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Fohrenburger Weizen

Sonntag Morgen. Das schreit nach einem zünftigen Frühschoppen und welche Biersorte eignet sich dafür besser als ein Weissbier. Das es dabei nicht immer nur eines aus Bayern bzw. aus Deutschland sein muss, zeigt mein nächster Biertest. Denn auch bei unseren Nachbarn in Österreich ist die obergärige Bierspezialität beliebt und es gibt inzwischen einige Brauereien die ein eigenes Weizenbier im Sortiment haben. So auch die Vorarlberger Brauerei Fohrenburg, deren Weizenbier ich heute verkoste. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein naturtrübes bernsteinfarbenes Bier. Es hat eine ordentliche Schaumhaube, die recht schnell wieder verfliegt.

Zum Geruch: Ein getreidiges Aroma mit einer leicht hefigen Komponente. Die klassische Banane ist etwas vorhanden.

Zum Geschmack: Man hat ein getreidiges Bier, das aber im Nachgang den Fokus auf eine etwas hefigere Aromatik legt. Es ist aber dabei auch ganz leicht spritzig. Es ist ein Bier, das auch im weiteren Trinkverlauf, doch auch sehr über das hefige kommt sodass sich ein langer bananiger Abgang vollzieht und dieses Mundgefühl auch noch sehr lange im Abgang hängen bleibt. Ich finde das schon ein wenig penetrant und mir ist das zu hefig. Das hefige ist zwar durchaus auch schön fruchtig und der Körper kräftig, mir fehlt hier aber durchaus die Würze.

Zum Fazit: So richtig überzeugt bin ich von diesem Weizenbier nicht. Mir ist das einfach zu hefig und auch die Kohlensäure fehlt mir hier, von Hopfenwürze will ich dabei gar nicht erst anfangen. Das gibt 2 Sterne.

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Adler Stettfelder Weisse

Vor längerer Zeit hatte ich von der Adlerbräu aus dem fränkischen Stettfeld bereits das Alt-Fränkische Lagerbier verkostet. Mit der Stettfelder Weisse werde ich nun ein weiteres Bier der 1730 gegründeten Brauerei vorstellen. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,4%.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier mit eher zurückhaltender Schaumkrone

Zum Geruch: Das Bier riecht durchaus eher brotig und getreidig in der Nase mit etwas Banane

Zum Geschmack: Ich habe ein sehr erfrischendes Bier mit einem etwas hefigen Abgang. Zunächst ist die Kohlensäure recht gut dosiert. Bereits im Abgang hat man durchaus etwas hefiges und es setzt sich auch dann etwas bananiges am Gaumen fest. Dennoch hat es auch eine gute leicht kräutrige Noten des Hopfens, die für etwas Abwechslung sorgt. Insgesamt wirkt das Bier sehr frisch und auch im weiteren Trinkverlauf sehr lebendig. Der Körper des Bieres ist kräftig und präsent. Im abgang zeigt sich eine deutliche Würze und insgesamt iste s ein durchaus kerniges Weizen. Dazu ist es auch nicht zu süß.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ich finde man hat hier ein kräftiges und vor allem auch überraschend würziges Weizen, das dennoch auch Raum für die typische Banane lässt.

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Jacob Dunkles Weissbier

Mein nächster Biertest führt mich wieder nach Bayern zur Familienbrauerei Jacob, die bekannt für ihre Weissbiere ist. Ich verkoste heute deren dunkle Version. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, dunkelbrauens Bier. Es hat einen mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiges Aroma habe ich in der Nase, sonst ist es eher zurückhaltend und nur leicht bananig.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier, das sehr süßlich ist und bei dem sich dieser Eindruck auch im Mund ausbreitet. Der Körper ist durchaus kräftig und im Nachgan kommt auch etwas Banane. Dazu verfügt das Bier dort auch über eine gewisse Säure. Insgesamt ist es im Mundgefühl auch leicht cremig insgesamt bleibt das Bier aber hefig süßlich im Geschmack. Die Kohlensäure ist okay dosiert, könnte aber mehr sein. Ab und an blitzen auch noch etwas Röstaromen auf.

Zum Fazit: Ein solides Weissbier, bei dem mir vor allem der grundlegende Geschmack gefällt. Es ist ein getreidg süßliches, manchmal etwas zu süßliches Bier mit angemessenem Körper. Ich ziehe aber einen Punkt ab, da für mich nicht klar genug das Dunkle an diesem Weizenbier herauszuschmecken ist. Das gibt schlussendlich eine Wertung von 3 Sternen.

