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Kilkenny Irish Red Ale

Neue Woche neues Bier. In meinem heutigen Biertest widme ich mich einem Bier, welches zusammen mit dem Guinness Extra Stout eigentlich zum festen Inventar eines jeden Irish Pubs gehört, nämlich dem Kilkenny Irish Red Ale. Somit ist es auch nicht verwunderlich, das beide Biere aus der selben Brauerei in Dublin kommen. Die Ursprünge dieses Bieres liegen aber, wie der Name schon vermuten lässt, in Kilkenny, genauer gesagt in der dortigen  St. Francis Abbey. Dieses Kloster ziert im übrigen auch das Etikett des Bieres. Gegründet wurde die Brauerei im Jahre 1710 von John Smithwick. Im übrigen wird das Bier eigentlich auch unter dem Namen Smithwicks vertrieben. Aufgrund von Marketingstrategien, wird das Bier aber außerhalb Irlands unter dem griffigeren namen Kilkenny vertrieben. Mit einem Alkoholgehalt von 4,2% ist es ein eher leichteres Bier.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, rötliches Bier. Auch der Schaum ist leicht rötlich angehaucht.

Zum Geruch: Ein getreidig und vor allem auch röstiges Aroma hat das Bier. Dazu kommen noch etwas Karamell und eine ganz kleine beerige Note, die etwas von Johannisbeere hat

Zum Geschmack: Ein beerig malziges Bier, bei dem die röstige Note deutlich durchkommt. Die Kohlensäure ist mir zunächst ein wenig zu kratzend. aber man hat dafür im Ab- bzw. Nachgang ein sehr schönes Malzaroma das bis in die Backen gelangt. Vor allem die leicht röstigen und karamelligen Noten kommen im weiteren Trinkverlauf sehr gut durch. Vom Mundgefühl ist das bier eher schlank und auch der Körper ist nicht so kräftig. Der Hopfen ist leicht bitetr am gaumen, vor allem gegen Ende.

Zum Fazit: Ein durchaus trinkbares Bier, welchem mir aber die geschmackliche Tiefe und der Ahaeffekt fehlt. Dennoch gehobener Durchschnitt und mir 3 Sterne wert. Frisch gezapft im Irish Pub fand ich es sogar noch ein wenig besser.

Veröffentlicht in 2-Sterne

Brlo Redlight Ale

Berlin ist mittlerweile wieder ein Zentrum des Bieres geworden. Waren vor ca. zehn bis Fünfzehn nur noch 2 Brauereien wirklich aktiv in der größten Stadt Deutschlands, so sind in den letzten Jahren etliche kleine Craftbrauereien wie Pilze aus dem Boden geschossen. Vor allem auch durch das internationale Flair bedingt, hat die Craftbeer Bewgung in Berlin besonders schnell Fuß gefasst. Denn im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland, bietet sich in Berlin nunmal die Szene die offener gegenüber neuen Geschmacksrichtungen und international geprägten Bieren ist. Aus eben einer dieser neuen kreativen Brauereien stammt auch das heutige Testbier. Es stammt von der erst 2014 gegründeten Brauerei Brlo. Abgeleitet vom alten slawischen Namen der Stadt Berlin, hat sich die Brauerei in den letzten Jahren zu eine der top Bieradressen in Berlin entwickelt. Verkostet wird heute das redlight Ale, das lustigerweiße eigentlich aus einem fehlgeleiteten Brauversuch stammt. Da es aber dennoch geschmacklich so sehr überzeugte, das die Brauer hellauf begeistert waren kam es in die Flasche und steht nun vor mir auf dem Tisch. Das Redale hat einen Alkoholgehalt von 5%.

Zur Optik: Rotoranges und trübes Bier. Sehr schöner feinporiger weißer Schaum.

Zum Geruch: Fruchtiges beeriges Aroma in der Nase, Noten von Himbeere aber auch herbe grasige Töne. Zusätzlich tropische Einflüsse von Maracuja und Passionsfrucht.

Zum Geschmack: Sehr bitterer Nachgeschmack, der als erstes heraussticht. Im Antrunk kommen die Fruchtigen Noten zum Tragen. Alles eingebettet in ein feinmalziges Malzbett. Wirkt insgesamt sehr bekömmlich und leicht trinkbar. Feine hefie Noten runden den Geschmack ab. Man schmeckt aber nicht so richtig so richtig das red heraus. Es wirkt eher wie ein leichtes pale ale. Die fruchtigen Noten kommen leider auch nur noch sporadisch zum tragen. Sie äußern sich wenn dann auch nur in beeriger Natur. Die Herbe im Abgang bleibt jedoch bestehen. Sie ist auch nicht zu herb, sondern genau richtig dosiert, sodass sie dem Bier ein bekömmlich leichten Geschmack verleiht.

