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Mager Märzen

Im Herzen der fränkischen Schweiz liegt das idyllische Pottenstein eingebettet in eine malerische Felsenkulisse. Markant ist sicherlich auch die über der Stadt auf einem solchen Felsen gelegene Burg, aber auch Biertechnisch gibt es in Pottenstein etwas zu entdecken. Seit 1774 versorgt hier die Brauerei Mager die Menschen mit Bier und wird bis heute von der Familie Mager in mittlerweile siebter Generation betrieben. Aus dem kompakten Sortiment habe ich heute ein Märzen das dementsprechend einen Alkoholgehalt von 5,1% hat, was für ein klassisches Märzen fast ein bisschen wenig erscheint.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelgoldenes Bier. Es hat keinen wirklich bedeutenden Schaum.

Zum Geruch: Das Bier hat einen intensiven malzigen Geruch in der Nase mit leichter Karamellnote.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einem doch sehr kräftigen Einstig, das leicht am Gaumen prickelt. Es hat auch etwas fruchtige Noten von reifen Äpfeln und im Abgang kommt dann auch etwas karamelliges. Es erinnert wie ich finde leicht an kandierte Äpfel. Das Bier hat einen interessanten Körper und auch eine etwas fruchtigen Abgang. Dazu kommt eine leicht Würze am Gaumen. Insgesamt finde ich es aber doch eher sogar ein wenig schwach. Gegen Ende fehlt es dem Bier dann auch einfach etwas an Kohlensäure und auch der Körper insgesamt hat etwas wenig Substanz für ein Märzen.

Zum Fazit: Ein eher durchschnittliches Bier. Mir fehlt hier leider für ein Märzenbier einfach die Substanz. Hier müsste es für mich noch kräftiger und intensiver sein. Und auch die fehlende Kohlensäure, vor allem gegen Ende lässt das Bier etwas abgestanden wirken. So reicht es nur zu 3 Sternen.

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Arcobräu Festbier

Herbstzeit ist Festbierzeit. Gerade jetzt wo seit vergangenem Wochenende die Wiesn gestartet sind und am kommenden Wochenende der Canstatter Wasen nachzieht macht es natürlich Sinn auch hier das ein oder andere Festbier vorzustellen. Heute mache ich dies mit einem Festbier aus Niederbayern von der Arcobräu aus Moos. Wie für Festbiere üblich sprechen wir auch hier über einen ordentlichen Alkoholgehalt von 5,7%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelgoldenes Bier. Es hat keine besonderen Schaum.

Zum Geruch: Ein dezent brotiges Aroma, ansonsten rieche ich eher nicht besonders viel.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man hier ein Bier mit einer dezenten getreidigen Note, ansonsten ist es eher sogar ein wenig nichtssagend. Man dann hat ein Bier mit einer interessanter Bitteraromatik, die aber auch leicht alkoholische Töne hervorbringt, die etwas unangenehm im Abgang m Gaumen haften. Auch im weiteren Trinkverlauf hat man ein Bier, das auf der eine Seite seinen kräftigen süßlichen Malzkörper entfaltet, dem man aber auch seine Alkoholgehalt anschmeckt und eben auf der anderen Seite den durchaus etwas bitteren Abgang. Es wirkt so auch etwas unrund und nicht so recht aufeinander abgestimmt.

Zum Fazit. ein durchschnittliches Festbier. Kann man machen, muss man aber meiner Meinung nach nicht zwangsläufig. Von mir gibt es eine Wertung von 3 Sternen. Vor allem finde ich es etwas zu alkoholisch.

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Raschhofer Märzen

Zweimal Bronze und einmal Silber. Diese Auszeichnungen hat bisher das Raschhofer Märzen bei den European Beer Start Tasting Awards erhalten. Geografisch befinde ich in Oberösterreich unweit der deutschen Grenze im Innviertel. In der dort gelegen Stadtgemeinde Altheim befindet sich die Raschhofer Brauerei, welche mein heutiges Testbier braut. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,1%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat im Geruch ein brotig getreidiges Bier.

