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St. Austell Tribute

Mein nächtest Testbier stammt aus Cornell, jener südwestenglischen Landschaft, die schon so oft in Filmen als Kulisse zu sehen war und die zahlreiche Touristen Jahr für Jahr anzieht. Die St. Austell Brewery ist eine der Traditionsbrauereien in der Region und der Proper Job aus selbigem Hause hat mich bereits sehr überzeugt. Als eine Hommage an die Menschen aus Cornwell und jene die die Brauerei zudem gemacht haben, was sie heute ist und ihre bis heute währende Unabhängigkeit bewahrt haben, das ist laut Website mein heutiges Testbier, das Tribute Ale. Es ist ein klassisches englisches Pale Ale mit einem Alkoholgehalt von 4,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelgoldenes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht fruchtig und geht in die obstige Richtung. Man hat wie ich finde Noten die in Richtung Orange oder Pfirsich gehen.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das durchaus fruchtig ist und im Abgang etwas herb. Man hat schönen Noten, die an Orange oder Mandarine erinnern. Der Körper hingegen ist eher schlank gehalten. Das Bier wirkt auch im Gesamtkontext sehr spritzig und überzeugt vor allem durch seinen etwas süßlichen Abgang. Die hopfigen Nuancen bleiben auch gegen Ende des Trinkvergüngens noch erhalten und sorgen für einen leicht bitteren Abgang.

Zum Fazit. Eine etwas leichtere Version eines IPAs. Das trifft es geschmacklich wie ich finde sehr gut. Man muss aber auch dazu sagen, das es typisch ist, dass klassische Englische Pale Ales und IPAs über einen reduzierten Alkoholgehalt verfügen. Vor diesem Hintergrund ordne ich das Bier mit schönen, nicht zu intensiven Fruchtaromen und einer doch bestimmten trockenen Bittere im Abgang bei 4 Sternen ein.

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Jopen Green Fuel

Green Fuel, ein Gemeinschaftssud von Jopen und Two Chiefs Brewing, die beide aus den Niederlanden stammen, ist mein nächstes Testbier. Stilistisch ist das Bier ein Wet Hop Pale Ale, bei dem der Hopfen frisch nach der Ernte direkt in den Sudkessel wandert. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Es ist ein naturtrübes, orange-gelbes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat ein fruchtig ostiges Bier. Ich nehme Mandarine wahr, dazu kommt noch etwas in Richtung Maracuja und Sternfrucht.

Zum Geschmack: Auch hier hat man Fruchtnoten, aber sie das Bier ist nicht so obstig wie im Geruch wahrgenommen, sondern eher grasig. Ein bisschen sind Fruchtaromen dennoch vorhanden. Man hat ein Bier, Bei dem ich aber auf jeden Fall eine Ananasnote schmecke. Ansonsten hat man eher sehr frische grasige Noten. Das obstige hängt lange am Gaumen ,je länger man es aber trinkt, desto grasiger und auch herber schmeckt das Bier.

Zum Fazit. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen. Es ist sehr frisch und ich bin vor allem von dem schönen grasigen Aroma überzeugt. Schade, das die herrlich obstigen Noten aus dem Geruch, im Geschmack nicht so zur Geltung kommen. Dennoch hat das Biere eine sehr schöne, kräftige Hopfenbittere.

