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Karg Staffelsee Gold

Bei der oberbayerische Brauerei Karg aus Murnau sind sie wahre Spezialisten, wenn es um das Brauen von bayerischen Weißbieren geht. Jedoch haben findet sich neben den klassischen Weizenbieren auch die ein oder andere Spezialität im Sortiment. So zum Beispiel mein heutiges Testbier, das Staffelsee Gold. Dieses kräftige Weizen, besticht laut Website vor allem durch seine für ein Weissbier starke Hopfengabe mit feinstem Aromahopfen. Ob dies dem Bier wie beschrieben eine besondere Hopfenblume verleiht, möchte ich mit dem folgenden Test nun herausfinden. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,8%.

Zur Optik: Ein bernsteinfarbenes, trübes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht fruchtig. Man hat eine sehr schöne Banane und Pfirsich, sowie Pflaume.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es fruchtig und vor allem im Abgang auch bitter mit gewissen herben Nuancen. Die Brauerei hat also durchaus recht wenn sie von einer ausgeprägten Hopfenblume spricht. Auch im weitere Trinkverlauf ist es ein sehr grasiges und hopfiges Bier. Der Hopfen ist nur im Abgang leicht bitter, harmoniert dann aber sehr gut mit dem Malz im Abgang und ist dann sehr schön grasig mit einem leichten fruchtigen Aroma.

Zum Fazit: Dieses Bier ist ein wahrlicher Volltreffer. Es schmeckt ganz anders, als viele andere Weissbiere, was vor allem am Hopfen liegt. Dieser verleiht dem Bier ein schönes, fruchtig-grasiges Aroma und erinnert schon fast an ein IPA oder Wheat Ale. So kann es hier auch nur die volle Punktzahl von 5 Sternen geben. Lecker!

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Kaiser Brown Ale

Das Brown Ale aus dem Hause Kaiser ist ein weiteres Bier aus der sogenannten Braueredition. Verantwortlich für das Bier ist dieses mal Johannes Tell, der seit seiner Ausbildung im Jahre 2018 Teil des Kaiser Teams ist. Brown Ale selbst, ist ein englischer Bierstil, welcher mit obergäriger Hefe gebraut wird und dem im Rheinland gebrauten Altbier ähnelt. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,6%.

Zur Optik: Ein bernsteinfarbenes dunkelbraunes ins kupfer gehende Bier mit ordentlichem weißen Schaum. Es ist unfiltriert.

Zum Geruch: Man hat ein Bier mit fruchtig hefiger Komponente in der Nase. Es hat einen leichten Duft von Blumenwiese.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das druchaus zunächst etwas getreidig ist und mit einer schönen Schokoladennote versehen ist. Die Kohlensäure ist eher dezent gehalten. Es ist ein etwas würziges Bier bei dem die Schokoladennote vor allem in Richtung abgang anklingt. Aber auch der die Hopfenwürzung überzeugt und verleiht dem Bier einen durchaus etwas bitteren Abgang. Im Mundgefühl überzeugt vor allem die Cremigkeit des Bieres.

Zum Fazit: Ein wirklich gutes Brown Ale, bei dem mich vor allem das harmonische Zusammenspiel von schokoladiger Süße und einer durchaus präsenten Hopfenbittere überzeugt. Dazu hat es ein schön cremiges Mundgefühl. Das gibt 4 Sterne.

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Wildbräu Meistersud

Mein nächstes Testbier stammt von einer Brauerei, von der ich bisher noch kein Bier im Test hatte, nämlich der Wildbräu aus Oberbayern. Beheimatet in Grafing, kann die Brauerei auf eine sehr lange und wechselhafte Geschichte zurückblicken, deren detaillierte Ausführung hier jeden Rahmen sprengen würde. So viel sei aber gesagt, die Wurzeln der Brautätigkeit im Ort, auf die sich die Wildbräu beruft, reichen zurück bis ins Jahre 1060. Durch einen Konzentrationsprozess und den Zusammenschluss vieler Brauereien im Ort entstand über Jahrhunderte die Wildbräu so wie man sie heute kennt. Die viele Brauereien und deren Besitzerfamilien brachten alle etwas in die Wildbräu ein und bereicherten mit ihren Rezepten und Erfahrungen die Grafinger Brautradition. Das Aushängeschild der Wildbräu ist gleichzeitig auch mein folgendes Testbier. Es nennt sich Meistersud und hat einen Alkoholgehalt von ansehnlichen 5,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, bernstein bis goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier hat einen sehr intensiven brotigen Geruch. Dazu kommen noch leichte Karamellnoten.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein sehr kerniges und ordentlich würziges Bier. Der Körper des Bieres ist sehr kräftig. Im Gesamtgeschmack ist es aber auch irgendwie ein unrundes Bier, dassen Komponenten nicht so ganz zusammenpassen. Es bleibt auch im weiteren Trinkverlauf würzig ud süßlich, aber unausgewogen.