Zum Geschmack: Es ist ein erfrischendes Bier, bei dem mir vor allem die Kohlensäure auffällt, die bis in den Abgang ordentlich prickelt. Dennoch bringt das sehr lebendige Bier durchaus auch eine ordentliche Würze mit, die auch noch länger im Mundraum präsent bleibt. Auch im weiteren Trinkverlauf hat man ein Bier, das auch dort noch durchaus würzig ist. Es zeichnet sich vor allem durch seinen nicht zu süßlichen Geschmack und den hopfig würzigen Abgang aus. Im Körper ist es sehr ausgewogen udn weder zu dünn noch besonders kräftig.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Wie ich finde wirklich eines der besten österreichischen Märzenbiere, welches sich auf jeden Fall lohnt einmal zu probieren.

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Braufactum Marzus

Braufactum hatte nicht nur Pale Ale und Co. im Sortiment, sondern auch klassische aus dem deutschsprachigen Raum stammende wie das Märzen. Die Interpretation dieses Bierstils von Braufactum nennt sich Marzus und hat einen Alkoholgehalt von 5,5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, braunrotes bis kastanienfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr brotiges und karamelliges Bier. Es riecht sehr toastig und hat sogar leicht nussige Noten.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es zunächst sehr röstig und dabei auch noch karamellig im Geschmack. Dies ist sogar bis in den Abgang anhaltend. Im Antrunk ist es dabei aber auch bitter und vor allem sehr nussig. Dieses schön nussig karamellige Geschmacksprofil überzeugt und zeigt sich im ganzen Mundraum sehr schön. Im weiteren Trinkverlauf ist es weiterhin röstig karamellig, jedoch im Abgang auch etwas alkoholisch.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Insgesamt kann man es wirklich gut trinken, gegen Ende wird mir das Ganze aber ein wenig zu alkoholisch.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Aalener Löwenbräu Kirchweihbier

Herbstzeit ist Volkfestzeit. Nicht nur in München oder Stuttgart finden bald wieder die ganz großen Volksfeste statt, auch in vielen großen und kleinen Gemeinden in ganz Deutschland wird nun wieder Jahrmarkt, Kirchweih, Kirmes, Dult oder wie auch immer man in der Region ein Volksfest bezeichnet, gefeiert. Bei der Aalener Löwenbrauerei gibt es dafür extra ein Kirchweihbier, welches ausschließlich von Mitte September bis Ende Oktober erhältlich ist und es heute in mein Glas geschafft hat. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,7%.

Zur Optik: Ein trübes goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiges und leicht fruchtiges Aroma hat man in der Nase. Dazu kommt eine schöne karamellige Note.

Zum Geschmack: Ein Bier mit einem kräftig würzigen ersten Eindruck. Man hat leicht malzig, süßliche Noten im Abgang die durch etwas karamelliges ergänzt werden. Der Hopfen sorgt dann auch noch für ein wenig bitterhopfige Würze. Die Kohlensäure des Bieres prickelt recht ordentlich und macht das Bier schön süffig. Im Körper ist das Bier durchaus kräftig aber nicht alkoholisch und so macht es insgesamt einen sehr runden, gut abgestimmten Eindruck.

Zum Fazit: Ein kerniges und erfrischendes Bier, das durch die gut dosierte Kohlensäure sehr süffig und frisch wirkt. Es ist gut ausbalanciert mit süßlich karamelligen Malznoten und einer feinen Hopfenbittere. Ich gebe dem Bier sehr gute 4 Sterne.

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Ammerndorfer Jubiläum

Laut Website wurde das Bier aus dem folgenden Test im Jahre 1980 zum 250 jährigen Bestehen der Brauerei Dorn aus dem mittelfränkischen Ammerndorf wiederentdeckt und hat es heute in mein Glas geschafft. Passenderweise heißt das Bier dann auch Jubiläumstrunk und ist stilistisch ein Märzen bzw. Festbier und hat daher auch einen Alkoholgehalt von ordentlichen 5,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, platinfarbens Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier hat einen süßlichen, intensiv brotigen Geruch in der Nase.

