nachdem man in den 70er Jahren jedoch in finanzielle Schwierigkeiten geriet, entschloss sich die Familie Luciani ihr Bierimperium an den niederländischen Heineken Konzern zu verkaufen. Unter der Führung von Heineken wurde das Stammwerk in Pedavena zwar ständig modernisiert, jedoch war man nur eine kleine Nummer innerhalb des riesigen Weltkonzerns und auch in Italien war die Marke Moretti der klare Marktführer in Heineken Portfolio. Dies führte schließlich dazu das Heineken 2004 die Schließung der historischen Bierfabrik in Pedavena ankündigte. Die Nachricht der Schließung löste jedoch innerhalb der Bövlkerung und der Politik eine riesige Mobilisierung aus, was schließlich dazu führte das Brauerei und Marke 2006 an die Birra Castello verkauft wurde, die zugesagt hatte den Standort Pedavena zu erhalten. Castello selbst war erst entstanden, nachdem Heineken nach dem Kauf von Birra Moretti vom italienischen Kartellamt dazu gezwungen wurde, die Moretti Braustätte in San Giorgio di Nogaro zu verkaufen, welche dann von der neu gegründeten Brauereigruppe erworben wurde. Der Klassiker das Pedavena Originale, ein klassisches Lagerbier, werde ich nun heute verkosten. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht etwas hopfig und leicht getreidig in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, dass ich als durchaus erfrischend bezeichnen würde. Im Nachgang wirkt es im ersten Eindruck aber teigig und eher wenig hopfig. Insgesamt ist der Körper des Bieres leicht, aber ich finde es im Nachgang einfach etwas zu teigig bis getreidig. Das passt finde ich überhaupt gar nicht und macht das Bier sehr unausgewogen. Hier dürfte es gerne noch etwas würziger sein. Insgesamt ist das Bier durchaus süffig, hat aber eine sehr komischen Nachgang der mir einfach zu teigi süßlich schmeckt.

Zum Fazit: Dieser teigige Geschmack ist wirklich schon sehr störend und er schadet dem Bier und damit auch dem Trinkgenuss immens. Mit viel Wohlwollen kann ich hier auf Grund der historischen Bedeutung noch 2 Sterne vergeben. Viel zur absoluten Negativwertung fehlt aber nicht.

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Nörten Hardenberger Export

Auch wenn es die ursprüngliche Brauerei in Nörten-Hardenberg schon seit dem Jahre 1991 nicht mehr gibt, hat sich deren Bier, vor allem im Bereich zwischen Kassel, Hannover und Paderborn in den letzten Jahren zu einem echten Kultbier entwickelt. Gebraut wird das ganze vom Einbecker Brauhaus, eine der größte Brauereien der Region, die sich in den letzten Jahren zu einer kleine Brauereigruppe entwickelt hat, die inzwischen einige historisch in der Region verwurzelte Biermarken unter ihrem Dach vereint. Das Export der Marke kommt auf einen Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht eher nach nicht besonders viel. Eventuell hat man eine leichte Malzsüße.

Zum Geschmack: Ich habe in Bier, mit einer leichten Getreidenote im Geschmack. Zudem hat es durchaus auch Würze, sodass es nicht zu süß ist. Der Malzkörper ist kräftig und das schmeckt man auch. Trotz des im Geschmack kräftigen und dominanten Malzkörpers, hat es dennoch auch eine solide Hopfenbittere die den Geschmack im Abgang abrundet.

Zum Fazit: Ein grundsolides Exportbier, das aber nichts besonderes ist. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen.

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Nissos Porter

Mit den Biertests mache ich nun weiter im Land der Götter in Griechenland. Vor längerer Zeit hatte ich von Nissos bereits in Pils getestet, nun folgt in diesem Test deren Porter, wobei hier ein besonderer Dank an meinen treuen Bierspender fürs Besorgen geht. Der Alkoholgehalt liegt bei 7% und es handelt sich um einen Baltic Porter, bei dem auch Honig und Johannisbeeren ihren Weg in den Sudkessel gefunden haben.

Zur Optik: Ein sehr sehr trübes Bier. Es hat einen leicht röstig angehauchten Schaum.

Zum Geruch: Eine sehr röstige Note. Es hat noch eine gute Portion Kaffee in der Nase.