Zum Fazit: Ich bin etwas enttäuscht. Hier hatte ich mir doch ein wenig mehr erwartet. Das Bier ist in erster Linie sehr schwer und süßlich. Jedoch hat es auch auch eine gewisse Hopfenwürze. Hopfenaroma und Malzsüße sind aber sehr unausgewogen und so wirkt das Bier allgemein nicht gut ausbalanciert. Ich gebe hierfür leider nur 2 Sterne.

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Weltenburger Pils

Aus dem Hause Weltenburger, der ältesten Klosterbrauerei der Welt, hatte ich schon das ein oder andere Bier. Nun hat es das Pils von der Donauschleife zu mir ins Glas geschafft. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier reicht sehr aromatisch und auch getreidig mit leicht floralen Tönen.

Zum Geschmack. Im ersten Eindruck ist es ein Bier, das zunächst leicht getreidig ist, bei dem dann aber im weiteren Trinkverlauf auch immer mehr die hopfigeren Noten durchkommen und es am Gaumen spürbar herber wird. Es ist ein Bier, das im Antrunk und auch im Ab- und Nachgang weitesgehend harmonisch wirkt und auch leicht süßlich, aber mich am Gaumen auch seine Hopfigkeit spüren lässt.

Zum Fazit: Ein hopfig-aromatisches Bier. Die hopfigen Noten gehen ins florale und wirken sehr aromatisch. Der Körper ist schlank und auch das malzige kommt leicht durch. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Welde Kurpfalzbräu Spezial

Aus der Kurpfalz von der Braumanufaktur Welde kommt mein nächstes Testbier. Es ist das Kurpfalzbräu Spezial, ein untergäriges Exportbier mit einem Alkoholgehalt von 5,4%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat keinen wirklich besonders erwähnenswerten Schaum.

Zum Geruch: Brotig und getreidig ist das Bier im Geruch.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das durchaus kräftig im Geschmack ist. Es ist leicht süßlich, hat aber vor allem einen sehr kräftigen Malzkörper. Neben seinem kräftigen Körper bringt es im Abgang aber auch etwas an Würze mit, Ab und an jedoch, wirkt es auch ein ganz klein wenig alkoholisch.

Zum Fazit: Ein kräftig, malziges Exportbier mit einer guten Hopfenwürze am Gaumen. So muss das sein und dies wird von mir mit 4 Sternen honoriert.

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Weiherer Lager

Aus dem sehr umfangreichen Sortiment der Brauerei Kundmüller verkoste ich mit dem Lager nun das nächste Bier. Das Lager Hell ist einer der Klassiker der Franken und weit über die Region hinaus bekannt. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,7%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es zeigt sich ein sehr brotiges und getreidiges Aroma in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es süßlich, aber auch leicht hopfig am Gaumen. Es ist dennoch angehem mild und süffig. Man hat aber so einen gewisse penetrante süßliche Note, die sich am Gaumen festsetzt. Im weiteren Trinkverlauf ist es ein leicht süßliches Bier, das im Antrunk etwas getreidig ist, im Abgang sonst aber nicht so sehr aufällt.

Zum Fazit: Das Lager ist einer der Biere aus dem Hause Kundmüller, das mich nicht so ganz überzeugt. Ja es ist würzig und hat Ecken und Kanten, aber mir fällt vor allem ein etwas zu süßer, leicht penetranter Geschmack unangenehm auf. Ich gebe dem Bier daher nur eine Wertung von 3 Sternen.

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Allgäuer Stolz Hell

In Isny im Allgäu gibt es die Brauerei Stolz. Die Geschichte des Betriebs und der Brauerfamilie Stolz ist für eine Brauerei noch vergleichsweise jung. Sie beginnt nämlich erst im Jahre 1919, als Johannes Stolz eine ehemalige Brauerei mit dem Namen „zum Ochsen“ kauft. Diese blieb bis heute in Familienbesitz und wird nun schon in der 4. Generation geführt. Seit einem Markenrelaunch im Jahre 2018 werden die meisten Biere unter dem Namen Allgäuer Stolz vermarktet. Die Sortimentsumstellung begann hierbei mit der Einführung meines heutigen Testbieres, dem Allgäuer Stolz Hell. Dieses Bier kommt auf einen Alkoholgehalt von 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier hat ein sehr schönes getreidiges Aroma mit einer leichten Honigsüße des Malzes.

Zum Geschmack: Hier zeigt sich ein sehr schönes süßliches Aroma, bei dem vor allem die Malzsüße heraussticht. Jene Malzsüße hält lange bis in den Abgang an und hinterlässt im Nachgang dieses sehr schöne Malzaroma im Mund. Man hat etwas feines, das an Plätzchenteig erinnert. Das Bier ist sehr süffig, jedoch könnte es noch ein bisschen mehr Kohlensäure vertragen.

Zum Fazit: Ein süffig süßliches Helles, das noch etwas mehr Kohlensäure und Würze vertragen könnte. Ich gebe ihm 4 Sterne, da es vor allem sehr süffig und erfrischend ist.