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Braukatz Hop Cat

Ein Pale Ale aus dem Allgäu, das wird es in meinem folgenden Biertest geben. Aus der Braukatz Serie der Braumanufaktur Allgäu aus Nesselwang habe ich heute das Hop Cat im Test. Stilistisch handelt es sich hier um ein Pale Ale, das auf einen Alkoholgehalt von 4,8% kommt.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernstein bis orangenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: man hat ein fruchtig-hefiges bis sogar leicht traubiges Aroma in der Nase. Auch leicht tropische Noten, die mich an Litschi und Maracuja erinnern vernehme ich.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier, welches nicht wirklich spritzig ist, aber über eine gewisse Hopfenbittere verfügt. Die Bitter ist aber eher dezent und der Hopfen überzeugt mehr durch die anklingende Hopfenbittere. Sowohl Noten von Apfel, als auch tropische Noten, vornehmlich Maracuja, Litschi und etwas Mango kann ich erkennen. Dazu kommen dann im nachgang etwas kräturige Nuancen. Insgesamt ist die Fruchtaromatik aber eher verhalten und nicht zu intensiv. Im weiteren Trinkverlauf wird das Bier aber unspektakulärer und die Hopfenbittere ist nicht mehr so präsent. Im Mundgefühl zeigt sich das Bier aber saftig.

Zum Fazit: Das Bier zeigt gute Ansätze und vor allem das saftige Mundgefühl überzeugt mich durchaus. Jedoch läuft alles auf einer eher dezenten Ebene ab und so gebe ich dem Bier eine Wertung von 3 Sternen.

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Waldhaus Hopfensturm

Aus dem Hause Waldhaus, deren normale Biere schon wirklich gut zu trinken sind, habe ich heute mit dem Hopfensturm ein Bier aus ihrer Craft Serie. Auch diese Biere konnten mich bisher größtenteils überzeugen. Der Hopfensturm ist ein obergäriges Spezialbier mit 2 Kalthopfungen und einem Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr sehr fruchtiges Aroma habe ich hier in der Nase. Es ist sehr schön beerig aber auch mit tropischer Nuance.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das eine gewisse Fruchtigkeit mitbringt und diese auch im Abgang ausspielt. Es hat aber gleichzeitig auch einen schlanken Körper, der dies begünstigt. Es ist ein Bier, das eine gut bittere Hopfennote hat und auch im Abgang überzeugt, aber nicht mehr so diese Fruchtigkeit hat wie zu beginn. Zusätzlich zu dieser angenehmen leichte Fruchtigkeit, die das Bier über den gesamten Trinkverlauf über ausstrahlt hat es auch eine leicht kräutrige Note.

Zum Fazit: Ein solides frisches Bier mit schöner Fruchtigkeit, das mir aber insgesamt etwas zu dezent ist. Ich gebe ihm 4 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Marstons EPA

Im folgenden Biertest geht es über den Ärmelkanal auf die britischen Inseln. Genauer gesagt geht es nach Burton Upon Trent, einer Stadt, die in ganz Großbritanien für ihr Bier bekannt ist. Eine der größten Brauereien und Brauereigruppen im Land ist die Martsons Brewery die 1834 gegründet wurde. Im Jahre 1999 wurde die Brauerei von der Wolverhampton und Dudley Breweries übernommen. Seit 2007 fungiert die Gruppe als Marstons Plc. und hat ihren Sitz in Wolverhamoton, die ursprüngliche Brauerei in Burton ist aber noch immer in Betrieb. Ich möchte aus dem Marstons Sortiment heute das EPA, ein klassisches englisches Pale Ale verkosten, das einen Alkoholegahlt von lediglich 3,6% aufweist.

Zur Optik: Ein klar filtriertes mattgoldenes Bier mit rötlichem Stich. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht sehr fruchtig und spritzig. Man hat schöne Noten die etwas exotisch sind und sie haben ein gewisses Zitrusaroma, das zusäzlich noch mit floralen Noten versehen ist.

Zum Geschmack: Ein sehr spritziges, aber auch sehr hopfig bitteres Bier. Man schmeckt, das der Körper leicht und schlank wirkt und durch die Hopfenbittere  versucht wird dies zu kaschieren. Das gelingt aber nur bedingt, denn vor allem der Nachgang ist sehr flach. Bis auf diese wirklich gute Bittere, die leicht fruchtige Aromen aufweist, hat dieses Bier nicht sonderloch viel zu bieten.