Zum Geschmack: Insgesamt ist das Bier im ersten Moment im Körper sehr kräftig und hat fast schon etwas karamellige Züge, bevor dann im Abgang ein würzig karamelliges Aroma folgt. Das Bier entfaltet seinen Charakter wie ich finde vor allem im Nachgang erst so richtig. Dann kommt ein immer präsenteres karamelliges Aroma in den Mundraum. Insgesamt ist auch die Kohlensäure sehr gut gestaltet und macht das Bier wunderbar süffig. Auch eine feinherbe Hopfennote sorgt für die richtige Würze im Abgang. Der Alkohol klingt nur ganz leicht an. Auch im weitern Trinkverlauf gestaltet sich das Bier als durchaus süffig und vollmundig. Es hat einen schönen karamelligen Abgang, der von durchaus etwas würzigen Hopfennoten umspült wird. Bis zum Ende bleibt das Bier wirklich rund und geschmackvoll. Es ist ein wirklich süffiges Bier mit einem schönen karamelligen Aroma, dass nur etwas süßlich ist und gut von auch etwas röstigen Noten eingefangen wird, die mit der Hopfennote im Abgang ein würzig vollmundiges Zusammenspiel bilden und mit den Karamellnoten ein insgesamt sehr überzeugendes und rundes Trinkerlebnis bilden.

Zum Fazit: Was soll ich hier noch groß sagen. Ich denke der recht ausführliche Bericht spiegelt meine volle Überzeugung für dieses Bier wieder, dem ich ohne zu zögern die Höchstnote von 5 Sternen geben kann.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Schlappeseppel Edelmärzen

Bei Schlappeseppel darf jeder Geselle zum Abschluss seiner Ausbildung ein sogenanntes Gesellenstück brauen, welches dann für eine bestimmte Zeit im Handel erhältlich sein wird. Die 5te Edition dieser Serie ist das Edelmärzen, welches ich im folgenden Test nun verkosten werde. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,6%.

Zur Optik. Ein klar filtriertes, rotgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht etwas brotig und leicht karamellig in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein durchaus erfrischendes Bier mit würzigem Abgang. Es ist dabei leicht karamellig, aber auch würzig am Gaumen. Dazu hat es auch leicht alkoholische Noten die mich doch etwas stören. Das Bier ist im Körper kräftig, aber ich finde es insgesamt etwas unrund und leicht kratzig alkoholisch am Gaumen. Dennoch im Körper ist das Bier kräftig und auch vollmundig, wenngleich mich dieser alkoholische Abgang schon etwas stört.

Zum Fazit: Leider ist der Abgang für meinen Geschmack zu alkoholisch geraten, ansonsten hätte es hier noch eine höhere Wertung bekommen. So gibt es 3 Sterne.

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Krieger Onkel Pepps Märzen

Ich stelle fest: In den letzten Jahren hat sich doch die ein oder andere Verkostungsnotiz in meinem Archiv an unveröffentlichten Beiträgen angesammelt, bei denen es entweder das Bier oder gar die Gesamte Brauerei nicht mehr gibt. So auch bei meinem nächsten Bier, das von der 1622 gegründeten Brauerei Krieger aus Landau an der Isar stammt. Hier entschloss man sich im Mai 2024 auf Grund der wirtschaftlichen Entwicklung zur Schließung des Betriebs. Das Hell wird seither von der Graf Arco Brauerei gebraut, die anderen Biere, wie auch mein heutiges Testbier, das Onkel Peps Märzen hingegen sind vom Markt verschwunden. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,6%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, platingoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein intensiv brotiges Aroma mit leichten malzig süßlichen Noten und auch einem karamelligen Anflug in der Nase.

Zum Geschmack: Ich hab ein Bier mit schönen Malznoten und einem etwas röstigen Abgang, der so ein brotiges Aroma hat das an ein dunkel gebackeneres, rustikales Landbrot oder einfach ein würzige Brotkrumme erinnert. Dazu kommt etwas karamelliges, leicht beeriges. Ich hab ein Bierm dass sich auch im weiteren Trinkverlauf durch eine gute Röstaromatik auszeichnet, die aber auch etwas alkoholisch wirkt und mich so leider so etwas abschreckt. Dennoch ist die Kohlensäure hier sehr gut dosiert und das insgesamt zwar kräftig und leicht alkoholisch, aber dennoch vor allem vollmundig, würzig und süffig.

