Veröffentlicht in 2-Sterne

Wolf Helles

Im heutigen Test lassen wir den Wolf raus, doch ist es nicht etwas perplex, das das Bier der Brauerei Wolf ursprünglich aus Fuchsstadt kommt. Wenn ich sage ursprünglich, dann muss man auch zu diesem Bier sagen, dass es die Brauerei Wolf in ihrer eigenständigen Form seit 2009 leider nicht mehr gibt. Aufgrund von wirtschaftlichen Schwierigkeiten suchte die kleine fränkische Brauerei einen Investor und fand diesen in Form der Kauzenbräu aus Ochsenfurt. Nach der Stilllegung des Betriebs in Fuchsstadt werden die Biere nun seit 2009 beim Kauz gebraut. Stilistisch werde ich mich heute dem Hellen Vollbier der Marke Wolf widmen, das auf einen Alkoholgehalt von 4,9% kommt.

Zur Optik: Ein klares, golden, helles Bier. Es hat jetzt nicht unbedingt viel Schaum.

Zum Geruch: Es riecht brotig und kernig mit einem ganz kleinen süßlichen Einschlag.

Zum Geschmack: Ein rundes, leicht süßliches Bier ist es im ersten Eindruck. Es prickelt schön auf der Zunge und ist ganz leicht karamellig. Im Hals ist es leider leicht kratzig und daher nicht so erfrischend. Irgendwie hat es auch eine  merkwürdige Süße die mitschwingt. Man schmeckt auch das Hopfen dabei ist, der sich vor allem dann im Nachgang auch zu bemerkbar macht, indem er das getreidige leicht ummantelt und dem Bier so einen hopfige Note verleiht. Vor allem bleibt im Nachgang ein harzig anmutender Hopfenton am Gaumen übrig.

Zum Fazit. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 2 Sternen, da dieses Helle irgendwie ein wenig lieblos zusammengewürfelt wirkt. Es hat Kanten, ja aber dieses sind nicht unbedingt schmackhaft. Vor allem hat es diese komische Süße.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Oberdorfer Helles

Es gibt ein neues Helles. Seit einiger Zeit ist in den Getränkemerkten vermehrt das Oberdorfer Helle zu finden. Hinter dem Bier steckt das Allgäuer Brauhaus, das damit versucht auch ein Stück vom Kuchen im wachsenden Markt der Hellbiere abzugreifen. Dabei ist das Bier, wie viele andere Helle optisch bewusst auf bayerisch getrimmt. Der Name Oberdorfer leitet sich von der Stadt Marktoberdorf ab, in deren Stadtteil Leuterschach sich seit 2004 die Produktionsstätte des Allgäuer Brauhauses befindet, nachdem man zuvor jahrhundertelang in Kempten gebraut hatte. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiges, leicht süßliches Aroma.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier, welches ein paar süßliche Noten hat und gegen Abgang auch etwas brotigere Noten. Man hat eine ganz gute getreidige Note mit leichter Süße ohne das diese dabei zu aufdringlich wird. Es hat teilweise etwas grünlich-erdiges. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein wenig süßlich. Dazu prickelt es immer wieder leicht am Gaumen. Im Nachgang hat es nichts besonders aufzuweisen und ist relativ neutral bzw. schnell verschwunden. Der Malzkörper ist leicht wie sich das für ein Helles gehört.

Zum Fazit: Das Bier ist sicherlich keines auf das Bierwelt gewartet hätte. Aber das muss es auch gar nicht. Hier handelt es sich um ein grundsolides, handwerklich einwandfrei gebrautes Bier, das recht gut zu trinken ist. Es könnte noch etwas mehr Kohlensäure vertragen. Dazu ist es aber auch recht langweilig und sticht bei der inzwischen vorhandenen Masse an Hellen überhaupt nicht heraus. Wer es sich aber dennoch kauft macht damit sicherlich auch keinen Fehler, den es ist unkompliziert zu trinken und auch sehr erfrischend. Ich gebe dem Bier solide 3 Sterne.