Zum Fazit: Ein doch sehr klassisches, hauptsächlich bitteres Englische Pale Ale. Mir ist das aber einfach zu wenig an Geschmack, auch wenn die Hopfenbittere ein klein wenig an Fruchtigkeit aufweist. So kann ich dem Bier daher leider auch nur eine Wertung von 3 Sternen geben.

Veröffentlicht in 1-Stern

Fischer Dorelei

In einer doch recht ungewöhnlichen, aber sehr schönen Flasche kommt das Dorelei der Brasserie Fischer daher. Die ehemalige Brauerei aus Schiltigheim braut schon seit 2009 nicht mehr und ihre Biere werden heute in der ebenfalls zu Heineken gehörenden Brasserie d’Esperance, die ebenfalls in Schiltigheim ansässig ist gebraut. Schiltigheim, das sei noch kurz erwähnt, ist eine Gemeinde im Großraum Straßbourg, etwas nördlich der Kernstadt gelegen. Das Dorelei soll eine Art Pale Ale sein und kommt auf einen Alkoholgehalt von 6,3%.

Zur Optik: Ein rotgoldenes Bier. Es ist klar filtriert und hat einen mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht recht geruchsneutral. Ein wenig süßlich, aber sonst hat man nichts in der Nase.

Zum Geschmack: Ein sehr süßliches Bier, das wirklich sehr sehr zuckrig schmeckt mit einem gewissen leicht herben Aroma. Man hat teilweise leicht fruchtige Noten, die eventuell an Traube oder etwas Apfel erinnern, jedoch auch ein wenig künstlich schmecken. Auch im weiteren trinkverlauf ist es eher süßlich mit einer gewissen Honignote wenn auch nicht mehr so störend wie zu beginn.

Zum Fazit: Ich weiß nicht so recht irgendwie schmeckt das nicht so ganz wie Bier. Es wirkt teilweise doch künstlich und vor allem auch sehr süß. Also dieses Bier ist wirklich gar nichts, auch wenn sich der Geschmackseindruck gegen Ende deutlich bessert. So gibt es von mir dennoch nur 1 Sterne für dieses Gebräu.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Zipfer Pale Ale

Auch die großen österreichischen Biermarken bringen hin wieder etwas neues auf den Markt. Ganz dem Trend folgend hat die Tiroler Biermarke Zipfer ein Pale Ale lanciert. Zusammen mit anderen Sorten wurde es unter der Meisterwerke Serie herausgebracht. Wie gut schmeckt nun also ein Pale Ale aus einer Österreichischen Großbrauerei? Das will ich mit dem folgenden Beitrag herausfinden. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,4%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellorangenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein dezent fruchtig-hopfiges Aroma, dass vor allem in die blumig grasige Richtung geht.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein wenig spritzig, mit einem leicht herben Abgang. Es ist zusammenfassend ein eher bitter betontes Bier, bei dem nur ganz leicht fruchtig süßliche Noten anklingen. Auch fehlt ihm leider etwas die geschmackliche Tiefe.

Zum Fazit: Ein recht solides Bier, das man gut trinken kann. Jedoch ist es geschmacklich nur bitter. Die Bittere ist auch etwas aromatisch und nicht eindimensional, mir fehlt aber die Fruchtigkeit. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Ketterer Black Forest Ale

Gehört Pforzheim nun schon zum Schwarzwald oder nicht. Darüber lässt sich streiten. Offiziell liegt es in jedem Falle am nördlichen Rande des Schwarzwaldes. Was das mit Bier zu tun hat. Nun die Brauerei Ketterer aus der Goldschmiedestadt hat ein Bier in ihrem Programm, das auf den Namen Black Forest Ale hört. Stilistisch ein klassisches Pale Ale kommt es auf einen Alkoholgehalt von 5,7%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, gelb-oranges Bier. Es hat einen durchaus ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Man hat ein dezent fruchtiges Aroma. Dazu kommen etwas Zitrusfrüchte, aber auch etwas leicht fruchtiges das in Richtung Melone oder Mango geht. Auch etwas harziges kommt hinzu.