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Gruibinger Spezial Weißbier Hell

Es gibt etwas neues aus Gruibingen. Von der Lammbrauerei Hilsenbeck die sonst eigentlichen hauptsächlich untergärige Biere braut gibt es seit einigen Wochen nun auch ein Weißbier. Wie dieses schmeckt soll nun der folgenden Test aufzeigen. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein trübes, orangenes Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hefiger, sehr getreidiger Geruch, aber auch etwas würzig kräutrig an Nelke erinnernd und die obligatorische Banane sind vorhanden.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier das auch geschmacklich durchaus im Körper auffällig kräftig ist und bei dem mir vor allem der eher hopfiger kräutrige Ab bzw. Nachgang auffällt. Es zunächst gar nicht unbedingt so hefig fruchtig. Vor allem aber ist auch die Kohlensäure optimal dosiert, was das Bier sehr süffig macht. Jedoch finde ich das die Kohlensäure im weiteren Trinkverlauf etwas nachlässt. Ab und an zeigt sich auch etwas Banane im Abgang bzw. wird das Bier durchaus etwas fruchtig. Insegsamt finde ich es aber ein eher getreidgeres Weizenbier mit ansprechender würziger Hopfung im Abgang.

Zum Fazit. Ein eher rustikalerer Vertreter seiner Art, was mir aber durchaus zusagt. Das Bier ist kräftig, getreidig und hat einen würzigen Abgang. Dafür ist es weniger hefig und fruchtig. Mir gefällt das und dafür gibt es 4 Sterne.

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Nothhaft Rawetzer Weißbier

Von der Brauerei Nothhaft aus Marktredewitz habe ich als nächstes ein Weißbier im Test. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,4%.

Zur Optik Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier mit nicht all zu viel Schaum.

Zum Geruch: Das Bier reicht sehr hefig mit einer schönen Banane.

Zum Geschmack: Das Bier hat einen durchaus intensiven Hefegeschmack und auch die Kohlensäure prickelt sehr ansprechend am Gaumen. Dennoch ist das Bier vor allem hefig und mit einer schönen Bananennote versehen. Das Bier hat insgesamt einen kräfrigen Malzkörper und prickelt ganz gut. Dazu ist das Bier durchaus süffig und hat einen leicht fruchtigen Abgang, der bananig ist hefig und teilweise etwas zu hefig ist , was dann leicht unangenehm am Gaumen hängen bleibt.

Zum Fazit: Ein solides Weizenbier, welches man gut trinken kann. Von mir gibt das eine Wertung von 3 Sternen.

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Azuga Nefiltrata

Im nächsten Test geht es dieses Mal wieder außerhalb Deutschlands nach Rumänien, genauer gesagt ins tiefste Transsilvanien nach Azuga. Der Ort in den Karpaten ist vor allem fürs Skifahren und eben auch das gleichnamige Bier bekannt. 1870 gegründet, etablierte sich die Brauerei schnell als eine der größten in Rumänien. Das Unternehmen hat seither viel erlebt, Königreich, Verstaatlichung im Kommunismus, Reprivatisierung und schließlich die Übernahme durch Ursus im Jahre 2009. Diese entschlossen sich dann schlussendlich auch zur umgehenden Schließung der Produktion in Azuga. Seither wird die Biermarke Azuga von Ursus als Spezialitätenmarke abseits der sonst in Rumänien typischen Lagerbiere geführt. So ist mein heutiges Bier z.B. ein klassisches Weizenbier bayerischer Brauart. Passenderweise ließ Ursus das Azuga Bier auch eine Zeit lang bei einer kleinen Brauerei in Bayern brauen. Seit 2021 wird Azuga aber wieder in Rumänien, in Cluj gebraut. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,3%. Abschließend gebührt meinem treuen Bierspender noch ein besonderer Dank fürs Besorgen des Bieres.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier Es hat einen sehr schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht wirklich sehr hefig. Neben der Banane kommt ordentlich Vanille in die Nase wie ich finde.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das auf mich sehr hefig wirkt und auch sehr süßlich ist. Es hat aber nichts zuckriges an sich und das hefige hält sich in Grenzen. Dem Bier könnte noch etwas an Kohlensäure guttun und auch vom Hopfen schmecke ich wenig. Es ist gegen Ende etwas zu hefig und man hätte vor allem noch mehr Kohlensäure in das Bier einbauen können um es süffiger zu machen.

Zum Fazit: Ich weiß nicht so recht. Für ein Weizen ist mir das Ganze viel zu hefig. Es fehlt dem Bier einfach an Kohlensäure damit es wirklich lecker wäre. Das gibt eine Wertung von 2 Sternen.