Veröffentlicht in 5-Sterne

Hübner Vollbier

Im fränkischen Steinfeld, einer nur rund 400 Einwohner fassenden Gemeinde des Ortes Stadelhofen befindet sich die Brauerei Hübner. Etwa 1720 das erste mal erwähnt, ist die kleine Brauerei, seit 1820 in Familienbesitz. Das klassische fränkische Vollbier, ist das Standardbier der Brauerei und ganzjährig erhältlich. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein bernsteinfarbenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Erstaunlich fruchtig und an Waldbeeren erinnerndes Aroma. Es riecht sehr süßlich, aber nicht malzsüßig. Wilde Erdbeeren tummeln sich vor allem in der Nase. Ich bin überrascht.

Zum Geschmack: Auch hier schwingt dieser leicht fruchtige Geschmack mit. Ergänzt wird er hier aber zusätzlich durch eine brotig krustige Note und einen dezenten Hopfeneinsatz, der hier eher von der würzigen Seite kommt. Der Hopfen und das Malz harmonieren sehr gut miteinander und so suggeriert es den leicht herben Geschmack einer kross gebackenen Brotkruste, welche hier noch um diese leichte Fruchtigkeit ergänz wird. Im Nachgang hat man vor allem fruchtige Hopfennoten, die den Geschmack dominieren. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es immer noch ein harmonisches Zusammenspiel. Im Abgang entwickeln sich jetzt leicht karamellige Noten.

Zum Fazit: Ich kann über dieses Bier nur positiv schreiben. Man hat ein sehr abwechslungsreiches Aroma, das viele verschiedene Facetten hat. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 5 Sternen.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Neunspringer Carl Kuntze

Auch für meinen nächsten Test geht ein Dank an meinen treuen Bierspender, der mir dieses Bier mitgebracht hat. Dieses Mal geht es nach Thüringen zur Brauerei Neunspringe. Die Brauerei mit dem ungewöhnlichen Namen wurde 1867 von Carl Kuntze in Worbis gegründet. Ihr ungewöhnlicher Name geht auf einen Flurnamen zurück und hat mit Quellen zu tun. Angeblich entsprangen gleich 9 auf dem Gelände der Brauerei. Das Carl Kuntze, nach dem Brauereigründer benannte Bier, werde ich heute verkosten. Das helle Vollbier kommt auf einen Alkoholgehalt von 5,4%.

Zur Optik: Ein ganz leicht trübes, goldenes Bier. Es hat eine ganz passable Schaumkrone.

Zum Geruch: Ein getreidiges und leicht brotiges Aroma habe ich in der Nase. Es ist dazu von einer ordentliche Fruchtnote untermalt.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier mit einem leicht getredgen Aroma. Es ist etwas bitter und dezent fruchtig im Mundgefühl fast schon leicht saftig. Es wirkt dazu sehr erfrischend, dezent herb und irgendwie einfach ein wenig fruchtig im Nachgang. Der Malzkörper ist vorhanden und durchaus auch präsent. Es ist ein Bier, das auch im weitere Trinkverlauf sehr erfrischend ist. Das Mundgefühl bleibt lange im Mund erhalten und man hat etwas von dem Bier das bleibt.

Zum Fazit: Ein wirklich gutes Bier, das überraschend fruchtig bzw. obstig ist. Vor allem das Mundgefühl das harmonisch wirkt und lange erhalten bleibt überzeugt mich. Das gibt 4 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Scheible Vollbier Hell

Im nächsten Test habe ich wieder ein Bier von einer Brauerei, die schon seit längerer Zeit nicht aktiv ist, deren Biere aber nach wie vor zu haben sind. Die Brauerei Scheible war eine Brauerei, die im Jahre 1621 in Alersheim gegründet wurde. Alersheim liegt in Bayern in der Nöhe von Donauwörth. Im Jahre 2000 wurde die Bierproduktion jedoch eingestellt, das Gasthaus und die Brennerei werden jedoch immer noch von der Familie Scheible betrieben. Das Bier wird heute von der Wallersteinschen Brauerei gebraut und ist als Helles und Weizen erhältlich. Ich verkoste heute das Helle, das einen Alkoholgehalt von 4,8% hat.

Zur Optik: Ein goldenes Bier. Es wirkt ganz ganz leicht trüb. Der Schaum ist ca. 1cm breit.