Zum Geschmack: Ein etwas bitterharziger Antrunk, der sich auch gut mit den Malznoten paart und etwas an ein klassisches englischen Pale Ale erinnert, da es neben den Hopfennoten auch ein etwas karamelliges Malzaroma hinzukommt. Es deutet sich eine leichte Fruchtigkeit an, die ich in Richtung Weintraube oder sogar leicht Melone und grünen Apfel verorten würde. Dazu ergänzt von harzigen und Zitrusnoten. Zunächst prickelt die kohlensaure auch etwas stark, ist aber nicht zu dominant.

Zum Fazit: Eine wie ich finde geschmacklich sehr englische Interpretation eines Pale Ales. Es hat fruchtige Noten, ist aber nicht zu bitter oder zu fruchtig. Dazu hat es wie ich finde auch brotige und etwas karamellige Nuancen. Mir hat es geschmeckt und ich gebe hierfür 4 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Tilmans Pale Ale

Tilmans, eines junges Craftprojekt aus München, ist hauptsächlich durch seine neue Interpretation klassisch bayerischer Bierstile bekannt. Jedoch gibt es im Sortiment durchaus auch Biere, die man nicht unbedingt zu den klassisch deutschen Bierstilen zählen wurden, sondern in Deutschland erst im Zuge der Craft Bewegung Verbreitung fanden. So zum Beispiel das Pale Ale, deren Interpretation aus dem Hause Tilman ich mir heute annehmen werden. Alkoholtechnisch liegt man bei 4,9%.

Zur Optik: Ein orangenes, trübes Bier. Es hat einen sehr sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht fruchtig, tropisch in der Nase. man hat eindeutig Ananas und Pfirsich. Aber auch etwas trockenes und hopfig blumiges ist es in der Nase.

Zum Geschmack: Auch hier schmeckt es sehr frisch und fruchtig. Gleichzeitig hat man an der Gaumenkante einen schönen hopfigen, leicht bitteren Kranz, der aber nicht zu bitter ist. Insgesamt ist aber noch ein wenig zurückhaltend. Im Malzkörper ist es dann doch recht schlank und der Hopfen recht trocken. Es wirkt eher wie ein leichteres Sessionipa. Vor allem vom Malz kommt mir hier zu wenig.

Zum Fazit: Ja es ist ein gutes Bier, aber ein Session Ale denn ein pale Ale. Dennoch hat man schöne Fruchtnoten, die im Geschmack aber nicht so schön wie in der Nase herausstechen. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Freistil Aotea Roa

Das Aotea Roa des Brauwerk Freistil aus der Universitätsstadt Tübingen ist als nächstes Bier an der Reihe verkostet zu werden. Stilistisch handelt es ist sich um ein Pale Ale, welches speziell mit neuseeländischen Hopfensorten gebraut wurde und auf einen Alkoholgehalt von 4,8% kommt.

Zur Optik: Ein naturtrübes, orangenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein fruchtiges Aroma mit Grapefruit und Zitronennote. Natürlich ist auch ein gewisses Maß an Kiwi schmeckbar.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich noch leicht bittere Aromen und diese sind mit einem halbwegs fruchtigen Abgang versehen. Das Bier wirkt im ersten Eindruck recht auch spritzig und ich schmecke vor allem Aromen die in Richtung von Grapefruit gehen könnten. Der Malzkörper ist dazu noch recht leicht gehalten und Obstaromen kommen dann vor allem im Abgang dazu. Diese sind aber grundsätzlich eher dezent gehalten.

Zum Fazit: Ein schlankes und spritziges Pale Ale, das aber auch gewisse Fruchtnoten mitbringt. Ich finde es Alles in Allem sehr erfrischend und belebend. Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 4 Sternen.