Zum Geschmack: Es ist im ersten Eindruck ein zugleich sehr röstiges, aber auch bitteres Bier. Dieses Wechselspiel zeichnet dieses Bier auch aus. Der Nachgang ist durch eine röstbittere bestimmt, wie man sie von einem sehr starken Kaffee kennt und dieser bleibt auch sehr lange im Mund erhalten. Dazu hat es durchaus etwas beerige Säure, sodass mana uch diese Komponente schmeckt. Das Bier wirkt im Körper kräftig, im Abgang bisweilen aber zu trocken. Was mir sehr gefällt ist vor allem das hopfige Aroma, das sich im Nachgang sukzessive im Mundraum ausbreitet und dann auch bestehen bleibt.

Zum Fazit: Ein wirklich sehr rundes komplettes und auch komplexes Bier, das zurecht die Höchstnote von 5 Sternen bekommt.

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Will Bräu Hefeweizen

Geographisch noch in Franken befindlich, gehört die Brauerei Will aus Motten an der hessischen Grenze schon lange zur Brauerei Hochstift aus Fulda. Vor längerer Zeit habe ich schon einmal das Pils von dort vorgestellt, die Brauerei hat aber auch drei Weizenbiere im Sortiment, wovon ich nun mit dem normalen Weizen beginnen werde. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,4%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr hefiges Aroma. Man hat noch eine gewisse Banane noch in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man Noten, die hefig sind und auch gewisse getreidige Aromen mitbringen. Man hat ein Bier, mit einem schönen hefigen Aroma, das im Abgang auch eine bananige Note mitbringt. Im Körper ist es kräftig, allgemein aber doch sehr hefig und sogar fast schon ein wenig zu hefig und leicht schlammig im Mundgefühl.

Zum Fazit. Ein recht solides, aber auch durchschnittliches Weizenbier. Es ist kräftig im Körper, mir aber auch eine Spur zu hefig. Das gibt eine Wertung vn 3 Sternen.

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Schwind Festbock

Es ist November und während Spekulatius und Christstollen schon seit September im regal stehen beginnt langsam aber sicher auch die Zeit der fest und Bockbiere. Auch mein nun folgendes Testbier ist ein Speziell für die (Vor)Weihnachtszeit gebrautes Bier, das immer dann Saison hat, wenn die Tage kürzer werden. Es handelt sich um den Festbock der Brauerei Schwind aus Aschaffenburg und kommt auf einen Alkoholgehalt von 7%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, rotbraunes Bier. Es hat einen eher weniger ausgeprägten Schaum.

Zum Geruch: Ein intensives malziges Aroma hat man in der Nase.

Zum Geschmack: Der Körper des Bieres wirkt durchaus sehr kräftig. Insgesamt wirkt das Bier durchaus süffig und es hat auch so einen etwas nussigen Touch im Abgang, Der Grundton ist aber schon sehr süß und auch leicht klebrig im Mundgefühl. Es verleiht dem Bier dann auch eher noch einen etwas mastigen Geschmack. Insgesamt wirkt das Bier auf mich im Körper sehr kräftig, aber auch in Richtung Abgang durchaus sehr süßlich. Hier könnt es es meiner Meinung durchaus noch mehr Würze vertragen. Es ist ein Bockbier, das durchaus eine gewisse Süffigkeit ausstrahlt und auch durchaus eine leichte Röstnote am Gaumen hat. Dominiert wird aber alles von einer sehr einnehmende Süße die einen kräftigen Körper und somit durchaus auch eine gewisse Schwere erzeugt.

Zum Fazit: Ein sehr schwerer und auch süßer Bock. Es ist aber noch wie ich finde im rahmen des erträglichen, auch wenn ich von diesem Bock nicht allzu viel trinken würde. Von mir gibt es eine Wertung von 3 Sternen.

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Moritz Fiege Schwarzbier

Im nächsten Test mache ich einen Sprung in den Pott nach Bochum. Als eine der letzten traditionellen Privatbrauereien im Ruhrgebiet hat dort die Brauerei Moritz Fiege bis heute überlebt und genau wie bei Mönchshof setzt man auch hier auf die Bügelflasche. Seit 2002 setzt man nun vollständig auf diese Flaschenform, welche inzwischen zu einem Markenzeichen der Brauerei geworden ist. Heute im Test stelle ich nun das Schwarzbier von Fiege vor, das auf einen Alkoholgehalt von 4,9% kommt.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, tiefschwarzes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht röstiges und etwas cremiges Aroma habe ich in der Nase.