Zum Fazit: Schade das es ihn nicht mehr gibt, denn man hat hier einen wirklich süffigen Vertreter eines Märzenbieres, wenn er auch leicht alkoholisch wirkt. Dafür ist er überhaupt nicht süß. Das gibt von mir eine Wertung von 4 Sternen.

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Berg Schützenfestbier

Eigentlich kann die Stadt Biberach auf eine lange und vielfältige Brautradition zurückblicken, konnte diese aber leider nicht bis zum heutigen Tage bewahren. Waren es nach dem zweiten Weltkrieg noch 8 braustätten erlebten das neue Jahrtausen nur noch 2 von welchem mit dem Grünen Baum im jahre 2005 die letzte verbliebene Traditionsbrauerei auch ihre Pforten schließen musste. Daher gibt es auf dem Biberacher Schützenfest, eines der größten in der Region auch kein Biberacher Bier sondern jenes von der Brauerei Berg aus Ehingen. Da jenes Schützenfest in Biberach wieder die letzten zwei Wochenenden stattfand, werde ich folgenden Biertest nun das dazugehörige Bier verkosten. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,7%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Im der Nase hat das Bier ein kräftiges, getreidiges Aroma.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, dass ich geschmacklich zunächst als süffig bezeichnen würde, aber als nicht besonders komplex empfinde. Das Bier wirkt insgesamt durchaus auch kräftig und leicht würzig im Abgang. Es ist aber auch dennoch süffig. Im Körper ist das Bier die gesamte Zeit über sehr kräftig und präsent. Die Kohlensäure prickelt nicht ganz so extrem, ist aber dennoch in außreichender Form vorhanden und sorgt dafür, dass das Bier süffig bleibt. Säure oder eine wirkliche Hopfenwürze nehme ich auch nicht so wirklich wahr. Dennoch wirkt das Bier im Mundgefühl vollmundig und süffig.

Zum Fazit: Ein typisches Festbier, kräftig, malzig, vollmundig und süffig. Es ist nicht so wirklich würzig und mir im Geschmack auch etwas zu opulent malzig. Daher bekommt es von mir eine Wertung von 3 Sternen.

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Naabecker Edel Märzen

Tradition die bis ins Jahre 1620 zurückreicht, dafür steht die Schlossbrauerei Naabeck. Die Geschichte des dazugehörigen Schlosses, auf dessen Gelände sich nach wie vor die Brauerei befindet, reicht sogar noch weiter zurück, denn dessen Vorgängerbauten haben vermutlich schon bei der ersten Erwähnung Naabecks im Jahre 1112 existiert. Die Herren von Naabeck waren es, die angeblich die erste Anlage auf dem Gelände errichteten. Bis zum Bierbrauen sollte es allerdings noch ein Weilchen dauern, denn erst Elisabeth von Taufkirchen beantragte im Jahre 1620 beim Landesherrn das Braurecht für das Schloss, welches sie dann auch umgehend erhielt. Seit 1919 sind Schloss und Brauerei in Besitz der Familie Rasel, die sie zu eine der größeren Brauereien in der mittleren Oberpfalz entwickelt hat. Aus dem reichhaltigen Sortiment an Bieren werde ich im folgenden Test das Edel Märzen mit einem Alkoholgehalt von 5,7% verkosten.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, rubinrotes Bier es hat keinen besonderen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht intensiv brotig, fast schon etwas keksig.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier das durchaus kräftig ist. Es ist etwas karamellig im Abgang und dieser Geschmack bleibt auch länger hängen. Das Bier hat insgesamt einen kräftigen getreidigen Körper. Dieser ist auch mit einem schönen karamelligen Abgang versehen. Die Kohlensäure ist relativ angenehm gestaltet und nicht zu aufdringlich. Insgesamt könnte dem Bier aber durchaus noch etwas mehr Kohlensäure und Würze gut zu Gesicht stehen um es süffiger zu machen. So wirkt es gegen Ende durch den Körper schon sehr massig und zu malzig.

Zum Fazit: Mir ist das ganze etwas zu malzig und schwer. Hier könnte das Bier durchaus noch etwas mehr Kohlensäure oder Hopfenwürze vertragen. Von mir gibt es eine Wertung von 3 Sternen.