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Braufactum Clan

Mit dem Clan habe ich nun ein Bier der Marke Braufactum im Test. Braufactum ist ein Produkt bzw. eine Marke von Deutschlands größter Brauereigruppe Radeberger und war eine der ersten, die das Thema Craftbeer im deutschen Raum bekannt machten. Inzwischen haben bekanntermaßen viele nachgezogen und das Thema Craftbeer ist wenn man so will auch im breiten Mainstream angekommen. Das Clan ist ein Scotch Ale, mit einem Alkoholgehalt von 6,4%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, braunes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein röstiges, aber auch lakritziges und toffeeartiges Bier.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es sehr herb röstig und sogar auch leicht torfig im Abgang. Es geht dabei wirklich röstig erdige Richtung. Im weiteren Trinkverlauf wird es mir dann teilweise etwas zu süßlich und diese torfig rauchigen Noten geraten etwas in den Hintergrund.

Zum Fazit: Ein solides und ordentliches Scotch Ale, bei dem ich vor allem die trofigen Noten im Antrunk sehr überzeugend finde. jedoch lässt das ganze im weiteren Trinkverlauf etwas nach. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen.

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Silly Scotch

Im heutigen Test habe ich wieder ein Bier von unseren belgischen Nachbarn. Dabei handelt es sich um ein Bier der Brasserie de Silly aus der gleichnamigen Wallonischen Stadt. Ihre Anfänge hat die Brauerei als eine für die Region typische Farmbrauerei, die hauptsächlich dazu da war die Farmarbeiter mit Bier zu versorgen. Inzwischen ist die Brauerei in der sechsten Generation, genauer gesagt ist sie seit 1860 in Besitz der selben Familie und hat ein breites Sortiment, das nicht nur obergärige, sondern auch untergärige Biere umfasst. Das Silly Scotch, mein heutiges Testbier, ist ein klassisches Scotch oder Brown Ale. In Belgien hat sich diese Sorte im Zuge des ersten Weltkriegs etabliert, als britische Soldaten die Sorte mitbrachten und die ansässigen Brauereien dazu veranlassten Biere dieses Stils zu brauen. Der Alkoholgehalt liegt bei 7,5%.

Zur Optik: Ein trübes, rotbraunes Bier. Es hat einen röstigen Schaum.

Zum Geruch: Ein röstig cremiges Aroma und es ist mit einer leicht beerigen Note versehen.

Zum Geschmack. Im ersten Eindruck ist es sehr süßlich und vor allem in Richtung Abgang wird es sehr sehr zuckrig. Es ist ganz leicht röstig am Gaumen. Es ist im weiteren Trinkverlauf ein wenig säuerlicher und irgendwie hat man auch ganz süßliche Noten die leicht nach sauren Kirschen schmeckt aber auch an einen Pudding erinnern könnten. Es ist mir im Abgang dann auch ein wenig zu süßlich und das ganze wirkt mir etwas zu zuckrig, gar ein wenig künstlich. 

Zum fazit: Mir ist dieses Bier wirklich ein wenig zu süßlich und zuckrig. Ich hätte mir hier etwas mehr Röstnoten gewünscht. So komme ich auf eine Wertung von nur 2 Sternen. 

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Achouffe McChouffe

In meinem heutigen Biertest widme ich mich wieder einem Bier der Brauerei d’Achouffe aus dem belgischen Houffalize. Dieses Mal wird von mir das McChouffe, ein dunkles Bier verkostet. Das Mc im Namen soll darauf hinweisen das es sich stilistisch an einem Scotch Brown Ale orientiert. Der Alkoholgehalt liegt bei 8%.

Zur Optik: Ein braunes, naturtrübes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr an Lakritze erinnerndes Bier. Es riecht irgendwie ein wenig schmierig. Dazu kommt ein wenig Toffee.

Zum Geschmack: Ein sehr süßliches Bier bei dem die im Geschmack wahrgenommenen Anklänge von Lakritz vorhanden sind und eventuell auch ein wenig reife Pflaume dazu kommt. Zusätzlich ist noch etwas kräutriges und im Nachgang dann einen ungewöhnliche herbe Note am Gaumen dabei. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein guter Mix zwischen diesen karamelligen und vor allem lakritzlastigen Noten mit einem guten Hauch von kräutrigem, was mich an Koriander erinnert. Vor allem die herben Noten am Gaumen runden den Geschmack sehr gut ab. Im Nachgang ist es ein wenig schmierig. Man schmeckt überhaupt nichts alkoholisches trotz der 8,0% Alkohol.

Zum Fazit: Eine sehr runde Angelegenheit ist dieses Bier. Wenn man diesen Mix aus kräutrigen und lakritzigen Noten mag ist man bei diesem Bier ganz gut aufgehoben. Ab und an ist es vielleicht ein wenig zu klebrig und schmierig, aber ansonsten habe ich nicht viel zu bemängeln. Das gibt 4 Sterne.

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Nils Oscar Scotch Ale

Im heutigen Biertest geht es dieses Mal wieder in den hohen Norden nach Schweden. Dort möchte ich ein Bier der Stockholmer Nils Oscar Bryggeri verkosten. 1996 als Tärno Bryggeri gegründet, änderte sie ihren Namen 2006 schließlich zugunsten des Mannes, der auch auf dem Etikett zu sehen Ist. Nils Oscar war ein schwedischer Farmer, der zeitweise in den USA lebte und es zu Wohlstand und einem guten Ruf brachte. Die Farm von der die Brauerei ihr Malz bezieht geht auf ihn zurück und so benannte sich die Brauerei schließlich ihm zu Ehren um. Außerdem sind die Besitzer der Brauerei Nachfahren eben jenes Nils Oscar. Verkosten möchte ich das Scotch Ale, dass einen Alkoholgehalt von 8,2% hat.

Zur Optik: Ein tiefschwarzes, naturtrübes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen und leicht cremigen Schaum.

Zum Geruch: Ein wirklich sehr intensiver röstiger Geruch den man da hat. Es riecht sehr schön nach Kaffee. Auch eine leicht Lakritze und etwas rauchig torfiges rieche ich. Das Röstmalz ist jedoch dominant.

Zum Geschmack: Es ist auch hier im ersten Eindruck ein sehr sehr röstiges Bier, das eindeutig auf der sehr intensiven kaffeeartigen Welle reitet. Die Kaffeenoten sind wirklich sehr intensiv. Die Kohlensäure hält sich dezent zurück, was diesem Bier sehr gut zu Gesicht steht.  Es bewahrt sich dennoch auch eine gewisse Herbe, die vor allem im Abgang sehr deutlich durchkommt. Dazu klingen hier und da ein paar torfige und rauchige Noten an.

Zum Fazit: Ich hatte selten ein Bier, das so schöne Kaffeenoten hatte. Dazu ist dieses leicht rauchige perfekt eingebunden. Im vergleich zum gestrigen Bier fehlt aber etwas die Variabilität und ist zu sehr auf das röstige ausgerichtet. Ich gebe hierfür sehr gute 4 Sterne.