Zum Fazit: Ein erfrischendes Sommerbier ist es ja. Sehr spritzig und eine gute Bittere hat es. Es ist aber bis auf die Bittere nur noch ganz wenig andere Geschmack vorhanden. Vor allem gegen Ende wird es dann doch sehr wässrig. Hierfür gibts dann leider nur 2 Sternen.

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Birra Amarcord Volpino

Im heutigen Biertest gibt es ein Bier aus Italien. Es geht zu Birra Amarcord, von denen schon mal ein Bier im Test war. Aus deren Sortiment wird das Volpina, ein red Ale verkostet. Es hat einen Alkoholgehalt von 6,5%.

Zur Optik: Rotbraunes, trübes Bier. Es hat einen leicht cremigen Schaum, der ca. einen Zentimeter breit ist.

Zum Geruch: Hat nussige und fruchtige Töne. Vor allem beerige Töne und etwas von tropischen Früchten  sind ebenso vorhanden. Aber auch Mocca, Kaffee und Schokolade kommen durch.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man durchaus zuerst einmal einen Eindruck von Milchschokolade und etwas von Kaffee. Aber auch beere, Pflaume und leicht florale/harzige Noten hat man. Die Fruchtigkeit wirkt aber auch exotisch mit leichten Noten von Papaya und vor allem Maracuja. Im Abgang ist es dann leicht bitter und prickelt ein wenig an der Zunge. Auch hat man wirklich ein wenig einen Cola Eindruck, wenn er auch eher an die Colaflaschen von Haribo als an echte Cola erinnert. Vermutlich weil da auch ein wenig Kirsch mitspielt. Auch leicht nussige Aromen finden sich im Geschmack

Zum Fazit: Ganz spannendes Bier, dem aber so der letztendliche Kick fehlt. Es ist aber wirklich ziemlich gut und trinkbar. ich vergebe hierfür 4 Sterne.

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Propeller Looping Red Ale

Propeller, etwas das nicht nur an Hubschraubern und Flugzeugen zu finden ist, sondern auch im gut sortierten Getränkemärkte. Denn Propeller ist eine Craftbiermarke, unter der die Privatbrauerei Bosch aus NRW spannende und interessante Biere auf den Markt bringt. Sie entstand dadurch, dass der Inhaber der Brauerei Bosch, Hans Christian Bosch, mit neuen Bierstilen experimentieren wollte. Die Biere wollte er aber nicht unter dem alten Jahrzehnte alten Brauereinamen verkaufen, sondern unter einem jungen hippen Label an den Craftbiertrinker bringen. So entstanden die Propeller Biere. Jahrelang gab es nur zwei Biere, seit kurzer Zeit gibt es aber zwar neue. Eines davon ist das Looping Red Ale, welches heute verkostest wird. Es hat einen Alkoholgehalt von 6,5%.

Zur Optik: Klares weinrotes Bier. Sogar der Schaum hat einen leicht rötlichen Stich.

Zum Geruch: Der Geruch ist erstaunlich sehr verhalten. Man hat aber vereinzelt leichte röstige Noten. Man hat auch Johannisbeere und Noten von Trauben.

Zum Geschmack: Die Trauben und Johannisbeernoten bestätigen sich auch im ersten Geschmack. Man hat im Abgang röstige Noten von Malz, die auch einen leicht süßliche Charakternoten haben. Die Röstmalznoten überwiegen noch. Auch im Abgang hat man diese beerigen Noten, von denen vor allem die Johannisbeere durchkommt. Für ein Ale fehlt mir aber die Bittere, denn es ist doch ein wenig wässrig, vor allem im Abgang. Eine leichte Geschmacksnote ist zwar immer vorhanden, aber diese ist irgendwie ziemlich durchlässig für wässrige Aromen.

Zum Fazit: Dieses Bier ist ganz ok, aber nicht wirklich spektakulär, man hat Noten, die wie die Erdbeernoten sehr gut durchkommen. Aber letztendlich fehlt dem Bier einfach tiefgreifender Geschmack. Es fehlt einfach noch ein wenig Hopfen bzw. Kohlensäure. Ich vergebe hierfür 3 Sterne.