Zum Geruch: Ein sehr brotiger Geruch. Jedoch ist es insgesamt recht mild und geruchsneutral.

Zum Geschmack: Im Antrunk prickelt dieses Bier leicht, bevor es dann in eine malzige Brotsüße übergeht. Im Abgang wird es wenig komisch, denn dann kommen leicht metallische und erdige Aspekte durch. Es wirkt auch ein bisschen hart im Wasser und vom Mundgefühl. Im Abgang hat man leicht süße Malznoten, die wiederum sehr fein und frisch wirken. Sogar ein wenig Honig lässt sich vermuten.

Zum Fazit. Gut und schlechte Aromen halten sich hier die Waage, nachdem man aber einen etwas holprigen Einstieg überwunden hat gewöhnt man sich recht rasch an dieses Aroma. Für mich reicht das noch so für 3 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Huppendorfer Vollbier

Heute gibt es wieder ein Bier aus dem wunderschönen Franken. Verkostet wird das Bier der Brauerei Grasser aus der oberfränkischen Ortschaft Huppendorf unweit von Bamberg. Das Vollbier ist einer der Klassiker Brauerei und sogar der ganzen Region.

Zur Optik: Ein dunkelgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen ganz schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidig brotiges Aroma habe ich in der Nase. Es kommen dazu noch leicht hopfige Noten.

Zum Geschmack: Ein mildes, aber auch würziges Aroma. Im Abgang hat man ein schönes brotiges Aroma mit leichten karamelligen und nussigen Tendenzen. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein sehr würziges Bier mit diesem feinen süßlichen nussig-karamelligen Abgang. Dazu kommer immer wieder leichte hopfig bittere Noten.

Zum Fazit: Ein wirklich gutes Lager/Vollbier. Ich gebe diesem wunderbaren Gebräu eine Wertung von ganzen 4 Sternen.

Veröffentlicht in 2-Sterne

Wulle Vollbier Hell

Wir wollen Wulle, dieser Slogan war früher so ziemlich jedem im Großraum Stuttgart und auch darüberhinaus ein Begriff. Denn die Brauerei Wulle war bis Anfang der 1970er Jahre ein der größten Brauereien in Stuttgart und Umgebung. Doch dann kam 1971 das plötzliche aus, als die Brauerei vom stadtinternen Konkurrenten Dinkelacker geschluckt und geschlossen wurde. Mit den Jahren geriet das Bier immer mehr in vergessenheit, auch wenn es nie ganz verschwand, da vielerorts noch Reklame und gläser zu finden waren. Dies blieb so bis 2008, als die MArketingabteilung der Dinkelackerbrauerei den genialen Versuch wagte die Kultmarke wiederzubeleben. Das Projekt wurde ein voller Erfolg und Wulle avancierte zu dem Trendbier in Stuttgart und der Region und ist gerade auch beim Jüngeren Publikum sehr beliebt. Der Bierstil des Wulle Bieres entspricht einem hellen untergärigen Vollbier. Es besitzt einen Alkoholgehalt von 5%.

Zur Optik: Goldenes Klares Bier. Der weiße Schaum ist sehr schön und ca. 2 cm breit.

Zum Geruch: Feinmalziger Geruch. Ein wenig Honigsüße. Riecht sehr frisch.

Zum Geschmack: Plätzchenteig. Leicht ledrige Noten. Im Abgnag bitter und ölig. Insegsamt sehr lebendig und frisches Bier. In Abstrichen leicht säuerlich/muffig. Hat im Nachgang so ein etwas unangenehmes mateallisaches Aroma. Nasonsten hat das Bier nicht viel Aroma. Die Malzsüße ist leider gar nicht vorhanden. Der Hopfen an dem Bier ist ganz ok und unterstützt das Bier dezent. Positiv ist das man einw eiches Mundgefühl hat und das Bier sher süffig und frisch wirkt.

Zum Fazit: Ein Bier das wie ich finde im Geschmack oft schwankt und bei dem es darauf ankommt welche Nuancen durchkommen. Insgesamt eher Durchschnitt mit Tendenz nach unten. Hierfür gibts nur 2 Sterne auch wenn ich mir bewusst bin das es manchmal auch drei sein könnten.