Zum Fazit: Im ersten Eindruck ist es ein Bier, mit einer sehr angenehmen röstigen Note. Es ist leicht süßlich im Abgang, hat dann aber dennoch auch etwas röstiges, das leicht herb ist. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier, das dezent brotig und röstg ist. Vor allem im Abgang kommt diese leichte Röstnote am Gaumen dann wirklich zum Tragen. Positiv ist, das bei diesem Schwarzbier die Süße sehr zurückhaltend ist und nur leicht anklingt, sodass die Röstnoten hier mehr im Fokus stehen können. Im Körper ist das Bier daher eher schlank gehalten.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ein wirklich tolles rundes Schwarzbier, bei dem die Betonung wirklich auf den Röstnoten liegt, was ich sehr positiv finde.

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Mönchshof Original

Die Marke Mönchshof aus Kulmbach mit ihren typischen Bügelflaschen findet sich mittlerweile in großen Teilen Deutschlands und stellt so etwas wie die Spezialitätensparte der Kulmbacher Brauereigruppe dar. Von Mönchshof gibt es typisch fränkische Biersorten wie Kellerbier oder Landbier, aber auch Schwarz- oder Bockbier findet sich im Sortiment. Mit dem Original hat man aber auch ein Pils im Angebot, das aber eher ein etwas milderes Pilsbier sein soll. Zudem ist Mönchshof laut eigenen Angaben inzwischen das beliebteste Bügelbier Deutschlands. Der Alkoholgehalt des Originals liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein wie ich finde sehr brotiges Aroma, das auch etwas buttrig und leicht hopfig wirkt.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, mit einem etwas hopfigen Abgang. Ansonsten empfinde ich es als mild und es hat sogar leicht süßliche Noten im Abgang. Ich habe ein Bier mit einem schlanken Körper, das aber nur bedingt hopfig ist und nur ganz leicht süßlich im Geschmack. So richtig überzeugt mich das Pils nicht, da ich es auch einfach nicht so wirklich harmonisch finde und das Bier am Gaumen irgendwie nicht wirklich frisch wirkt. Insgesamt ist es ein eher milderes Pils und der Hopfen ist nur etwas herb und eher schon ein wenig metallisch.

Zum Fazit: Ein wirklich sehr mildes Pilsbier, das mich nicht überzeugen kann. Der Hopfen kommt zu kurz und insgesamt wirkt das Bier einfach nicht stimmig. Das gibt daher auch nur 2 Sterne.

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Göller IPA

Die Brauerei Göller hat ein umfassendes Angebot an monatlich wechselnden Craftbiersorten, sodass sich dem Biertrinker das ganze Jahr über ein umfassendes Angebot an verschiedensten Bierspezialitäten bietet. Eines dieser Biere ist das Göller IPA. Über den Bierstil IPA habe ich im Blog schon genug Worte verloren, sodass ich nun direkt zum Bier kommen werde. Das IPA von Göller hat nun einen Alkoholgehalt von 7% und zu Kalthopfung wurde die Hopfensorte Lemondrop verwendet.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht in der Flasche sehr fruchtig, obstig auch saftig. Es erinnert an Fruchtnektar. Ich finde es im Geruch durchaus tropisch und mich erinnert es vor allem an Ananas oder Passionsfrucht, Ein leichter Hauch von Zitrus macht sich hier zudem in der Nase breit.

Zum Geschmack: Ich habe auch hier ein durchaus fruchtiges Bier, das im Abgang dann immer mehr seine Fruchtnoten entfaltet, die auch an Ananas und leicht an Passionsfrucht erinnern. Im Körper ist das Bier kräftig und auch die Kohlensäure ist durchaus bis zum Ende hin präsent. Im Nachgang hat es durchaus etwas saftig fruchtiges und erinnert an Ananas, aber auch leicht an Passionsfrucht und tropisches, das auch leicht in die Maracuja Richtung geht. Auch im Nachgang bleibt dieses Aroma lang im Mundraum und das Bier wirkt so sehr vollmundig.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eine Wertung von 5 Sternen. Ein wirklich sehr leckeres Bier, bei dem der Hopfen nicht nur Bittere sondern auch eine schöne Fruchtigkeit mitbringt, die vor allem tropisch ist, aber auch an Zitrus erinnert.