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Freudenberger Weizen

Noch immer sind viele Menschen in der Oberpfalz traurig bis entsetzt auf Grund des Anfang des Jahres von der Eigentümerfamilie Märkl verkündeten Endes der Freudenberger Brauerei. Im Mai wurden dann die letzten Kisten des Freudenberger Biers verkauft und so möchte ich als quasi Hommage noch einmal etwas zum Weizen von Freudenberger schreiben. Vielleicht hat ja auch noch irgendjemand irgendwo ein Fläschchen dieses Bieres bei sich im Keller stehen. Der Alkoholgehalt liegt in jedem Falle bei 5,3%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, goldenes Bier. Es hat einen durchaus annehmbaren weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier reicht leicht hefig und nur ein ganz klein etwas von Frucht bzw. Banane.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einem durchaus kräftigen, malzigen Körper. Geschmacklich finde ich es aber doch noch etwas zurückhaltend. Dominant ist in diesem Bier tatsächlich der schöne Malzkörper der in einen schönen süßlichen Abgang übergeht, bei dem sich dann auch die Banane etwas zeigt und das Bier im Geschmack dann auch insgesamt hefiger wird. Insgesamt ein fruchtig hefiges Weizenbier, bei dem etwas die Würze fehlt.

Zum Fazit: Ein solides Weissbier, aber in meinen Augen definitiv nicht die Krone der Weizenbierbraukunst. Kann man aber dennoch trinken und irgendwie ist es schon schade, das es Freudenberger Bier nicht mehr geben wird. ich vergebe hier 3 Sterne.

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Abk Weizen Anno 25 Hefeweizen

Auch wenn das Sommerwetter gerade sehr wechselhaft erscheint und man eher zum Pulli als zum T-Shirt greift sollte man sich seine Laune dadurch nicht verderben lassen und sich statdessen einfach ein Bier gönnen, welches einen in sommerliche Stimmung versetzt. Wie wäre es da zum Beispiel mit einem Weizenbier. Jenes der Aktienbrauerei aus Kaufbeuren werde ich im nun folgenden Beitrag vorstellen. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hefiges Aroma, dass auch gewisse Fruchtaromen bereithält und getreidige Noten dazu hat.

Zum Geschmack: Man hat ein Bier, das schon im ersten Eindruck sehr erfrischend und belebend durch die Kohlensäure wirkt. Es ist leicht getreidig süßlich mit einer ganz kleine karamelligen Note im Abgang. Der Körper ist hier durchaus kröftig und präsent. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier, das sehr schöne hefige Noten hat und sehr frisch wirkt. Dazu hat man auch die klassischen Fruchtaromen, bei denen vor allem die Banane präsent ist. Hopfen ist nur leicht zu schmecken.

Zum Fazit: Ein sehr erfrischendes und spritziges Weizenbier, das dennoch kräftig und vollmundig im Geschmack ist. Etwas würziger dürfte es noch sein. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Nordbräu Simmerl Weisse

Benannt nach Simon Wittmann, einem legendären ehemaligen Inhaber der Nordbräu in Ingolstadt und direkter Vorfahre der heutigen Geschäftsführung ist die Simmerl Weisse das neueste Produkt im Weißbiersortiment von Nordbräu. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, helloranges Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr sehr hefiges und dazu auch banaiges Aroma. Dazu hat es eine kleine Hopfennote

Zum Geschmack: Der Einstieg ist sehr hefig und irgendwie hat das Bier auch eine etwas herbe hopfige Nuance. Es ist ein Bier mit einer durchaus hefig bananigen Note, die auch im Abgang sehr präsent ist und dazu auch etwas Zitrus hat. Dazu hat man aber dann auch eine etwas hopfige Note. Es ist auch im weiteren Trinkverlauf ein vanillig hefiges Bier mit schönem langanhaltenden fruchtigen Abgang.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen. Es überzeugt mich vor allem durch seinen langanhaltenden fruchtigen Abgang.

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Hohenthanner Holzhacker Weisse Dunkel

Für meinen nächsten Biertest nehme ich euch mit nach Niederbayern. Früher der Trunk der Holzhacker in den Wäldern rings um das Schloss Hohenthann, kann die Holzhacker Weisse nun auch von jenen genossen werden, die vielleicht nicht vorher erst im Wald oder wo auch immer waren und Holz gemacht haben. Der Alkoholgehalt dieses dunklen Weissbieres liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, dunkelbraunes Bier. Es hat einen ganz ordentlchen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiger, leicht röstiger Geruch mit etwas Banane oder auch Schokobanane.

Zum Geschmack. Im ersten Eindruck hat man ein Bier mit einem getreidigen Aroma und kräftigem Körper. Es ist etwas trocken und röstig im Abgang, aber auch nicht besonders spektakulär. Es handet sich um ein Bier mit einem durchaus präsenten Malzköprer, der aebr nicht so geschmacklich auffält und tiefgründig ist und nur leicht röstig. Im Abgang ist es süß und man hat reife Bananennoten und etwas Karamell. Ganz leicht spürt man auch den Hopfen der dem Bier etwas Würze am Gaumen verleiht. Röstnoten kommen leider nur sehr selten durch.

Zum Fazit: Ein gutes solides Weizenbier, bei dem ich mir aber wünschen würde, dass das dunkle Malz noch besser zur Geltung kommt. So könnte man es auch mit einem etwas dunkleren hellen Weizenbier verwechseln. 3 Sterne.