Aufatmen in Kauffbeuren. Wie die Kaufbeurer Aktienbrauerei am 28.08 mitteilte kann der Braubetrieb bis auf weiteres uneingeschränkt fortgeführt werden. Nachdem bereits Mitte Juni Insolvenz beantragt worden ist, wurde nun zum 28.08 offiziell das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Mit einem Sanierungskonzept, welches unter anderem jedoch mit dem Wegfall von 46 Jobs und damit über der Hälfte der aktuell 84 Stellen verbunden ist, soll so die Rettung geschafft werden. Auch der Mehrheitseigentümer, die britische ROKiT Gruppe hat dem Sanierungsplan zugestimmt und die dafür notwendigen finanziellen Mittel bereit gestellt. Es bleibt nun zu hoffen, dass die Sanierung gelingt und es die aus meiner Sicht wirklich guten Biere auch weiterhin geben wird. Im folgenden Test wird nun das Vario Weizen, eines der Biere aus der Kooperation mit Fendt geben, das auf einen Alkoholgehalt von 5,3% kommt.
Zur Optik: Ein bernsteinfarbenes, naturtrübes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.
Zum Geruch: Ein fruchtiges, beeriges Aroma. Ansonsten kommen noch Pflaume durch. Insgesamt ist es ein sehr reifes Fruchtaroma. Aber auch leicht säuerlich riecht das Bier.
Zum Geschmack: Ein getreidig fruchtiges Aroma. Ich schmecke ganz klar Pflaume und eine sehr reife Banane heraus. Eventuell geht es in Richtung Kochbanane, da der Geschmack nicht so ganz süßlich ist. Auch im weiteren Trinkverlauf hat man ein fruchtiges, aber nicht unbedingt süßliches Aroma, kombiniert mit Getredigenoten. Im Antrunk noch eher kernig bis würzig, kommen im Abgang dann fruchtige Noten besonders zum tragen.
Zum Fazit: Nicht schlecht. Man hat ein kräftiges, äußerst wohlschmeckendes Weizenbier mit schöner Fruchtigkeit, aber auch entsprechender Würze. Von mir gibt es dafür 4 Sterne.