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Tettnanger Keller Pils

Für den nächsten Biertest geht es ins Baden-Württembergische Hopfenanbaugebiet Tettnang an den Bodensee. In der Hopfenstadt gibt es mit der Brauerei Krone auch eine Brauerei, die aus dem vor Ort angebauten Hopfen ein herrliches Bier braut. Unter anderem hat sie auch ein Kellerpils im Sortiment, bei dem sämtliche Zutaten aus biologischem Anbau stammen. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,7%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen üppigen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein frisches und hopfiges Aroma zeigt sich in der Nase. Es ist leicht floral und leicht hefig mit Zitrusnoten.

Zum Geschmack: Das Bier ist bitter, gleichzteitig aber auch sehr erfrischend mit einer gewissen Fruchtnote. Darüber hinaus prickelt das Bier sehr und ist nur dezent bitter. Es fällt vor allem durch die sehr hohe Kohlensäurekonzentration auf und irgendwie ist das aber leicht auch störend ist. Auch im weiteren Trinkverlauf bleibt es ein herbes, leicht fruchtiges Bier.

Zum Fazit: Wie viele andere Biere der Tettnanger Kronenbrauerei ist auch dieses Bier wirklich sehr gut. Es wirkt frisch, hopfig und hat eine leichte Fruchtigkeit. Von mir gibt es die volle Punktzahl von 5 Sternen, auch wenn dem Bier etwas weniger Kohlensäure gut tun würde.

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Sebaldus Dunkles Hefe

Der heilige St. Sebaldus ist der Schutzpatron der Stadt Nürnberg. Dem der Legende nach im 11. Jahrhundert in der Gegend um Nürnberg lebenden Einsiedler Sebaldus wurden verschiedenste Wunder nachgesagt und so befindet sich über seiner Grabstätte die heutige Sebalduskirche in der Nürnberger Altstadt. Seine Gebeine werden dort in einem Schrein aufbewahrt und obwohl er im Vergleich zu vielen anderen Heiligen ein recht unspektakuläres Leben geführt hat, wird der heilige Sebaldus schon seit vielen Jahrhunderten in der Reichsstadt verehrt. Ihm zu Ehren hat die Nürnberger Brauerei Tucher auch das Sebaldus Weizen auf den Markt gebracht, dessen dunkle Version ich heute im Blog vorstellen werde. Der Alkoholgehalt liegt bei 6%.

Zur Optik: Ein hellbraunes Bier. Es ist naturtrüb und hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein röstiges Bier mit einem leicht schokoladigen Touch. Eventuell riecht man noch Dörrobst bzw. reife Früchte.

Zum Geschmack: Der erste Schluck ist im abgang zunächst leicht schokoladig süßlich und dann wird es etwas derber und grobschrotig. Die Kohlensäure ist sehr hoch dosiert und prickelt extremst auf der Zunge in Antrunk und Mittelteil und verhindert somit fast jegliche Geschmacksausbreitung. Dennoch hat das Bier einen kräftigen Körper und auch das schokoladige klingt immer wieder an. Röstige Noten schmecke ich eher nicht heraus.

Zum Fazit. Ich finde das das Bier insgesamt doch eher unspektakulär ist. Die sehr hoch dosierte Kohlensäure tut dabei ihr übriges. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen.

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Kauzen Noctuator

Alljährlich beim Doppelbockbierfest im März wird der Noctuator der Kauzenbrauerei aus Ochsenfurt gefeiert. Die unfiltrierte Bierspezialität ist das stärkste Gebräu aus dem Sortiment und kommt auf einen Alkoholgehalt von ansehnlichen 8%.

Zur Optik: Ich habe ein dunkel- bis rotbraunes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum und ist unfiltriert.

Zum Geruch: ein brotig nussiges Aroma zeigt sich in der Nase. Dazu vernehme ich etwas Granatapfel. Dominant sind aber kröftige brotige Nuancen mit einem karamelligen Touch.

Zum Geschmack: Ich habe ein intressantes Aroma mit einer ordentlich süßlichen Note, die eine leichte fruchtige Bittere aufweist. Im Abgang ist es teilweise ein wenig bitter, wobei hier auch ganz leicht alkoholische Noten anklingen. Im Nachgang wiederum ist es leicht süßlich mit einem schönen, fast schon schokoladigen Aroma, welches aber an Vollmilchschokolade erinnert. Dazu kommen Noten von reifer Pflaume. Im weiteren Trinkverlauf ist es mir ein wenig zu bitter, vor allem weil dies in richtung einer alkoholischen Bittere geht.

Zum Fazit: Ein vollmundiges, leider im weiteren Trinkverlauf etwas zu bitteres Bier. Es ist kräftig und hat obendrein aber auch schöne fruchtige Nuancen, die mit einem leicht beerigen Abgang versüßt sind. Dazu kommt ein schönes schokoladiges Aroma. Ich gebe dem Bier eine abschließende Wertung von 4 Sternen.